Theater, Film & Musik (7 Titel)
Hadamer, Armin W
Mimetischer Zauber
Verlag: Waxmann
Wilhelm Hauff und Bluegrass, Carl Maria von Weber und Gospel, Theodor Körner und die Minstrel Show, Heinrich Heine und der Bürgerkrieg: Die englischsprachige Rezeption Hunderter von deutschen Liedern in den USA war mit ihren überraschenden Verbindungen wichtiger Teil der kulturellen und sozio-musikalischen Selbstauslegung amerikanischer Diskurse im 19. Jahrhundert. Sie entsprach Homi Bhabhas Denkfigur des "Third Space", einer Sphäre des Übergangs, in der kulturelle Identität über die Auseinandersetzung mit dem kulturellen Anderen verhandelt wird. Diese Studie legt hiermit zum ersten Mal ein Forschungsgebiet offen, das sowohl neue Perspektiven auf die amerikanisch-deutschen Kulturbeziehungen im 19. Jahrhundert freigibt, als auch die deutschsprachige Liedkultur und Literatur verbindlich in transkulturellen Kontexten verortet. Ihr kulturwissenschaftlicher und diskursanalytischer Ansatz ist über die Liedforschung hinaus eine dringende Aufforderung an Disziplinen wie Übersetzungsstudien, Germanistik, Amerikanistik und Geschichte zu einer verstärkten interdisziplinären Zusammenarbeit.
Herausgeber : Matter, Max; Grosch, Nils
Lied und populäre Kultur - Song and Popular Culture
Verlag: Waxmann
Das Deutsche Volksliedarchiv (DVA) wurde 1914 von dem Germanisten und Volkskundler Prof. Dr. John Meier (1864-1953) gegründet und ist seit 1953 "freies und selbständiges wissenschaftliches Forschungsinstitut" des Landes Baden-Württemberg. Anlass zur Einrichtung dieses Archivs war im Wesentlichen das Bedürfnis nach einer wissenschaftlichen Gesamtausgabe der deutschen Volkslieder. Von Beginn an fungierte das DVA daher als Zentralstelle für die Sammlung, Dokumentation und Erforschung des deutschsprachigen Volks- und Popularliedes in seinen verschiedenen Erscheinungsformen (einschließlich fremdsprachiger Liedparallelen und der Beziehungen zu Volksmusik und Volkstanz). In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Instituten anderer Länder hat sich das DVA seit Jahren als "Arbeitsstelle für internationale Volksliedforschung" etabliert und betreut in seinem Haus zahlreiche in- und ausländische Besucher.
Boock, Barbara
Kinderliederbücher 1770-2000
Verlag: Waxmann
Kinderliederbücher sind Indikatoren für Menschenbilder und Weltanschauungen, für Vorstellungen von Erziehung und Sichtweisen aufs Kind. Der kulturgeschichtliche Blick auf diese Liederbücher spiegelt die Veränderungen von Kindheitskonzepten im historischen Verlauf und im gesellschaftlichen Wandel.In diesem Buch wird erstmals eine umfassende Bibliographie deutschsprachiger Kinderliederbücher von 1770–2000 vorgelegt. Informative Kurzkommentare zu jedem Band geben Auskunft zu Buchinhalten, Autoren und Herausgebern sowie über ihre jeweiligen Repertoirestrategien. Zusammen mit zahlreichen Illustrationen lassen diese Annotationen Bedeutung und Stellenwert des jeweiligen Liederbuches anschaulich werden. Neben einem umfassenden Registerteil enthält das Buch auch einen Essay des renommierten Musikpädagogen Günther Noll zum Kinderlied in der NS-Zeit.
Herausgeber : Marx, Peter W.;Watzka, Stefanie
Berlin auf dem Weg zur Theaterhauptstadt
Verlag: A. Francke Verlag
Als die 1869 verabschiedete Gewerbefreiheit auch die Gründung von Theatern erleichterte, kam es zu einem regelrechten Theaterboom und Berlin begann seinen Aufstieg zur wichtigsten deutschen Theaterstadt. Nahezu gleichzeitig mit dieser Gründungswelle aber setzte eine Flut von Streitschriften ein, die diesen Prozess kritisch begleitete. Die Themen reichten von der künstlerischen Programmatik über die kulturellen Folgen bis hin zur sozialen Situation der Künstlerinnen und Künstler.Viele dieser Kleinschriften, die gerade wegen ihres besonderen Formats sehr direkt Auskunft über das Theater und die Bedingungen seiner Zeit geben, sind heute kaum noch zugänglich. Der vorliegende Band versammelt eine breite Auswahl dieser Schriften und gibt sie in einer kommentierten Form wieder, so dass sie als lebendige Zeugnisse dem Leser die Dynamik und Lebendigkeit der Theaterlandschaft bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs vermitteln.
Herausgeber : Marx, Hans Joachim; Sandberger, Wolfgang
Göttinger Händel-Beiträge, Band 013 / Göttinger Händel-Beiträge, Band 13
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Das Spezifische dieses Ansatzes liegt in dem dichten, synergetischen Methodennetzwerk, welches systemische, integrativ-gestalttherapeutische, analoge und körpertherapeutische Methoden zu einem effektiven Handlungsmodell von Coaching verbindet. Der prall gefüllte Methodenkoffer enthält neben einer Vielzahl methodischer Hinweise für die Coachingpraxis auch 125 komplexe Übungen (Tools) für alle Fälle.
Döhl, Frédéric
„...that old barbershop sound“
Verlag: Steiner, Franz
Barbershop Harmony ist eine amerikanische Tradition vierstimmiger A-cappella-Musik, die heute weltweit von gut 70.000 Sängerinnern und Sängern in einer stark institutionalisierten, von Gesangswettbewerben geprägten und auch in Deutschland sehr lebendigen Szene gepflegt wird. Vom Selbstverständnis her wird Barbershop Harmony von Szene wie Forschung bislang als eine musikalische Variante Historischer Aufführungspraxis betrachtet, die um 1940 herum in den USA als "Revival" initiiert wurde und den Gegenstand, den man originalgetreu zu bewahren sucht, in der Ära der vorletzten Jahrhundertwende findet, wo diese Praxis vokaler Mehrstimmigkeit entstanden sein soll. Auf Grundlage zahlreicher, erstmals zugänglicher Quellen berichtet die vorliegende Studie von der Entwicklung vom Barber Shop Chord der 1890er Jahre zum Barber Shop Quartet Singing der 1940er Jahre und erzählt dabei eine gänzlich neue Geschichte der Entstehung jenes Stils: Erst das "Revival2 formte ästhetisches Konzept wie musikalischen Gehalt der Barbershop Harmony.