Rechtswissenschaft (67 Titel)
Herausgeber : Boers, Klaus; Reinecke, Jost
Delinquenz im Jugendalter
Verlag: Waxmann
In diesem Band sind die wichtigsten Ergebnisse einer Längsschnittuntersuchung über die Entstehung und Entwicklung delinquenter und devianter Handlungsstile von Jugendlichen zusammengefasst. Auf der Grundlage eines dynamischen Mehrebenenmodells wird untersucht, inwieweit sozialstrukturelle Aspekte (Familie, Schule, Gruppen) situationsspezifisch über individuelle Verhaltensorientierungen für die Entwicklung von Delinquenz verantwortlich sind.Neben der Anwendung individualtheoretischer Erklärungskonzepte (Theorie geplanten Verhaltens, Emotionstheorie) beziehen sich die Analysen u.a. auf die Bedeutung von sozialen Milieus, Lebensstilen, Mediengewalt und Migration für den Delinquenzverlauf im Dunkel-feld. Erstmals können mit dieser Panelstudie Fragestellungen der zumeist im angelsächsischen Raum betriebenen kriminologischen Längsschnittforschung auch in Deutschland untersucht werden.
Schulte, Philipp H
Terrorismus und Anti-Terrorismus-Gesetzgebung
Verlag: Waxmann
Die Arbeit befasst sich mit der Interaktion von Terrorismus und den in Deutschland erlassenen Anti-Terrorismus-Gesetzen. Hierbei handelt es sich um die Gesetze, die der Gesetzgeber seit 1974 in unmittelbarer Reaktion auf terroristische Gewalt erlassen hat. Die Schwerpunkte der Arbeit bilden jeweils das Gesetzgebungsverfahren im historischen Kontext, die inhaltliche Bewertung und schließlich die Klärung, ob das Anti-Terrorismus-Gesetz erfolgreich im Kampf gegen den Terrorismus war bzw. ist.Um diese Fragestellungen umfassend beantworten zu können, werden vorab eine Definition für das Phänomen Terrorismus erarbeitet und die Formen des Terrorismus beleuchtet, die in Deutschland zum Erlass von Anti-Terrorismus-Gesetzen geführt haben.
Khostevan, Alireza
Zügiges Strafverfahren bei jugendlichen Mehrfach- und Intensivtätern
Verlag: Waxmann
Jugendliche Intensivtäter stellen eine kleine, aber sehr aktive Gruppe von Delinquenten dar. Sie begehen über die Hälfte aller Delikte und nahezu alle Gewaltdelikte. Sie sind die eigentliche Problemgruppe der Jugendstrafrechtspflege und Jugendgerichtshilfe und deshalb kriminologisch und kriminalpolitisch von zentraler Bedeutung. Könnte man das Verhalten dieser Gruppe erfolgreich beeinflussen, so könnte man die Gewalt- wie die allgemeine Kriminalität erheblich reduzieren.Es gilt die allgemeine Auffassung, dass eine jugendstrafrechtliche Reaktion am ehesten dann eine positive erzieherische und legalbewährende Wirkung entfalten kann, wenn sie alsbald nach der Tat erfolgt. Dementsprechend versuchte man in Münster in einem Modellprojekt durch die Kooperation der Strafverfolgungsbehörden, Jugendrichter und Jugendgerichtshelfer verstärkt auf den Zeitfaktor zu achten. Im Zuge des Projektes konnte bei dieser hochbelasteten Tätergruppe die durchschnittliche Zeitspanne zwischen der Tat und der Hauptverhandlung von sieben Monaten zeitweilig halbiert werden.Die Arbeit untersucht als empirische Begleitforschung die Durchführung des Modellprojekts sowie dessen Auswirkungen auf den Rückfall, die Einstellungen und Verhaltensweisen der jungen Täter.
Herausgeber : Baumeister, Werner
Ehrenmorde
Verlag: Waxmann
Seit Beginn der Massenzuwanderung aus Ländern, in denen die Blutrache noch lebt, also seit nun fast 50 Jahren, ist dieser Brauch, der in Deutschland im 15. Jahrhundert sein Ende fand, hierher zurückgekehrt. Die Problematik, die diese Verbrechensform mit sich bringt, ist vielfältig und bis heute nicht überwunden. Dies liegt in der Fremdartigkeit der im Zusammenhang mit diesem Deliktstyp für abendländische Vorstellungen kaum begreiflichen Denk- und Verhaltensweisen begründet. Die Folge ist, dass die zahlreichen, für die Beurteilung dieser Straftaten zum Teil wichtigen Hintergründe oft nicht oder nur schwer auszumachen sind oder in ihrer Wertigkeit nicht die richtige Einordnung finden. Selbst die Hinzuziehung von Sachverständigen führt nicht immer zu der erwünschten Kompatibilität zwischen deren Fachwissen und dem juristisch relevanten Wissen.
Diese Studie nimmt sich dieser Problematik an, indem sie zunächst den Brauch umfassend beschreibt und anschließend die Blutrachedelinquenz verfahrens- und materiellrechtlich aufarbeitet. Beide Teile der Arbeit werden zur Veranschaulichung begleitet von tatsächlichen Fällen. Dem Autor kommt dabei seine langjährige Erfahrung als Strafrichter, unter dessen Vorsitz eine Reihe einschlägiger Fälle entschieden worden ist, zugute.
Karliczek, Kari M
Strukturelle Bedingungen von Wirtschaftskriminalität
Verlag: Waxmann
Ausgehend von den Ergebnissen einer Untersuchung wirtschaftskrimineller Vorgänge im Zusammenhang mit den Treuhandprivatisierungen wird der Frage nachgegangen, ob spezifische strukturelle Bedingungen das Auftreten von Wirtschaftskriminalität begünstigen. Es wird dargelegt, dass es einen engen Zusammenhang zwischen bestimmten Rahmenbedingungen (politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen) und Wirtschaftskriminalität gibt. Anhand von insgesamt vier Fallbeispielen, die mittels Aktenanalysen und qualitativen Interviews erhoben wurden und einmal aus der Perspektive der Rational-Choice-Theorie, zum anderen aus einer systemtheoretischen Perspektive analysiert wurden, zeigt sich, dass Strukturen für Wirtschaftskriminalität als Unternehmenskriminalität in anderer Form relevant sind als bei kriminellen Handlungen, die von individuellen Akteuren in einem wirtschaftlichen Kontext begangen werden.
Darüber hinaus wird ein tiefgehender Einblick in die Privatisierungspolitik der Treuhandanstalt gewährt.
Klesczewski, Diethelm
Strafrecht. Allgemeiner Teil
Verlag: Bernstein-Verlag
Das Studienskript stellt die allgemeinen Lehren des Strafrechts unter Beschränkung auf das Kernwissen dar, das zur Lösung der in Examensklausuren wiederkehrenden Probleme unerlässlich ist. Dieser Konzentration entsprechend wurde vor allem auf eine Erläuterung der Rechtsfolgen der Tat verzichtet. Innerhalb der ausgewählten Schwerpunkte wurde hingegen versucht, die Problembereiche in Fallsystemen zu ordnen, bei den einschlägigen Streitständen die zentralen Argumentationslinien herauszuarbeiten und hierzu unter stetem Rückbezug auf den materiellen Verbrechensbegriff Stellung zu beziehen. Besonderes Gewicht wurde dabei auf die Beteiligungslehre gelegt, die erfahrungsgemäß in der Lehre häufig etwas zu kurz kommt.Wegen der Beschränkung der Darstellung auf das examensrelevante Kernwissen ersetzt dieser Grundriss nicht die Arbeit mit einem Lehrbuch. Da der Verfasser in seinem Denken maßgeblich durch den von Ernst Amadeus Wolff für die Strafrechtswissenschaft erarbeiteten Verbrechensbegriff beeinflusst ist, wie ihn Michael Köhler in seinem Lehrbuch zu einer allgemeinen Lehre von der Straftat entfaltet hat, sei dem geneigten Leser dieses Werk zur vertieften Lektüre ans Herz gelegt. Das vorliegende Werk findet seine Ergänzung in meinem Grundriss zum Besonderen Teil des Strafgesetzbuches, der nunmehr in dritter Auflage vorliegt.
Fabian Ropohl
Zur Anknüpfung der formlosen Markenrechte im Internationalen Privatrecht
Verlag: V&R unipress
Bei verschiedenen immaterialgüterrechtlichen Rechtsfragen im Internationalen Privatrecht wird in Deutschland von Rechtsprechung und Lehre zumeist die lex loci protectionis angewendet. Diese Anknüpfung an das Schutzlandrecht, die in einem territorialen Verständnis der Immaterialgüterrechte wurzelt, ist auf Grund des Zusammenwachsens nationaler Märkte unzeitgemäß. Den formlosen Markenrechten steht nicht die territoriale Rechtsnatur der gewerblichen Schutzrechte entgegen – vielmehr entstehen formlose Marken durch Benutzung und erlangte Verkehrsgeltung in einem nicht zwangsläufig nationalen Markt. Das verleiht ihnen eine potentiell universelle Rechtsnatur, weshalb bei ihnen wesentliche Rechtsfragen einheitlich angeknüpft werden können. Ropohl zeigt wie durch eine differenzierte Anknüpfung ein gerechter Interessenausgleich zwischen dem Inhaber des Schutzrechts und dessen kommerziellen Nutzern gefunden werden kann.
Doris Göttlicher
Auf der Suche nach dem gerechten Preis
Verlag: V&R unipress
In zwei Reskripten hat Diokletian es als Ausdruck der humanitas angesehen, dass ein Kaufvertrag dann anfechtbar sei, wenn nicht einmal die Hälfte des gerechten Preises gezahlt worden ist. Die Entscheidungen und ihre entsprechende Begründung werden gegen die bisher herrschende Ansicht als authentisch angesehen. Auf die humanitas zurückführende Begründungen finden sich, wie Cicero zu erkennen gibt, bereits bei den Juristen des letzten vorchristlichen Jahrhunderts. Ihnen liegen rechtsphilosophische und rechtstheoretische Konzepte zugrunde, die die sabinianische und prokulianische Rechtsschule der klassischen Zeit beeinflusst hatten. Insofern stehen die diokletianischen Entscheidungen in einer Rechtstradition. Doris Göttlicher zeigt die zugrunde liegenden rechtstheoretischen Konzepte und deckt ihre Wurzeln in der republikanischen Rechtswissenschaft auf. Für die aktuelle Diskussion um die geistigen Grundlagen des klassischen Rechts und der Rechtsschulen des Prinzipats werden so neue Argumente gewonnen.
Sascha T. Schacht
Die Einschränkung des Urheberpersönlichkeitsrechts im Arbeitsverhältnis
Verlag: V&R unipress
Die weit überwiegende Zahl von urheberrechtlichen Werkschöpfungen wird heute von abhängig beschäftigten Urhebern in Arbeitsverhältnissen erbracht. Für dieses Phänomen einer eigenschöpferischen und zugleich abhängigen Tätigkeit erklärt § 43 UrhG lediglich die allgemeinen Regeln der vertraglichen Einräumung von Nutzungsrechten für anwendbar. Für den Arbeitgeber, der das Arbeitsergebnis optimal verwerten will, ergeben sich besondere Probleme, wenn er unübertragbare urheberpersönlichkeitsrechtliche Befugnisse, etwa zur Veröffentlichung oder Änderung des Werkes, in Anspruch nehmen will. Die Arbeit widmet sich der praktisch bedeutsamen Frage, wie weit und auf welchem konstruktiven Weg Einschränkungen des Urheberpersönlichkeitsrechts möglich sind.
Antje Baumann
Regeln der Auslegung internationaler Handelsgeschäfte
Verlag: V&R unipress
Bei fast allen internationalen Handelsverträgen sind die Vertragspartner im Laufe der Vertragsabwicklung mit Auslegungsfragen konfrontiert. Die Autorin untersucht, inwieweit es hierfür bereits international anerkannte, einheitliche Auslegungsregeln gibt. Sie stellt die Auslegungsregeln der UNIDROIT Principles, der Principles of European Contract Law, des Uniform Commercial Code und des deutschen Rechts umfassend dar und arbeitet deren Unterschiede heraus. Besondere Bedeutung wird der Anwendung anerkannter Auslegungsgrundsätze in der Rechtswirklichkeit der Gerichte beigemessen. Die Untersuchung zeigt, welche Auslegungsgrundsätze für internationale Handelsgeschäfte geeignet sind. Die Autorin unterbreitet Vorschläge zur Ausgestaltung einheitlicher Regeln und überprüft diese an Praxisbeispielen.
Kerstin Muthers
Rechtsgrundlagen und Verfahren zur Festsetzung staatlicher Mittel zur Parteienfinanzierung
Verlag: V&R unipress
Durch das 8. Gesetz zur Änderung des Parteiengesetzes vom 19. April 2003 wurde das Verfahren zur Festsetzung der staatlichen Mittel für die Parteien neu geregelt. Dem Festsetzungsverfahren wurde bislang und auch unter dem alten Parteiengesetz nur wenig Beachtung geschenkt. Die Autorin schildert Ablauf und besondere Probleme des Festsetzungsverfahrens aus der Sicht der Praxis und diskutiert die Aspekte. Dabei setzt sie sich mit dem für verfassungswidrig gehaltenen so genannten Drei-Länder-Quorum und mit einer Prüfungskompetenz des Bundesrechnungshofes für die Rechenschaftsberichte auseinander. Muthers Arbeit stellt erstmals umfassend den gesamten Ablauf des Festsetzungsverfahrens dar und ist für die Wissenschaft und die Praxis gleichermaßen bedeutsam.
Michael H. Hagemann
»Grauer Kapitalmarkt« und Strafrecht
Verlag: V&R unipress
Der »Graue Kapitalmarkt« zählt zu den rechtstatsächlich und rechtlich wenig geklärten Phänomenen. Der Autor untersucht die Anwendbarkeit strafrechtlicher Normen bei verschiedenen Kapitalanlagen, insbesondere unter dem Aspekt einer Strafbarkeit wegen Kapitalanlagebetrugs (§ 264a StGB) und Verstößen gegen das Kreditwesengesetz (§ 54 KWG). Die Strafvorschrift des § 264a StGB wird sehr kontrovers diskutiert. Diese Arbeit verfolgt einen normativen Ansatz zur Konkretisierung des umstrittenen »Erheblichkeitsmerkmals« und versucht damit das Anwendungsdefizit der Strafnorm zu überwinden.
Philip Koch
Ermittlung und Verfolgung von strafbarem Insiderhandel
Verlag: V&R unipress
Seit der Schaffung des Insiderstrafrechtes in der Bundesrepublik im Jahr 1994 standen materiell-rechtliche Fragen im Vordergrund, obwohl auf der Hand liegt, dass die erwünschte Schutzwirkung für den Kapitalmarkt oder einzelne Teilnehmer des Kapitalmarktes nicht erreicht werden kann, wenn die Aufdeckung von Verstößen gegen Insiderhandelsverbote nur ausnahmsweise und eher zufällig möglich ist. Wie effektiv bestehende Gesetze und die Handlungsbefugnisse der Verfolgungs- und Überwachungsbehörden sind, wird in einer vergleichenden Untersuchung zur Rechtslage in den USA herausgearbeitet. Beleuchtet werden dabei auch die aufgrund des Anlegerschutzverbesserungsgesetzes erweiterten Kompetenzen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Ein Blick auf die Möglichkeiten der U.S.-Wertpapieraufsicht SEC verdeutlicht die ergebnisorientierte Verfolgungspolitik in den USA.
Julia A. Martin
Sonderdelikte im Umweltstrafrecht
Verlag: V&R unipress
Die Autorin geht der Frage nach, welche Tatbestände des Umweltstrafrechts Sonderdelikte darstellen, bei welchen Tatbeständen also nur ein begrenzter Personenkreis als tauglicher Täter in Betracht kommt. Anknüpfungspunkte für mögliche Sonderpflichten bieten sich dort, wo der Betrieb einer Anlage oder die Verletzung verwaltungsrechtlicher Pflichten vorausgesetzt wird. Die Tragweite der Einordnung einer Straftat als Sonderdelikt zeigt sich vor allem dann, wenn Straftaten aus Unternehmen heraus begangen werden: Ist nur das Unternehmen als solches sonderpflichtig, nicht aber die für das Unternehmen handelnden natürlichen Personen, wird deren Strafbarkeit erst mithilfe der Merkmalsüberwälzung nach § 14 StGB ermöglicht.
Ingeborg Puppe
Strafrechtsdogmatische Analysen
Verlag: V&R unipress
Die in dieser Sammlung zusammengestellten strafrechtsdogmatischen Analysen sind Versuche, Erkenntnisse der Logik und Sprachphilosophie zur Lösung bestimmter Einzelprobleme unmittelbar fruchtbar zu machen. Diese Probleme sind u.a.: die logisch einwandfreie Bestimmung der Kausalität nach einer einzigen »Formel«, mit der auch die Fälle der Mehrfachkausalität lösbar sind, einschließlich des sog. Gremienproblems, das keinen Grund für die Verschärfung des Strafrechts durch eine fahrlässige Mittäterschaft liefert, die Anwendung von Wahrscheinlichkeitsgesetzen, des Erfordernisses der Realisierung des unerlaubten Risikos sowie des Schutzzweckzusammenhangs bei der objektiven Zurechnung, eine normative Bestimmung des Willensbegriffs beim Vorsatz, die Unterscheidung zwischen Tatsachenirrtum, Wertungs- und Subsumtionsirrtum, die sog. Vorsatzkonkretisierung und die Bestimmung der einzelnen Straftat, die mehrere Tatbestände erfüllt.
Herausgeber : Wolfgang Löwer
Bonner Gespräch zum Energierecht
Verlag: V&R unipress
Es gibt keine Ausgabe der sektoralen Fachzeitschriften zu Energierecht und -wirtschaft, die nicht mindestens eine Anzeige für ein energierechtliches bzw. -wirtschaftliches Seminarangebot enthielte. Was rechtfertigt in diesem Überangebot an Informationen dann noch eine weitere Veranstaltung, das hier dokumentierte »Bonner Gespräch zum Energierecht«? Die Fülle detaillierter Einzeluntersuchungen lässt die Konzentration auf Grundsatzfragen vermissen: Hier wird sie in den Diskurs von Wissenschaftlern, Praktikern und Politikern gestellt, um die Qualität von Lösungen und Argumenten im Streitgespräch zu erhärten. Die Themen zum Schwerpunkt Energiepreisregulierung werden selbstverständlich nicht nur rechtsperspektivisch behandelt; ohne die wirtschaftswissenschaftlichen und tatsächlichen Grundlagen lassen sich energiewirtschaftsrechtliche Fragen auch normativ nicht sinnvoll bewältigen.
Frank Hirschinger
Fälschung und Instrumentalisierung antifaschistischer Biographien
Verlag: V&R unipress
Am Beispiel mehrerer SED-Funktionärsbiographien aus Halle/Saale analysiert Hirschinger in seiner Studie die Fälschung antifaschistischer Biographien, die in der DDR im Sinne von Identitätsstiftung und kommunistischer Traditionspflege eingesetzt wurden. Darüber hinaus zeigt der Autor auf, wie Repräsentanten PDS-naher Antifa-Verbände bis heute gefälschte Biographien zur Erringung politisch-moralischer Autorität und zur Durchsetzung politischer Interessen verwenden. Die abschließende Untersuchung der Geschichtspolitik von Antifa-Verbänden und PDS belegt die Funktion des von ihnen praktizierten Antifaschismus als Integrations- und Ausgrenzungsinstrument, als Bündnisstrategie zur Gewinnung von Anhängern und zur Aufrechterhaltung persönlicher Lebenslügen früherer SED-Funktionäre.
Benjamin Schirmer
Konstitutionalisierung des englischen Verwaltungsrechts
Verlag: V&R unipress
Vor dem Hintergrund der englischen Verfassungsreformen seit 1997 beleuchtet die Arbeit die Auswirkungen des Human Rights Act 1998 auf die verwaltungsgerichtliche Kontrolle, die sich wesentlich im Verfahren des judicial review manifestiert. Anhand der Fragestellung der Konstitutionalisierung widmet sich der Autor zunächst dem Aspekt der Subjektivierung des Verwaltungsrechtsschutzes und dem Einfluss der Garantie von Grundrechten auf die Kontrolldichte und die verfassungsrechtliche Legitimierung des judicial review. Die Arbeit mündet in Überlegungen, ob sich mit dem Human Rights Act eine Rechtsordnung herausgebildet hat, in der diesem Verfassungsgesetz mit seiner erstmaligen gesetzlichen Anerkennung von Grundrechten im englischen Recht ein höherrangiger Status zukommt.
Herausgeber : Jens-Peter Schneider
Verwaltungsrecht in Europa
Verlag: V&R unipress
Das vorliegende Werk bildet den Auftakt eines Projekts, das Juristen aus Wissenschaft und Praxis einen soliden und schnellen Einstieg in europäische Verwaltungsrechtsordnungen ermöglicht. Der erste Band widmet sich mit England und Wales, Spanien sowie den Niederlanden drei Rechtsordnungen mit großer Bedeutung in der gemeinschaftsrechtlichen Entwicklung. Den einführenden Bemerkungen des Herausgebers zur Rechtsvergleichung im Öffentlichen Recht folgen die Länderdarstellungen der Verwaltungsrechtsordnungen. Sie beinhalten jeweils einen Grundlagenabschnitt zur historischen Entwicklung, zu den Staatsorganen, den Rechtsquellen und den verfassungsrechtlichen Vorgaben für das Verwaltungsrecht sowie technische Hinweise (Abkürzungen, weiterführender Literatur und elektronischen Informationsquellen).
Herausgeber : Wolfgang Löwer
Wettbewerb und Versorgungssicherheit
Verlag: V&R unipress
Das zweite Bonner Gespräch zum Energierecht hat im November 2006 namhafte Vertreter aus Wissenschaft und Praxis zusammengeführt, um über Grundsatzfragen der Versorgungssicherheit nachzudenken. Das vom Grunde her rechtswissenschaftliche Thema wird multidisziplinär auch unter Gesichtspunkten der Volkswirtschaftslehre, der Betriebswirtschaftslehre und der internationalen Beziehungen untersucht. Alle Disziplinen, die sich mit diesen hochkomplexen Fragen beschäftigen, sind auf die Erschließung des Tatsachenraums, der einer Vorstellung von Versorgungssicherung zugrunde liegt, angewiesen. Die hier dokumentierten Referate behandeln langfristige Lieferverträge und ihre Rechtfertigung, Wettbewerb und ›service publique‹, Grunddaten für die Teilhabe an den weltweiten Rohstoffressourcen, Anreizregulierung und Netzinvestitionen sowie nationale Versorgungsinteressen in der Europäischen Fusionskontrolle.
Ekkehard Seeber
Verfassungen oldenburgischer Bauerschaften
Verlag: V&R unipress
Die vorliegende Edition umfasst 92 Rechtsquellen zur Verfassung der Bauerschaften in der Grafschaft Oldenburg von 1580 bis 1785. Diese »Willküren«, »Beliebungen«, »Bauerbriefe« oder »Bauerordnungen«, wie sie sich selbst nennen, entstammen dem Rechtsbereich der Bauerschaften, der kleinsten Selbstverwaltungseinheit auf dem Lande. Das Recht, die Belange der eigenen Bauerschaft autonom zu verfassen, stammt wohl aus dem Mittelalter. Es wird 1814 liquidiert: Aus dem autonomen, genossenschaftlichen Bauergeschworenen wird der »Bauervogt« als unterster staatlicher Amtsträger. Auch diese Instruktion und ihre Vorläufer sind in der Edition enthalten. Die Edition schließt die Rechtsquellen-Lücke zwischen dem Sachsenspiegel (um 1230) und der ersten Landgemeindeordnung im Großherzogtum Oldenburg (1831).
Philippe Rollin
Ausländische Beweisverfahren im deutschen Zivilprozess unter besonderer Berücksichtigung von 28 USC § 1782(a)
Verlag: V&R unipress
Ist eine Zivilprozesspartei auf sich im Ausland befindende Beweise angewiesen, kann sie dort ein selbständiges Beweisverfahren einleiten. Diese Arbeit untersucht das US-amerikanische Verfahren nach 28 USC 1782(a). Es ermöglicht Parteien von im Ausland stattfindenden Prozessen, nach den Regeln des US-Prozessrechts in den USA Beweise zu erheben. Weitere ausländische Beweisverfahren werden exemplarisch untersucht. Die Kosten des Beweisverfahrens können beim Hauptprozess erstattungsfähig sein, das Verfahren kann sich auf die Verjährung auswirken. Schließlich stellt sich die Frage, ob aus den Unterschieden zwischen deutschem und ausländischem Beweisrecht ein Verwertungsverbot für die im Ausland erlangten Beweise folgt.
Elmar Loer
Public Private Partnership und Public Public Partnership
Verlag: V&R unipress
Kooperationen innerhalb von Public Private Partnership oder Public Public Partnership haben in den letzten Jahren signifikant an Bedeutung gewonnen. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der vergaberechtlichen Relevanz solcher Partnerschaftsformen. Im Rahmen des Kooperationsmodells wird neben der Entstehung einer Public Private Partnership durch Anteilsverkauf oder Neugründung auch die Eigenschaft einer solchen gemischtwirtschaftlichen Gesellschaft als öffentlicher Auftraggeber untersucht. Hinsichtlich der interkommunalen Zusammenarbeit stehen sowohl die Zusammenarbeit von Gebietskörperschaften untereinander als auch die Zusammenarbeit von Gebietskörperschaften mit eigenen kommunalen Unternehmen im Mittelpunkt der Untersuchung.
Herausgeber : Jens-Peter Schneider
Verwaltungsrecht in Europa
Verlag: V&R unipress
Das vorliegende Werk setzt ein Projekt fort, das Juristen aus Wissenschaft und Praxis einen soliden und schnellen Einstieg in europäische Verwaltungsrechtsordnungen ermöglicht. Der zweite Band widmet sich Frankreich, Polen und Tschechien und ergänzt damit die Darstellungen des englischen, spanischen und niederländischen Verwaltungsrechts im ersten Band um weitere zentrale Rechtsordnungen Europas. Die Länderdarstellungen folgen erneut einem einheitlichen Grundmuster mit Abschnitten zu verfassungsrechtlichen Grundlagen, zur Verwaltungsorganisation, zum Verwaltungsverfahren sowie zur Verwaltungskontrolle einschließlich des innerbehördlichen und gerichtlichen Rechtsschutzes.
Stefan Hans Kettler
Eigentumsvorbehalt und Sicherungsübereignung an beweglichen Sachen im Recht der Russischen Föderation
Verlag: V&R unipress
Der Umbruch in der Sowjetunion eröffnete der internationalen Wirtschaft mit der Russischen Föderation einen neuen Handlungsraum, dessen Bedeutung aufgrund des stetig wachsenden Lebensstandards und der gewaltigen Ressourcen kaum zu überschätzen ist. Dieser neu entstandene Markt brachte zahllose Investitionsmöglichkeiten mit sich, ist aber nach wie vor mit großen Risiken behaftet. Um letztere möglichst überschaubar zu halten, sollten ausländische wie inländische Anleger jedwede Transaktion soweit als möglich durch entsprechende Sicherheiten abdecken. Die Arbeit behandelt mit dem Eigentumsvorbehalt und der Sicherungsübereignung zwei Erfüllungssicherheiten, die in den meisten Rechtsordnungen Westeuropas weit verbreitet sind. Im Rechtsverkehr der Russischen Föderation führen sie dagegen ein Schattendasein, obgleich sie entscheidend dazu beitragen könnten, dortigen Investitionen den ihnen häufig anhaftenden Charakter eines Glücksspiels zu nehmen.
Henrik Lehment
Das Fotografieren von Kunstgegenständen
Verlag: V&R unipress
Fotografien von Kunstgegenständen sind nicht nur wirtschaftlich bedeutsam, es ergeben sich auch eine Vielzahl rechtlicher Probleme. Sie betreffen einerseits das Urheberrecht am abgebildeten Werk, das Urheber- und Leistungsschutzrecht des Fotografen, andererseits die Vermögensinteressen von Eigentümer und Aussteller des Kunstgegenstandes und führen somit zwangsläufig zu einem Spannungsverhältnis zwischen den genannten Rechtspositionen. Der vorliegende Band beleuchtet diese Konfliktfelder näher. Neben der Frage, welchen rechtlichen Schutz der Fotograf für seine Aufnahmen beanspruchen kann, geht es vor allem um das in der Praxis wichtige Problem, wer das Anfertigen von Fotografien eines Kunstgegenstandes untersagen kann und welche Rechtsfolgen der Verstoß gegen ein solches Verbot nach sich zieht. Abschließend wird die Vertragspraxis bei der Vergabe von Bildrechten thematisiert und mit Hilfe von Musterverträgen und AGB verschiedener Bildagenturen umfassend untersucht und bewertet.
Christoph-Eric Mecke
Begriff und System des Rechts bei Georg Friedrich Puchta
Verlag: V&R unipress
Dieser Band fragt nach Georg Friedrich Puchtas Begriff des Rechts und seiner Auffassung von den Aufgaben des Juristen bei Erkenntnis und Anwendung des Rechts. Dabei lässt der Autor die unter dem Schlagwort »Begriffsjurisprudenz« bekannten stereotypen Bewertungen außen vor und bezieht die prägenden geistigen Auseinandersetzungen und Vorstellungen seiner Zeit ein. Ausgehend von Puchtas Wahrheits- und Wissenschaftsbegriff, der in vorrechtlichen Überzeugungen wurzelt, werden die Grundbegriffe seines Rechtsverständnisses entwickelt. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen dabei seine an der zentralen Rolle des römischen Juristen der Antike orientierte Rechtsquellentheorie sowie die tragende Bedeutung des Systems der subjektiven Rechte, das der gesamten Rechtsordnung immanent ist und auf Geschichte und Vernunft zurückgeführt wird. Es wird erkennbar, inwiefern Puchtas Rechtsdenken zeitbedingt ist und inwiefern es zukunftsweisende Elemente enthält.
Herausgeber : Wolfgang Löwer
Neue rechtliche Herausforderungen für den Strommarkt
Verlag: V&R unipress
Das dritte Bonner Energiegespräch behandelt Grundlagenthemen und aktuelle Entwicklungen in Energierecht und -wirtschaft. Axel Ockenfels geht dem ökonomischen Geschehen der Preisbildung für Strom am Energiemarkt nach. Die Frage des Ownership-Unbundling betrachtet J. Chr. Pielow rechtsvergleichend und Frank Schorkopf aus verfassungs- und europarechtlicher Perspektive. Zum Interventionsinstrumentarium gehört seit Kurzem auch eine verschärfte kartellrechtliche Preiskontrolle; damit setzt sich W. Löwer kritisch auseinander. Fritz Ossenbühl behandelt die Strommengenübertragung nach den Regeln des Atomausstiegs. Einer auch rechtsdogmatisch wichtigen Frage wendet sich Ralf Müller-Terpitz zu, der Probleme des effektiven Rechtsschutzes im Energiekartellrecht behandelt.
Christoph Luther
Postmortaler Schutz nichtvermögenswerter Persönlichkeitsrechte
Verlag: V&R unipress
Im Jahr 1968 entschied der Bundesgerichtshof im Fall Mephisto, dass Hinterbliebene ideelle Beeinträchtigungen der Persönlichkeit eines verstorbenen Angehörigen rechtlich unterbinden können. Diese Rechtsprechung wird von den Zivilgerichten bis heute rezipiert und fortgeführt. Gleichwohl ist die Frage nach ihrer rechtlichen Grundlage nach wie vor unbeantwortet. Die richterliche Begründung lässt an Stringenz und Eindeutigkeit zu wünschen übrig, und in der Literatur gehen die Ansichten zu diesem Gegenstand weit auseinander. Der vorliegende Band setzt sich mit den vorhandenen Begründungsmodellen auseinander und überprüft sie auf ihre Vereinbarkeit mit der Dogmatik und den Grundlagen des Zivilrechts. Ergebnis ist, dass es im geltenden Recht keine Grundlage für einen postmortalen Schutz nichtvermögenswerter Persönlichkeitsrechte gibt. Unter Berücksichtigung der verfassungsrechtlichen Implikationen wird dann untersucht, wie sich ein solcher Schutz kodifizieren ließe. Dabei wird deutlich, dass der postmortale Schutz nichtvermögenswerter Persönlichkeitsrechte eine öffentliche Angelegenheit ist, deren Regelung strukturell ins öffentliche Recht gehört.
Herausgeber : Wolfgang Löwer
Vielfalt des Energierechts
Verlag: V&R unipress
Im Rahmen des vierten Bonner Gesprächs zum Energierecht haben sich im November 2008 erneut namhafte Vertreter aus Wissenschaft und Praxis zusammengefunden, um sich mit aktuellen Fragen des Energierechts zu befassen. Rüdiger Wolfrum, Richter am Internationalen Seegerichtshof, beschäftigt sich mit der Nutzung des Meeres für energetische Zwecke und gewährt dem Leser Einblicke in das erstaunlich nutzungsfreundliche Rechtsregime des Völkerrechts. Axel Ockenfels geht aus volkswirtschaftlicher Sicht erneut dem zurzeit brisanten Thema der Preiskontrolle auf dem Strommarkt nach. Die Praxis kartellrechtlicher Preiskontrolle wird von Rechtsanwalt Andreas Röhling erläutert, aber auch kritisiert. Daniel Zimmer befasst sich als Mitglied der Monopolkommission mit der Stellung des Kartellrechts zwischen Wettbewerbsprinzip und Verbraucherorientierung, gerade auch mit dem Trend zum Schutz des Verbrauchers vor zu hohen Preisen. Zuletzt widmet sich Christian Koenig der geplanten Vollversteigerung von Emissionszertifikaten.
Barisch, Susann
Die Privatisierung im deutschen Strafvollzug
Verlag: Waxmann
Der deutsche Strafvollzug steht vor Herausforderungen, welche andere Länder wie die USA, Großbritannien oder Frankreich dazu veranlasst haben, Teile des Strafvollzugs zu privatisieren: überbelegte Anstalten, veraltete Bausubstanz, knappe Personalausstattung und leere Haushaltskassen. Dementsprechend wird auch in Deutschland immer häufiger die Überlegung angestellt, ob und inwieweit man Private zur Lösung dieser Probleme sowohl beim Bau als auch beim Betrieb von Haftanstalten mit einbeziehen soll und kann.Die Autorin geht der Frage nach, ob die Privatisierung im Strafvollzug in Deutschland rechtlich zulässig und zweckmäßig ist. Dabei stellt sie nicht nur aktuelle Privatisierungsvorhaben vor, sondern gewährt dem Leser Einblicke in die Vergangenheit der Vollzugsprivatisierung im In- und Ausland. In einem weiteren Kapitel beleuchtet sie die Vor- und Nachteile der Vollzugsprivatisierung (Kosten, Qualität, Sicherheit, Flexibilität etc.).Den Schwerpunkt der Untersuchung bildet aber die Frage, ob der Strafvollzug einer Privatisierung aus rechtlicher Sicht zugänglich ist. Insofern setzt sich die Autorin mit dem Verfassungsrecht, dem Strafvollzugsrecht sowie dem Jugendstrafrecht intensiv auseinander. Im Rahmen dieser Arbeit greift sie immer wieder auf Erkenntnisse aus den USA, Großbritannien und Frankreich zurück, da diesen Ländern im Hinblick auf die Vollzugsprivatisierung eine Vorreiterrolle zukommt.
Thomas Jacob
Das Individuum im Spannungsverhältnis von staatlicher Souveränität und Internationalisierung
Verlag: V&R unipress
Auch mehr als 200 Jahre nach Kant besteht im Staats- und Völkerrecht das Bedürfnis nach Orientierung an Rechtsprinzipien, die vom politischen Tageswillen unabhängig sind. Der Krieg als überstaatliches Zwangsmittel zur Interessensdurchsetzung ist nicht überwunden, Weltverfassung und Staatenbünde sind Schwerpunkte nicht nur der europäischen Diskussion, und die militärische Intervention aus humanitären Gründen ist aktueller denn je. Nur zu oft nimmt überstaatlicher Zwang dabei das Prädikat der Rechtmäßigkeit für sich in Anspruch, das Individuum droht zum bloßen Objekt der Internationalisierung zu werden. Diese Problematik supranationaler Zwangsgewalt findet in der Rechtsphilosophie Immanuel Kants und der Perspektive des nach freiheitlichen Prinzipien anzustrebenden Friedens eine Würdigung, die in Schlüssigkeit und Gedankentiefe außergewöhnlich ist. Die vorliegende Arbeit liefert eine durchgängige Interpretation der Rechtsphilosophie Kants im Blick auf das Rechtsverhältnis der Staaten zueinander.
Oskar Hartwieg
Herausgeber : Stephan Meder
Sachverhaltsarbeit als Steuerungsinstrument im Zivilprozeß
Verlag: V&R unipress
Das Verhältnis zwischen Fall und Norm ist eine Grundfrage der modernen Rechtswissenschaft. Oskar Hartwieg begreift Fall und Norm als veränderliche Größen, die nicht einfach zu trennen sind und bei der juristischen Entscheidungsfindung aneinander angeglichen werden müssen. Ihn interessiert vor allem, wie die Arbeit des Richters am Sachverhalt theoretisch zu erfassen ist. Dabei kritisiert er die vorherrschende »normative Sicht«, die den Willen des Gesetzgebers zum allgemeinen Maßstab erklärt. Hartwieg möchte gar nicht anzweifeln, daß sich die Tätigkeit des Juristen vornehmlich auf Rechtstexte bezieht, sei es auf das mehr oder weniger abstrakt formulierte einzelne Gesetz oder auf dessen Wechselwirkungen mit anderen Normen. Doch ist die Jurisprudenz mehr als eine lediglich textgebundene Wissenschaft. Dies zeigt schon das Wort »Sachverhalt«, welches der »Sache ihr eigenes Verhalten« zubilligt (Gadamer) und dadurch eine eigentümliche Distanz zwischen der Sprache und den Dingen zum Ausdruck bringt. Es ist eben jene Distanz, der Hartwiegs Forschungsinteresse gilt und die in aktuellen rechtstheoretischen Diskussionen wieder eine wichtige Rolle spielt.
Philipp Wallau
Die Menschenwürde in der Grundrechtsordnung der Europäischen Union
Verlag: V&R unipress
Mit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon und der damit einhergehenden Rechtsverbindlichkeit der Europäischen Grundrechtecharta wird die Menschenwürde in dem einschränkungslosen Art. 1 an der Spitze der EU-Grundrechtecharta als eigenständiges Grundrecht und objektiver Rechtsgrundsatz verbürgt: »Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie ist zu achten und zu schützen.« Was aber ist unter dieser gewichtigsten teleologischen Maxime der Union zu verstehen? Wie ist die Menschenwürde als Rechtsbegriff der EU-Rechtsordnung zu definieren? Die vorliegenden Untersuchung geht der Frage nach, inwiefern die Menschenwürde in der Grundrechtsordnung der Europäischen Union gewährleistet wird. Insbesondere die kulturelle Bedingtheit des Würdeverständnisses in Europa nährt die Frage, ob es einen gemeineuropäischen Rechtsbegriff der Menschenwürde geben kann. Kern der Arbeit ist die Menschenwürdegarantie in Art. 1 der EU-Grundrechtecharta, die durch eine Analyse von Rechtsquellen, Rechtsprechung und Literatur konkretisiert wird.
Herausgeber : Stolleis, Michael
Rechtsgeschichte. Zeitschrift des Max Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte / Rechtsgeschichte
Verlag: Klostermann, Vittorio
Ab Band 16 wird die bisherige Herausgeberschaft von Michael Stolleis von Thomas Duve übernommen.
Wagner, Sandra Vivian
Verbraucherschutz bei Vertragsschluss im Internet
Verlag: De Gruyter
Mit der stetig zunehmenden Verbreitung der Internetnutzung in Privathaushalten wächst auch die Zahl der Verbraucher, die im Internet einkaufen. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit dem Verbraucherschutz im Internet, insbesondere mit dem Vertragsschluss im Internet, den Informationspflichten des Unternehmers, dem Widerrufsrecht des Verbrauchers und der AGB-Kontrolle bei Internetverträgen. Hierbei werden das englische und das deutsche Recht unter Berücksichtigung des einschlägigen EG-Privatrechts dargestellt und ausgewertet.
Herausgeber : Hauke Sattler
Das Urheberrecht nach dem Tode des Urhebers in Deutschland und Frankreich
Verlag: V&R unipress
Das Urheberrecht erlischt siebzig Jahre nach dem Tod des Urhebers. Hat es aber während der postmortalen Schutzdauer denselben Inhalt wie zu Lebzeiten des Urhebers oder ergeben sich Änderungen? Dürfen die Rechtsnachfolger des Urhebers die Werke nach Belieben verwerten und sogar entstellen? Ein Vergleich des deutschen und des französischen Urheberrechts zeigt, dass den Rechtsordnungen ein unterschiedliches Verständnis von Funktion und Reichweite des Urheberrechts nach dem Tod des Urhebers zugrunde liegt. Der Umfang der Verwertungs- und Urheberpersönlichkeitsrechte wird ebenso erörtert wie die rechtshistorischen Entwicklungen in Deutschland und Frankreich und die Vorgaben des europäischen und internationalen Urheberrechts. Berücksichtigt werden auch praktische Probleme wie die Ausübung der urheberrechtlichen Befugnisse durch Erbengemeinschaften, der Nachweis der Aktivlegitimation bei postmortalen Urheberrechtsverletzungen und die Frage, wie man Missbräuche durch die Rechtsnachfolger verhindern kann. Zahlreiche Beispiele aus Literatur, Musik und bildender Kunst runden die Darstellung ab.
Schröder, Hubertus
Die Abwicklung des masseunzulänglichen Insolvenzverfahrens
Verlag: De Gruyter
Durch die Neuregelung der §§ 208 ff. InsO sollte die erforderliche gesetzliche Grundlage für die Abwicklung masseunzulänglicher Verfahren geschaffen werden. Der Gesetzgeber hatte erkannt, dass die Abweisung eines Antrags auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens bzw. der Verfahrensabbruch nach Eröffnung zu einer erheblichen Gefährdung des Geschäftsverkehrs führen kann. Trotz des gesetzgeberischen Ziels einer umfassenden Regelung sind - insbesondere durch die unbestimmte Formulierung von § 208 InsO hinsichtlich des Fortbestands der Verwaltungs- und Verwertungspflicht des Verwalters - jedoch wesentliche Fragen der Abwicklung des masseunzulänglichen Verfahrens ungeklärt geblieben. Mit der vorliegenden Arbeit sollen diese Unsicherheiten und offenen Punkte der gesetzlichen Regelung aufgegriffen und hierfür Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
Schmors, Kristina
Scheckzahlungsverkehr in der Insolvenz
Verlag: De Gruyter
Mit dem vorliegenden Werk werden die im Rahmen von Scheckzahlungen möglichen insolvenzrechtlichen Probleme aus Sicht der einzelnen am Scheckzahlungsverkehr beteiligten Personen erstmalig umfassend und detailliert rechtsdogmatisch untersucht. Die Untersuchung befasst sich hierbei insbesondere mit den 3 wesentlichen Gebieten der Scheckzahlungen in der Insolvenz des Scheckausstellers, der Scheckzahlungen in der Insolvenz des Scheckeinreichers und der Weitergabe von Kundenschecks in der Insolvenz des ersten Schecknehmers.
Petersen, Jens
Die Eule der Minerva in Hegels Rechtsphilosophie
Verlag: De Gruyter
Die Vorrede der Hegelschen Rechtsphilosophie endet mit einem denkwürdigen Bild: "Wenn die Philosophie ihr Grau in Grau malt, dann ist eine Gestalt des Lebens alt geworden, und mit Grau in Grau lässt sie sich nicht verjüngen, sondern nur erkennen; die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug." Was ist mit diesem Rätselwort gemeint? Und was bedeutet es für die Rechtsphilosophie? Während über die erste Frage seit jeher nachgedacht wird, ist kaum je thematisiert worden, warum ein Wort dieser Dignität gerade in der Vorrede der Grundlinien der Philosophie des Rechts seinen Platz hat.
Herdegen, Matthias
Bankenaufsicht im Europäischen Verbund
Verlag: De Gruyter
Die vorliegende vom Institut für Bankrecht an der Universität zu Köln in Auftrag gegebene deutsch- und englischsprachige Studie von Professor Dr. Matthias Herdegen ist der Organisation der Bankenaufsicht in der Europäischen Union aus Sicht des Europarechts und des innerstaatlichen Rechts gewidmet. Hierbei wird das bestehende Regime der grenzüberschreitenden Aufsicht mit all seinen Implikationen analysiert und mögliche Fortentwicklungen de lege ferenda untersucht.
Herausgeber : Hilgendorf, Eric
Die deutschsprachige Strafrechtswissenschaft in Selbstdarstellungen
Verlag: De Gruyter
Der Sammelband enthält die Lebensbeschreibungen von 21 bedeutenden Juristen, die die Strafrechtsentwicklung der letzten Jahrzehnte erheblich beeinflusst und zum weltweiten Einfluss der deutschen Strafrechtswissenschaft beigetragen haben. Die Autobiographien beleuchten eingehend die Strafrechtswissenschaft und Strafrechtsgeschichte der letzten 50 Jahre. Zudem treten Personen, die in erster Linie durch ihr wissenschaftliches Wirken bekannt sind, hinter ihren Werken hervor. In dem Band finden sich die Autobiographien von: Gunther Arzt, Manfred Burgstaller, Albin Eser, Hans Joachim Hirsch, Hans-Heinrich Jescheck, Günther Kaiser, Diethelm Kienapfel, Karl Lackner, Ernst-Joachim Lampe, Klaus Lüderssen, Werner Maihofer, Wolfgang Naucke, Claus Roxin, Hans-Ludwig Schreiber, Friedrich-Christian Schroeder, Günter Spendel, Günter Stratenwerth, Klaus Tiedemann, Herbert Tröndle und Ulrich Weber. Außerdem ist eine Biographie von Theodor Lenckner enthalten.
Elobied, Tarig
Die Entwicklung des Strafbefehlsverfahrens von 1846 bis in die Gegenwart
Verlag: De Gruyter
Das Strafbefehlsverfahren ist in der Praxis von enormer Wichtigkeit. Die Arbeit zeigt auf, dass das Strafbefehlsverfahren aus einem Kompetenzkonflikt zwischen Polizei und Justiz hervorging, sich als Bestandteil des Verfahrensrechts etablierte und zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Strafprozessordnung wurde. Die Entwicklung des Verfahrens wird - beginnend mit dem polizeirechtlichem Mandatsverfahren in Berlin zu Beginn des 19. Jahrhunderts und endend in den heutigen Tagen - dargestellt und bewertet. Die Beweggründe und Argumentationslinien sowohl der am Gesetzgebungsverfahren Beteiligten als auch die der Praxis und der rechtswissenschaftlichen Literatur werden dazu unter - zum Großteil erstmaliger - Auswertung umfassenden Quellenmaterials aufgezeigt.
Goltsche, Friederike
Der Entwurf eines Allgemeinen Deutschen Strafgesetzbuches von 1922 (Entwurf Radbruch)
Verlag: De Gruyter
Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Entstehungsgeschichte und Inhaltsanalyse des Entwurfs von 1922, der auch unter dem Namen "Entwurf Radbruch" bekannt ist und damit auf seinen wesentlichen Verfasser, den damaligen Reichsjustizminister Gustav Radbruch verweist. In Abgrenzung zum Vorgängerentwurf von 1919 bestanden die Kernpunkte der Reformarbeit in dem Bestreben nach der Aussonderung des "Polizeiunrechts" und des "gemeinschädlichen Verhaltens" aus dem Strafgesetzbuch, der Neufassung des Strafensystems, der Ausweitung der richterlichen Ermessensfreiheit und das "Vikariieren" von Strafe und Sicherungsverwahrung, einer neuen Betonung des Schuldprinzips und Entkriminalisierungsbemühungen im Besonderen Teil.
Peters, Karoline
J. D. H. Temme und das preußische Strafverfahren in der Mitte des 19. Jahrhunderts
Verlag: De Gruyter
Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, unter Berücksichtigung der politischen Bezüge der damaligen Zeit, Temmes Wirken auf strafprozessualem Gebiet näher zu beleuchten. Das Hauptaugenmerk ist in diesem Zusammenhang darauf gerichtet, Temmes Grundanschauungen zu den wesentlichen strafprozessualen Reformforderungen des 19. Jahrhunderts herauszuarbeiten.
Cipolla, Tamara
Friedrich Karl von Strombeck Leben und Werk
Verlag: De Gruyter
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Leben und Werk des Juristen Friedrich Karl von Strombeck, der im 18. Jahrhundert überwiegend als Jurist im braunschweigischen Raum tätig war. Dabei findet der Strombeck'sche Strafgesetzentwurf aus dem Jahre 1829 besondere Berücksichtigung, der im Rahmen der vorliegenden Arbeit einer eingehenden Analyse unterzogen wurde. Als besonders herausragend gilt in diesem Zusammenhang Strombecks Einsatz für die Abschaffung der Todesstrafe sowie in Anlehnung an die Leopoldina aus dem Jahre 1792 die Anbringung milder Strafen.
Daniel Kurth
Einreden gegen Grundpfandrechte beim Wechsel des Grundstückseigentümers
Verlag: V&R unipress
Beim Wechsel des Grundpfandgläubigers regelt das BGB das rechtliche Schicksal von Einreden des Grundstückseigentümers in zahlreichen Vorschriften. Im Gegensatz dazu fehlt eine gesetzliche Regelung für den Fall, dass nicht der Grundpfand-gläubiger das Grundpfandrecht, sondern der einredeberechtigte Eigentümer sein Eigentum überträgt. Obwohl diese Problematik bereits in unterschiedlichen Zusammenhängen Gegenstand höchstrichterlicher Entscheidungen war, liegt bislang keine umfassende Untersuchung der hiermit verbundenen Fragen vor. Der Autor widmet sich zunächst der Rechtsfigur der Einrede und beschreibt die unterschiedlichen Einreden, welche einem Grundstückseigentümer gegen die Inanspruchnahme aus einem Grundpfandrecht zustehen können, bevor dann unter Auswertung der Gesetzesmaterialien und in Auseinander-setzung mit den hierzu in der Rechtswissenschaft vertretenen Ansichten das rechtliche Schicksal von Einreden des Grund-stückseigentümers bei einer Übertragung des Eigentums beleuchtet wird. Die Untersuchung erstreckt sich hierbei unter anderem auf die Fragen, ob (und wie) Einreden überhaupt übertragbar sind und ob Einreden automatisch mit dem Eigentum auf einen Erwerber übergehen können.
Udo Heyder
Gültigkeit und Nutzen der besonderen juristischen Schlussformen in der Rechtsfortbildung
Verlag: V&R unipress
Die vorliegende Arbeit untersucht die sogenannten besonderen juristischen Schlussformen unter einer doppelten Fragestellung: Können sie tatsächlich logische Gültigkeit in Anspruch nehmen und spiegeln sie – ihrem Hauptanwendungsgebiet entsprechend – die juristische Problematik der Rechtsfortbildung angemessen wider? In kritischer Auseinandersetzung mit dem bisherigen Meinungsstand werden differenzierte Antworten und neue Lösungsansätze entwickelt. So kann man z. B. dem Analogieschluss durchaus eine logisch korrekte und juristisch relevante Fassung geben, wenn man ihn nicht als Ähnlichkeitsschluss, sondern als Verallgemeinerungsverfahren versteht. Generell zeigt sich, dass man niemals unmittelbar aus dem gegebenen Recht auf die Behandlung ungeregelter Fälle schließen kann, sondern dafür immer zusätzliche Prämissen benötigt. Bei allen Schlussformen werden sorgfältig die einzelnen Argumentationsschritte offengelegt, die man durchlaufen muss, um sein jeweiliges Argumentationsziel zu erreichen. Auf diese Weise trägt die Untersuchung zur Transparenz der juristischen Diskussion in der Rechtsfortbildung bei.
Herausgeber : Christian Hillgruber, Christian Waldhoff
60 Jahre Bonner Grundgesetz – eine geglückte Verfassung?
Verlag: V&R unipress
Vor 60 Jahren als Provisorium aus der Taufe gehoben, verfasst das Grundgesetz sechzig Jahre nach seinem Inkrafttreten einen deutschen Staat, der die volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten wiedererlangt hat. Mit der deutschen Einheit, die vor beinahe zwanzig Jahren erreicht wurde, ist das ursprünglich eher provisorisch gedachte, de facto jedoch schon länger als Vollverfassung fungierende Grundgesetz nun auch ausdrücklich zur endgültigen Verfassung geworden. Trotz der mittlerweile über 50 Änderungen ist das Grundgesetz in seinen primären Setzungen unverändert, die Herausforderungen der Nachkriegszeit hat es bewältigt. Neue Fragen sind entstanden, auf die diese Verfassung eine Antwort geben soll. Der 60. Jahrestag der Verkündung des Bonner Grundgesetzes war für die Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn der Anlass für eine Ringvorlesung, deren Beiträge von prominenten Vertretern aus Politik und Wissenschaft hier versammelt sind. Die neuere deutsche Verfassungsgeschichte dient den Autoren, unter ihnen auch Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers und Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble, als Ausgangspunkt für die Suche nach Antworten auf die verfassungsrechtlichen Fragen der Gegenwart.
Melanie Werner
Gesetzesrecht und Satzungsrecht bei der Kandidatenaufstellung politischer Parteien
Verlag: V&R unipress
Die Aufstellung von Kandidaten für Parlamentswahlen stellt politische Parteien vor große Herausforderungen. Seit der Änderung von BWG und EuWG in den Jahren 2001 und 2003 ist jeder stimmberechtigte Teilnehmer von Wahlparteitagen vorschlagsberechtigt, und den Bewerbern ist Gelegenheit zu geben, ihr Programm in angemessener Zeit vorzustellen. Parteisatzungen, die demgegenüber die Einhaltung von Frauenquoten, eine nach Geschlechtern alternierende Kandidatenaufstellung, Quoren oder Blockwahlen fordern, stehen in Widerspruch zu den gesetzlichen Bestimmungen. Von der grundrechtlich gewährleisteten Parteienfreiheit ausgehend analysiert die Arbeit das Spannungsverhältnis zwischen der parteiautonomen Gestaltung innerer Ordnung und innerparteilicher Demokratie unter Beachtung verfassungs-rechtlicher Vorgaben. Neben denkbaren gesetzlichen Änderungen werden auch praktische Erwägungen zum Verfahren der Kandidatenaufstellung aufgezeigt, die einerseits die Funktions- und Handlungsfähigkeit der Parteien sichern und andererseits Minderheiteninteressen angemessen berücksichtigen.
Herausgeber : Kammeier, Heinz
Maßregelvollzugsrecht
Verlag: De Gruyter
Mit der neu bearbeiteten 3. Auflage wird das Standardwerk zum Maßregelvollzugsrecht auf den aktuellen Stand gebracht. Der Kommentar behandelt ausführlich die Themenbereiche freiwillige und zwangsweise Behandlung, das Maß des Freiheitsentzugs und die Lockerungen, die Gewährleistung von Grundrechten und zulässige Eingriffe sowie Durchsetzung und Grenzen von Maßnahmen zur Sicherheit und Ordnung. Dabei stellt er die Regelungen in den Ländergesetzen synoptisch nebeneinander. Neben einer einleitenden Darstellung der historischen Herausbildung und der gegenwärtigen Systematik des Maßregelrechts umfasst der Kommentar ein Kapitel zum Rechtsschutz im Maßregelvollzug.
Anton, Michael
Illegaler Kulturgüterverkehr
Verlag: De Gruyter
Band 1 eröffnet dem Leser die ganze Tragweite des illegalen Kulturgüterverkehrs aus tatsächlicher wie rechtlicher Sicht und verdeutlicht, in wie vielen Konstellationen die Handbücher zum Kulturgüterschutz und Kunstrestitutionsrecht für Museen, Kunsthandel, Auktionswesen und Privatsammler, insbesondere aber auch für öffentliche Institutionen, Behörden und ausländische Botschaften anwendbar sind.
Anton, Michael
Zivilrecht - Guter Glaube im internationalen Kunsthandel
Verlag: De Gruyter
Band 2 des Handbuchs beleuchtet den Kulturgüterschutz aus dem Blickwinkel des Zivilrechts und untersucht dessen Mittel und Wege zur Restitution unrechtmäßig entzogener Kulturgüter. Aus rechtsvergleichender Sicht werden der rechtsgeschäftliche Erwerb und die Ersitzung illegal transferierter Kunstwerke sowie die Verjährung und die Verwirkung kultureller Restitutionsansprüche kommentiert. Dem Leser werden umfangreiche Checklisten zur Bestimmung des von Rechts wegen notwendigen Sorgfaltsmaßstabs beim Erwerb von Kunst- und Kulturgütern an die Hand gegeben. Eine umfassende Darstellung möglicher Dokumentationsquellen zur Provenienzrecherche erleichtert der Praxis die tägliche Arbeit. Abschließend wird eingehend über die rechtlichen Risiken unsorgfältigen Verhaltens im (inter-) nationalen Kunstmarkt informiert und es werden mögliche Restitutionsverpflichtungen, wirtschaftliche Verluste und Schadensersatzansprüche beim Handel mit belasteten Objekten sowie straf-, bußgeldbewehrte und verbandsinterne Sanktionen erläutert.
Huguenin-Bergenat, Yves
Kulturgüter bei Staatensukzession
Verlag: De Gruyter
Im Zentrum dieser Arbeit steht die Problematik der kulturgüterrechtlichen Zuordnung von beweglichen staatlichen Kulturgütern bei Staatensukzession. Was geschieht mit Kulturgütern eines Staates, wenn dieser Teile seines Staatsgebietes verliert oder es diesen Staat nicht mehr länger gibt? Wem gehören sie, und unter welchen Bedingungen müssen sie herausgegeben werden?
Hilpert, Horst
Die Fehlentscheidungen der Fußballschiedsrichter
Verlag: De Gruyter
Das vorliegende Werk behandelt den Regelverstoß des Fußballschiedsrichters nach internationalem und nationalem Sportrecht in systematischer Weise. Die Thematik ist aktuell und wird zwischen der FIFA einerseits und UEFA/DFB andererseits kontrovers behandelt.
Habersack, Mathias; Schäfer, Carsten
Das Recht der OHG
Verlag: De Gruyter
Der Kommentar Das Recht der OHG ist eine Sonderausgabe der Kommentierung der §§ 105-160 HGB aus Staub, Großkommentar zum Handelsgesetzbuch.
Schlosser, Hans
Die "Leopoldina"
Verlag: De Gruyter
Dieses Buch ist die Antwort auf eine desolate, unerträgliche Forschungslage. Die deutsche historische Strafrechtswissenschaft hat das Strafgesetzbuch "Riforma della legislazione criminale di Toscana" vom 30. November 1786 praktisch nicht zur Kenntnis genommen. Immerhin war der toskanische "Codice Criminale" Vorreiter eines aufgeklärten Strafrechtsdenkens und ein Meilenstein auf dem Weg zu einem rationalen, individualisierten, humanen und säkularen Kriminalrecht in Europa. Der italienische Originaltext und eine deutsche übersetzung mit eingehender Kommentierung und Register dienen ersten Zugriffen auf Entstehung, Regelungstechnik, Regelungsinhalte und Normstrukturen innerhalb der Gesamtkonzeption der Gesetzgebung. Die vorliegende Edition ermöglicht eine neue, intensive Beschäftigung mit diesem frühen Zeugnis aufgeklärter Kriminalpolitik in Europa.
Hoffmann, E.T.A.
Das Fräulein von Scuderi
Verlag: de Gruyter
Wer kennt sie nicht, die spannenden Ereignisse um E.T.A. Hoffmanns berühmtes Fräulein von Scuderi. Über die historischen Vorgänge, auf die sie zurückgehen, hat bekanntlich einst Voltaire in seinem Siècle de Louis XIV. berichtet. In der Reihe Recht in der Kunst - Kunst im Recht, die der Hagener Strafrechtler Thomas Vormbaum herausgibt, kommen im Anschluss an E.T.A. Hoffmanns Werk zwei namhafte Kommentatoren zu Wort: Marion Bönnighausen als Literaturwissenschaftlerin und Heinz Müller-Dietz als Jurist.
Müting, Christina
Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung (§ 177 StGB)
Verlag: de Gruyter
Sexualstraftaten kommen sowohl in der Praxis als auch im Gesetz in den verschiedensten Erscheinungsformen vor. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Formen strafbarer sexueller Gewalt, die heute in § 177 StGB als sexuelle Nötigung und Vergewaltigung mit Strafe bedroht werden. Sie umfasst den Zeitraum zwischen dem Inkrafttreten des Reichsstrafgesetzbuches von 1870 und dem Strafgesetzbuch in seiner heute geltenden Fassung.
Schürmann, Thomas; Hartmann, Wulf; Sprau, Hartwig; et al.
Die zivilrechtliche Umsetzung der Zahlungsdiensterichtlinie
Verlag: de Gruyter
Der Bankrechtstag 2009 in Frankfurt widmete sich den Themen "Die zivilrechtliche Umsetzung der Zahlungsdiensterichtlinie" und "Finanzmarktkrise und Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie". Referenten aus Wissenschaft, Praxis und Rechtsprechung diskutierten unter der Leitung von Walther Hadding und Mathias Habersack.
Vassalli, Giuliano
Radbruchsche Formel und Strafrecht
Verlag: de Gruyter
Das Interesse an Gustav Radbruch scheint ungebrochen. Sein Leben, seine Tätigkeit als Politiker und Kriminalpolitiker, als Strafrechtswissenschaftler und Strafrechtsreformer, als Rechtshistoriker und Rechtsphilosoph ist eingehend und vielfältig erforscht und beschrieben worden. Dies gilt auch für Radbruchs bekannteste und folgenreichste wissenschaftliche Hinterlassenschaft: die sogenannten Radbruchschen Formeln. Sie sind Gegenstand zahlreicher Interpretationen und Kontroversen geworden, und an ihnen hat sich die Diskussion um die Zuordnung des Autors zu Naturrecht oder Rechtspositivismus, aber auch die grundsätzliche Diskussion um diese beiden Grundpositionen nachhaltig entfaltet. Mit dem vorliegenden Werk wird diese inzwischen 60 Jahre währende Debatte erstmals in deutscher übersetzung rekapituliert und aufgearbeitet.
Herausgeber : Fögen, Marie Th
Rechtsgeschichte. Zeitschrift des Max Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte
Verlag: Klostermann, Vittorio
Antonio Manuel Hespanha, Form and content in early modern legal books: Bridging the gap between material bibliography and the history of legal thought· Dolores Freda, L’editoria giuridica in Inghilterra e lo “strano caso” dei Named Reports (XV-XVI sec.)· Klaus Barner, Fermat et l'affaire Delpoy · Luigi Nuzzo, Dall’Italia alle Indie. Un viaggio del diritto comune· Andreas Fahrmeir, Klassen-Grenzen: Migrationskontrollen im 19. Jahrhundert · Francesco Rotondo, Un dibattito per l’egemonia. La perizia medico legale nel processo penale italiano di fine Ottocento · Wolfram Brandes zu Hans G. Thümmel, Die Konzilien zur Bilderfrage im 8. und 9. Jahrhundert. Das 7. ökumenische Konzil von Nikaia 787. Paderborn 2005· Dag Michalsen, Lost law? (Gerhard Dilcher/Eva Marie Distler (Hg.), Leges – Gentes – Regna. Zur Rolle von germanischen Rechtsgewohnheiten und lateinischer Schrifttradition bei der Ausbildung der frühmittelalterlichen Rechtskultur. Berlin 2006) · Benjamin Kram, Der träumende Jurist (Giulietta Voltolina, Somnium. Edizione Critica, Legnano: Banca di Legnano 2004; Andrea von Hülsen-Esch, Gelehrte im Bild. Repräsentation, Darstellung und Wahrnehmung einer sozialen Gruppe im Mittelalter. Göttingen 2006)· Kent Lerch zu John H. Baker, The Oxford History of the Laws of England, Vol. VI: 1483-1558· Matthias Schwaibold. Lücke, gefüllte? (Rene Pahud de Mortanges, Schweizerische Rechtsgeschichte. Ein Grundriss, Zürich 2007) · Christian Windler, Republik und Souveränität (Thomas Maissen, Die Geburt der Republik. Staatsverständnis und Repräsentation in der frühneuzeitlichen Eidgenossenschaft. Göttingen 2006) · Karl-Heinz Lingens zu Christine Petry, "Faire des sujets du roi". Rechtspolitik in Metz, Toul und Verdun unter französischer Herrschaft (1552-1648). München 2006.· Merio Scattola, Zur Entstehung des modernen Staates (Jan Rolin, Der Ursprung des Staates. Die naturrechtlich-rechtsphilosophische Legitimation von Staat und Staatsgewalt im Deutschland des 18. und 19. Jahrhunderts. Tübingen 2005)· Stefan Ruppert, Frühe Neuzeiten (Arndt Brendecke, Ralf-Peter Fuchs u. Edith Koller (Hg.): Die Autorität der Zeit in der Frühen Neuzeit (Pluralisierung & Autorität 10). Münster 2007)· Georg Steinberg, Erkenntnis des Herzens (Thomas Ahnert, Religion and the Origins of the German Enlightenment. Rochester 2006)· Fikret Karcic, A comprehensive treatment of Islamic criminal law (Rudolph Peters, Crime and Punishment in Islamic law: Theory and Practice from the Sixteenth to the Twenty-first Century. Cambridge 2005) · Dunja Melcic, Irrwege und Lichtblicke (Walter Lukan, Ljubinka Trgovcevic, Dragan Vukcevic (Hg.), Serbien und Montenegro. Raum und Bevölkerung – Geschichte – Sprache und Literatur – Kultur – Politik – Gesellschaft – Wirtschaft – Recht. Münster 2006) · Milos Vec zu Harald Kleinschmidt, Das europäische Völkerrecht und die ungleichen Verträge um die Mitte 19. Jh.· Stefan Ruppert, Die Kinder der Sozialgeschichte (Annika Boentert, Kinderarbeit im Kaiserreich 1871-1914. Paderborn 2007)· Hans-Peter Haferkamp, Rechtspolitik und Deliktsrecht (Uta Mohnhaupt-Wolf. Deliktsrecht und Rechtspolitik. Baden-Baden 2004)· Gert Brüggemeier, Ubi ius, ibi remedium (Ina Ebert, Pönale Elemente im deutschen Privatrecht. Von der Renaissance der Privatstrafe im deutschen Recht. Tübingen 2004)· Matthias Schwaibold zu Katherina M. Saleski über schweizerische juristische Zeitschriften · Rainer Kiesow zu Thomas Vesting, Rechtstheorie – Ein Studienbuch. München 2007· Giovani Agostini Saavedra, Die gespenstige Eigenwelt des Rechts. Zu Sonja Buckels materialistischer Theorie des Rechts (Sonja Buckel, Subjektivierung und Kohäsion. Zur Rekonstruktion einer materialistischen Theorie des Rechts. Göttingen 2007) · Thomas Ditt, Auf neuen Wegen (XIII. Europäisches Forum junger RechtshistorikerInnen „Rechtskulturen im Dialog“ in Sevilla, 5.-8. September 2007)· Benjamin Kram, Rumpelstilzchen · Gerd Bender, Exzellent · Michael Stolleis, Marie Theres Fögen (1946-2008)· Dieter Simon, Marie Theres Fögen (1946-2008)
Herausgeber : Stolleis, Michael
Rechtsgeschichte. Zeitschrift des Max Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte
Verlag: Klostermann, Vittorio
Aus dem Inhalt:Caspar Ehlers: Recht und Raum. Das Beispiel Sachsens im früheren MittelalterOlga Kozubska-Andrusiv: German Law in Medieval Galician Rus’ (Rotreussen)Vincenzo Colli: Considerazioni su Hermann Kantorowicz filologo, 87 anni fa, le sue Textstufen e Accursio al tempo d’oggiRuth Wolff: Autorität und Authentizität: Zum Verhältnis von Text und Siegel-Bild am Beispiel des Rechtsgutachtens Giovanni d’Andreas vom 9.5.1329Osvaldo Cavallar: The Wheels of Watermills and the Wheel of Fortune: A consilium of Donatus Ricchi de AldighierisFederica Cengarle: Vassalli et subditi: una proposta d’indagine a partire dal caso lombardo (XV–XVI secolo)Patrick Gilli: Imperium et Italie au XVe siècle: juristes et humanistes face à la dé-romanisation de l’empirePeter Landau: Von Halle nach Harvard. Charles Homer Haskins und Hermann FittingJan Schröder: Zur Geschichte der juristischen Methodenlehre zwischen 1850 und 1933Bernd Schneidmüller: Vor dem Staat. Über neuere Versuche zur mittelalterlichen Herrschaft
Herausgeber : Fögen, Marie Th
Rechtsgeschichte. Zeitschrift des Max Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte
Verlag: Klostermann, Vittorio
Aus dem Inhalt:Oliver M. Brupbacher: Keine Zeit!Elisabeth Bronfen: Vergegenwärtigung der Vergangenheit für die Zukunft. Die nächtliche Medialität von KinoElena Esposito: Die Konstruktion der Zeit in der zeitlosen GegenwartMathias Gutmann: Konstruktion oder Evolution der Zeit?Henning Schmidgen: Zukunftsmaschinen. Zeit als Gegenstand der historischen WissenschaftsforschungUlrich Schollwöck: Warum hat Zeit keine Richtung?Michael Bütler: Die Gletscher haben keine ZeitJohannes E. Spruit: Gespräch mit Gaius, Jurist in Kleinasien. Aus den nachgelassenen Schriften von Cn. Pompeius Mela (Teil 2)Inge Kroppenberg: Der gescheiterte Codex. Überlegungen zur Kodifikationsgeschichte des Codex TheodosianusYves Mausen: Ex scientia et arte sua testificatur. A propos de la spécificité du status de l’expert dans la procédure judiciaire médiévaleEsteban Conde Naranjo: La exigua celebridad de las causas en el Espa a del setecientosToomas Kotkas: Pardoning in Nineteenth-Century Finland. At the Interface of Early Modern and Modern Criminal LawDouglas J. Osler: The Fantasy Men
Herausgeber : Fögen, Marie Th
Rechtsgeschichte. Zeitschrift des Max Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte
Verlag: Klostermann, Vittorio
Aus dem Inhalt:Jani Kirov: Eine andere Geschichte der ZeitArnd Hoffmann: Wie man Geschichte wieder los wird, um Zeit zu gewinnen. Vorüberlegungen zu einer Theorie der historischen ZeitenMarc-Thorsten Hütt: Willkür, Takt und Chaos. Biologische Zeitmodelle und ihre FolgenEva Maria Engelen: Die Enthistorisierung der Jurisprudenz und der Lebenswissenschaften. Eine parallele EntwicklungGerd Bender: Tempoverschleppung? Anmerkungen zur Gesellschaftssteuerung und zu deren RechtDavid Daube: To sleep or not to sleepAngela De Benedictis: Abattere i Tiranni, punire i rebelli. Diritto e violenza negli interdetti del RinascimentoIno Augsberg: Ohne Gesetz kein Eigentum? Zur Konzeption des Eigentums bei Hume und RousseauCorrado Bertani: Das Erbrecht in weltgeschichtlicher Entwicklung (1824–1835) von Eduard Gans. Das erste Zeugnis vom Einfluß Hegels auf die PrivatrechtsgeschichtsschreibungRainer Maria Kiesow: Rechtswissenschaft – MenschenwissenschaftPier G. Monateri: Deep Inside the Bramble Bush: Complex Orders and HumanitiesHannah Steinke, Stephan Rübben, Benjamin Lahusen, Fabian Beulke: Greifswalder Juristenspiegel
Herausgeber : Stolleis, Michael
Rechtsgeschichte. Zeitschrift des Max Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte
Verlag: Klostermann, Vittorio
Aus dem Inhalt
Dietmar Willoweit: Entdogmatisierung der mittelalterlichen Strafrechtsgeschichte
Massimo Vallerani: Il giudice e le sue fonti. Note su inquisitio e fama nel Tractatus de maleficiis di Alberto de Gandino
Pierre Hauck: Die "Verrechtlichung" heimlicher Ermittlungsmaßnahmen im Übergang vom Inquisitionsprozess des gemeinen Rechts zum reformierten Strafprozess des 19. Jahrhunderts
Urs Germann: Zweispurige Verbrechensbekämpfung. Kriminalpolitik und Gesetzgebung im transnationalen Diskurs. Franz von Liszt, die schweizerische Strafrechtsreform und die Zweispurigkeit von Strafen und Massregeln
David von Mayenburg: "Geborene Opfer". Bausteine für eine Geschichte der Viktimologie - Das Beispiel Hans von Hentig
Christoph Safferling: Lernen von Nürnberg. Die Relevanz des Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesses für das moderne Völkerstrafrecht
Herausgeber : Stolleis, Michael
Rechtsgeschichte. Zeitschrift des Max Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte
Verlag: Klostermann, Vittorio
Aus dem Inhalt
Christoph Strohm: Weltanschaulich-konfessionelle Aspekte im Werk reformierter Juristen Robert von Friedeburg: Lutherische Unverfügbarkeit des Glaubens und Juridifizierung des Naturrechts. Besold's These vom freien Gewissen zu glauben was man will und Staatszweck und Naturrecht seiner Zeit Erk Volkmar Heyen: Gruppenbild mit Dame. 'Das Gericht der Brabanter Münzergilde' von Maarten de Vos (1594) Helmut Neuhaus: Zur politischen Kultur in der Frühen Neuzeit Louis Pahlow: Industrialisierung als Staatsaufgabe. Zum Verhältnis von Wirtschaft und Staat im Staatsrecht des Vormärz Peter Collin: Staatliche Kapitalhilfe für Unternehmen. Nationalökonomische Konturierungen polizeiwissenschaftlicher Lehren Günter Frankenberg: Staat als Begriff und Vorstellung Merio Scattola: Demokratievorstellungen in der Frühen Neuzeit