Politikwissenschaft (91 Titel)
Pellert, Ada; Widmann, Andrea
Personalmanagement in Hochschule und Wissenschaft
Verlag: Waxmann
Der Band gibt einen Überblick über die Zielsetzungen und Aufgaben sowie Träger und Zielgruppen des Personalmanagements in Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen und beleuchtet die institutionellen Rahmenbedingungen des Personalmanagements (z.B. arbeitsrechtlicher Art). Ebenso thematisiert wird die innerorganisatorische Ausgestaltungsmöglichkeiten des Personalmanagements (Trends und Varianten).Weitere Inhalte des Buches widmen sich den verschiedenen Funktionsbereichen des Personalmanagements: Personalrekrutierung/Personalauswahlverfahren; Einführung neuer MitarbeiterInnen sowie Aus- und Weiterbildung von MitarbeiterInnen. Zum Abschluss werden einzelne Instrumente der Personalführung vorgestellt wie die Gestaltung von Entgelt und Arbeitszeit; Feedbacksysteme und horizontale/vertikale Karriereentwicklung.
Wielenga, Friso
Die Niederlande
Verlag: Waxmann
Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern kennen die Niederlande im 20. Jahrhundert keine tiefen politischen Zäsuren und radikalen Massenbewegungen. Bis weit in die 1960er Jahre hinein waren die Niederlande ein Land mit vielen Minderheiten, die stark isoliert von einander innerhalb des eigenen politisch-gesellschaftlichen Milieus lebten. In dieser "versäulten" Gesellschaft bestimmte eine kleine politische Elite die Politik, und das Land zeichnete sich durch Kontinuität und Stabilität aus. Und doch gab es entscheidende innen- und außenpolitische Veränderungen und einen grundlegenden Wandel der Gesellschaftsstruktur. Fast geräuschlos wurde 1917 das allgemeine Wahlrecht eingeführt, und in der Zwischenkriegszeit modernisierte sich das Land. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus dem neutralen Beobachter in der internationalen Politik ein aktiver Partner im Europäischen Integrationsprozess und in der NATO. Ohne große gesellschaftliche Konflikte entwickelte sich seit den 1960er Jahren eine permissive Gesellschaft und eine Partizipationsdemokratie mit mündigen Bürgern. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts zeigen sich allerdings tiefere Bruchlinien mit großen politischen Schwankungen und Anfälligkeiten für populistisches Gedankengut. Dieses Buch bietet eine Übersichtsdarstellung der innen- und außenpolitischen Entwicklung der Niederlande vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart und liefert damit die historische Basis zum Verstehen der modernen Niederlande.
Herausgeber : Janosch, Meike; Schomaker, Rahel
Wasser im Nahen Osten und Nordafrika
Verlag: Waxmann
Wasser ist Grundlage menschlichen Lebens, Wassermangel somit eine der größten Bedrohungen der Menschheit. In kaum einer Region der Welt lässt sich diese Tatsache deutlicher erkennen als im Nahen Osten und Nordafrika. Gleichzeitig ist es gerade in dieser Region besonders schwierig, inner- oder zwischenstaatlich einen Konsens bei der Lösung der Wasserkrise zu finden. Die einzelnen Ausprägungen der Wasserkrise im Nahen Osten und Nordafrika sind sehr verschiedenartig. Sie sind nicht nur politischer Natur, sondern umfassen u.a. auch kulturelle, soziale und wirtschaftliche Aspekte. Das Zusammenspiel dieser Komponenten gestaltet sich zudem in den einzelnen Staaten und Gebieten der Region durchaus unterschiedlich. Die Konfliktintensität ist hoch und reicht bis zur Gefahr von ‚Water Wars'. Im Vordergrund der Bemühungen um eine Lösung der Wasserkrise im Nahen Osten und Nordafrika steht allerdings das Konzept des ‚Integrierten Wasserressourcenmanagements'. Mit diesem Konzept setzt sich auch der vorliegende Sammelband schwerpunktmäßig auseinander. Neben Beiträgen, die Grundlagen, Akteure und Strukturen der Wasserkrise im Nahen Osten und Nordafrika behandeln, sind es primär länderbezogene Studien, die einen eindrucksvollen Einblick in die Komplexität und Vielschichtigkeit des Themas geben.In insgesamt 16 Beiträgen bietet die von den Münsteraner Politikwissenschaftlerinnen Meike Janosch und Rahel Schomaker bearbeitete Edition eine aktuelle Bestandsaufnahme der Wasserkrise im Nahen Osten und Nordafrika und ihrer möglichen Lösungen. Der interdisziplinär angelegte Sammelband vereint Wissenschaftler aus den Gebieten Politikwissenschaft, Islamwissenschaft, Ingenieurswissenschaft, Geschichte, Ethnologie, Betriebs- und Volkswirtschaft.
Herausgeber : Frantz, Christiane; Kolb, Holger
Transnationale Zivilgesellschaft in Europa
Verlag: Waxmann
Welche Substanz hat das politisch wie wissenschaftlich in den vergangenen Jahren häufig bemühte Schlagwort einer transnationalen Zivilgesellschaft, wenn es auf den europäischen Raum bezogen wird? Diese Leitfrage liegt als Kernmotiv dem Band über „Transnationale Zivilgesellschaft in Europa“ zu Grunde. Politik und Teile der Wissenschaft verbinden mit dem Konzept der Zivilgesellschaft die Hoffnung, Antworten auf drängende nationale und europäische Herausforderungen zu finden. Doch immer häufiger wird den hoffnungsvollen Erwartungen, die an zivilgesellschaftliche Lösungskonzepte herangetragen werden, auch Skepsis entgegengesetzt: Zweifel gibt es nicht nur, ob Zivilgesellschaft tatsächlich mehr ist als ein utopisches Konzept in der Theorie. Auch die Transferfrage stellt sich, denn was in Region und Nationalstaat als zivilgesellschaftlicher Prozess und als zivilgesellschaftlicher Organisationsraum nachweisbar sein mag, kann nicht ohne weiteres auf die europäische Dimension übertragen werden. Dieser Band geht der Frage nach, welche Substanz eine europäische Zivilgesellschaft unter den Bedingungen eines definierten Anforderungskatalogs im Spannungsfeld einer gegebenen europäischen Mehrebenenperspektive haben kann. Beleuchtet werden Dimensionen wie die der Traditionsmuster europäischer Nationalstaaten und der Hindernisse und Chancen beim maßstabsvergrößernden Transfer auf EU-Ebene.
Herausgeber : Wielenga, Friso; Klemann, Hein A.M.
Deutschland und die Niederlande
Verlag: Waxmann
Im Mittelpunkt dieses Bandes stehen die deutsch-niederländischen Wirtschaftsbeziehungen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Auf deren stürmisches Wachstum im späten 19. Jahrhundert folgten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehrere krisen- und kriegsbedingte Rückschläge. Nach dem Zweiten Weltkrieg erreichten sie ein im internationalen Vergleich beispielloses Ausmaß. Sowohl aus niederländischer als auch deutscher Perspektive spricht vieles dafür, die Wirtschaftsgeschichte beider Länder in ihrer Reziprozität zu erforschen.Neben historisch-chronologischen Übersichten zu den Wirtschaftsbeziehungen setzen die Beiträge thematische Schwerpunkte, unter anderem zur Bedeutung des Rotterdamer Hafens für beide Länder und zur Geschichte des niederländisch-britischen Multinationals Unilever in Deutschland.Hein A. Klemann ist Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Erasmus Universiteit Rotterdam und Friso Wielenga ist Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Herausgeber : Robert, Rüdiger; Konegen, Norbert
Globalisierung und Lokalisierung
Verlag: Waxmann
Globalisierung bedeutet nicht das Ende des Kommunalen in Deutschland. Die zunehmende Komprimierung von Raum und Zeit ist aber eine Herausforderung für Städte und Gemeinden. Sie müssen sich weitgehend neu aufstellen. Das gilt sowohl für ihre Aufbau- und Ablauforganisation, die Art und den Umfang ihrer Aufgaben, ihre finanzielle Leistungsfähigkeit als auch ihren territorialen Zuschnitt. Das Spektrum inhaltlicher Herausforderungen unter dem Vorzeichen von Globalisierung reicht von der Schaffung international wettbewerbsfähiger Cluster über Stadtmarketing, Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie, integrierte Stadtplanung, Neubestimmung der kommunalen Daseinsvorsorge und gezielte Armutsbekämpfung bis hin zur Integration von Zuwanderern und Stützung der Zivilgesellschaft.
In dieser Edition versuchen Vertreter verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen - Ökonomen und Politikwissenschaftler ebenso wie Juristen und Stadtplaner - auf die zahllosen Aspekte der mit der Globalisierung verbundenen Herausforderung für die Kommunen in Deutschland eine Antwort zu geben. Dabei finden neben grundsätzlichen - eher theoriegeleiteten - Überlegungen auch auf die Alltagswelt zielende Gesichtspunkte und Konzepte Berücksichtigung. Einigkeit besteht zwischen allen Autorinnen und Autoren, dass kommunale Demokratie im Zeitalter der Globalisierung kein Auslaufmodell, sondern eine Notwendigkeit ist und bleibt.
Herausgeber des Sammelbandes sind die beiden Münsteraner Politikwissenschaftler Rüdiger Robert und Norbert Konegen.
Herausgeber : Schimanke, Dieter; Fischer, Andrea; Bucksteeg, Matthias
Wie lernt Politik?
Verlag: Waxmann
Ist Politik lernfähig? In welcher Weise lernt sie? Diesem Thema haben sich sowohl die wissenschaftliche Literatur als auch die politische Diskussion national und international mehrfach gewidmet. Dieser Band versucht, die Frage zunächst allgemein (theoretisch und im europäischen Vergleich), dann aber aktuell für die deutsche Situation zu stellen und zu beantworten. In der Ausgangsthese folgt er der internationalen Literatur, wonach prinzipiell ein Lernen von politischen Systemen möglich ist und auch stattfindet. Es geht vor allem um die Bedingungen, den Zeitpunkt und die Reichweite von Veränderungen.
Im Kontrast zu dieser optimistischen Grundeinschätzung steht die schon länger anhaltende Diskussion über die mangelnde Veränderungsbereitschaft in Deutschland, und zwar praktisch aller Institutionen, ob auf der Ebene des Föderalismus, im Bildungssystem, im Gesundheitssystem oder im öffentlichen Dienst. Das gelte - so ein verbreitetes Argument - vor allem im internationalen Vergleich.
Das politisch-administrative System der Bundesrepublik macht es möglich, das Thema auf mehreren Ebenen (Bund, Länder oder Kommunen) aufzugreifen. Dieser Band legt den Schwerpunkt auf die Länder. An ausgewählten Beispielen aus West- und aus Ostdeutschland werden die Bandbreite und Unterschiedlichkeit der Reformthemen, der Strategie und Methodik deutlich (Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Sachsen).
Dieser Band ist aus einer gemeinsamen Tagung der "Gesellschaft für Programmforschung (GfP)" und der Staatskanzlei des Freistaates Sachen hervorgegangen, auf der Fachkenner verschiedener Disziplinen, Wissenschaftler und Praktiker der Politik vorgetragen haben. Neben den Vorträgen und vorbereiteten Berichten aus den Ländern wird die anschließende Diskussion dokumentiert. Dies gibt dem Band eine besondere Lebendigkeit.
Wilp, Markus
Die Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern in Deutschland und in den Niederlanden
Verlag: Waxmann
In den letzten Jahren wird in Deutschland und in den Niederlanden über kaum ein anderes Thema derart intensiv und kontrovers diskutiert wie über die Integration von Zuwanderern. Die entsprechenden Auseinandersetzungen finden in beiden Ländern sowohl auf politischer wie auch auf wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene statt. Markus Wilp nimmt in seiner Untersuchung einen integrationspolitischen Vergleich zwischen den zwei Nachbarstaaten vor. Nach einem allgemeinen Teil, in dem zentrale Aspekte der deutschen und niederländischen Migrations- und Integrationsgeschichte erörtert werden, konzentriert er sich auf den für die Integration von Migranten äußerst bedeutsamen Bereich der Arbeitsmarktintegration. Er analysiert hierbei nicht nur wichtige Grundlagen des Untersuchungsthemas und aktuelle Entwicklungen in beiden Ländern, sondern er setzt sich mit ausgewählten politischen Programmen aus beiden Ländern auseinander. Das Erkenntnisinteresse der Arbeit erstreckt sich unter anderem auf folgende Fragestellungen: Warum sind Zuwanderer in beiden Ländern überproportional stark von Arbeitslosigkeit betroffen? Wie stellen sich die Entwicklungen auf dem deutschen und niederländischen Arbeitsmarkt in den letzten Jahren dar? Welche Maßnahmen haben die Regierungen in den beiden Nachbarländern ergriffen, um Verbesserungen zu erreichen? Wie lauten die Lehren, die aus den vorhandenen Erfahrungen gezogen werden können? Inwiefern können die beiden Nachbarländer voneinander lernen?
Manzel, Sabine
Kompetenzzuwachs im Politikunterricht
Verlag: Waxmann
Die Interventionsstudie entstand im Rahmen der bildungspolitischen Debatten um den domänenspezifischen Kompetenzerwerb an Schulen und in Anlehnung an Leistungsmessungen wie PISA und die IEA-Studie zur politischen Bildung. Grundlagen bilden der kognitive Kompetenzbegriff von Eckhard Klieme, der instruktional-konstruktivistische Lehr-Lernansatz für internet-based instruction aus der Pädagogischen Psychologie, politikwissenschaftliche Fachkonzepte und politikdidaktische Prinzipien für politische Urteilsbildung. Die Ergebnisse der quasi-experimentellen Studie zum Kernkonzept Europa zeigen signifikant, dass die internetbasierte Lehr-Lernumgebung WebQuest zu höheren kognitiven Outcomes beim politischen Urteilen führt als alltäglicher Politikunterricht.
Overesch, Anne
Wie die Schulpolitik ihr Probleme (nicht) löst
Verlag: Waxmann
Diese Studie untersucht die Entscheidungen und Ergebnisse der Schulpolitik in Deutschland und dem PISA-Sieger Finnland. Die Analyse dringt dabei weitaus tiefer als es dem PISA-Diskurs bislang gelingt, weil sie nach der Verantwortlichkeit der Politik fragt. Finnland war bei dem Schülerleistungsvergleich wiederholt Spitzenreiter. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass das Erfolgsgeheimnis der Nordeuropäer in einem außergewöhnlich breiten Konsens von Politik und Gesellschaft liegt. Wechselnde Regierungskoalitionen hielten an einem umfassenden Modernisierungsprogramm fest.Demgegenüber entspricht das mittelmäßige PISA-Ergebnis Deutschlands der politischen Leistungsbilanz: Die Studie zeigt anhand der Länder Bayern, Sachsen, Hessen, Niedersachsen und Brandenburg, warum die Schulpolitik im Jahrzehnt vor der ersten PISA-Studie wesentliche Probleme verkannte und sich Reformen verschloss. Das Politikfeld diente den Parteien stattdessen dazu, sich in Grundsatzstreitereien voneinander abzugrenzen.
Herausgeber : Robert, Rüdiger
Bundesrepublik Deutschland - Politisches System und Globalisierung
Verlag: Waxmann
Globalisierung ist mehr als eine ökonomische Kategorie. Globalisierung durchdringt sämtliche Lebensbereiche des Menschen. Sie konfrontiert auch das politische System der Bundesrepublik Deutschland mit Chancen und Risiken. Neben einer Einführung in Grundlagen, Institutionen und Akteure des politischen Systems sucht dieser Sammelband den umfassenden Konsequenzen weltgesellschaftlicher Entgrenzung und Verflechtung nachzugehen. Was sich als Folge herausschält, ist eine neue Betrachtungsweise des politischen Systems. Die Froschperspektive "reiner" Innenpolitik gehört endgültig der Vergangenheit an. Wer das politische System der Bundesrepublik im Zeitalter der Globalisierung verstehen will, kommt nicht umhin, es vor dem Hintergrund und im Rahmen weltumspannender Erneuerungs- und Veränderungsprozesse zu analysieren. In insgesamt 17 Beiträgen stellt sich die von dem münsteraner Politikwissenschaftler Robert bearbeitete Edition dieser Aufgabe.
Herausgeber : Keil, Reinhard; Kerres, Michael; Schulmeister, Rolf
eUniversity - Update Bologna
Verlag: Waxmann
Neben den klassischen Faktoren, wie einem attraktiven Standort oder herausragenden Leistungen in der Forschung, beeinflussen zunehmend auch Qualität und Zugänglichkeit der Lehr- und Serviceangebote einer Hochschule die Entscheidung der Studierenden und Lehrenden für oder gegen die Hochschule. Der Buchstabe "e" hat sich in diesem Zusammenhang mittlerweile zum Symbol für die programmatische Neuausrichtung der Hochschulen entwickelt, die nicht zuletzt durch den Bologna-Prozess einer zunehmenden, auch internationalen Konkurrenz ausgesetzt sind. Die Hochschulen stehen vor der elementaren Herausforderung, die digitalen Medien zur Optimierung der Lehre und des Service aktiv zu nutzen und nachhaltig zu verankern, um somit Studierenden und Lehrenden ein attraktives Angebot unterbreiten zu können. eUniversity - Update Bologna, eine gemeinsame Veranstaltung von education quality forum und Campus Innovation Hamburg, griff dieses Thema auf und bot - maßgeblich unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung - eine Plattform für fruchtbare und zukunftsweisende Diskussionen möglicher Strategien. Im Zentrum standen dabei vor allem integrierte Ansätze, die Lehrqualität und Dienstleistungsorientierung nicht als Gegensätze sehen und gleichzeitig auch rechtlichen und vor allem wirtschaftlichen Ansprüchen genügen. Der Handlungsdruck an den Hochschulen ist groß - gerade darin jedoch liegt die Chance für Innovationen. Im vorliegenden Kongressband "eUniversity - Update Bologna", dem dritten Band der Reihe education quality forum, sind alle Beiträge der Konferenz veröffentlicht und in gewohnt hoher Qualität dokumentiert.
Herausgeber : Schimanke, Dieter
Qualität und Ergebnis öffentlicher Programme
Verlag: Waxmann
Welche Wirkungen sollen mit öffentlichen Programmen erzielt werden? Sind Politik und öffentliche Verwaltung an den Wirkungen ihres Handelns tatsächlich interessiert und verfügen sie über das geeignete Instrumentarium? Dieser Band knüpft an die früheren Ansätze der Evaluationsforschung ebenso wie an neuere Ansätze der Definition, Messung und Sicherung von Qualität an.Im letzten Jahrzehnt sind national und international anspruchsvolle und durchaus praxistaugliche Konzepte entwickelt worden, Qualität und Ergebnisse öffentlichen Handelns systematisch zu erfassen und zu verbessern. Dargestellt werden hier Ansätze aus mehreren europäischen Ländern (Großbritannien, Frankreich, Schweiz und Deutschland). Dabei ist es sinnvoll, Qualitätssicherung und -messung nach einzelnen Politikfeldern zu differenzieren (Altenpflege, Gesundheit und Sozialhilfe werden in eigenen Beiträgen vorgestellt).Die empirischen Studien zeigen schließlich, dass öffentliche Verwaltungen die verfügbaren methodischen Ansätze und Instrumente zumindest partiell auch tatsächlich einsetzen, um zu einer besseren Ergebnissteuerung und -sicherung zu gelangen. Allerdings gibt es signifikante Unterschiede insbesondere zwischen verschiedenen Verwaltungssystemen (zwischen Deutschland und anderen europäischen Ländern sowie zwischen Kommunal- und Staatsverwaltungen).Die Gesellschaft für Programmforschung folgt mit diesem Band ihrem Grundsatz, Themen theoretisch, empirisch, praktisch, methodisch und vergleichend zu erörtern.Mit Beiträgen von Jörg Bogumil, Brigitte Döcker, Martin Hansis, Sabine Kuhlmann, Detlef Placzek, Stefan Rieder, Reinhard Stockmann, Steven Van de Walle.
Herausgeber : Thomas Widera
Politik und Wissenschaft in der prähistorischen Archäologie
Verlag: V&R unipress
Seit dem 19. Jahrhundert entwickelte sich die prähistorische Archäologie in vielen europäischen Staaten zu einer Ausgangsbasis nationaler Geschichtsschreibung. Allein sie konnte mit dem Rückgriff auf Bodenfunde ethnisch definierte Bevölkerungsgruppen weit in die Vergangenheit zurückverfolgen. Damit beteiligten sich Archäologen an der Legitimierung von Gebietsansprüchen in politischen Diskussionen. Bewirkten Interdependenzen zwischen Politik und Wissenschaft eine Politisierung der prähistorischen Archäologie? Welchen Einfluss hatten Archäologen auf die Politik, konnten Wissenschaftler die Festlegung nationaler Interessen beeinflussen? Diesen und anderen Fragen geht der vorliegende Band nach. Er berücksichtigt nicht nur die Zäsuren von 1933 und 1945, sondern nimmt erstmals auch die Übergänge zwischen den politischen Systemen in den Blick.
Herausgeber : Matthias Micus
Tribunen, Solisten, Visionäre
Verlag: V&R unipress
Der Begriff »Führung« ist unscharf und schillernd. Ein und derselben Figur werden Führungsqualitäten einmal zugesprochen und dann wieder bestritten. Der visionäre Ost- und Friedenspolitiker Willy Brandt galt vielen Betrachtern in den frühen 1960er Jahren als oberflächliches Kennedy-Imitat. Kurt Biedenkopf wurde zunächst als »Wunderknabe« emphatisch beklatscht, um bald darauf als »wunder Knabe« verspottet zu werden. Noch schneller verglühte der kurzzeitig hell leuchtende Stern Ralf Dahrendorfs – und auch die Urteile über die Vorsitzenden von PDS und Linkspartei schwanken im Zeitverlauf erratisch. Was aber bedeutet das für politische Führung? Basieren die Umschläge in der öffentlichen Meinung auf einem plötzlichen Verlernen beziehungsweise dem ebenso spontanen Erwerb politischer Führungsfähigkeiten? Ober gibt es bloß keinen Königsweg für die Eroberung und Sicherung politischer Macht, ist Führung also stets abhängig vom Zeitpunkt und vom Standort des Betrachters? Eben darum soll es hier gehen: Welche persönlichen Eigenschaften begünstigen Aufstieg und Verbleib in Führungsämtern? Inwiefern begrenzen oder erweitern institutionelle, soziale und kulturelle Einflüsse Gestaltungsräume? Und lassen sich Erfolgsindikatoren von Führung in Parteien und Politik identifizieren?
Wolfgang Gernert, Norbert Konegen, Reinhard Meyers (Hrsg.)
Nachhaltige Kommunalpolitik – ein Anforderungsprofil
Verlag: Waxmann
Die Begriffe „Nachhaltigkeit“ und „nachhaltige Entwicklung“ spielen nicht mehr nur in umweltpolitischen Fragestellungen eine zentrale Rolle; auch in den sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Teildisziplinen sind sie ubiquitär. Dabei steht der Erhalt jener Strukturen, die dem Funktionieren eines Systems dienen, beim Konzept der Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Neben einer „egoistischen“ Interessenverfolgung liegt das Augenmerk einer nachhaltigen Politik also immer auf der Bewahrung eines Gleichgewichtes zum Wohle zukünftiger Generationen; sei es im ökologischen, ökonomischen, sozialen oder digitalen Bereich.
Hartmann, Heinrich
Organisation und Geschäft
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Diese Studie zeigt Unternehmen in Deutschland und Frankreich als Schauplätze einer neuen Form der »Organisation« und fragt danach, wie sich systematische Managementlehren und damit neue Richtungen einer organisationswissenschaftlichen Fachliteratur entwickelten.Dass Unternehmen jeweils eigene Formen von betrieblicher Organisation haben, scheint heute selbstverständlich. Dass diese Strukturen von viel mehr abhängig sind als von den Konzepten eines einzelnen Unternehmers, dagegen nicht immer. Vor dem Ersten Weltkrieg machten sich an den frühen wissenschaftlichen Reflexionen über betriebliche Strukturen auch nationale Ambitionen und soziale Problemlagen fest. Heinrich Hartmann untersucht die nationalen, sozialen und kulturellen Kontexte, aus denen sich am Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland und Frankreich eine Organisationswissenschaft entwickelte.
Gammerl, Benno
Untertanen, Staatsbürger und Andere
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Welche Rolle spielt die rechtliche Institution der Staatsbürgerschaft für die Entstehung moderner Staaten? Wie entwickelte sich das Staatsbürgerschaftsrecht im Britischen Weltreich und im Habsburgerreich? Die Frage nach der Entstehung, Bedeutung und Wirkung der Staatsbürgerschaft für die Konstituierung moderner Staaten sowie die Rechte und Pflichten ihrer Bürger ist ein internationales Forschungsfeld. Vor diesem Hintergrund untersucht Benno Gammerl den rechtlichen und administrativen Umgang mit ethnischen Unterschieden in zwei Imperien, im Britischen Weltreich und im Habsburgerreich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert und greift die Differenzierung nach ethnischen Kriterien als besonderen Untersuchungsfall heraus.
Herausgeber : Voigt, Rüdiger
Der Hobbes-Kristall
Verlag: Steiner, Franz
Der oft schon totgesagte Leviathan des Thomas Hobbes ist so lebendig, aber auch so umstritten wie bei seiner Geburt. Carl Schmitt ist als der "Hobbes des 20. Jahrhunderts" bezeichnet worden. Er selbst sah sich gern als Nachfolger und Erben des Begründers der neuzeitlichen Staatsphilosophie. In dem "Hobbes-Kristall" kommt Schmitts eigenwillige Hobbes-Interpretation besonders deutlich zum Vorschein. Denn in diesem Diagramm wird der Mikrokosmos Schmittschen Denkens sichtbar. Es enthält fünf Achsen, deren oberste die Wahrheit und deren unterste Gehorsam und Schutz des Einzelnen sind. In drei Teilen setzen sich Philosophen, Staats- und Politikwissenschaftler mit der Interpretation des Leviatahn im Allgemeinen und der Schmittschen Hobbes-Interpretation im Besonderen auseinander.
Voigt, Annette
Die Konstruktion der Natur
Verlag: Steiner, Franz
Der Ökosystembegriff hat in Wissenschaft und Alltagswelt Karriere gemacht – ohne dabei eindeutig zu sein. Man glaubt, vom gleichen Gegenstand zu sprechen, meint aber offenbar Unterschiedliches: ein Interaktionsnetz, einen selbstorganisierenden Superorganismus oder eine Ökosystemmaschine. Diese Uneindeutigkeit geht auf einen ideologisch determinierten Streit über das Wesen der (ökologischen) Natur zurück, der unter Bezug auf Naturbeobachtung ausgefochten wird. Den Varianten des Ökosystembegriffs liegen konkurrierende kulturelle Ideen über das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft zugrunde. Ausgehend von dieser konstitutionstheoretischen These werden hier die fundamentalen Unterschiede von Ökosystemtheorien herausgearbeitet, indem sie auf ihre Analogien zu bestimmten politischen Theorien der Vergesellschaftung – Liberalismus, Konservatismus und Demokratie – untersucht werden. Damit leistet die Studie eine fundierte Analyse von synökologischen Theorien und ihres context of discovery, auf deren Grundlage die anhaltenden Kontroversen der Ökologie, der Geographie und des Naturschutzes verständlicher werden.
Voigt, Rüdiger
Krieg ohne Raum
Verlag: Steiner, Franz
In diesem Buch geht es um den Zusammenhang von Krieg, Staat und Raum. Mit der Installierung eines Raketenabwehrsystems im Orbit hat der Krieg eine neue räumliche Dimension erhalten. Die Asymmetrie zwischen den Atommächten und den Habenichtsen verstärkt sich. Gleichzeitig gibt es an der Peripherie immer mehr "molekulare Bürgerkriege" (Enzensberger). Nicht nur in gescheiterten Staaten geraten die Konflikte außer Kontrolle und entfalten globale Wirkungen. Warlords vermischen Krieg, Kriminalität und Korruption zu einem undurchdringlichen Netz. Der virtuelle Raum des Internets wird zu einem neuen Kriegsschauplatz. Und der transnationale Terrorismus scheint allgegenwärtig, andauernd und kaum zu schlagen zu sein. So verselbständigt sich der Krieg und wird zum permanenten Kriegszustand. Zugleich lässt die Echtzeit-Berichterstattung den Zeitraum zwischen Ereignis und Berichterstattung auf Null schrumpfen. In sieben Teilen, die wiederum in Abschnitte und Kapitel untergliedert sind, wird der Problematik von asymmetrischen Konflikten in einer entgrenzten Welt nachgegangen.
Judith Michel
Willy Brandts Amerikabild und -politik 1933–1992
Verlag: V&R unipress
Willy Brandt wurde von Zeitgenossen oft als amerikanisierter Politiker wahrgenommen, der mit seinem »Kennedy-Lächeln« die Herzen seiner Gesprächspartner gewann. Begegnete der junge, sozialistisch geprägte Brandt den USA zunächst mit einer gewissen Skepsis, festigte sich sein Vertrauen in die amerikanische Schutzmacht in der »Frontstadt« Berlin. Während er zu John F. Kennedy eine kongeniale Verbun-denheit empfand, nahm er als Bundeskanzler zu Richard Nixon eine distanziertere Haltung ein. Die sicherheitspolitische Abhängigkeit und Brandts Glaube an gemeinsame Werte bestimmten jedoch auch zu dieser Zeit seine Beziehungen zu den Vereinigten Staaten in Hinblick auf Themen wie den Vietnamkrieg und die Ostpolitik. Dennoch gelang es ihm, Handlungsspielräume gegenüber dem großen Partner auszu-weiten und nationale und parteipolitische Interessen zu wahren. Als Altkanzler nahm Brandt eine zunehmend kriti-schere Haltung, insbesondere gegenüber Ronald Reagan und dem Nato-Doppelbeschluss ein. Diese Studie untersucht systematisch und auf breiter Quellenbasis die Wechselwirkung zwischen Brandts Amerikabild und -politik und zeichnet die Brüche und Kontinuitäten in seinem Verhältnis zu den USA nach.
Herausgeber : Jörn Ipsen
40 Jahre Parteiengesetz
Verlag: V&R unipress
Dem Parteiengesetz kommt für die Willensbildung des Volkes – wie für die Parteien selbst – eine schlechthin konstituierende Bedeutung zu. Umso überraschender ist der Umstand, dass in der Bundesrepublik Deutschland über einen Zeitraum von fast zwei Jahrzeh
Herausgeber : Robert, Rüdiger; Schlicht, Daniela; Saleem, Shazia
Kollektive Identitäten im Nahen und Mittleren Osten
Verlag: Waxmann
Voreingenommenheiten bestimmen vielfach unser Bild vom Nahen und Mittleren Osten. Das betrifft insbesondere das Dreiecksverhältnis von Identität, Staat und Religion. Selbstbild und Fremdbild klaffen hier weit auseinander. Ängste und Pauschalisierungen gegenüber einer un-zulässig mit ‚dem‘ Islam gleichgesetzten Staatenwelt sind die Folge. Identitäten und Identi-tätskonstruktionen im Nahen und Mittleren Osten sind indes vielfältig und komplex. Unter-schiedliche Mythen, Erzählungen und Symbole, aber auch Macht und Interessen führen zu divergierenden, ja nicht selten miteinander im Konflikt stehenden Identitäten. Religion ist zwar ein identitätsbildender Faktor, er ist aber nicht der allein bestimmende.Der vorliegende Sammelband setzt sich in 24 Beiträgen mit dem Verhältnis von transnational-universalistischen und nationalstaatlich-partikularistischen Identitätskonstruktionen im Nahen und Mittleren Osten auseinander. Er befasst sich mit der Entstehung, der Dauerhaftigkeit und dem Wandel derartiger Konstruktionen. Er ist zugleich eine Aufforderung und eine Mahnung, den Staaten des Nahen und Mittleren Ostens nicht mit pauschaler Ablehnung zu begegnen, sondern sich ihnen mit Einfühlungsvermögen zu nähern. Als Ergebnis interdisziplinärer For-schungsarbeit versucht er, dazu einen Beitrag zu leisten. Er beruht auf einem gemeinsamen Projekt der ‚Werkstatt Nahost‘ des Instituts für Politikwissenschaft und des Exzellenzclusters ‚Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne‘ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Musch, Elisabeth
Integration durch Konsultation?
Verlag: Waxmann
Elisabeth Musch untersucht in ihrer Studie Konsultationen zwischen Regierungen und Repräsentanten zugewanderter ethnischer und religiöser Minderheiten. Der deutsch-niederländische Vergleich zeigt, wie staatliche Akteure politische und institutionelle Gelegenheiten geschaffen haben, die zur Organisation von Migranten und zur politischen Inkorporation ihrer Verbände beitrugen. Unterschiede zwischen den untersuchten Fällen werden mit aktuellen Konfliktereignissen und Traditionen der Interessenvermittlung zwischen Staat und Gesellschaft erklärt. Zudem bestimmen Merkmale der politischen und administrativen Systeme die untersuchten Konsultationsstrukturen. Ihre Gründung und Arbeitsweisen entstammen politischen Handlungsrepertoires, die nicht nur die Zuwanderungs- und Integrationspolitik, sondern auch andere Politikfelder der beiden Länder kennzeichnen und insofern nationale Grundmuster im Umgang des Staates mit gesellschaftlichen Gruppen darstellen.
Bayer, Christian R.
Hochschul-Ranking Vorschlag eines ganzheitlichen Ranking-Verfahrens.
Verlag: Duncker & Humblot
Christian R. Bayer behandelt aktuelle Problemstellungen einer Evaluation und eines Ranking von Hochschulleistungen sowie einer leistungsbasierten öffentlichen Mittelvergabe. Durch eine Kombination wissenschaftlicher Grundlagen aus der Wirtschaftstheorie, der (präskriptiven) Entscheidungstheorie und der Evaluationsforschung wird ein ganzheitlicher Ranking-Verfahrensstandard abgeleitet, der Möglichkeiten und Grenzen eines Ranking aufzeigt. Dadurch kann die Güte (Validität und Reliabilität) bzw. der entscheidungsunterstützende Informationsgehalt eines Ranking beurteilt werden - dies wird exemplarisch anhand deutscher und US-amerikanischer Hochschul-Rankings gezeigt. Weiter dient der ganzheitliche Ranking-Verfahrensstandard einer Verbesserung bestehender Systeme des Hochschul-Ranking und der leistungsbasierten Mittelvergabe, insbesondere durch eine adäquate Berücksichtigung des Dienstleistungscharakters von Hochschulleistungen sowie ihrer unterschiedlichen Rahmenbedingungen.
Neben einer kritischen Würdigung durch Hochschul-Rankings induzierter Verhaltensänderungen und von aktuellen Forschungsarbeiten, wird die historische Entwicklung von Hochschul-Evaluation und -Ranking dargestellt. Der Autor wendet sich mit dieser Arbeit an Wissenschaftler und Mitarbeiter in Ministerien, Rektoraten und Dekanaten.
Nitschke, Wolf
Adolf Heinrich Graf v. Arnim-Boitzenburg (1803-1868).
Verlag: Duncker & Humblot
Die Konservativismus-Forschung weist zahlreiche Desiderata auf. Die vorliegende Dissertation nimmt sich eines dieser "weißen Flecken" an, indem sie das politische Wirken des Grafen Adolf v. Arnim-Boitzenburg in den Blick nimmt, der zu Unrecht dem Vergessen anheimfiel Arnim wurde 1842 jüngster Innenminister und am 19. März 1848 erster Ministerpräsident Preußens. Außerdem leitete er von 1849 bis 1866 konservative Fraktionen im preußischen Landtag.
Die Karriere des Boitzenburgers verlief jedoch nicht so geradlinig, wie diese nüchternen Daten es vermuten lassen. Dies liegt daran, daß Arnim zwar konservativ war, jedoch sowohl mit dem "Romantiker auf dem Thron" Friedrich Wilhelm IV. als auch mit führenden Altkonservativen wie Ernst-Ludwig v. Gerlach in Konflikt geriet. Um dieses Phänomen historisch verorten zu können, definiert der Verfasser den Begriff "Staatskonservativismus", den schon Ernst-Rudolf Huber und Thomas Nipperdey verwendeten, neu Er soll den Flügel des Konservativismus abgrenzen, dessen Vertreter sich an Staat und Dynastie orientierten und auch dann für eine starke Exekutive eintraten, wenn sie dabei in Konflikt mit dem regierenden Monarchen gerieten. Nicht zufällig wurde Arnim wie Bismarck also eine "Neigung zum Absolutismus" bzw. "Bonapartismus" vorgeworfen.
Herausgeber : Duso, Giuseppe
Die moderne politische Repräsentation Entstehung und Krise des Begriffs.
Verlag: Duncker & Humblot
Der moderne Begriff politischer Repräsentation bildet den wahren Kern der Konzeption von moderner politischer Herrschaft, d. h. Souveränität und zugleich die Grundlage ihrer Legitimation. Ausgehend von den Verfahren der modernen Staatsverfassungen, geht Giuseppe Duso auf die Entstehung des Begriffs zurück und beschreibt seine innere Logik, seine historischen Wandlungen und Widersprüche, indem Klassiker der modernen Philosophie wie Althusius, Hobbes, Pufendorf, Rousseau, Kant, Fichte und Hegel kritisch befragt werden.
Die Untersuchungen zum zwanzigsten Jahrhundert enthüllen die verwickelte Natur der Repräsentation Sie lässt sich keineswegs als bloße Widerspiegelung bestehender Interessen, Bedürfnisse und Willensäußerungen verstehen, sondern impliziert einen unabdingbaren Bezug zur Sphäre der Idee. Diese Struktur des Repräsentierens, die durch ein radikales, also philosophisches Denken im Innersten der modernen politischen Wissenschaft sowie in den Formen verfassungsrechtlicher Ordnung aufgedeckt wird, stellt die angenommene Legitimationsfunktion dieses Begriffs in Frage und wirft ein kritisches Licht auf unsere politische Gegenwart.
Schulze, Jan-Andres
Der Irak-Krieg 2003 im Lichte der Wiederkehr des gerechten Krieges.
Verlag: Duncker & Humblot
Der "gerechte Krieg" und seine widersprüchliche Bewertung - hochaktuelles wie klassisches Thema der Politischen Theorie - stehen im Mittelpunkt der vorliegenden Studie. Jan-Andres Schulze zieht bei der Frage nach der Legalität bzw. Legitimität des Vorgehens der USA gegen den Irak 2003 die bedeutendsten historischen und zeitgenössischen Theoretiker der Lehre des "gerechten Krieges" heran. Als Hauptzeuge dient ihm insbesondere der spanische Spätscholastiker Francisco de Vitoria, der als Begründer des Völkerrechts gilt. Denn viele Indizien und gemeinsame "Meta-Bedingungen" sprechen dafür, daß die Kriege im zivilisatorischen Altersstadium der Staaten eindrucksvolle Parallelen zu den Kriegen der fünfhundert Jahre zurückliegenden Entstehungsphase der Staaten - die Zeit Franciso de Vitorias - aufweisen.
Der Autor wendet die klassischen Rechtfertigungsgründe des "gerechten Krieges" auf die "Operation Iraqi Freedom" an. Dabei wird u. a. die historische und strukturelle Parallelität zwischen dem Verhältnis der Vereinten Nationen und den USA einerseits und den Universalmächten zu Zeiten der Conquista andererseits diskutiert. Angesichts der Wiederkehr illegaler Kombattanten und des Söldnerwesens untersucht der Autor, ob die aus der spanischen Epoche des Völkerrechts entnommene religiös-honorable Komponente eine ähnlich begrenzende Wirkung auf die Kriegführung zukünftiger Konflikte haben könnte, wie dies bereits im französischen Völkerrechtszeitalter der Kabinettskriege der Fall gewesen ist.
Fazit Die erarbeiteten Vergleichsschemata von Irak-Krieg und spanischer Conquista erlauben eine einordnende Bewertung der "Operation Iraqi Freedom", die wie die Conquista hinter den völkerrechtlichen bzw. theologischen Normierungen und Forderungen zurückbleibt. Abschließend diskutiert Jan-Andres Schulze die Chancen einer Lehre vom gerechten Krieg für die Gegenwart.
Herausgeber : Rüdiger, Axel / Eva-Maria Seng (Hrsg.)
Dimensionen der Politik Aufklärung - Utopie - Demokratie.
Verlag: Duncker & Humblot
Richard Saage ist Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. In seinem Werk vereinen sich Politik und Geschichte zu einem praktischen und multidimensionalen Politikbegriff jenseits von etatistischen oder systemischen Verkürzungen der Perspektive. Die wechselseitige Verklammerung von Geschichte, Politik und Gesellschaft bildet den einigenden Hintergrund für seine Arbeiten zur bürgerlichen Emanzipationsbewegung zwischen Revolution und Aufklärung, seinen Studien zu Konservativismus, Faschismus und Demokratietheorie sowie der modernen Utopietradition. Der ihm gewidmete Band vereint Texte, die eine interdisziplinäre Perspektive auf die Theorie und Geschichte der Politik entfalten. In Analogie zu Saages Werk gruppieren sich die Beiträge um die Problemdimensionen von Aufklärung, Utopie und Demokratie.
Mensel, Nadine
Die Außen- und Regionalpolitik der Republik Estland mit Blick auf den Ostseeraum.
Verlag: Duncker & Humblot
Nach der Unabhängigkeit Estlands 1991 waren EU- und NATO-Mitgliedschaft vorrangige außenpolitische Ziele, die erst im Frühjahr 2004 erreicht wurden. Formen kooperativer Regionalpolitik flankierten diese Vorhaben. Bedingung war die völlige Neugestaltung der Außenpolitik. Wie genau sich in jenem Zeitraum das außenpolitische Vorgehen Tallinns - insbesondere mit Blick auf die Ostseeregion - gestaltete, ist Gegenstand der vorliegenden Untersuchung.
Im Mittelpunkt steht der Fragenkomplex, ob Estland seine Außen- und Regionalpolitik auf konkrete Visionen stützte und welche Strategien zur Umsetzung vorlagen. Darüber hinaus werden Interdependenzen zwischen europäischer Integration und regionalen Kooperationsbemühungen thematisiert, was u. a. die intrabaltische und baltisch-nordische Zusammenarbeit anspricht. Dabei wird weitergehend untersucht, welche Wirkkraft nationale und supranationale Interessen im Rahmen multidimensionaler Ostseekooperation entfalten. Weitere wesentliche Inhalte sind ein knapper Rekurs auf Geschichte und Transformationsprozess Estlands sowie die Analyse grenzüberschreitender Kooperation im Ostseeraum.
Herausgeber : Stresemann, Gustav
Reden und Schriften.
Verlag: Duncker & Humblot
Mit den von Rochus Freiherrn von Rheinbaben 1926 erstmals edierten Reden und Schriften liegt ein eminent aufschlußreiches zeitgeschichtliches Dokument nunmehr in der 2. Auflage vor. Der Band bietet einen tiefen Einblick in das Denken und Handeln Gustav Stresemanns, dem bedeutendsten Außenpolitiker der Weimarer Republik, und dokumentiert dessen Urteilskraft und Weitsicht in Innen- und Außenpolitik.
Gustav Stresemann ist in der Literatur nicht unumstritten. Zahlreiche mißverständliche, z. T. widersprüchliche Zuschreibungen urteilen Er sei französischer Erfüllungsgehilfe, opportunistischer Machtpolitiker, Wegbereiter Hitlers oder Vorkämpfer eines vereinten Europas gewesen. Dabei bringt die selbstreferentielle Kritik kein Verständnis für eine situative Realpolitik in schwieriger Zeit auf. Zweifelsfrei war der langjährige Reichsminister des Auswärtigen zeitlebens Parteipolitiker und daher einem parteiischen Handeln verpflichtet. Gleichwohl wirkte der große Staatsmann Gustav Stresemann weit über das bloße Tagesgeschäft und den gewöhnlichen Interessenbetrieb Weimars hinaus.
Herausgeber : Henkel, Michael / Oliver W. Lembcke (Hrsg.)
Moderne Staatswissenschaft.
Verlag: Duncker & Humblot
Martin Drath (1902 - 1976) gehört zu jenen Gelehrten, die an der intellektuellen Gründung der Bundesrepublik Deutschland mitgewirkt haben. Als politischer Professor ist er heute nahezu vergessen, als Verfassungsrichter dem Fachpublikum der Staatsrechtslehre noch ein Begriff. Die Autoren des Sammelbands setzen sich zum Ziel, Person und Werk Martin Draths in ihrem zeitgeschichtlichen Zusammenhang in den Blick zu nehmen, um an seinem Beispiel die Quellen darzustellen, aus denen die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft schöpfen konnte.
Zunächst wird ein Blick auf den Lebensweg Draths geworfen. Im Kontext seiner durch den Gang der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts besonders geprägten Biographie ist sein Einsatz für eine demokratisch-sozialistische Gestaltung des westdeutschen Gemeinwesens von besonderem Interesse. Ein weiteres Themenfeld bezieht sich auf die staatspolitischen Konzepte Martin Draths, denen er in seiner Funktion als Verfassungsrichter eine gewisse politische Strahlkraft verleihen konnte. Hier steht auch die Frage nach dem Anteil Draths am Aufbau der Politikwissenschaft in Deutschland, der sich inhaltlich nicht zuletzt in der Ausarbeitung eines eigenständigen totalitarismustheoretischen Ansatzes manifestiert.
Schließlich wird die Staatstheorie Martin Draths vor dem Hintergrund des Diskurses beleuchtet, der in der Zwischenkriegszeit um den Staat und seine Zukunft geführt wurde. Vor allem in kritischer Auseinandersetzung mit seinen Lehrern Hermann Heller und Rudolf Smend sowie mit seinem politischen Antipoden Carl Schmitt entwickelte Drath eine dezidiert sozialwissenschaftliche Staatslehre. Mit ihr bietet er ein Konzept des Staates an, das an eine moderne Gesellschaftstheorie anknüpft und dabei zugleich die bleibenden Resultate der Weimarer Debatte um Staat und Recht aufgreift. Gerade dieser Rückgriff ermöglicht es Draths Theorie, auch einen Zugang zur Praxis des modernen Rechtssprechungsstaates zu finden.
Müller, Johann Baptist
Konservatismus - Konturen einer Ordnungsvorstellung.
Verlag: Duncker & Humblot
Diese Abhandlung, in der vorwiegend amerikanische, deutsche, englische und französische Autoren zu Wort kommen, geht davon aus, dass der Konservatismus genau so legitim ist wie seine gegnerischen Ordnungsvorstellungen Liberalismus und Sozialismus. Dabei wird seinem Verständnis zu ihnen besondere Aufmerksamkeit geschenkt. In diesem Zusammenhang interessiert auch die Frage, seit wann es überhaupt einen konservativen Ideenkreis gibt. Von großem Interesse ist dabei das Problem, ob sich der konservative Ideenkreis den vornehmlich gefühlsbetonten Überlegungen seiner Autoren verdankt oder aber auf einen vernunftorientierten Ton gestimmt ist. Für diese Interpretationsvariante spricht schon der Tatbestand, dass sich der Konservative mit seinen weltanschaulichen Gegnern rational auseinanderzusetzen hat. Bei der Analyse der Binnenstruktur des Konservatismus wird minuziös erörtert, ob das rigide marktorientierte Denken eines F. A. von Hayek Heimatrecht in der konservativen Denkfamilie beanspruchen kann. Schließlich votieren die meisten ihrer Anwälte für die gemeinwohlorientierte Intervention in das System der Bedürfnisse.
Johann Baptist Müller stellt die Frage, wie es um die Zukunftsaussichten des in Rede stehenden Ideenkreises bestellt ist. Neben den Pessimisten kommen dabei auch die Optimisten umfänglich zu Wort. Dabei ist zu hoffen, dass der Konservatismus der kommenden Zeit dem reformorientierten Edmund Burke folgt. T. S. Eliot zufolge führt die dogmatische Fortschrittsfeindlichkeit zum Stillstand, der schiere Progressus zum Chaos. Der Rekurs auf Burke gibt dem liberalen Konservatismus vor den politischen Prinzipien des theokratischen Konterrevolutionärs Joseph de Maistres eindeutig den Vorzug. Jeder Versuch, diese zu neuem Leben zu erwecken, ist zum Scheitern verurteilt und führt in die Irre. Das gilt auch für seine Schüler, die immer noch die Französische Revolution ungeschehen machen wollen.
Herausgeber : R((Umgedrehtes Dach auf R))ezník, Milos((Umgedrethes Dach auf S))
Grenzraum und Transfer.
Verlag: Duncker & Humblot
Der vorliegende Band versammelt die Referate einer gleichnamigen interdisziplinären Tagung. Historiker, Kunsthistoriker, Ethnologen, Literaturwissenschaftler und Soziologen aus Tschechien und Sachsen diskutierten hier gemeinsam über die Problematik der historischen Entwicklung des sächsisch-böhmischen Grenzraums. Im Vordergrund standen die Fragen nach einer "grenzüberschreitenden" Geschichtsregion, angesprochen wurde die Migration und Mobilität über die Grenze; man setzte sich mit der Bedeutung und Wahrnehmung der Grenze und ihrer Rolle im Alltag auseinander. Davon ausgehend ist kaum überraschend, dass sich ein wesentlicher Teil der Vorträge sowie der Aufsätze in diesem Band mit der Frühneuzeit beschäftigt, doch erstreckt sich hier die Zeitspanne vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart.
Herausgeber : Niedobitek, Matthias / Simone Ruth (Hrsg.)
Die neue Union.
Verlag: Duncker & Humblot
Das Schicksal des am 29. Oktober 2004 unterzeichneten Verfassungsvertrages ist nach wie vor ungewiss. Aber auch unabhängig von den Chancen seines Inkrafttretens bilden die in ihm enthaltenen Bestimmungen den Ausgangspunkt jeder weiteren Diskussion über die Zukunft der Europäischen Union. Dies gilt für die politischen Entscheidungsträger ebenso wie für die Wissenschaft. Aus diesem Grund haben die Herausgeber des vorliegenden Bandes - Matthias Niedobitek ist Inhaber der Professur für Europäische Integration, Simone Ruth ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur - die am 7. Juli 2005 an der TU Chemnitz durchgeführte Tagung "Die Europäische Union am Beginn des 21. Jahrhunderts" einzelnen Aspekten des Verfassungsvertrages gewidmet.
Die Besonderheit der Tagung bestand darin, dass sie von Studierenden der Chemnitzer Europa-Studiengänge organisiert, moderiert und wissenschaftlich gestaltet wurde; hierbei wurden die Studierenden von den beiden Herausgebern betreut. Der vorliegende Band dokumentiert in fünf studentischen Beiträgen Ergebnisse der Tagung, welche die beiden Herausgeber um eigene Beiträge ergänzt haben. Alle Abhandlungen beschäftigen sich mit grundlegenden Problemen des Verfassungsvertrages den rechtlichen und politischen Handlungsmöglichkeiten in der gegenwärtigen Ratifikationskrise, der künftigen Rolle der regionalen Ebene in der EU aus Sicht der Bundesländer, den unionsrechtlichen Voraussetzungen der nunmehr ausdrücklich vorgesehenen Möglichkeit des Austritts aus der Union, den neu eingefügten Beistands- und Solidaritätsklauseln unter Berücksichtigung völkerrechtlicher Aspekte, der Konzeption und Einrichtung eines Europäischen Auswärtigen Dienstes, der Konventsmethode im Verfahren der Vertragsänderung und ihrer Kritik aus rechtspolitischer Sicht sowie dem Spannungsverhältnis von formal-vertragsrechtlichem Bruch und materiell-inhaltlicher Kontinuität zwischen alter und neuer Union.
Herausgeber und Autoren hoffen, der Diskussion über die Zukunft der Europäischen Union, die unter deutschem Ratsvorsitz in der ersten Hälfte des Jahres 2007 intensiviert werden soll, mit dem vorliegenden Band einige inhaltliche Impulse zu geben.
Herausgeber : Nusser, Karl-Heinz / Matthias Riedl / Theresia Ritter (Hrsg.)
Politikos - Vom Element des Persönlichen in der Politik.
Verlag: Duncker & Humblot
Professor Dr. Dr. h. c. mult. Tilo Schabert beging im November 2007 seinen 65. Geburtstag. Aus diesem Anlass haben ihm renommierte Kollegen aus Europa, Amerika und Asien eine Festschrift zugeeignet. Wie Schabert selbst befassen sie sich mit dem Zusammenhang zwischen dem Persönlichen und dem Politischen, einem Thema, das von den systemtheoretisch orientierten bzw. auf empirische Exaktheit schwörenden Richtungen der Politischen Wissenschaften vernachlässigt wird. Politische und philosophische Theorien treten in einen fruchtbaren Dialog mit der Regierungslehre, wobei insbesondere das Verhältnis von Person und Institution in einem neuen Licht erscheint. Der Band enthält neben theoretischen Reflexionen zum Thema eine Reihe von Einzelstudien. Ihr Gegenstand sind Männer und Frauen der großen Politik, aber auch die Faszination des Politischen, wie sie Dichter und Denker erfahren haben.
Hilbert, Martin
Digitalisierung demokratischer Prozesse.
Verlag: Duncker & Humblot
Seit Ende des 20. Jahrhunderts haben digitale Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) die Art und Weise, wie Menschen kommunizieren und ihren demokratischen Gemeinwillen bilden, für immer verändert. Jedoch wurden weder demokratische Institutionen und Prozesse noch IKT für ihre gemeinsame Anwendung geschaffen. Dies führt zu einer Reihe von Entwicklungen, die nicht durchweg und vor allem nicht automatisch demokratieförderlich sind. Zur Untersuchung der Folgen der Digitalisierung demokratischer Prozesse wird davon ausgegangen, dass diese stark von den institutionellen Rahmenbedingungen des gewählten Demokratiemodells beeinflusst werden. Abhängend von Gesetzesherrschaft, direkter Bürgerbeteiligung und republikanischer oder liberalistischer Ausrichtung, werden acht sterilisierte Demokratiemodelle unterschieden und separat auf digitale Konsequenzen untersucht. Die verschiedenen Blickweisen ermöglichen die Identifizierung von generellen Veränderungen der digitalen Interaktion, so wie auch spezielle Folgen von bestimmten Faktorkombination. Der fortlaufende Einbezug traditioneller Demokratieliteratur zeigt, dass IKT weder zurück zur Polis-Demokratie Athens, noch zur ökonomischen Demokratie Schumpeters oder zur idealisierten Führerdemokratie Webers führen werden, jedoch zu einer neuen Konstellation, in welcher deliberative- und konkordanzdemokratische Elemente eine entscheidende Rolle spielen. Das Ergebnis unterstreicht die neue Brisanz von Themen wie Privatsphärenschutz und Meinungsmanipulation, allgemeiner Zugang zur Öffentlichkeit, direktdemokratische Beteiligung und die Aufgaben der Parteien und Medien. Ein weiterer zentraler Punkt auf der zukünftigen Forschungsagenda ist die Entwicklung von demokratieförderlicher IKT Anwendung. Es zeigt sich, dass die Digitalisierung demokratische Prozesse aktiv beeinflusst werden kann und - zum Wohle der Demokratie - auch muss.
Mäder, Werner
Vom Wesen der Souveränität.
Verlag: Duncker & Humblot
Auf der Traditionslinie des klassischen Souveränitätsbegriffs Bodins (1576) liegt die Staatssouveränität, die Auffassung, dass die Souveränität das Wesen des Staates ist. Ohne Souveränität kein Staat. Trotz Globalisierung ist Bodins moderner Staatsbegriff ungebrochen wirkmächtig. In dessen Ideengeschichte findet sich ein erstaunlich hohes Maß an Übereinstimmung mit den großen abendländischen Denkern Hobbes (1651), Hegel (1800), Carl Schmitt (1922) und Heller (1934). Sie haben ein konsistentes Erbe hinterlassen, das es zu pflegen und zu bewahren gilt. Souveränität ist, so Hobbes, die "Seele des Gemeinwesens".
Demgegenüber weist die Bestandsaufnahme der Gegenwart auf, dass dieses Erbe ausgeschlagen wird. In der politischen Klasse der Bundesrepublik herrscht, so Mäder, eine Mentalität der Problemverdrängung mit seltsamer Richtungslosigkeit. Nationale Selbstbestimmung und -behauptung, Wahrung eigener Interessen im Wettbewerb mit anderen Völkern sind Universalismen und Worthülsen wie grenzenlose Demokratie, Menschenrechte und offene EU gewichen.
Dieser kritisierten Zwischenlage stellt Mäder die Position der Staatsphilosophen gegenüber, die die Entwicklung der Staaten Europas geprägt haben und die sie zu kulturellen, wirtschaftlichen und souveränen Mächten werden ließen. Wesensmerkmal ist stets die unteilbare Souveränität - Militärmacht, Finanzhoheit, Territorialgewalt und ausschließliche Kontrolle des Rechtssystems. Diese Pfeiler scheinen den EU-Mitgliedsländern abhanden zu kommen. Die heutige EU läuft dem geistigen Erbe europäischer Nationalstaatlichkeit im Sinne Adenauers und de Gaulles zuwider. Die EU, weder Souverän noch Staat, eher eine amorphe Masse für Wirtschaft und Kapital, gerät durch Amerikanisierung, Globalisierung und Zuwanderung in den Strudel einer Abwärtsbewegung. Solange noch ein oder mehrere mächtige außereuropäische Staaten existieren, ist Bodins "Souveränität" nicht aus der Welt.
Mause, Karsten
Konsumentenschutz im Hochschulbereich.
Verlag: Duncker & Humblot
In der seit einigen Jahren in Deutschland und in anderen Ländern geführten Diskussion über geeignete Mittel zur Qualitätssicherung im Bereich der Lehre an Hochschulen geht es aus ökonomischer Sicht im Grunde um die Lösung eines Informationsproblems Studentische Nachfrager nach Lehrdienstleistungen sind (vor Studienbeginn) in der Regel schlechter über die spezifischen Qualitätseigenschaften der angebotenen Studienprogramme informiert als die Anbieter dieser Programme. Aus informationsökonomischer Sicht sind Märkte für akademische Lehrdienstleistungen als Märkte mit unvollständiger Nachfragerinformation zu bezeichnen, wobei zusätzlich der Spezialfall der asymmetrisch zwischen den Marktparteien verteilten Qualitätsinformation vorliegt. Existieren keine qualitätsoffenbarenden Institutionen, dann führt die Informationsasymmetrie zu Lasten der Studienplatz-Nachfrager zum "Versagen" des Marktes für akademische Lehrdienstleistungen.
Vor diesem Hintergrund untersucht Karsten Mause, welche Mittel aus ökonomischer Sicht geeignet erscheinen, die zwischen den Anbietern und Nachfragern von Studienplätzen bestehende Informationsasymmetrie abzubauen, und das drohende Marktversagen infolge von Informationsmängeln abzuwenden. Der Autor widmet sich, anders gewendet, dem in der bildungsökonomischen Literatur bislang lediglich ansatzweise behandelten Thema des "Konsumentenschutzes" im Hochschulsektor Wie können sich (potentielle) Studenten vor schlechter Angebotsqualität schützen? Mit Hilfe von Theoriebausteinen aus der Informationsökonomik, der Law & Economics sowie der Neuen Institutionenökonomik wird gezeigt, daß sich auf Lehrdienstleistungsmärkten unter bestimmten Bedingungen Mechanismen des "Marktschutzes" (Anbieterreputation, Anbieterwerbung, Einschaltung von Zertifizierern und Informationsintermediären) und des "Selbstschutzes" (studentische Nachfrage nach Qualitätsinformationen) herausbilden. Funktionieren diese markt-basierten Mechanismen, dann können die Marktteilnehmer das vorliegende Informationsproblem selbst lösen. Empirische Befunde aus dem größtenteils wettbewerblich organisierten Hochschulsystem der USA stützen die Argumentation. Studentenschutz im Hochschulsektor ist demnach nicht per se eine Staatsaufgabe.
Prunzel, Regine
Der "Europäische Sozialkonsens" als Instrument zur Stärkung des "Europäischen Sozialmodells".
Verlag: Duncker & Humblot
Das Europäische Sozialmodell wird zwar auf allen Ebenen diskutiert und regelmäßig auf die Agenden der EU-Ratspräsidentschaften gesetzt - eine wirkliche Definition besteht allerdings noch nicht.
Die Autorin hat sich zum Ziel gesetzt, hier für mehr Klarheit zu sorgen, indem sie fachübergreifend erstmals die Eckpfeiler des Sozialmodells definiert. In einem zweiten Schritt wird untersucht, ob mit Hilfe des nunmehr präziser gefassten Europäischen Sozialmodells das soziale Europa tatsächlich gestaltet werden kann. Regine Prunzel widerlegt die bislang überwiegend vertretene Ansicht, dass aufgrund primärrechtlicher Kompetenzbegrenzungen die soziale Dimension nur eingeschränkt weiterentwickelt werden kann. Ausführlich wird an Hand zahlreicher Beispiele dargestellt, dass die vertragsrechtlichen Grundlagen dazu sehr wohl ausreichen, wenn nur ein entsprechender politischer Wille vorhanden ist. Im dritten Teil entwirft die Autorin dann ein vollständig neues Modell zur Weiterentwicklung des sozialen Europas - den "Europäischen Sozialkonsens". Dieser neue praxisorientierte Ansatz erlaubt es, die soziale Dimension Europas ohne Primärrechtänderung zu konkretisieren und ihr neuen Raum zu geben.
Angermeir, Christian
Sklaven des Gesetzes.
Verlag: Duncker & Humblot
In der vorliegenden Untersuchung entwickelt der Autor aus dem platonischen Werk eine Theorie der Sklaverei, welche ausgehend von Platons Psychologie eine kosmologisch fundierte politische Anthropologie der Differenz von freiem Bürger und Sklaven zutage fördert. Das Verhältnis von Herrschenden und Beherrschten ist prototypisch sowohl in der Konstellation von Herr und Sklave als auch im Verhältnis des Menschen zu sich selbst vorgegeben. Es zeigt sich, dass nicht nur ökonomisch, sondern insbesondere als Kontrast der Sklave prinzipiell die Bedingung des Bürgers und der demokratischen Polis abgibt. Gleichwohl muss die Sklaverei nicht in jeder denkbaren Gesellschaftsform eine zwangsläufige Institution sein, vielmehr zielt Platons Denken wesentlich darauf hin, offensichtliche und verschleierte Formen der Ausbeutung von notwendigen Unterordnungsverhältnissen zu unterscheiden.
Hohberger, Stefan
Vergleich der politischen Theorie und der politischen Systeme des Althusius mit der EU.
Verlag: Duncker & Humblot
Stefan Hohberger geht durch einen systematisch-analytischen Vergleichsansatz mit der Methode der deskriptiven Analyse der Frage nach, ob eine Übertragung der Elemente der politischen Theorie (z. B. Volksvertretung) sowie des politischen Systems (z. B. Verfassung) des Johannes Althusius (dt. Jurist und Philosoph; 1557-1638) auf die der EU möglich ist und ob aus den Althusius'schen Ansätzen Erkenntnisse für die Fortentwicklung der europäischen Strukturen gewonnen werden können. Johannes Althusius wurde mit seiner "Politica Methodice Digesta" auserwählt, weil er eine für diese Zeit vollständige Rechts- und Staatstheorie auf Basis der juristischen Vertragstheorie entwickelte und erstmals bei ihm der für die EU konstituierende Begriff der Subsidiarität im Zusammenhang mit der politischen Theorie erscheint.
Herausgeber : Jesse, Eckhard / Hans-Peter Niedermeier (Hrsg.)
Politischer Extremismus und Parteien.
Verlag: Duncker & Humblot
Der hier vorgelegte Band, hervorgegangen aus einem Promotionskolleg, gibt in 24 Aufsätzen einen Überblick zum Thema "Politischer Extremismus und Parteien". Das Arbeitsgebiet ist vielfältig. Nehmen Parteien im demokratischen Verfassungsstaat eine Integrationsfunktion wahr, so übt der politische Extremismus eine desintegrierende Rolle aus. Er vermag das demokratische Parteiengefüge mannigfach zu gefährden. Parteien können auch selber extremistisch sein. Der parteipolitische Extremismus ist kein Widerspruch in sich, da extremistische Kräfte die politische Willensbildung beeinflussen wollen.
Die Autoren dieses Sammelbandes bieten u.a. Vergleiche und Analysen zu extremistischen Parteien in Deutschland, sie erörtern die Haltung demokratischer Parteien gegenüber dem Extremismus, die Hinwendung einzelner Personen zum Extremismus, und sie zeigen "Grauzonen". Einige Beiträge befassen sich mit Erscheinungsformen in der zweiten Diktatur auf deutschem Boden.
Auch einschlägige Phänomene des Auslandes kommen zur Sprache. So wird in einem Beitrag das Verhältnis von Extremismus und direkter Demokratie am Beispiel der Schweiz analysiert und in einem anderen der parteipolitische Extremismus in Osteuropa. Auf diese Weise gelingt es, ein breites Spektrum an Themenfeldern abzudecken.
Heimes, Claus
Politik und Transzendenz.
Verlag: Duncker & Humblot
"Politik und Transzendenz" bezeichnet zwei fundamentale Größen der westlichen Moderne, die in verschiedene Richtungen weisen. Politik erscheint als ein überzeitlicher Begriff. Politik interessiert, wie die Menschen ihr Zusammenleben organisieren. Transzendenz hingegen erscheint dem Menschen des Westens als ein Begriff der Vergangenheit, der für die Politik keine Rolle mehr spielt. Das Verbindungsgefüge zwischen diesen beiden Größen steht am Anfang des 21. Jahrhunderts kaum noch auf der Tagesordnung - nachdem es jahrhundertelang Gegenstand fundierter, vielfältiger Betrachtung war.
Claus Heimes stellt erneut die Frage nach der Verbindung dieser beiden Größen, wobei er sein Augenmerk auf zwei Autoren richtet, die das Denken der politischen Philosophie im 20. Jahrhundert geprägt und der Diskussion des 21. Jahrhunderts enorm viel zu bieten haben Carl Schmitt und Eric Voegelin - zwei Autoren, die in ihrer Umstrittenheit und Strahlkraft kaum zu überschätzen sind.
Der Autor dringt in die innersten Zusammenhänge des Denkens von Schmitt und Voegelin vor. Es wird deutlich, dass der Ausgangspunkt des politischen Denkens in beiden Fällen im Bezug des Denkers zur Transzendenz zu finden ist. Dort werden die Ordnungserfahrungen gemacht, die politisches Denken erst ermöglichen. Politische Theorien, deren Bezugsgrößen alleine innerweltlich, also immanent bleiben, sind ephemer und gefährlich. Erstmals zeigt der Autor, wie eng die Denkwege des vom NS-System verfolgten Voegelin mit denen des zeitweiligen Parteigängers Schmitt beieinander liegen. Neben den modernen Auffassungen gibt es politische Grundlagen, die es wert sind, gehört und bedacht zu werden.
Thiele, Ulrich
Verfassung, Volksgeist und Religion.
Verlag: Duncker & Humblot
Zweifellos ist die Frage nach der Stellung der Religion(en) im modernen Verfassungsstaat in den letzten Jahren immer brisanter geworden. Dabei stehen sich eine 'neutralitätsliberale' und eine 'staatskirchenrechtliche' Position diametral gegenüber, zumal dann, wenn deren Verfechter eine 'natürliche' Allianz zwischen Christentum und liberalem Verfassungsstaat behaupten, die anderen Religionen bestritten wird.
Ein erstaunlich ähnlich gelagerter Diskurs fand um 1800 statt. Speziell Hegels These, Religion, Volksgeist und Verfassung bildeten eine innere Einheit, opponierte dem französischen Glauben an die 'Machbarkeit' von Verfassungen ebenso wie dem strikten Laizismus, dem auch Kant (zeitweilig) nahestand. Doch so eindeutig ist die Sachlage bei weitem nicht Weder sieht Hegel das Komplementaritätsverhältnis zwischen Religion, Volksgeist und Verfassung als statisch an, noch empfiehlt Kant, schlechterdings jede Religion abwehrrechtlich zu schützen. Vielmehr könne dies nur für die drei monotheistischen Offenbarungsreligionen gelten, denn nur sie seien ihrer 'logischen' Struktur nach mit dem gewaltenteiligen Rechtsstaat grundsätzlich verträglich.
Ulrich Thieles Abhandlung richtet sich an Philosophen, Juristen und Politikwissenschaftler, die am derzeit dringend gebotenen interreligiösen sowie religions- und verfassungspolitischen Dialog interessiert sind.
Seel, Philip
Religionsunterricht an bekenntnisfreien Ersatzschulen.
Verlag: Duncker & Humblot
Gegenstand des Buches ist eine umfassende Auseinandersetzung mit Reichweite und Grenzen der Privatschulfreiheit gemäß Art. 7 Abs. 4 Satz 1 GG unter Berücksichtigung der religiösen Schulerziehung, wie sie Art. 7 Abs. 3 Satz 1 GG für staatliche Schulen vorschreibt. Philip Seel untersucht im ersten Teil, inwieweit auch bekenntnisfreie Ersatzschulen - etwa Waldorfschulen oder Wirtschaftsgymnasien - aufgrund des Erfordernisses der Gleichwertigkeit gemäß Art. 7 Abs. 4 Satz 3, aufgrund landesverfassungsrechtlich normierter religiöser Erziehungsziele, aufgrund eines möglichen Grundrechts auf Religionsunterricht oder gar aufgrund einer aus dem Grundgesetz gegebenenfalls abzuleitenden christlich-kulturellen Wertordnung zum Unterbreiten von Religionsunterricht verpflichtet sein könnten, um genehmigungsfähig zu sein. Insbesondere einem mit dem staatlichen Neutralitätsgebot und der Religionsfreiheit nicht in Einklang stehendem einseitig christlich-abendländischen Verständnis des objektiven Wertgefüges der Verfassung tritt der Autor unter Auslegung der einschlägigen Normen entgegen. Im Zuge der Abwägung der verschiedenen betroffenen Grundrechte bzw. Werte von Verfassungsrang kommt Philip Seel zu dem Ergebnis, dass Ersatzschulen in der Gestaltung ihrer religiösen Erziehung weitestgehend frei sind. Aus der Auslegung von Art. 7 GG schließt er zudem auf die Verfassungswidrigkeit des separaten Rechtsinstituts der Anerkennung von Ersatzschulen, deren Schein erhöhter staatlicher Legitimität mit der Privatschulfreiheit nicht zu vereinen ist.
Im zweiten Teil der Arbeit folgt eine Auseinandersetzung mit den Folgen dieses Befunds für die staatliche Förderpflicht von Ersatzschulen, wie sie das Bundesverfassungsgericht aus Art. 7 Abs. 4 GG abgeleitet hat. Schwerpunkt der Prüfung ist die verfassungsrechtliche Würdigung der Ersatzschulförderung der Bundesländer unter Berücksichtigung des Zusammenspiels von Art. 7 Abs. 4 GG und Art. 3 GG.
Herausgeber : Jesse, Eckhard / Eckart Klein (Hrsg.)
Das Parteienspektrum im wiedervereinigten Deutschland.
Verlag: Duncker & Humblot
Die Autoren des vorliegenden Bandes vermitteln einen Überblick zur Parteiendemokratie und zum Parteiensystem im vereinigten Deutschland. Die heutige Parteiendemokratie zeigt mannigfache Krisensymptome (u. a. Rückgang der Wahlbeteiligung, Mitgliederverluste, Schwächung der Volksparteien, Stärkung der Flügelparteien). Das Wahlverhalten in den neuen Bundesländern unterscheidet sich deutlich von dem in den alten. Die neuen Bundesländer sind noch nicht demokratisch voll konsolidiert. Verficht die NPD eine harte Form des rechten Extremismus, so vertritt "Die Linke" eine weiche Form des linken Extremismus. Beide Parteien schneiden im Osten des Landes besser ab als im Westen. Im Gegensatz zur gesellschaftlich geächteten NPD ist "Die Linke" jedenfalls bei Teilen der Eliten Deutschlands (etwa den Gewerkschaften) geachtet.
Obwohl alle Parteien eine Große Koalition ausgeschlossen hatten, kam es im November 2005 zur zweiten großen Koalition auf Bundesebene direkt nach einer vorgezogenen Bundestagswahl, anders als 1966. Eine solche Konstellation wurde als unumgänglich erachtet, weil wegen der parlamentarischen Repräsentanz der Linkspartei PDS weder eine Mehrheit für ein schwarz-gelbes noch für ein rot-grünes Bündnis ausreichend war. Niemals zuvor gingen so wenige Bürger zu einer Bundestagswahl wie 2005. Die addierten Stimmenanteile der beiden großen Parteien lagen noch nie unter 70 Prozent, wenn die erste Bundestagswahl, die Züge des Weimarer Parteiensystems aufwies, nicht einbezogen wird. Angesichts derartiger Verluste für die großen Parteien stellte sich die Frage nach der Zukunft des Parteiensystems Ist künftig ein Dreierbündnis zur Regierungsbildung nötig? Oder kommt es erneut zu einer Großen Koalition? Die erste Große Koalition von 1966 bis 1969 war besser als ihr Ruf.
Mayert, Andreas
Alterssicherung und Erziehungsentscheidungen.
Verlag: Duncker & Humblot
Seit langem wird über die Frage diskutiert, wie öffentliche Alterssicherungssysteme an den demografischen Wandel angepasst werden können. Immer wieder taucht dabei auch die Argumentation auf, dass die Einführung dieser Systeme selbst für einen Teil des demografischen Wandels - den Geburtenrückgang - mitverantwortlich sei und eine Rentenreform daher an der Honorierung von Erziehungsleistungen im Rentensystem anzusetzen habe.
Andreas Mayert setzt an dieser Argumentation an und denkt sie konsequent weiter. Drei entscheidende Fragen sollen dabei beantwortet werden Lässt sich die Berücksichtigung individueller Erziehungsleistungen in öffentlichen Alterssicherungssystemen ökonomisch begründen? Falls ja, welche Erziehungsleistungen sollten dann berücksichtigt werden? Und schließlich Ist es möglich, ein Modell zu entwickeln, das zusätzlich zur Beantwortung der ersten beiden Fragen erklärt, warum Staaten überhaupt in Alterssicherungsentscheidungen eingreifen sollten?
Unter Verwendung verschiedener Modellansätze gelingt es dem Autor dabei, alle genannten Fragen zu beantworten und der Diskussion um eine Honorierung von Erziehungsleistungen in öffentlichen Alterssicherungssystemen neue Argumente hinzuzufügen.
Herausgeber : Niedobitek, Matthias / Jir((Umgedrehtes Dach auf R))í Zemánek (Eds.)
Continuing the European Constitutional Debate.
Verlag: Duncker & Humblot
The present volume contains German and Czech legal contributions to the EU constitutional debate. The contributions are based on talks given at a conference, which was held in Oberwiesenthal from 16 to 18 October 2006. The conference took place at a time of uncertainty about the fate of the Constitutional Treaty signed on 29 October 2004. Since then, following a period of reflection about the future of the Constitutional Treaty which was deemed necessary in the aftermath of the negative referenda in France and the Netherlands, the European Council has given the green light for drawing up a new treaty, the so-called Reform Treaty, at its summit on 21/22 June 2007. In July 2007, the Presidency of the Council then convened an Intergovernmental Conference for the purpose of negotiating and adopting the new treaty before the end of 2007. Unlike the Constitutional Treaty, the new treaty - the Treaty of Lisbon, signed on 13 December 2007 - will not repeal the earlier treaties but is conceived as a traditional amending treaty. Even though the endeavours to revitalise the Constitutional Treaty of 2004 were abandoned, the European Council has also decided to incorporate into the new treaty most of the amendments envisaged by the Constitutional Treaty. Thus, the academic debate about the Constitutional Treaty retains its significance and topicality for the current debate about the Treaty of Lisbon, to which the editors and authors would like to contribute with the present volume.
Krause, Skadi
Die souveräne Nation.
Verlag: Duncker & Humblot
Die Französische Revolution hat mit der Idee nationaler Souveränität das politische Denken der Moderne zur Entfaltung gebracht. Zugrunde liegt dieser Denkfigur ein Prozess der Selbstermächtigung und Selbstrechtfertigung der Abgeordneten der Generalstände und der Assemblée Nationale. Dieser Prozess ist aber kein gerichteter und gesteuerter Vorgang gewesen, sondern vielmehr das Resultat eines konflikthaften und teilweise spontanen Zusammenwirkens politischer Gründe, äußerer Umstände und sachlicher Zwänge. Skadi Krause orientiert sich dementsprechend an den Problemen, die sich den politischen Akteuren im Zuge dieser Prozesse in den Weg stellten. Ausgehend von der Problematik nationaler Repräsentation, wie sie durch die Diskussion der Wahlordnung zu den Generalständen aufgeworfen wird, rekonstruiert sie die Argumentationsmuster eines neuen Legitimitätsverständnisses politischer Herrschaft, die Entfaltung einer parlamentarischen Öffentlichkeit und schließlich die Debatten um das große Projekt der Verfassung.
Herausgeber : Nour, Soraya (Ed.)
The Minority Issue Law and the Crisis of Representation.
Verlag: Duncker & Humblot
The interdisciplinary essays gathered in this book reconstruct the history of democracy and democratic theories from the perspective of the minority issue. How do democracies deal with their minorities? Do minorities participate in the construction of political will? By what mechanisms does social discrimination against minorities turn violent? How does it happen that minorities are considered "enemies"? What are the normative foundations of the UN minority protection system and the establishment of an International Criminal Court for crimes committed mainly against "groups"? How can universal human rights be reconciled with minority rights? To discuss these questions, the common theoretical reference for the essays in this book is the work of the jurist Hans Kelsen. In 1925, Kelsen criticized democracy as based on a fiction the "fiction of representation". Since political freedom means the faculty of a people to give themselves their own law, only the represented majority is free - but not the minority. Kant, Hegel, Tocqueville, Benjamin, Lemki, Foucault, Habermas, Honneth and Taylor are some of the authors who are addressed herein for further reflection on the minority issue.
Herausgeber : Bücking, Hans-Jörg / Eckhard Jesse (Hrsg.)
Deutsche Identität in Europa.
Verlag: Duncker & Humblot
Der vorliegende Band ist dem langjährigen Vorsitzenden der Gesellschaft für Deutschlandforschung, Prof. Dr. Karl Eckart, für seine vielfältigen Verdienste um die Gesellschaft zu dessen zehnjährigem Amtsjubiläum gewidmet. Die Beiträge beleuchten eine der Grundfragen der deutschen Gesellschaft ihre Identität in Europa.
Ekkehard Klausa sieht das Konzept der "Deutschen Leitkultur" inhaltlich zunehmend akzeptiert. Eckhard Jesse konstatiert die Akzeptanz eines über den Verfassungspatriotismus hinausreichenden Patriotismus, der sich vom Nationalismus unterscheidet. Der demographische Wandel und die Immigration mit ihren möglichen Auswirkungen auf die deutsche und europäische Identität stehen im Mittelpunkt der Ausführungen von Helmut Jenkis. Er geht auch unterschiedlichen Integrations- bzw. Desintegrationsindikatoren nach. Die Bevölkerungsentwicklung in deutschen Großstädten und "Wege aus der Krise" sind die Themen von Stefan Luft. Ralf Elger fragt nach einer islamischen Identität im aufgeklärten Europa und plädiert, sich auf muslimische Normquellen außerhalb des Korans zu besinnen. Die Soziale Marktwirtschaft bildet die Wirtschaftsidentität der Deutschen und Europäer, konstatiert Spiridon Paraskewopoulos. Er attestiert ihr Zukunftsfähigkeit, sogar -notwendigkeit. Andreas Haratsch untersucht anhand von nationalen und supranationalen Normen staatliche bzw. suprastaatliche Identitäten. Für einen europäischen Basisvertrag plädieren Eckart Klein und Marten Breuer. Hans-Jörg Bücking verknüpft die Themenstränge Ausländerintegration und staatliche Identität anhand des Staatsangehörigkeitsgesetzes.
Nies, Kirsten
"Die Geschichte ist weiter als wir".
Verlag: Duncker & Humblot
"Wie sehr das Völkerrecht im Herzen der Menschen begründet ist, zeigt sich auch darin, daß selbst das Unrecht sich in den Schein des Rechtes hüllt und der frechste Rechtsbruch sich mit dem Mantel des Rechts zu umkleiden sucht." Josef Kohler
Neben der Untersuchung des politischen und völkerrechtlichen Denkens des Schriftstellers und Rechtsgelehrten Josef Kohler (1849 - 1919) leistet dieses Buch einen Beitrag zur Geschichte des organisierten Pazifismus, zur Mentalitätsgeschichte des Ersten Weltkriegs und zum U-Boot-Krieg des Deutschen Reiches. Kohler war nicht nur eine der renommiertesten Persönlichkeiten im Umfeld der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität, sondern genoss zudem einen nahezu legendären Ruf. Der Korrespondent der Daily-Mail, Frederick William Wile, zählte ihn im Jahre 1913 zu dem Kreis von Gelehrten, von dem das deutsche Volk hauptsächlich seine geistige Nahrung beziehe, der Publizist Adolf Grabowsky bezeichnete ihn nach seinem Tod als "Propheten einer Epoche".
Das Werk zeigt die faszinierende Chronik eines Mannes, der sich noch weniger als andere Charaktere in eine Schablone oder ein Schwarz-Weiß-Schema pressen lässt, die Geschichte eines Gelehrtenlebens in seinen Kontinuitäten und Brüchen, seinen Erfolgen und Gefährdungen. Am Beispiel Kohlers zeigt sich besonders deutlich, welche Wirkungsmacht der Erste Weltkrieg auf die Zeitgenossen hatte.
Notthoff, Thomas
Der Staat als "geistige Wirklichkeit".
Verlag: Duncker & Humblot
Was bedeutet es, Staat und Staatsrecht in ihrer Selbstzweckhaftigkeit und Symbolizität zu verstehen? Präambel, Grundrechte, Staatsfarben sowie alle verfassungsinstitutionellen Vorgänge werden im staatsrechtlichen Werk Rudolf Smends (1882 - 1975) weder in formaljuristischer Wirklichkeitsparanoia ausgeklammert noch als kulturell verkleidete Apparatur zur Daseinsvorsorge oder gar als Ermächtigungsstrategien begriffen. Staatsrechtlicher Logos und Verfassungspraxis unterhalten bei Smend ethisch-normative Beziehungen zu unverfügbaren, "über Staat und Staatsmacht stehenden Normen und Ordnungen". Dieses Denken wendet sich 'unzeitgemäß' gegen pluralistische Gesellschaftsentwürfe, insofern diese Isolation, Gleichgültigkeit und das Aneinandervorbeilaufen der Meinungen bedeuten. Dagegen impliziert das Verfassungsdenken Smends ein "streng-demokratisches" Verständnis des politischen Gemeinwesens als einer Solidargemeinschaft sich gegenseitig anerkennender Bürger.
Thomas Notthoff spürt in seiner Arbeit das Gravitationszentrum der staatsrechtlichen Schriften Rudolf Smends auf. Er befasst sich mit dem Amtsgedanken als Hauptelement der Fortführungen des Smendschen Verfassungsverständnisses, unternimmt die Einordnung dieses Denkens in die Traditionen der Politischen Wissenschaft und ist um den geistigen Ort des Welt- und Menschenbildes Rudolf Smends in seinem kulturgeschichtlichen Nexus bemüht.
Stulpe, Alexander
Gesichter des Einzigen.
Verlag: Duncker & Humblot
"Mir geht nichts über Mich!", lautet das "egoistische" Credo der Titelfigur in Max Stirners (1806 - 1856) Werk "Der Einzige und sein Eigentum" von 1844. Das Buch wurde zunächst vor allem von anderen Junghegelianern wahrgenommen, nicht zuletzt von Marx und Engels, in den 1890er Jahren aber schlug es diskursiv ein wie die Bomben der anarchistischen 'Dynamiteurs', die zeitgleich die Öffentlichkeit in Entsetzen und Verzückung versetzten. In der 'Stirner-Renaissance' wurde der Einzige, oft verbunden mit Nietzsches Übermenschen, zur kontrovers diskutierten Lieblingsfigur des Zeitgeistes, zum Synonym eines Individualismus, der ebenso für Emanzipation und kulturelle Erneuerung wie für Exzesse und sittlichen Verfall stand. Vom Fin de siècle bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts erschien er rezeptionsgeschichtlich in den unterschiedlichsten Gestalten, etwa als Anarchist, Psychopath, Sozialist, Kleinbürger, Genie, Paranoiker, Bohemien, Satanist, Liberaler, Existentialist, Terrorist, Aristokrat, Achtundsechziger, Faschist oder als Totalitarismuskritiker.
Alexander Stulpe thematisiert die widersprüchliche Vielgestaltigkeit des Einzigen in ihrem jeweiligen historisch-diskursiven Kontext. Im Anschluß an Luhmann beobachtet er den Einzigen wissenssoziologisch als Bezugspunkt für die semantische Reflexion und Konstruktion von Individualität in einer Gesellschaft, der ihre Modernität zum Problem und mitunter ihre eigene Überwindung zum Anliegen wurde. Ausgehend von aufklärungs- und modernitätstheoretischen Überlegungen werden realistische und eskapistische Formen der Individualitätssemantik profiliert. Diese untersucht der Autor im Lichte eines neuen, charismasoziologisch und narzißmuspsychologisch instruierten, konstruktivistisch-kommunikationstheoretischen Deutungsangebots und analysiert sie in den Interpretationen des Einzigen bezüglich sozialdiagnostischer, politisch-ideologischer und moralphilosophischer Implikationen.
Max Stirner ist heute nahezu vergessen - vielleicht, weil der Einzige inzwischen selbstverständlich geworden ist? Die ideengeschichtlich angelegte Studie erweist sich somit auch als eine aufschlußreiche Diagnose der Gegenwart.
Herausgeber : Mass, Edgar (Hrsg.)
Montesquieu zwischen den Disziplinen.
Verlag: Duncker & Humblot
Werke der Weltliteratur und ihre Autoren verbinden sich im kulturellen Bewusstsein miteinander. Auch bieten sie neben der globalen jeder einzelnen Zivilisationsregion eigene Identifikationsbereiche an. Montesquieu repräsentiert dabei Werte, die sich als modern, als rational lesbar und in der politischen und der literarischen Praxis als demokratisch und erfolgreich erwiesen haben. Seine Texte basieren auf Traditions- und Glaubenswerten des europäischen Abendlandes und stellen sie zugleich in progressiv-optimierender Weise in Frage.
Montesquieus Art der Auseinandersetzung steht unausgesprochen im Kontext aktueller Diskussionen der unterschiedlichen Disziplinen. Daraus ergab sich der interdisziplinäre Aufbau des Kongresses, der leider wichtige - teils sogar grundsätzliche - Aspekte wie Philosophie und Kriegswissenschaft nicht berücksichtigen konnte.
Es wurde deutlich, dass die Aktualität Montesquieus weit über seinen Beitrag zum Funktionskomplex der checks and balances durch Gewaltenverteilung in erfolgreichen Staatsformen hinausgeht, dass sein synthetisches Interpretieren für das globale Erkennen komplexer Sachverhalte ein anregendes Vorbild darstellt und dass seine Beschreibung weiblichen Verhaltens und Entscheidens weniger fiktionalen Reduktionen als realen Lebensverhältnissen entsprang.
250 Jahre nach dem Tod Montesquieus haben wir uns das Ziel gesetzt, aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven heraus neue Interpretationen und Forschungsergebnisse zu diskutieren, um die Spannung zwischen Entstehung, Rezeption und heutiger Auseinandersetzung mit den Ideen und dem Werk Montesquieus sichtbar zu machen und auf neue Lektüremöglichkeiten hinzuweisen.
Herausgeber : Nour, Soraya / Olivier Remaud (Eds.)
War and Peace the Role of Science and Art.
Verlag: Duncker & Humblot
The essays gathered in this volume investigate the role of science and art in issues of war and peace through various disciplines and theoretical traditions. How does philosophical anthropology explain why humans can be so violent? How do psychoanalysis and neuroscience regard the fact that, rather than pursuing happiness and freedom, humans seem to prefer the destruction of others and themselves? How is violence incorporated into language? How do the social sciences construct a depreciative view of the enemy and the myth of a national, superior identity? How have the natural sciences been involved in domination or cooperation between countries? How does art defame or value the other? How can one shield science and art from the logic of war, making them a common good for humanity and a foundation for peace?
Many reflections are discussed here with regard to Kant, Hegel, Alexander von Humboldt, Novalis, Schlegel, Schopenhauer, Tolstoy, Freud, Einstein, Ortega y Gasset, Clausewitz, Canetti, Bourdieu, Rawls etc. This volume stands alone in clarifying the role of science and art in war and peace analytically and historically while also linking it to a number of contemporary implications.
Herausgeber : Pinheiro, Teresa (Hrsg.)
Iberische Europa-Konzepte.
Verlag: Duncker & Humblot
Die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes thematisieren Konzepte Europas spanischer und portugiesischer Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts. Auf der Basis einer gemeinsamen theoretischen und methodischen Grundlage werden einzelne dieser Entwürfe unter Berücksichtigung des jeweiligen Entstehungskontexts analysiert. Der Schwerpunkt liegt auf drei für das Thema relevanten Epochen (i) dem Zeitalter des Nationalismus, der Auseinandersetzungen zwischen Liberalen und Konservativen ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der kolonialen 'Desaster' der 1890er Jahre; (ii) der Zeit der autoritären Regimes des spanischen Franquismus und des portugiesischen Estado Novo, die eine Autarkie von Europa anstrebten, zugleich aber ungewollt eine Generation der alternativ denkenden Intellektuellen hervorbrachten; (iii) dem Demokratisierungsprozess ab Mitte der 1970er Jahre mit der damit einhergehenden Hinwendung zu Europa, die im Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft kulminierte.
Herausgeber : Kaul, Henning / Hans Zehetmair (Hrsg.)
"Unsere Erde gibt es nur einmal".
Verlag: Duncker & Humblot
Das erste Umweltministerium in Europa entstand im Jahr 1970 in Bayern. Der damalige Ministerpräsident Dr. Alfons Goppel reagierte damit auf "die Bedrohungen unserer Lebensgrundlagen durch die zunehmende Technisierung der Welt und den unkontrollierten Egoismus des Einzelnen" und wollte fortan die Lebensgrundlagen für künftige Generationen mit erheblichen staatlichen Leistungen sichern und verbessern. Seit 1974 wird die Arbeit des Ministeriums von einem Landtagsausschuss mit gleicher Aufgabenbezeichnung kontrolliert und begleitet. Von 1974 bis Oktober 2008 stand dieser Parlamentsausschuss unter Leitung von Abgeordneten der CSU-Landtagsfraktion. Das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen diente manchen Bundesländern und europäischen Staaten als Muster für die Organisation des eigenen staatlichen Umweltschutzes.
Mit den ersten messbaren Erfolgen bei der Verbesserung von Boden, Wasser und Luft galt es Vorsorge zu treffen für eine stete Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen, Tieren und Pflanzen. Grundlage allen Wirtschaftens und Handelns und menschlichen Wohlbefindens sollte der Umweltschutz sein. Dieser Prozess war nicht möglich ohne die vom Parlament geförderte Mitwirkung und die Akzeptanz durch die Menschen in Bayern, ihrer Kommunen, ihrer Verbände, ihrer wissenschaftlichen Einrichtungen, ihrer Kirchen und den Umweltschutzinitiativen.
Die Herausgeber dieses Buches geben Vertretern dieser Institutionen Gelegenheit, zu zeitlosen Themen des Umweltschutzes Stellung zu beziehen, einen Blick in die Zukunft zu wagen und sich der weiteren öffentlichen Diskussion zu stellen.
Scholler, Heinrich
Grundrechte und Rechtskultur auf dem Weg nach Europa.
Verlag: Duncker & Humblot
Der Schwerpunkt des ersten Abschnittes dieser Arbeit liegt auf Fragen der Grundrechtsgeltung, der Grundrechtsinterpretation und des Grundrechtswandels. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Bedeutung der Entwicklung der Rechtssymbolik, einer Rechtskultur bzw. von verschiedenen Rechtskulturen und ihr Verhältnis zueinander. In einem dritten Untersuchungspunkt behandelt Heinrich Scholler die Gewissensfreiheit, weniger als Grundrecht, sondern mehr als Grundprinzip des modernen Verfassungsrechts.
Als vorläufiges Ergebnis dieser Untersuchung ist das letzte Kapitel anzusehen, das sich mit Grundlagen-Fragen der europäischen Rechtsentwicklung beschäftigt. Zwei zentrale europäische Grundrechtsprobleme stehen hier im Mittelpunkt Die Entwicklung der Europäischen Grundrechtecharta und das gleiche Recht auf Zugang zur Gerichtsbarkeit in Europa stehen hier neben der Globalisierung.
Rauschenbach, Rolf
Mit direktdemokratischen Verfahren zu postkonventionellen politischen Kulturen.
Verlag: Duncker & Humblot
In Anlehnung an Jürgen Habermas und Lawrence Kohlberg differenziert Rolf Rauschenbach den Begriff der politischen Kultur zweifach nach Elementen der moralischen, ethisch-politischen, pragmatischen und des Interessensausgleichs betreffenden Kultur sowie nach präkonventionellen, konventionellen und postkonventionellen kollektiven Stufen. Dies erlaubt es, politische Kultur im Kontext deliberativer Demokratietheorie sowohl als Ausgangsbasis wie auch als Ergebnis von individuellen und kollektiven Lernprozessen zu verstehen. Mit diskursethischen und entwicklungspsychologischen Argumenten zeigt der Autor, dass direktdemokratische Verfahren besonders geeignet sind, diese Lernprozesse zu unterstützen. Nur mit direktdemokratischen Verfahren und den daraus resultierenden postkonventionellen politischen Kulturen ist in modernen und komplexen Gesellschaften der gute und gerechte Staat realisierbar.
Herrera, Hugo Eduardo
Carl Schmitt als politischer Philosoph.
Verlag: Duncker & Humblot
Das Denken Carl Schmitts ist vielfältig ausgelegt worden. Die vorherrschenden Meinungen verbinden ihn mit dem Dezisionismus bzw. einem politischen Existenzialismus und der politischen Theologie. In der vorliegenden Publikation versucht Herrera hingegen eine allgemeine Positionsbestimmung solchen Denkens, die die Nähe Schmitts zur so genannten praktischen Philosophie aufzeigt.
Herrera analysiert die Werke Schmitts unter besonderer Berücksichtigung seiner methodischen Haltung, die er als phänomenologisch bezeichnet, weil Schmitt sich ständig bemüht, in der Nähe des konkreten Leben zu bleiben.
So sehr diese Haltung aber dem Begreifen des ursprünglich Gegebenen gedient haben mag, so problematisch ist sie doch für das Verständnis der Werke Schmitts. Die Tatsache, dass die Analysen so konkret sind, macht Unstimmigkeiten erkennbar, die bei einer Systemphilosophie schwerer zu finden sind. Aufgrund dieser Konkretheit seiner Analysen kann Schmitt z. B. als Dezisionist bzw. politischer Theologe bezeichnet werden. Die Auseinandersetzung mit der Methode Schmitts führt den Autor zu der Erkenntnis, dass sich in Schmitts Denken phänomenologisch wesentliche bzw. strukturierende Prinzipien finden, wie z. B. ein praktischer Sinn in der Existenz oder der prekäre Charakter des Menschseins, d. h., dass der Mensch sowohl in seiner Existenz als auch in den Möglichkeiten, Sinn zu erleben, begrenzt ist.
Auf diese Weise kommt Herrera zu dem Ergebnis, dass, obwohl es in Schmitts Denken Hinweise auf die katholische Theologie gibt und Entscheidung und konkrete Existenz darin eine große Rolle spielen, seine Werke Argumente von philosophischer Tragweite enthalten. In diesen Werken lassen sich praktische Prinzipien oder zumindest Grundlagen für diese finden.
Herausgeber : Mayer, Tilman (Hrsg.)
20 Jahre Deutsche Einheit.
Verlag: Duncker & Humblot
Von Friedrich Nietzsche haben wir gelernt, dass große Politik zu betreiben durchaus eine Aufgabe sein kann. Die Reichsgründung 1871 wie die Wiedergründung des deutschen Nationalstaates von 1990 symbolisieren sicherlich große Politik.
Die Gesellschaft für Deutschlandforschung (GfD) hat es sich seit ihrer Gründung von 1978 angelegen sein lassen, als Forschungsgegenstand Deutschland zu wählen. Das bleibt auch heute noch ihre Aufgabe, wenn sie das Zusammenwachsen von Ost und West analysiert. 1978 war Deutschland geteilt, die deutsche Frage war offen, die Gesellschaftsmitglieder hielten sie auch für offen und die deutsche Teilung eben nicht fatalistisch für ein Fatum.
Die GfD hatte insofern, als sie sich eben nicht nur mit der DDR abgeben wollte, immer schon große Politik vor Augen, denn wie anders ließe sich die Lösung der deutschen Frage vorstellen als durch große Politik? Deshalb lag es für die GfD nahe, die Frage aufzuwerfen, ob und wie die Geschichte gewordenen Daten 1871 und 1989/90 miteinander harmonieren oder differieren. Auf diese Eingangsfrage dürfen wir zwei prominente Antworten erwarten.
Der Vergleich von 1871 und 1990 kann nicht bedeuten zu wiederholen, dass Männer (Bismarck und Kohl u. a.) Geschichte machen - wer könnte etwa Maggie Thatcher vergessen, besonders 1989/90. Das Programm der Konferenz zeigt, dass viele beteiligt waren und keinesfalls zuletzt das deutsche Volk selbst, natürlich in erster Linie in der DDR, das den Herrschenden die demokratische und die nationale Karte zeigte; eine Art Nationalbewegung wuchs sich zu einer Revolution aus und veränderte die Grundstrukturen Europas.
Kiesewetter, Hubert
Karl Marx und die Menschlichkeit.
Verlag: Duncker & Humblot
Seit Generationen wird von Wissenschaftlern, Marxisten und Kommunisten sowie neuerdings auch von höchsten kirchlichen Würdenträgern die These verbreitet, daß Karl Marx in seinen Schriften und seinen politischen Aktivitäten an der Seite der unterdrückten und ausgebeuteten Arbeiter gestanden habe und für die menschliche Freiheit eingetreten sei. Dabei wird vielfach ausgeblendet, daß in kommunistischen Herrschaftssystemen, wie beispielsweise der UdSSR, deren politisches Handeln sich auf die Lehren von Marx, Engels und Lenin gründete, im Namen des Marxismus Millionen von Menschen umgebracht wurden. Aufgrund einer genaueren Analyse einiger Schriften dieser Protagonisten des sogenannten wissenschaftlichen Kommunismus, vor allem aber des Briefwechsels zwischen Marx und Engels, zeigt der Autor, daß das Eintreten für die Nöte der Arbeiter rein taktisch motiviert war. Für seine soziale bzw. sozialistische Revolution, die mit aller Brutalität das verhaßte kapitalistische System ein für allemal vernichten sollte, brauchte Marx eine internationale Massenbewegung, die bereit war, sich für diese scheinbar großartige Aufgabe aufzuopfern.
Viele seiner Weggefährten, die in diesem Buch zitiert werden, haben klar erkannt, daß zwischen den außergewöhnlichen intellektuellen und analytischen Fähigkeiten dieses selbsternannten Messias der Arbeiterklasse und der unmenschlichen Behandlung von Freunden und Feinden Welten lagen. Um dies zu verdeutlichen, sind in diesem Buch neben einer kurzen Beschreibung des politischen Werdegangs von Karl Marx einige Beispiele angeführt, die veranschaulichen, mit welch menschenverachtender Grausamkeit Marx auch diejenigen Freunde und kommunistischen Mitstreiter verfolgt hat, die ihn finanziell und ideologisch auf seinem materiellen Leidensweg unterstützt haben. Zeitgenossen wie Michael Bakunin, Karl Heinzen, Moses Hess, Gottfried Kinkel, Ferdinand Lassalle, Arnold Ruge oder Wilhelm Weitling hat Marx mit bösem Spott überschüttet und mit tiefer Verachtung gestraft.
Herausgeber : Gallus, Alexander / Werner Müller (Hrsg.)
Sonde 1957.
Verlag: Duncker & Humblot
Ein "aufregendes" Jahr war 1957 auf den ersten Blick nicht. Das Vorjahr hatte mit Chruschtschows Entstalinisierungs-Rede und den Aufständen in Polen und Ungarn die schwerste Krise der kommunistischen Welt in der Nachkriegszeit erlebt. Deren Folgen waren im östlichen Teil Deutschlands freilich noch nicht ausgestanden, wie die Verfolgung von Schriftstellern und Intellektuellen in der DDR zeigte. Die Bundesrepublik schien im Zeichen des "Wirtschaftswunders" Anschluss an das Lebensniveau der westeuropäischen Nachbarn gefunden zu haben Der Satz "Keine Experimente" verkörperte auch den Zeitgeist.
"Sputnik-Schock", die Römischen Verträge, der Vorabend der zweiten großen Berlin-Krise, die Einmaligkeit einer absoluten Mehrheit bei einer Bundestagswahl, Reformdruck in der Gesellschaft, ein Beginn sichtbaren Generations- und Mentalitätswandels im Westen prägten dieses Jahr. Andere Herausforderungen kennzeichneten die DDR Das Ministerium für Staatssicherheit richtete sich neu aus und misstraute zuerst dem eigenen Volk. Die Wirtschaft sollte sich nach den Plänen der SED-Führung beschleunigt entwickeln, für die stagnierende Landwirtschaft suchten Experten nach neuen Konzepten. Schriftsteller und Wissenschaftler gerieten zwischen alle Fronten.
Eine breite Palette politischer, wirtschaftlicher, gesellschafts-, mentalitäts- und ideengeschichtlicher Probleme in Ost und West gerät in den Blick. Der Band will dabei keine Chronik des Jahres 1957 vorlegen, sondern vielmehr Vorgänge dieses Jahres zum Ausgangspunkt für eine weitere Betrachtung nehmen. Es stellt sich die leitende Frage, inwiefern 1957 in beiden deutschen Staaten ein Wendejahr oder wenigstens eine "weiche", eine symbolische Zäsur für Wandlungsprozesse ab dem Ausgang der 1950er Jahre bildete. Nicht nur der "Sputnik", das gesamte Jahr 1957 dient als Sonde, um ausgehend von einzelnen Beobachtungen, Ereignissen und Vorgängen die späten fünfziger Jahre zu erkunden.
Herausgeber : Mayer, Tilman (Hrsg.)
Deutscher Herbst 1989.
Verlag: Duncker & Humblot
Die Gesellschaft für Deutschlandforschung wurde 1978 in Berlin gegründet. Sie schuf für die Deutschlandforschung ein Forum, auf dem sich ihre Mitglieder und andere interessierte Persönlichkeiten zu regelmäßigen Tagungen treffen sowie Publikationen herausgeben und so die wissenschaftliche Zusammenarbeit wesentlich fördern. Die Gründung ging auf die Initiative von Wissenschaftlern unterschiedlicher Forschungsdisziplinen zurück, die bereits vor 1989 von der Offenheit der deutschen Frage überzeugt waren.
Im Zuge des 20-jährigen (Doppel-)Jubiläums von friedlicher Revolution 1989 und staatlicher Wiedervereinigung Deutschlands 1990 nahm sich die GfD auf ihrer Jahrestagung 2009 eines ihrer Kernthemen an der deutschen Frage. Unter dem Oberthema "Deutscher Herbst 1989" wurden retrospektiv die Bedingungen und Möglichkeiten der friedlichen Revolution und ihres Resonanzbodens auf west- und ostdeutscher Seite beleuchtet.
Bertelsmann Stiftung (Herausgeber)
Sustainable Governance Indicators 2009
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Despite the limiting effects of growing interdependencies in a globalized world, national governments still have a considerably broad scope of action when it comes to ensuring sustainable policy outcomes. The key question is, however, to what extent gover
Stefani Weiss (Herausgeber), Hans-Joachim Spanger (Herausgeber), Wim van Meurs (Herausgeber)
Diplomacy, Development and Defense: A Paradigm for Policy Coherence
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
The end of the Cold War radically changed both classic policies of national and collective security and international strategies for conflict management and the stabilization of precarious states. The threat of Islamic extremism and the wars in Afghanista
Thomas Fischer (Herausgeber), Andreas Kießling (Herausgeber), Leonard Novy (Herausgeber)
Politische Reformprozesse in der Analyse
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Wirksame Reformprogramme zu entwerfen, die durchsetzbar sind und öffentliche Akzeptanz finden - das ist aktuell eine der größten Herausforderungen an die Politik. Ausgehend von der Beobachtung, dass strategische Reformpolitik die kontinuierliche Berücksic
Michael Minkenberg
The Radical Right in Europe: An Overview 1. Auflage
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
European challenges call for European responses. The spread of extremist and xenophobic attitudes and the proliferation of right-wing political movements are challenges confronting all of Europe. This book provides a conceptual framework for comparing rig
Shlomo Shoham
Future Intelligence 1. Auflage
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
As the pace of change has grown more rapid, an emphasis on survival and short-term thinking has increasingly pervaded the realm of leadership and political decision-making. In a bold response to this problem, the Israeli Knesset established the Commission
Bertelsmann Stiftung (Herausgeber)
Transformation Index 2010
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Der friedliche Wandel autoritärer Staaten zu Demokratie und Marktwirtschaft stellt Bürger und Politiker vor gewaltige Herausforderungen. Überall auf der Welt ringen reformorientierte Gruppen um Demokratisierung und die Verbesserung der Wirtschaftskraft -
Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)
Lernen von Obama 1. Auflage
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Spätestens seit Barack Obamas beispiellosem Wahlkampf gilt eine auf Dialog und Glaubwürdigkeit fußende politische Kommunikation als wesentliche Voraussetzung für politischen Erfolg. Dabei gewinnt das Internet als Kommunikationsinstrument an Bedeutung.
Bertelsmann Stiftung (Herausgeber)
Transformation Index 2010
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
The peaceful transition of authoritarian regimes towards democracy and a market economy poses enormous challenges for citizens and politicians alike. Around the world, under widely differing conditions and with varying degrees of success, reform-oriented
Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)
Demographie Konkret - Kommunale Familienpolitik neu gestalten 1. Auflage
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Städte und Gemeinden sind regional sehr unterschiedlich durch den demographischen Wandel herausgefordert. Für die Handlungsfähigkeit von Kommunen ist es daher notwendig, sich um die wichtigsten Themen zuerst zu kümmern. Ein Thema gehört weit oben auf jede
Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)
Diversität gestalten 1. Auflage
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Wie vielfältig die Bevölkerung Deutschlands heute ist, zeigt sich vor Ort - in Schulen und auf Spielplätzen, in Bussen und in Straßenbahnen, auf Sportplätzen und in Geschäften. Jedes dritte Kind in Deutschlands Grundschulen kommt aus einer Zuwanderungsfam
Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)
Europa wagen 1. Auflage
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Mit Europa wagen" bietet die Bertelsmann Stiftung eine Bestandsaufnahme der Europäischen Union und richtet ganz besonders den Blick nach vorn. Wo liegen die Herausforderungen für die europäische Politik der kommenden Jahre? Wie erhält das europäische Proj
Herbert Kubicek, Barbara Lippa, Alexander Koop
Erfolgreich beteiligt? 1. Auflage
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Neue Formen der Bürgerbeteiligung gewinnen angesichts veränderter politischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen immer mehr an Bedeutung. Durchgesetzt haben sie sich jedoch bislang nicht - nicht zuletzt wegen der nach wie vor bestehenden Unklarheite
Sven Behrendt (Herausgeber), Christian-Peter Hanelt (Herausgeber)
Bound to Cooperate - Europe and the Middle East
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Regional integration and the organisation of cross-regional relations have been some of the most prominent features of international relations. By further strengthening the institutions of the European Union, Europe is taking steps to become a capable int
Viola B. Georgi (Herausgeber), Hauke Hartmann (Herausgeber),Britta Schellenberg (Herausgeber), Michael Seberich (Herausgeber)
Strategien gegen Rechtsextremismus, Band 2
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Rechtsextremismus ist ein ebenso schwerwiegendes wie dauerhaftes Problem unserer demokratischen Gesellschaft. Weder die pädagogische Arbeit mit rechtsorientierten Jugendlichen noch zivilgesellschaftliche Ansätze zur Stärkung der demokratischen Kultur habe
Werner Weidenfeld
Die Europäische Verfassung verstehen
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Die Europäische Verfassung soll die Europäische Union bürgernäher, demokratischer und handlungsfähiger machen. Denn mit den bisherigen Verträgen ist die immer größer werdende EU nicht mehr regierbar. Doch das von der Politik als »historisch« gefeierte Dok
Christian-Peter Hanelt (Herausgeber), Almut Möller (Herausgeber)
Bound to Cooperate - Europe and the Middle East II
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
The Middle East is a region of crises, conflicts and wars as much as it is a region of great potential and opportunity. However, the European Union and its member states have not yet found a viable strategic approach to meet both the challenges and opport
Werner Weidenfeld (Herausgeber)
Reformen kommunizieren
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Die Vermittlungsprobleme der »Hartz IV«-Reformen stehen ebenso wie der wenig konsistente Außenauftritt der Großen Koalition exemplarisch für die Schwierigkeiten der Politik, ihre Gestaltungsanliegen nachvollziehbar und überzeugend zu kommunizieren. Eine R
Bertelsmann Stiftung (Herausgeber)
Violence, Extremism and Transformation
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Based on the results of the Bertelsmann Transformation Index 2006 (BTI), this study challenges widespread assumptions and stereotypes about the nature of political violence. It reminds us that religious extremism, while on the rise, accounts for only a sm
Werner Weidenfeld
Understanding the European Constitution
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
The purpose of the European Constitution is to make the European Union more democratic and more accessible to its citizens, and to enable it to function more effectively. The burgeoning EU is no longer governable through the Treaties as they stand. Yet th
Bertelsmann Stiftung (Herausgeber)
Asien verändert die Welt
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Der Aufstieg Asiens bestimmt heute die Lage der Weltwirtschaft ebenso wie die großen politischen Fragen der Zeit und viele kulturelle und religiöse Einflüsse, denen wir im Alltag unterliegen. Dieser Sammelband stellt umfassend und klar die wichtigsten Ent
Bertelsmann Stiftung (Herausgeber)
Asia: Changing the World
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Asia continues to assert ist status as a major force in the global economy, as well as a formative influence on several key political, cultural and religious issues now affecting our daily lives. This collection of articles responds to the challenges pose
Bertelsmann Stiftung (Herausgeber)
Strategies for Combating Right-Wing Extremism in Europe
Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
Right-wing extremism is a phenomenon that can be found throughout Europe. All democratic societies are threatened by racist, anti-pluralistic and authoritarian ideas. Even though the so called radical right" differs in character and ideology in the various European countries it strives to restrict civic and human rights as well as to change the constitutional structures that are based on the principles of democracy and liberty. Individual European countries deal with this challenge differently. The various policy approaches found in these countries are a good source for developing improved practices for fighting rightwing extremism in Germany and worldwide. With this publication the Bertelsmann Stiftung presents an overview of the radical right in Austria, Belgium, Denmark, France, Germany, Great Britain, Hungary, Italy, the Netherlands, Sweden and Switzerland. It also includes the most successful strategies against right-wing extremism found in these countries. The main focus of this publication is the actions pursued by the governments, political parties and actors of the civil society. Judicial provisions are highlighted as well as the implementation of laws, special action programs, the effectiveness of prosecution of right-wing crimes, cooperation of parties, institutional responsibilities, cooperation of authorities with NGOs and civil commitment against right-wing extremism."
Jan C. L. König
Über die Wirkungsmacht der Rede
Verlag: V&R unipress
Die politische Rede ist wegen ihrer inhaltlichen Konzentration und thematischen Vielfältigkeit zur linguistischen Untersuchung kommunikativer Wirkung hervorragend geeignet. Betrachtet man einzelne Kommunikationsphänomene, ohne sie in Kontext und Rezeption sowie deren Bewertung einzuordnen, kann das das Ergebnis allerdings verzerren. Jan C. L. König verknüpft die Mittel der Text- und Diskursanalyse mit Aspekten der Rhetorik, Wirkungsästhetik und Rezeptionsforschung und liefert so verlässliche Ergebnisse zur Textproduktion und -konstruktion bis zur Wirkung. Anhand eines Vergleichs realer und literarischer politischer Reden zeigt er gelingende Wirkungsstrategien und die veränderten Bedingungen für die zeitgenössische politische Rede. Dieser Band ist damit von theoretischem und praktischem Nutzen sowohl für die Philologien als auch für all jene Disziplinen, in denen Effekte von Reden und Kommunikation analysiert, bewertet und geplant werden.
Herausgeber : Steltemeier, Rolf; Dickel, Sascha; Gaycken, Sandro; Knobloch, Tobias
Neue Utopien
Verlag: Manutius
Utopien sind wieder in Mode. Ob in den kulturellen Adaptionen der Science-Fiction, als strategische Instrumente in den Trendbüros und Forschungsinstituten, in technikfuturistischen Visionen oder in Form von neuen politischen Ideen. Zwanzig Jahre nach dem Scheitern der letzten großflächigen, utopischen Experimente des vergangenen Jahrhunderts ist gegenwärtig wieder ein Mut zur wertegeleiteten Zukunftskonstruktion bemerkbar. Die Ankündigung einer Renaissance muss dennoch unter Vorbehalten stehen. Denn im Kontrast zu den großen Erzählungen der Vergangenheit wird deutlich, dass das Genre von einem bis in die Grundstrukturen reichenden Wandel ergriffen wurde.