Politikwissenschaft (23 Titel)
Pellert, Ada; Widmann, Andrea
Personalmanagement in Hochschule und Wissenschaft
Verlag: Waxmann
Der Band gibt einen Überblick über die Zielsetzungen und Aufgaben sowie Träger und Zielgruppen des Personalmanagements in Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen und beleuchtet die institutionellen Rahmenbedingungen des Personalmanagements (z.B. arbeitsrechtlicher Art). Ebenso thematisiert wird die innerorganisatorische Ausgestaltungsmöglichkeiten des Personalmanagements (Trends und Varianten).Weitere Inhalte des Buches widmen sich den verschiedenen Funktionsbereichen des Personalmanagements: Personalrekrutierung/Personalauswahlverfahren; Einführung neuer MitarbeiterInnen sowie Aus- und Weiterbildung von MitarbeiterInnen. Zum Abschluss werden einzelne Instrumente der Personalführung vorgestellt wie die Gestaltung von Entgelt und Arbeitszeit; Feedbacksysteme und horizontale/vertikale Karriereentwicklung.
Wielenga, Friso
Die Niederlande
Verlag: Waxmann
Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern kennen die Niederlande im 20. Jahrhundert keine tiefen politischen Zäsuren und radikalen Massenbewegungen. Bis weit in die 1960er Jahre hinein waren die Niederlande ein Land mit vielen Minderheiten, die stark isoliert von einander innerhalb des eigenen politisch-gesellschaftlichen Milieus lebten. In dieser "versäulten" Gesellschaft bestimmte eine kleine politische Elite die Politik, und das Land zeichnete sich durch Kontinuität und Stabilität aus. Und doch gab es entscheidende innen- und außenpolitische Veränderungen und einen grundlegenden Wandel der Gesellschaftsstruktur. Fast geräuschlos wurde 1917 das allgemeine Wahlrecht eingeführt, und in der Zwischenkriegszeit modernisierte sich das Land. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus dem neutralen Beobachter in der internationalen Politik ein aktiver Partner im Europäischen Integrationsprozess und in der NATO. Ohne große gesellschaftliche Konflikte entwickelte sich seit den 1960er Jahren eine permissive Gesellschaft und eine Partizipationsdemokratie mit mündigen Bürgern. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts zeigen sich allerdings tiefere Bruchlinien mit großen politischen Schwankungen und Anfälligkeiten für populistisches Gedankengut. Dieses Buch bietet eine Übersichtsdarstellung der innen- und außenpolitischen Entwicklung der Niederlande vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart und liefert damit die historische Basis zum Verstehen der modernen Niederlande.
Herausgeber : Janosch, Meike; Schomaker, Rahel
Wasser im Nahen Osten und Nordafrika
Verlag: Waxmann
Wasser ist Grundlage menschlichen Lebens, Wassermangel somit eine der größten Bedrohungen der Menschheit. In kaum einer Region der Welt lässt sich diese Tatsache deutlicher erkennen als im Nahen Osten und Nordafrika. Gleichzeitig ist es gerade in dieser Region besonders schwierig, inner- oder zwischenstaatlich einen Konsens bei der Lösung der Wasserkrise zu finden. Die einzelnen Ausprägungen der Wasserkrise im Nahen Osten und Nordafrika sind sehr verschiedenartig. Sie sind nicht nur politischer Natur, sondern umfassen u.a. auch kulturelle, soziale und wirtschaftliche Aspekte. Das Zusammenspiel dieser Komponenten gestaltet sich zudem in den einzelnen Staaten und Gebieten der Region durchaus unterschiedlich. Die Konfliktintensität ist hoch und reicht bis zur Gefahr von ‚Water Wars'. Im Vordergrund der Bemühungen um eine Lösung der Wasserkrise im Nahen Osten und Nordafrika steht allerdings das Konzept des ‚Integrierten Wasserressourcenmanagements'. Mit diesem Konzept setzt sich auch der vorliegende Sammelband schwerpunktmäßig auseinander. Neben Beiträgen, die Grundlagen, Akteure und Strukturen der Wasserkrise im Nahen Osten und Nordafrika behandeln, sind es primär länderbezogene Studien, die einen eindrucksvollen Einblick in die Komplexität und Vielschichtigkeit des Themas geben.In insgesamt 16 Beiträgen bietet die von den Münsteraner Politikwissenschaftlerinnen Meike Janosch und Rahel Schomaker bearbeitete Edition eine aktuelle Bestandsaufnahme der Wasserkrise im Nahen Osten und Nordafrika und ihrer möglichen Lösungen. Der interdisziplinär angelegte Sammelband vereint Wissenschaftler aus den Gebieten Politikwissenschaft, Islamwissenschaft, Ingenieurswissenschaft, Geschichte, Ethnologie, Betriebs- und Volkswirtschaft.
Herausgeber : Frantz, Christiane; Kolb, Holger
Transnationale Zivilgesellschaft in Europa
Verlag: Waxmann
Welche Substanz hat das politisch wie wissenschaftlich in den vergangenen Jahren häufig bemühte Schlagwort einer transnationalen Zivilgesellschaft, wenn es auf den europäischen Raum bezogen wird? Diese Leitfrage liegt als Kernmotiv dem Band über „Transnationale Zivilgesellschaft in Europa“ zu Grunde. Politik und Teile der Wissenschaft verbinden mit dem Konzept der Zivilgesellschaft die Hoffnung, Antworten auf drängende nationale und europäische Herausforderungen zu finden. Doch immer häufiger wird den hoffnungsvollen Erwartungen, die an zivilgesellschaftliche Lösungskonzepte herangetragen werden, auch Skepsis entgegengesetzt: Zweifel gibt es nicht nur, ob Zivilgesellschaft tatsächlich mehr ist als ein utopisches Konzept in der Theorie. Auch die Transferfrage stellt sich, denn was in Region und Nationalstaat als zivilgesellschaftlicher Prozess und als zivilgesellschaftlicher Organisationsraum nachweisbar sein mag, kann nicht ohne weiteres auf die europäische Dimension übertragen werden. Dieser Band geht der Frage nach, welche Substanz eine europäische Zivilgesellschaft unter den Bedingungen eines definierten Anforderungskatalogs im Spannungsfeld einer gegebenen europäischen Mehrebenenperspektive haben kann. Beleuchtet werden Dimensionen wie die der Traditionsmuster europäischer Nationalstaaten und der Hindernisse und Chancen beim maßstabsvergrößernden Transfer auf EU-Ebene.
Herausgeber : Wielenga, Friso; Klemann, Hein A.M.
Deutschland und die Niederlande
Verlag: Waxmann
Im Mittelpunkt dieses Bandes stehen die deutsch-niederländischen Wirtschaftsbeziehungen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Auf deren stürmisches Wachstum im späten 19. Jahrhundert folgten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehrere krisen- und kriegsbedingte Rückschläge. Nach dem Zweiten Weltkrieg erreichten sie ein im internationalen Vergleich beispielloses Ausmaß. Sowohl aus niederländischer als auch deutscher Perspektive spricht vieles dafür, die Wirtschaftsgeschichte beider Länder in ihrer Reziprozität zu erforschen.Neben historisch-chronologischen Übersichten zu den Wirtschaftsbeziehungen setzen die Beiträge thematische Schwerpunkte, unter anderem zur Bedeutung des Rotterdamer Hafens für beide Länder und zur Geschichte des niederländisch-britischen Multinationals Unilever in Deutschland.Hein A. Klemann ist Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Erasmus Universiteit Rotterdam und Friso Wielenga ist Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Herausgeber : Robert, Rüdiger; Konegen, Norbert
Globalisierung und Lokalisierung
Verlag: Waxmann
Globalisierung bedeutet nicht das Ende des Kommunalen in Deutschland. Die zunehmende Komprimierung von Raum und Zeit ist aber eine Herausforderung für Städte und Gemeinden. Sie müssen sich weitgehend neu aufstellen. Das gilt sowohl für ihre Aufbau- und Ablauforganisation, die Art und den Umfang ihrer Aufgaben, ihre finanzielle Leistungsfähigkeit als auch ihren territorialen Zuschnitt. Das Spektrum inhaltlicher Herausforderungen unter dem Vorzeichen von Globalisierung reicht von der Schaffung international wettbewerbsfähiger Cluster über Stadtmarketing, Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie, integrierte Stadtplanung, Neubestimmung der kommunalen Daseinsvorsorge und gezielte Armutsbekämpfung bis hin zur Integration von Zuwanderern und Stützung der Zivilgesellschaft.
In dieser Edition versuchen Vertreter verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen - Ökonomen und Politikwissenschaftler ebenso wie Juristen und Stadtplaner - auf die zahllosen Aspekte der mit der Globalisierung verbundenen Herausforderung für die Kommunen in Deutschland eine Antwort zu geben. Dabei finden neben grundsätzlichen - eher theoriegeleiteten - Überlegungen auch auf die Alltagswelt zielende Gesichtspunkte und Konzepte Berücksichtigung. Einigkeit besteht zwischen allen Autorinnen und Autoren, dass kommunale Demokratie im Zeitalter der Globalisierung kein Auslaufmodell, sondern eine Notwendigkeit ist und bleibt.
Herausgeber des Sammelbandes sind die beiden Münsteraner Politikwissenschaftler Rüdiger Robert und Norbert Konegen.
Herausgeber : Schimanke, Dieter; Fischer, Andrea; Bucksteeg, Matthias
Wie lernt Politik?
Verlag: Waxmann
Ist Politik lernfähig? In welcher Weise lernt sie? Diesem Thema haben sich sowohl die wissenschaftliche Literatur als auch die politische Diskussion national und international mehrfach gewidmet. Dieser Band versucht, die Frage zunächst allgemein (theoretisch und im europäischen Vergleich), dann aber aktuell für die deutsche Situation zu stellen und zu beantworten. In der Ausgangsthese folgt er der internationalen Literatur, wonach prinzipiell ein Lernen von politischen Systemen möglich ist und auch stattfindet. Es geht vor allem um die Bedingungen, den Zeitpunkt und die Reichweite von Veränderungen.
Im Kontrast zu dieser optimistischen Grundeinschätzung steht die schon länger anhaltende Diskussion über die mangelnde Veränderungsbereitschaft in Deutschland, und zwar praktisch aller Institutionen, ob auf der Ebene des Föderalismus, im Bildungssystem, im Gesundheitssystem oder im öffentlichen Dienst. Das gelte - so ein verbreitetes Argument - vor allem im internationalen Vergleich.
Das politisch-administrative System der Bundesrepublik macht es möglich, das Thema auf mehreren Ebenen (Bund, Länder oder Kommunen) aufzugreifen. Dieser Band legt den Schwerpunkt auf die Länder. An ausgewählten Beispielen aus West- und aus Ostdeutschland werden die Bandbreite und Unterschiedlichkeit der Reformthemen, der Strategie und Methodik deutlich (Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Sachsen).
Dieser Band ist aus einer gemeinsamen Tagung der "Gesellschaft für Programmforschung (GfP)" und der Staatskanzlei des Freistaates Sachen hervorgegangen, auf der Fachkenner verschiedener Disziplinen, Wissenschaftler und Praktiker der Politik vorgetragen haben. Neben den Vorträgen und vorbereiteten Berichten aus den Ländern wird die anschließende Diskussion dokumentiert. Dies gibt dem Band eine besondere Lebendigkeit.
Wilp, Markus
Die Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern in Deutschland und in den Niederlanden
Verlag: Waxmann
In den letzten Jahren wird in Deutschland und in den Niederlanden über kaum ein anderes Thema derart intensiv und kontrovers diskutiert wie über die Integration von Zuwanderern. Die entsprechenden Auseinandersetzungen finden in beiden Ländern sowohl auf politischer wie auch auf wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene statt. Markus Wilp nimmt in seiner Untersuchung einen integrationspolitischen Vergleich zwischen den zwei Nachbarstaaten vor. Nach einem allgemeinen Teil, in dem zentrale Aspekte der deutschen und niederländischen Migrations- und Integrationsgeschichte erörtert werden, konzentriert er sich auf den für die Integration von Migranten äußerst bedeutsamen Bereich der Arbeitsmarktintegration. Er analysiert hierbei nicht nur wichtige Grundlagen des Untersuchungsthemas und aktuelle Entwicklungen in beiden Ländern, sondern er setzt sich mit ausgewählten politischen Programmen aus beiden Ländern auseinander. Das Erkenntnisinteresse der Arbeit erstreckt sich unter anderem auf folgende Fragestellungen: Warum sind Zuwanderer in beiden Ländern überproportional stark von Arbeitslosigkeit betroffen? Wie stellen sich die Entwicklungen auf dem deutschen und niederländischen Arbeitsmarkt in den letzten Jahren dar? Welche Maßnahmen haben die Regierungen in den beiden Nachbarländern ergriffen, um Verbesserungen zu erreichen? Wie lauten die Lehren, die aus den vorhandenen Erfahrungen gezogen werden können? Inwiefern können die beiden Nachbarländer voneinander lernen?
Manzel, Sabine
Kompetenzzuwachs im Politikunterricht
Verlag: Waxmann
Die Interventionsstudie entstand im Rahmen der bildungspolitischen Debatten um den domänenspezifischen Kompetenzerwerb an Schulen und in Anlehnung an Leistungsmessungen wie PISA und die IEA-Studie zur politischen Bildung. Grundlagen bilden der kognitive Kompetenzbegriff von Eckhard Klieme, der instruktional-konstruktivistische Lehr-Lernansatz für internet-based instruction aus der Pädagogischen Psychologie, politikwissenschaftliche Fachkonzepte und politikdidaktische Prinzipien für politische Urteilsbildung. Die Ergebnisse der quasi-experimentellen Studie zum Kernkonzept Europa zeigen signifikant, dass die internetbasierte Lehr-Lernumgebung WebQuest zu höheren kognitiven Outcomes beim politischen Urteilen führt als alltäglicher Politikunterricht.
Overesch, Anne
Wie die Schulpolitik ihr Probleme (nicht) löst
Verlag: Waxmann
Diese Studie untersucht die Entscheidungen und Ergebnisse der Schulpolitik in Deutschland und dem PISA-Sieger Finnland. Die Analyse dringt dabei weitaus tiefer als es dem PISA-Diskurs bislang gelingt, weil sie nach der Verantwortlichkeit der Politik fragt. Finnland war bei dem Schülerleistungsvergleich wiederholt Spitzenreiter. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass das Erfolgsgeheimnis der Nordeuropäer in einem außergewöhnlich breiten Konsens von Politik und Gesellschaft liegt. Wechselnde Regierungskoalitionen hielten an einem umfassenden Modernisierungsprogramm fest.Demgegenüber entspricht das mittelmäßige PISA-Ergebnis Deutschlands der politischen Leistungsbilanz: Die Studie zeigt anhand der Länder Bayern, Sachsen, Hessen, Niedersachsen und Brandenburg, warum die Schulpolitik im Jahrzehnt vor der ersten PISA-Studie wesentliche Probleme verkannte und sich Reformen verschloss. Das Politikfeld diente den Parteien stattdessen dazu, sich in Grundsatzstreitereien voneinander abzugrenzen.
Herausgeber : Robert, Rüdiger
Bundesrepublik Deutschland - Politisches System und Globalisierung
Verlag: Waxmann
Globalisierung ist mehr als eine ökonomische Kategorie. Globalisierung durchdringt sämtliche Lebensbereiche des Menschen. Sie konfrontiert auch das politische System der Bundesrepublik Deutschland mit Chancen und Risiken. Neben einer Einführung in Grundlagen, Institutionen und Akteure des politischen Systems sucht dieser Sammelband den umfassenden Konsequenzen weltgesellschaftlicher Entgrenzung und Verflechtung nachzugehen. Was sich als Folge herausschält, ist eine neue Betrachtungsweise des politischen Systems. Die Froschperspektive "reiner" Innenpolitik gehört endgültig der Vergangenheit an. Wer das politische System der Bundesrepublik im Zeitalter der Globalisierung verstehen will, kommt nicht umhin, es vor dem Hintergrund und im Rahmen weltumspannender Erneuerungs- und Veränderungsprozesse zu analysieren. In insgesamt 17 Beiträgen stellt sich die von dem münsteraner Politikwissenschaftler Robert bearbeitete Edition dieser Aufgabe.
Herausgeber : Keil, Reinhard; Kerres, Michael; Schulmeister, Rolf
eUniversity - Update Bologna
Verlag: Waxmann
Neben den klassischen Faktoren, wie einem attraktiven Standort oder herausragenden Leistungen in der Forschung, beeinflussen zunehmend auch Qualität und Zugänglichkeit der Lehr- und Serviceangebote einer Hochschule die Entscheidung der Studierenden und Lehrenden für oder gegen die Hochschule. Der Buchstabe "e" hat sich in diesem Zusammenhang mittlerweile zum Symbol für die programmatische Neuausrichtung der Hochschulen entwickelt, die nicht zuletzt durch den Bologna-Prozess einer zunehmenden, auch internationalen Konkurrenz ausgesetzt sind. Die Hochschulen stehen vor der elementaren Herausforderung, die digitalen Medien zur Optimierung der Lehre und des Service aktiv zu nutzen und nachhaltig zu verankern, um somit Studierenden und Lehrenden ein attraktives Angebot unterbreiten zu können. eUniversity - Update Bologna, eine gemeinsame Veranstaltung von education quality forum und Campus Innovation Hamburg, griff dieses Thema auf und bot - maßgeblich unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung - eine Plattform für fruchtbare und zukunftsweisende Diskussionen möglicher Strategien. Im Zentrum standen dabei vor allem integrierte Ansätze, die Lehrqualität und Dienstleistungsorientierung nicht als Gegensätze sehen und gleichzeitig auch rechtlichen und vor allem wirtschaftlichen Ansprüchen genügen. Der Handlungsdruck an den Hochschulen ist groß - gerade darin jedoch liegt die Chance für Innovationen. Im vorliegenden Kongressband "eUniversity - Update Bologna", dem dritten Band der Reihe education quality forum, sind alle Beiträge der Konferenz veröffentlicht und in gewohnt hoher Qualität dokumentiert.
Herausgeber : Schimanke, Dieter
Qualität und Ergebnis öffentlicher Programme
Verlag: Waxmann
Welche Wirkungen sollen mit öffentlichen Programmen erzielt werden? Sind Politik und öffentliche Verwaltung an den Wirkungen ihres Handelns tatsächlich interessiert und verfügen sie über das geeignete Instrumentarium? Dieser Band knüpft an die früheren Ansätze der Evaluationsforschung ebenso wie an neuere Ansätze der Definition, Messung und Sicherung von Qualität an.Im letzten Jahrzehnt sind national und international anspruchsvolle und durchaus praxistaugliche Konzepte entwickelt worden, Qualität und Ergebnisse öffentlichen Handelns systematisch zu erfassen und zu verbessern. Dargestellt werden hier Ansätze aus mehreren europäischen Ländern (Großbritannien, Frankreich, Schweiz und Deutschland). Dabei ist es sinnvoll, Qualitätssicherung und -messung nach einzelnen Politikfeldern zu differenzieren (Altenpflege, Gesundheit und Sozialhilfe werden in eigenen Beiträgen vorgestellt).Die empirischen Studien zeigen schließlich, dass öffentliche Verwaltungen die verfügbaren methodischen Ansätze und Instrumente zumindest partiell auch tatsächlich einsetzen, um zu einer besseren Ergebnissteuerung und -sicherung zu gelangen. Allerdings gibt es signifikante Unterschiede insbesondere zwischen verschiedenen Verwaltungssystemen (zwischen Deutschland und anderen europäischen Ländern sowie zwischen Kommunal- und Staatsverwaltungen).Die Gesellschaft für Programmforschung folgt mit diesem Band ihrem Grundsatz, Themen theoretisch, empirisch, praktisch, methodisch und vergleichend zu erörtern.Mit Beiträgen von Jörg Bogumil, Brigitte Döcker, Martin Hansis, Sabine Kuhlmann, Detlef Placzek, Stefan Rieder, Reinhard Stockmann, Steven Van de Walle.
Herausgeber : Thomas Widera
Politik und Wissenschaft in der prähistorischen Archäologie
Verlag: V&R unipress
Seit dem 19. Jahrhundert entwickelte sich die prähistorische Archäologie in vielen europäischen Staaten zu einer Ausgangsbasis nationaler Geschichtsschreibung. Allein sie konnte mit dem Rückgriff auf Bodenfunde ethnisch definierte Bevölkerungsgruppen weit in die Vergangenheit zurückverfolgen. Damit beteiligten sich Archäologen an der Legitimierung von Gebietsansprüchen in politischen Diskussionen. Bewirkten Interdependenzen zwischen Politik und Wissenschaft eine Politisierung der prähistorischen Archäologie? Welchen Einfluss hatten Archäologen auf die Politik, konnten Wissenschaftler die Festlegung nationaler Interessen beeinflussen? Diesen und anderen Fragen geht der vorliegende Band nach. Er berücksichtigt nicht nur die Zäsuren von 1933 und 1945, sondern nimmt erstmals auch die Übergänge zwischen den politischen Systemen in den Blick.
Herausgeber : Matthias Micus
Tribunen, Solisten, Visionäre
Verlag: V&R unipress
Der Begriff »Führung« ist unscharf und schillernd. Ein und derselben Figur werden Führungsqualitäten einmal zugesprochen und dann wieder bestritten. Der visionäre Ost- und Friedenspolitiker Willy Brandt galt vielen Betrachtern in den frühen 1960er Jahren als oberflächliches Kennedy-Imitat. Kurt Biedenkopf wurde zunächst als »Wunderknabe« emphatisch beklatscht, um bald darauf als »wunder Knabe« verspottet zu werden. Noch schneller verglühte der kurzzeitig hell leuchtende Stern Ralf Dahrendorfs – und auch die Urteile über die Vorsitzenden von PDS und Linkspartei schwanken im Zeitverlauf erratisch. Was aber bedeutet das für politische Führung? Basieren die Umschläge in der öffentlichen Meinung auf einem plötzlichen Verlernen beziehungsweise dem ebenso spontanen Erwerb politischer Führungsfähigkeiten? Ober gibt es bloß keinen Königsweg für die Eroberung und Sicherung politischer Macht, ist Führung also stets abhängig vom Zeitpunkt und vom Standort des Betrachters? Eben darum soll es hier gehen: Welche persönlichen Eigenschaften begünstigen Aufstieg und Verbleib in Führungsämtern? Inwiefern begrenzen oder erweitern institutionelle, soziale und kulturelle Einflüsse Gestaltungsräume? Und lassen sich Erfolgsindikatoren von Führung in Parteien und Politik identifizieren?
Wolfgang Gernert, Norbert Konegen, Reinhard Meyers (Hrsg.)
Nachhaltige Kommunalpolitik – ein Anforderungsprofil
Verlag: Waxmann
Die Begriffe „Nachhaltigkeit“ und „nachhaltige Entwicklung“ spielen nicht mehr nur in umweltpolitischen Fragestellungen eine zentrale Rolle; auch in den sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Teildisziplinen sind sie ubiquitär. Dabei steht der Erhalt jener Strukturen, die dem Funktionieren eines Systems dienen, beim Konzept der Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Neben einer „egoistischen“ Interessenverfolgung liegt das Augenmerk einer nachhaltigen Politik also immer auf der Bewahrung eines Gleichgewichtes zum Wohle zukünftiger Generationen; sei es im ökologischen, ökonomischen, sozialen oder digitalen Bereich.
Hartmann, Heinrich
Organisation und Geschäft
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Diese Studie zeigt Unternehmen in Deutschland und Frankreich als Schauplätze einer neuen Form der »Organisation« und fragt danach, wie sich systematische Managementlehren und damit neue Richtungen einer organisationswissenschaftlichen Fachliteratur entwickelten.Dass Unternehmen jeweils eigene Formen von betrieblicher Organisation haben, scheint heute selbstverständlich. Dass diese Strukturen von viel mehr abhängig sind als von den Konzepten eines einzelnen Unternehmers, dagegen nicht immer. Vor dem Ersten Weltkrieg machten sich an den frühen wissenschaftlichen Reflexionen über betriebliche Strukturen auch nationale Ambitionen und soziale Problemlagen fest. Heinrich Hartmann untersucht die nationalen, sozialen und kulturellen Kontexte, aus denen sich am Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland und Frankreich eine Organisationswissenschaft entwickelte.
Gammerl, Benno
Untertanen, Staatsbürger und Andere
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Welche Rolle spielt die rechtliche Institution der Staatsbürgerschaft für die Entstehung moderner Staaten? Wie entwickelte sich das Staatsbürgerschaftsrecht im Britischen Weltreich und im Habsburgerreich? Die Frage nach der Entstehung, Bedeutung und Wirkung der Staatsbürgerschaft für die Konstituierung moderner Staaten sowie die Rechte und Pflichten ihrer Bürger ist ein internationales Forschungsfeld. Vor diesem Hintergrund untersucht Benno Gammerl den rechtlichen und administrativen Umgang mit ethnischen Unterschieden in zwei Imperien, im Britischen Weltreich und im Habsburgerreich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert und greift die Differenzierung nach ethnischen Kriterien als besonderen Untersuchungsfall heraus.
Herausgeber : Voigt, Rüdiger
Der Hobbes-Kristall
Verlag: Steiner, Franz
Der oft schon totgesagte Leviathan des Thomas Hobbes ist so lebendig, aber auch so umstritten wie bei seiner Geburt. Carl Schmitt ist als der "Hobbes des 20. Jahrhunderts" bezeichnet worden. Er selbst sah sich gern als Nachfolger und Erben des Begründers der neuzeitlichen Staatsphilosophie. In dem "Hobbes-Kristall" kommt Schmitts eigenwillige Hobbes-Interpretation besonders deutlich zum Vorschein. Denn in diesem Diagramm wird der Mikrokosmos Schmittschen Denkens sichtbar. Es enthält fünf Achsen, deren oberste die Wahrheit und deren unterste Gehorsam und Schutz des Einzelnen sind. In drei Teilen setzen sich Philosophen, Staats- und Politikwissenschaftler mit der Interpretation des Leviatahn im Allgemeinen und der Schmittschen Hobbes-Interpretation im Besonderen auseinander.
Voigt, Annette
Die Konstruktion der Natur
Verlag: Steiner, Franz
Der Ökosystembegriff hat in Wissenschaft und Alltagswelt Karriere gemacht – ohne dabei eindeutig zu sein. Man glaubt, vom gleichen Gegenstand zu sprechen, meint aber offenbar Unterschiedliches: ein Interaktionsnetz, einen selbstorganisierenden Superorganismus oder eine Ökosystemmaschine. Diese Uneindeutigkeit geht auf einen ideologisch determinierten Streit über das Wesen der (ökologischen) Natur zurück, der unter Bezug auf Naturbeobachtung ausgefochten wird. Den Varianten des Ökosystembegriffs liegen konkurrierende kulturelle Ideen über das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft zugrunde. Ausgehend von dieser konstitutionstheoretischen These werden hier die fundamentalen Unterschiede von Ökosystemtheorien herausgearbeitet, indem sie auf ihre Analogien zu bestimmten politischen Theorien der Vergesellschaftung – Liberalismus, Konservatismus und Demokratie – untersucht werden. Damit leistet die Studie eine fundierte Analyse von synökologischen Theorien und ihres context of discovery, auf deren Grundlage die anhaltenden Kontroversen der Ökologie, der Geographie und des Naturschutzes verständlicher werden.
Voigt, Rüdiger
Krieg ohne Raum
Verlag: Steiner, Franz
In diesem Buch geht es um den Zusammenhang von Krieg, Staat und Raum. Mit der Installierung eines Raketenabwehrsystems im Orbit hat der Krieg eine neue räumliche Dimension erhalten. Die Asymmetrie zwischen den Atommächten und den Habenichtsen verstärkt sich. Gleichzeitig gibt es an der Peripherie immer mehr "molekulare Bürgerkriege" (Enzensberger). Nicht nur in gescheiterten Staaten geraten die Konflikte außer Kontrolle und entfalten globale Wirkungen. Warlords vermischen Krieg, Kriminalität und Korruption zu einem undurchdringlichen Netz. Der virtuelle Raum des Internets wird zu einem neuen Kriegsschauplatz. Und der transnationale Terrorismus scheint allgegenwärtig, andauernd und kaum zu schlagen zu sein. So verselbständigt sich der Krieg und wird zum permanenten Kriegszustand. Zugleich lässt die Echtzeit-Berichterstattung den Zeitraum zwischen Ereignis und Berichterstattung auf Null schrumpfen. In sieben Teilen, die wiederum in Abschnitte und Kapitel untergliedert sind, wird der Problematik von asymmetrischen Konflikten in einer entgrenzten Welt nachgegangen.
Judith Michel
Willy Brandts Amerikabild und -politik 1933–1992
Verlag: V&R unipress
Willy Brandt wurde von Zeitgenossen oft als amerikanisierter Politiker wahrgenommen, der mit seinem »Kennedy-Lächeln« die Herzen seiner Gesprächspartner gewann. Begegnete der junge, sozialistisch geprägte Brandt den USA zunächst mit einer gewissen Skepsis, festigte sich sein Vertrauen in die amerikanische Schutzmacht in der »Frontstadt« Berlin. Während er zu John F. Kennedy eine kongeniale Verbun-denheit empfand, nahm er als Bundeskanzler zu Richard Nixon eine distanziertere Haltung ein. Die sicherheitspolitische Abhängigkeit und Brandts Glaube an gemeinsame Werte bestimmten jedoch auch zu dieser Zeit seine Beziehungen zu den Vereinigten Staaten in Hinblick auf Themen wie den Vietnamkrieg und die Ostpolitik. Dennoch gelang es ihm, Handlungsspielräume gegenüber dem großen Partner auszu-weiten und nationale und parteipolitische Interessen zu wahren. Als Altkanzler nahm Brandt eine zunehmend kriti-schere Haltung, insbesondere gegenüber Ronald Reagan und dem Nato-Doppelbeschluss ein. Diese Studie untersucht systematisch und auf breiter Quellenbasis die Wechselwirkung zwischen Brandts Amerikabild und -politik und zeichnet die Brüche und Kontinuitäten in seinem Verhältnis zu den USA nach.
Herausgeber : Steltemeier, Rolf; Dickel, Sascha; Gaycken, Sandro; Knobloch, Tobias
Neue Utopien
Verlag: Manutius
Utopien sind wieder in Mode. Ob in den kulturellen Adaptionen der Science-Fiction, als strategische Instrumente in den Trendbüros und Forschungsinstituten, in technikfuturistischen Visionen oder in Form von neuen politischen Ideen. Zwanzig Jahre nach dem Scheitern der letzten großflächigen, utopischen Experimente des vergangenen Jahrhunderts ist gegenwärtig wieder ein Mut zur wertegeleiteten Zukunftskonstruktion bemerkbar. Die Ankündigung einer Renaissance muss dennoch unter Vorbehalten stehen. Denn im Kontrast zu den großen Erzählungen der Vergangenheit wird deutlich, dass das Genre von einem bis in die Grundstrukturen reichenden Wandel ergriffen wurde.