Philosophie (209 Titel)

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Curcio, Gian P

Verantwortungsmotivation zwischen Moralität und Gerechtigkeit

Verlag: Waxmann

Eine Aufgabe von Führungskräften ist es, in mehr oder weniger komplexen Situationen zu entscheiden. Für die mit der Entscheidung verbundenen Konsequenzen tragen Führungskräfte in der Regel auch Verantwortung. Führen bedeutet Entscheiden und Entscheiden bedeutet Verantwortung zu übernehmen. Anhand eines theoretischen Modells der handlungsbezogenen "Verantwortungsmotivation" wird die Frage nach den Einflussfaktoren der Motivation zur Verantwortungsübernahme behandelt. Dieses Modell integriert Aspekte von Verantwortungs-, Moral- und Motivationskonzepten und besteht im Kern aus der Differenzierung zwischen einer juristischen und einer moralischen Verantwortung. Anhand einer empirischen Untersuchung mit militärischen Führungskräften der Schweizer Armee (Kompaniekommandanten) kann gezeigt werden, dass neben situativen Faktoren vor allem die juristische Komponente des deontischen Urteils als guter Prädiktor zur Vorhersage der Verantwortungsübernahmebereitschaft gilt. Auf der Grundlage der Ergebnisse werden drei Desiderata formuliert, welche als praxisbezogene Handlungsrichtlinien sowohl für die zivile als auch militärische Führungsausbildung dienen können.

Ebook Print ISBN: 978-3-8309-1933-9
(D) 27,90 €   In den Warenkorb

Puke, Oliver

Zur Kritik philosophischer Unbedingtheitsansprüche

Verlag: Waxmann

Mit der Erneuerung der kritischen Gesellschaftstheorie im Rekurs auf unbedingte Geltungsansprüche stellt sich Jürgen Habermas in die lange Reihe von Kritikern, die die Dekonstruktion der kritischen Gesellschaftstheorie am Institut für Sozialforschung als die sinnfällige Reaktion auf ein Begründungsdefizit betrachten. Für diese Kritiker besteht der Geburtsfehler der kritischen Gesellschaftstheorie darin, die gesellschaftlichen Verhältnisse als vernünftig oder gerecht qualifizieren zu wollen, ohne dabei auf den universalistischen Sinn der Leitbegriffe Vernunft oder Gerechtigkeit zurückzugreifen. Ausgehend vom linguistic turn in der Philosophie will Habermas diesem Missstand abhelfen, ohne hinter die Fundamentalismuskritik seiner Vorgänger zurückzufallen. Wie die vorliegende Untersuchung zeigt, bleibt Habermas' Vorhaben jedoch zutiefst aporetisch. Der Schadensfall Habermas wird im Verlauf der Untersuchung zum Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit der Forschungstradition des amerikanischen Pragmatismus. Damit eröffnet sich das Potential eines Denkansatzes, der weitgehend mit Max Horkheimers originärem Theoriekonzept übereinstimmt, aber mit dem Konzept des demokratischen Experimentalismus die Möglichkeit bietet, die kritische Gesellschaftstheorie ohne die Bezugnahme auf Unbedingtheitsansprüche zukunftsfähig zu machen. Der Autor erreicht sein Untersuchungsziel durch die Kombination einer theoriegeschichtlichen mit einer im engeren Sinne philosophisch-analytischen Betrachtungsweise. Damit zeichnet er ein detailliertes Bild der Anatomie des progressiven Denkens in der Tradition der kritischen Gesellschaftstheorie und des amerikanischen Pragmatismus.

Ebook Print ISBN: 978-3-8309-1944-5
(D) 27,90 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Reitemeyer, Ursula; Shibata, Takayuki; Tomasoni, Francesco  

Ludwig Feuerbach (1804-1872)

Verlag: Waxmann

Anlässlich des 200. Geburtstags des Philosophen und Religionskritikers Ludwig Feuerbach (1804–1872) richtete die Internationale Gesellschaft der Feuerbach-Forscher eine Konferenz in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften aus. Die in diesem Band zusammengetragenen Beiträge von Autoren aus Europa, Amerika und Asien geben sowohl Aufschluss über den gegenwärtigen Stand der Feuerbachforschung als auch über die vielfältigen Anschlussmöglichkeiten, die Feuerbachs "Philosophie der Zukunft" im nachmetaphysischen Diskurs der Moderne bietet. Entsprechend ihrer Bandbreite wird die Philosophie Feuerbachs unter vier Themenschwerpunkten bearbeitet: I. Philosophie zwischen Glauben und Wissen, II. Anthropologie zwischen Idealismus und Materialismus, III. Realer Humanismus zwischen Aufklärung und Praxisphilosophie und IV. die Philosophie der Zukunft zwischen Moderne und Postmoderne.

Ebook Print ISBN: 978-3-8309-1626-0
(D) 27,20 €   In den Warenkorb

Berkeley, George
Herausgeber : Übersetzt von Kulenkampff, Arend; Anmerkungen von Kulenkampff, Arend; Kulenkampff, Arend

Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis

Verlag: Meiner, F

Über kaum einen Philosophen von Rang haben Zeitgenossen und Nachwelt ein so zwiespältiges Urteil gefällt wie über George Berkeley. Als eine der "am wenigsten umstrittenen Lehrmeinungen in der umstrittensten aller Wissenschaften, der Wissenschaft vom Menschen" bezeichnet J. S. Mill Berkeleys Theorie der erworbenen Fähigkeiten des Gesichtssinns, die sich fast zweihundert Jahre als herrschende Lehre behaupten konnte. Ein "närrisches System" nennt Diderot, der mit diesem Verdikt nicht allein steht, den Berkeleyschen Idealismus.

Dabei scheinen Kritiker wie Diderot zu übersehen, daß Berkeley, wenn er die Existenz der Materie bestreitet, keine Tatsache bestreitet, von der unsere Sinne Zeugnis geben. Der Idealismus, der nur Geisteswesen und Ideen 'in the mind' als existierend anerkennt, stellt die Naturordnung nicht in Frage. Wohl aber gewinnt Berkeley durch die idealistische Seinsannahme das begriffliche Rüstzeug, das es ihm ermöglicht, das gesetzmäßige Naturgeschehen als Sinnzusammenhang, als Zeichensprache Gottes zu deuten – gemäß dem von ihm für evident wahr gehaltenen Grundsatz, daß alles, was nach einer Regel geschieht, von etwas ausgehen muß, das die Regel versteht.

In seinem Hauptwerk "Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis" entwickelt Berkeley diese Lehre vom Immaterialismus, die aus der Kritik an Locke und Malebranche hervorging und allein den Geist als Substanz anerkennt. Oft mißverstanden, reicht die implizite Wirkung dieses Textes bis in die Gegenwart hinein.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1638-0
(D) 7,90 €   In den Warenkorb

Baumgarten, Alexander G
Herausgeber : Mirbach, Dagmar

Ästhetik

Verlag: Meiner, F

Alexander Gottlieb Baumgarten (1714-1762) ist der Begründer der Ästhetik als eigener philosophischer Disziplin. Sein bedeutendstes Werk zur Ästhetik als 'Wissenschaft der sinnlichen Erkenntnis', die er der Logik gleichberechtigt an die Seite stellt, ist die Aesthetica (1750/58), die mit dieser Ausgabe nach rund 250 Jahren erstmals in einer vollständigen deutschen Übersetzung vorliegt.Ausgehend von der ontologischen Auffassung des Einzelwesens als durchgängig bestimmtes Individuum, dessen Merkmalsfülle der deutlichen Erkenntnis der logischen Analyse entgeht, sich jedoch in der sinnlichen Erscheinung des 'phaenomenon' offenbart, erkennt Baumgarten den klar-verworrenen Vorstellungen der sinnlichen Erkenntnis eine eigene, fundamentale Bedeutung für das Erfassen des Wirklichen zu. Auf der Grundlage seiner Psychologie und Semiotik begreift Baumgarten die Ästhetik nicht nur als Wissenschaft des sinnlichen Erkennens, sondern auch des sinnlichen Darstellens. Sie ist damit zugleich eine Theorie der freien Künste und auch für Rhetorik und Poetik systematisch leitbildend, aus deren historischem Fundus Baumgarten Strukturen und Anschauungsmaterial für die neu zu konstituierende philosophische Disziplin schöpft. Der Text besaß für die weitere Entwicklung der Ästhetik und Kunsttheorie im 18. Jahrhundert eine epochale Bedeutung, die er bis heute nicht verloren hat. In ihrer Einleitung stellt Dagmar Mirbach Baumgartens Projekt der Ästhetik im Kontext seiner metaphysischen und erkenntnistheoretischen Prämissen dar und eröffnet neue Perspektiven zum Verständnis. In einem Anhang werden diejenigen Paragraphen von Baumgartens Metaphysik und Ethik, auf die er in der Ästhetik verweist, übersetzt. Anmerkungen sowie ein umfangreiches Glossar erschließen den Text.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1773-8
(D) 78,40 €   In den Warenkorb

Baumgarten, Alexander G
Herausgeber : Mirbach, Dagmar

Ästhetik

Verlag: Meiner, F

Alexander Gottlieb Baumgarten (1714-1762) ist der Begründer der Ästhetik als eigener philosophischer Disziplin. Sein bedeutendstes Werk zur Ästhetik als 'Wissenschaft der sinnlichen Erkenntnis', die er der Logik gleichberechtigt an die Seite stellt, ist die Aesthetica (1750/58), die mit dieser Ausgabe nach rund 250 Jahren erstmals in einer vollständigen deutschen Übersetzung vorliegt.Ausgehend von der ontologischen Auffassung des Einzelwesens als durchgängig bestimmtes Individuum, dessen Merkmalsfülle der deutlichen Erkenntnis der logischen Analyse entgeht, sich jedoch in der sinnlichen Erscheinung des phaenomenon offenbart, erkennt Baumgarten den klar-verworrenen Vorstellungen der sinnlichen Erkenntnis eine eigene, fundamentale Bedeutung für das Erfassen des Wirklichen zu. Auf der Grundlage seiner Psychologie und Semiotik begreift Baumgarten die Ästhetik nicht nur als Wissenschaft des sinnlichen Erkennens, sondern auch des sinnlichen Darstellens. Sie ist damit zugleich eine Theorie der freien Künste und auch für Rhetorik und Poetik systematisch leitbildend, aus deren historischem Fundus Baumgarten Strukturen und Anschauungsmaterial für die neu zu konstituierende philosophische Disziplin schöpft. Der Text besaß für die weitere Entwicklung der Ästhetik und Kunsttheorie im 18. Jahrhundert eine epochale Bedeutung, die er bis heute nicht verloren hat. In ihrer Einleitung stellt Dagmar Mirbach Baumgartens Projekt der Ästhetik im Kontext seiner metaphysischen und erkenntnistheoretischen Prämissen dar und eröffnet neue Perspektiven zum Verständnis. In einem Anhang werden diejenigen Paragraphen von Baumgartens Metaphysik und Ethik, auf die er in der Ästhetik verweist, übersetzt. Anmerkungen sowie ein umfangreiches Glossar erschließen den Text.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1772-1
(D) 78,40 €   In den Warenkorb

Lauschke, Marion

Ästhetik im Zeichen des Menschen

Verlag: Meiner, F

Die Bedeutung der Ästhetik für die Symbolphilosophie Ernst Cassirers ist kaum zu überschätzen. Indem Cassirer den Ort der symbolischen Formung in die Wahrnehmung verlegt, avanciert sie zur prima philosophia. Dennoch gehören Ästhetik und Kunstphilosophie zu den vernachlässigten Problemkomplexen der Cassirerforschung. Die Studie »Ästhetik im Zeichen des Menschen« schließt diese Lücke, indem sie die ästhetische Vorgeschichte der Philosophie der symbolischen Formen rekonstruiert und die Möglichkeit, Kunst als symbolische Form zu begreifen, diskutiert. Sie versucht zu zeigen, daß Cassirers anthropologisch fundierte Symbolphilosophie einen Ausweg aus den Einseitigkeiten gegenwärtiger kunstphilosophischer Theorien bietet und der etwas aus der Mode geratenen Frage »Was ist Kunst?« neue Impulse zu geben vermag.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1857-5
(D) 92,80 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Früchtl, Josef; Moog-Grünewald, Maria  

Ästhetik in Metaphysikkritischen Zeiten

Verlag: Meiner, F

Anlaß dieses Sonderheftes ist die Gründung der Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft vor hundert Jahren durch Max Dessoir. Die Beiträge nehmen Bezug auf die ursprüngliche Intention des Gründers, Ästhetik und Kunstphilosophie nicht allein als zwei getrennte Disziplinen zu behandeln, vielmehr zugleich die Aufgabe einer »Allgemeinen Kunstwissenschaft« im nachidealistischen Zeitalter neu zu definieren. Ausgehend von dieser Intention suchen sie zum einen den Status der Metaphysik innerhalb der gegenwärtigen Ästhetik zu erkunden, zum andern an vier prominente Autoren der Zeitschrift zu erinnern.

Die Beiträger (unter ihnen die Herausgeber und Beiräte der Zeitschrift) reflektieren, diskutieren und schärfen das besondere Profil, durch welches sich die ZÄK von anderen Periodika abhebt, in seinen theoretischen Ursprüngen wie in seinen fachspezifischen, d.h. sich von Disziplin zu Disziplin unterscheidenden Konsequenzen.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1839-1
(D) 76,80 €   In den Warenkorb

Mattenklott, Gert

Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste

Verlag: Meiner, F

Glauben, Wissen und ästhetische Erfahrung stehen in der abendländischen Tradition seit jeher in einem triangulären Verhältnis. Wenngleich die meisten Begriffe, Vorstellungsinhalte und argumentativen Grundmuster, mit denen zur Beschreibung dieses Verhältnisses operiert wird, bereits in der Dichtung und Philosophie der griechischen Antike von Homer über Platon bis Aristoteles zur Sprache gekommen sind, tritt ihre systematische Beziehung mit jeder historischen Epoche in eine andere Konstellation. Das Symposion, für das die Beiträge dieses Bandes verfaßt worden sind, hatte nicht den Zweck, die Geschichte dieser Konstellationen und ihren antiken Vorlauf noch einmal nachzuzeichnen oder neu zu bebildern. Der rote Faden, der sich durch die teils allgemein kritischen und programmatischen, teils kasuistisch argumentierenden Beiträge ziehen läßt, knüpft sich an die Frage, ob es einen wesentlichen Sinn ästhetischer Erfahrung sui generis gibt, unabhängig von gnoseologischen Leistungen oder kryptotheologischen Funktionen.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1698-4
(D) 76,80 €   In den Warenkorb

Müller, Ernst

Archiv für Begriffsgeschichte / Begriffsgeschichte im Umbruch

Verlag: Meiner, F

In exemplarischen Fallstudien reflektieren die Autoren Begriffsgeschichte und historische Semantik zugleich vor dem Hintergrund der kulturwissenschaftlichen Wende der Geisteswissenschaften und der Überwindung eines disziplinär segmentierten Kulturbegriffs. Methodisch rücken dabei metapherntheoretische, sprachpragmatische und diskursgeschichtliche Fragestellungen und ihre Verbindung stärker in den Mittelpunkt, in technischer Hinsicht werden neue Möglichkeiten der Nutzung von Computer und Internet bei der Recherche, Präsentation und Vernetzung semantikgeschichtlicher Befunde geprüft.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1693-9
(D) 54,40 €   In den Warenkorb

Merleau-Ponty, Maurice
Herausgeber : Übersetzt von Arndt, Hans W; Übersetzt von Brede-Konersmann, Claudia; Übersetzt von Hogemann, Friedrich; Übersetzt von Metraux, Alexandre; Übersetzt von Waldenfels, Bernhard; Einleitung von Bermes, Christian; Anmerkungen von Bermes, Christian; Bermes, Christian

Das Auge und der Geist

Verlag: Meiner, F

Die in diesem Band versammelten Arbeiten des französischen Phänomenologen Maurice Merleau-Ponty (1908-1961) führen nicht nur auf vorzügliche Weise in dessen Philosophie ein, sie dokumentieren darüber hinaus auch die Entwicklung neu einsetzender Reflexionen in den Jahren nach der Publikation der Phänomenologie der Wahrnehmung (1945). Kunsttheoretische, sprachphilosophische und auch soziologische Untersuchungen erschließen dem Leser eine Philosophie, die im Rahmen einer kulturphilosophischen Selbstverständigung das 20. Jahrhundert hinsichtlich seiner großen Themen und seiner radikalen Fragestellungen umgreift.Inhalt: Der Zweifel Cézannes (1945), Das Kino und die neue Psychologie (1947), Das Metaphysische im Menschen (1947), Der Mensch und die Widersetzlichkeit der Dinge (1952), Schrift für die Kandidatur am Collège de France (1951/52), Das mittelbare Sprechen und die Stimmen des Schweigens (1952); Lob der Philosophie (1953), Von Mauss zu Claude Lévi-Strauss (1959), Der Philosoph und sein Schatten (1959), Das Auge und der Geist (1961).

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1545-1
(D) 23,10 €   In den Warenkorb

Fischer, Norbert

Augustinus - Spuren und Spiegelungen seines Denkens

Verlag: Meiner, F

Seit Aurelius Augustinus (354-430), dem bedeutendsten Denker der Spätantike, ist die Rückbindung der Frage nach der Wahrheit an die Frage nach dem Ich, also an die Selbsterkenntnis, ein Grundthema der Philosophie; nach Platon, dem Begründer der abendländischen Philosophie, war Augustinus der zweite große Denker der Antike von bis heute prägender Kraft.

In den beiden hier vorgelegten Bänden wird die Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte seines Werks von den Anfängen bis in die Gegenwart umfassend und kompetent erfaßt und zur Darstellung gebracht. Im ersten Band wird die direkte Wirkung des Augustinischen Denkens auf seine unmittelbaren und späteren Nachfolger deutlich herausgearbeitet. Der zweite Band gibt Aufschluß über die nachhaltige Spätwirkung des Augustinischen Werks seit Beginn der Neuzeit, die bis in die Gegenwart anhält.

Beide Bände empfehlen sich als explizite Kompendien zur Wirkungsgeschichte Augustins und als anregende Wegweiser für das Studium seines Werks nach der Maßgabe des Kenntnisstandes der neueren Forschung.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1923-7
(D) 38,40 €   In den Warenkorb

Fischer, Norbert

Augustinus - Spuren und Spiegelungen seines Denkens

Verlag: Meiner, F

Seit Aurelius Augustinus (354-430), dem bedeutendsten Denker der Spätantike, ist die Rückbindung der Frage nach der Wahrheit an die Frage nach dem Ich, also an die Selbsterkenntnis, ein Grundthema der Philosophie; nach Platon, dem Begründer der abendländischen Philosophie, war Augustinus der zweite große Denker der Antike von bis heute prägender Kraft.

In den beiden hier vorgelegten Bänden wird die Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte seines Werks von den Anfängen bis in die Gegenwart umfassend und kompetent erfaßt und zur Darstellung gebracht. Im ersten Band wird die direkte Wirkung des Augustinischen Denkens auf seine unmittelbaren und späteren Nachfolger deutlich herausgearbeitet. Der zweite Band gibt Aufschluß über die nachhaltige Spätwirkung des Augustinischen Werks seit Beginn der Neuzeit, die bis in die Gegenwart anhält.

Beide Bände empfehlen sich als explizite Kompendien zur Wirkungsgeschichte Augustins und als anregende Wegweiser für das Studium seines Werks nach der Maßgabe des Kenntnisstandes der neueren Forschung.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1922-0
(D) 38,40 €   In den Warenkorb

Levinas, Emmanuael
Herausgeber : Chucholowski, Alexander

Ausweg aus dem Sein /De l'evasion

Verlag: Meiner, F

"Ausweg aus dem Sein" (De l'évasion), das zuerst 1935 in den "Recherches Philosophiques" veröffentlicht wurde, ist laut der Biographin von Levinas, Marie-Anne Lescourret, "sein allererster persönlicher Text". Doch weit mehr handelt es sich bei diesem Text um den Grundstein Levinasschen Denkens, das mit einer grundlegenden Abrechnung mit der ontozentristischen Philosophie Heideggers, einem Auflehnen gegen die Totalität und Omnipräsenz des Seins, gegen seinen Lastcharakter, der das Dasein zu erdrücken droht, anhebt.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1712-7
(D) 15,90 €   In den Warenkorb

Aubenque, Pierre
Herausgeber : Übersetzt aus dem Französischen von Sinai, Nicolai; Übersetzt aus dem Französischen von Schneider, Ulrich J

Der Begriff der Klugheit bei Aristoteles

Verlag: Meiner, F

Pierre Aubenque, der Nestor der Aristotelesforschung in Frankreich und Europa, verbindet wie kein zweiter das Interesse an der richtigen Nachzeichnung des Denkens der griechischen Philosophie der Antike mit dem intellektuellen Projekt der philosophischen Aufhellung und Beantwortung der Frage nach der Funktion und Bedeutung der von den Griechen begründeten Ethik in unserer Zeit. Seine große Leistung besteht darin, präzise herausgearbeitet und gezeigt zu haben, daß die hohe Bewertung der Klugheit, die Aristoteles in seinen Schriften zur Ethik zum Ausdruck gebracht hat, keineswegs einer pragmatisch verkürzten Auffassung von der Tugendlehre das Wort reden will, die uns freistellt, aus willkürlichen Erwägungen der Nützlichkeit beliebig und nach Gusto zu handeln. Klugheit ist keine billige Tugend, sondern Ausweis unserer Urteilskraft und unserer Fähigkeit, unter je gegebenen Umständen aus erwogenen Gründen verantwortlich zu handeln: "Auf halbem Wege zwischen einem absoluten Wissen, welches die Handlung nutzlos machen würde, und einer chaotischen Wahrnehmung, welche die Handlung unmöglich machen würde, repräsentiert die aristotelische Klugheit die Chance und das Risiko menschlichen Handelns".

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1845-2
(D) 18,30 €   In den Warenkorb

Reinhold, Karl L
Herausgeber : Einleitung von Fabbianelli, Faustino; Anmerkungen von Fabbianelli, Faustino; Fabbianelli, Faustino

Beiträge zur Berichtigung bisheriger Mißverständnisse der Philosophen

Verlag: Meiner, F

Im ersten Band der "Beiträge zur Berichtigung bisheriger Mißverständnisse der Philosophen" (Jena, 1790) legt Reinhold seine Elementarphilosophie vor und vertieft damit die schon im Versuch einer neuen Theorie des menschlichen Vorstellungsvermögens (Prag und Jena, 1789) ausgearbeitete Lehre. Deren Neuheit tritt im vorliegenden Band mit Deutlichkeit heraus. Reinhold nimmt hier Stellung sowohl zur leibnizischen Schultradition als auch zu Kant und einigen seiner treuen Interpreten.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1641-0
(D) 68,80 €   In den Warenkorb

Reinhold, Karl L
Herausgeber : Fabbianelli, Faustino

Beiträge zur Berichtigung bisheriger Mißverständnisse der Philosophen

Verlag: Meiner, F

Der zweite Band der Beiträge setzt das vier Jahre zuvor angefangene Projekt einer Aufstellung des Fundaments vom philosophischen Wissen fort und erweitert es in der Anwendung auf Metaphysik, Moral, Religion und Geschmackslehre. Die seither entstandenen Auseinandersetzungen mit Kantianern und Antikantianern über Idee und Grenzen der Elementarphilosophie veranlassen Reinhold dazu, seine bisher vertretenen spekulativen Ansätze zu überdenken, und dienen ihm als Ansporn für Reflexionen über vorher nicht direkt thematisierte Fragen.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1678-6
(D) 68,80 €   In den Warenkorb

Brandt, Reinhard

Die Bestimmung des Menschen bei Kant

Verlag: Meiner, F

Nach Kant liegt der Zweck der menschlichen Existenz in der Moral und damit der Freiheit, auf sie richtet sich unser gesamtes Vernunftinteresse. Aus diesem gut bezeugten Zentrum werden in der vorliegenden Untersuchung die kopernikanische Wende, die Geschichtsphilosophie und vor allem die drei Kritiken interpretiert; dass die Kritik der reinen Vernunft sich als republikanischer Gerichtshof artikuliert, ist in der Leitidee der moralischen Bestimmung des Menschen begründet. Kants Wirkung beruhte auf dem Freiheitspathos, mit dem er sich gegen die Bevormundung durch die Despoten und eine scholastisch verwaltete Metaphysik stellte. Im letzten Kapitel, "Die Vierte Kritik", werden Äußerungen untersucht, gemäß denen eine neue Kritik der reinen Vernunft die drei Kritiken der Vernunft bzw. des Verstandes (1781), der Urteilskraft (1790) und der praktischen Vernunft (1788) in ihrer Vollständigkeit begründen sollte; es wird gezeigt, dass dieses Projekt Kant notwendig schien, aber zugleich nicht durchführbar war.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1844-5
(D) 30,40 €   In den Warenkorb

Leibniz, Gottfried W
Herausgeber : Zehetner, Cornelius

Der Briefwechsel mit Des Bosses

Verlag: Meiner, F

In seinem Briefwechsel mit Des Bosses – geführt in den letzten zehn Jahren bis zu seinem Tod – erörtert Leibniz alle Aspekte seines komplexen philosophischen Systems von der Metaphysik über die Ontologie bis hin zur Religionsphilosophie. Ein ›Muß‹ für jeden Leibniz-Interpreten.Diese Ausgabe erfüllt ein Desideratum: Sie bietet erstmalig eine durchgängige Übersetzung und Aufarbeitung des Briefwechsels zwischen Leibniz und Des Bosses aus den Jahren 1706 bis 1716, eine der wichtigsten Grundlagen für das Verständnis der Philosophie Leibnizens im Stadium ihrer Vollendung! Die Ausgabe von Cornelius Zehetner reiht sich würdig an frühere kommentierte Übersetzungen: den durchlaufenden Gedanken, i.e. die Herauslösung des dynamisch gestuften verbindlichen »vinculum substantiale« – ein zweifaches, oft esoterisch entrücktes Komplement zu Erkenntnislehre, Ontologie und Metaphysik sowie zu Religionsphilosophie, Unionstheologie der pax fidei und Theodizee – zu Tage zu bringen, ist jetzt durch die umfassende Wiedergabe der Korrespondenz in ihrer ursprünglichen Folge gelungen. Erst durch diese Präsentation und die beigegebenen Analysen, befruchtet durch das weit verzweigte Schrifttum, sind nun Leibniz’ späte Einsichten auch für deutschsprachige Leser eröffnet: Themen und Wen­dungen, welche aus logisch-mathematischen, naturwissenschaftlichen, gesellschaftstheoretischen wie geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen in steter Auseinandersetzung mit offen liegenden als auch verborgenen Strömungen philosophischer und theologischer Denkmuster resultieren. Lösungsstrategien wie die im vernetzten Dialog mit dem Pater Bartholomé SJ aufbrechenden Kontroversen manifestieren sich in diesem einzigartig nachdenklichen, sowohl freundschaftlichen wie unnachgiebigen Austausch aus peripatetischen und suarezianischen gegenüber postcartesianischen Ansätzen.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1812-4
(D) 102,40 €   In den Warenkorb

Leibniz, Gottfried W
Herausgeber : Widmaier, Rita; Babin, Malte L

Der Briefwechsel mit den Jesuiten in China (1689-1714)

Verlag: Meiner, F

Die Ausgabe eröffnet den Zugang zu einem der ersten Versuche in der europäischen Geschichte, die andere Kultur Chinas zu begreifen und zu bewerten. Zugleich zeigt sie auf, daß Leibniz, der große Rationalist, letztendlich doch noch so sehr der christlich geprägten Tradition des Abendlandes verbunden war, daß er die Erkenntnisse, die er aus seinem Briefwechsel mit den Missionaren in China hätte ziehen können, nicht gelten lassen wollte.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1623-6
(D) 102,40 €   In den Warenkorb

Schelling, Friedrich W
Herausgeber : Durner, Manfred

Bruno oder über das göttliche und natürliche Prinzip der Dinge

Verlag: Meiner, F

Im "Bruno" bemüht sich Schelling um eine allgemeinverständliche Erläuterung der Grundgedanken seiner Identitätsphilosophie und stellt sie daher nach dem Vorbild eines platonischen Dialogs dar. Das Beispiel der Verschmelzung von Grundgedanken einer monistischen Konzeption im Sinne Spinozas mit der Ideenlehre Platons in ihrer neuplatonischen Ausprägung, das hierbei im Hintergrund steht, fand Schelling in den Schriften des Renaissancephilosophen Giordano Bruno, der dem Dialog auch den Namen gab. Schellings Ziel liegt darin, die alten Theorien über die Struktur der Materie und die Bildung des Kosmos neu zu etablieren, um so die epistemologische Sackgasse der modernen, mechanistischen Wissenschaft zu überwinden.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1719-6
(D) 27,90 €   In den Warenkorb

Magnus, Albertus
Herausgeber : Möhle, Hannes

Buch über die Ursachen und den Hervorgang von allem aus der ersten Ursache

Verlag: Meiner, F

Diese Ausgabe bietet erstmals den vollständigen lateinischen Text des ersten Buches des Kommentars zum Liber de causis in kritischer Edition mit deutscher Übersetzung. Sie entstand als ein Gemeinschaftswerk aller Editoren und Mitarbeiter an der in Progreß befindlichen Editio Coloniensis, der kritischen Gesamtausgabe der Alberti Magni Opera Omnia.Albertus Magnus - der Beiname "der Große" ist seit dem 14. Jahrhundert belegt, nachdem ihm schon die Zeitgenossen den Ehrentitel "doctor universalis" verliehen hatten - wird in den Annalen der Philosophiegeschichte zwar stets respektvoll genannt; aber der Schatten seines großen Schülers, Thomas von Aquin, legte sich lange Zeit so sehr über sein Werk, daß die herausragende Stellung, die Albert für die Grundlegung und Ausgestaltung der Metaphysik in der Philosophie des Mittelalters einnimmt, erst neuerlich wieder in das Zentrum der Forschung gerückt ist.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1784-4
(D) 54,40 €   In den Warenkorb

Sanchez, Franciscus
Herausgeber : Howald, Kaspar; Caluori, Damian; Mariev, Sergei

Daß nichts gewußt wird

Verlag: Meiner, F

Franciscus Sanchez ist profunder Kenner der erkenntnistheoretischen Auseinandersetzungen seiner Zeit. Sein konsistentes skeptisches Denken und der hohe Grad der Argumentativität seiner Ausführungen machen Sanchez zu einem herausragenden Vertreter des frühneuzeitlichen Skeptizismus.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1815-5
(D) 62,40 €   In den Warenkorb

Berkeley, George
Herausgeber : Übersetzt von Richter, Raoul; Kulenkampf, Arend

Drei Dialoge zwischen Hylas und Philonous

Verlag: Meiner, F

1713 erschien in London "Drei Dialoge zwischen Hylas und Philonous" von George Berkeley. Letzterer, der Geistesfreund, verficht den ontologischen Grundsatz Berkeleys, daß nichts existiert außer denkenden Wesen und Ideen "in the mind": Existenz ist Wahrgenommenwerden (percipi) oder Wahrnehmen (percipere). Hylas vertritt Auffassungen, bei denen vor allem die Erkenntnistheorie Lockes Pate gestanden hat. Beide Dialogpartner stimmen darin überein, daß philosophische Überzeugungen, aus denen skeptizistische Konsequenzen abgeleitet werden können, sich selbst widerlegen, und jeder ist infolgedessen um den Nachweis bemüht, daß die gegnerischen Ansichten ebensolche Konsequenzen haben.Ein beherrschendes Thema des ersten Dialogs bildet die Unterscheidung primärer und sekundärer Qualitäten. Berkeley möchte zeigen, daß die Unterscheidung gegenstandslos ist. Im zweiten Dialog verknüpft Berkeley den teleologischen Gottesbeweis mit einem Argument eigener Prägung, das er aus der idealistischen Seinsannahme und der Voraussetzung gewinnt, daß es eine externe Ursache unserer Sinnesempfindungen geben muß. Der dritte Dialog ist hauptsächlich der Widerlegung von Einwänden gewidmet. Die Frage nach der Vereinbarkeit von empirischer Wissenschaft und idealistischer Ontologie gehört hierher. Ferner die naheliegende These, daß alle Argumente gegen die materielle Substanz auch gegen die geistige Substanz beweiskräftig sind. Berkeley hält dem entgegen, daß jene ex definitione unmöglich ist, letztere jedoch nicht.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1669-4
(D) 15,10 €   In den Warenkorb

Russell, Bertrand
Herausgeber : Übersetzt aus dem Englischen von Gumbel, Emil J; Übersetzt aus dem Englischen von Gordon, W; Otte, Michael

Einführung in die mathematische Philosophie

Verlag: Meiner, F

Dem Versuch, die These zu stützen, daß Logik und Mathematik eins seien, hat Russell mehrere Bücher gewidmet, unter anderem das dreibändige, gemeinsam mit A. N. Whitehead verfaßte Werk "Principia Mathematica" (1910-1913). Die "Einführung in die mathematische Philosophie" faßt die Ergebnisse dieser Untersuchungen zusammen, ohne Kenntnisse der mathematischen Symbolik vorauszusetzen. Sie ist zuweilen und mit Recht "eine bewundernswerte Exposition des Monumentalwerks Principia Mathematica" genannt worden; und sie ist zugleich etwas anderes, insofern sie eine relativ eigenständige Einführung in die Grundlagen der Mathematik und der Erkenntnistheorie darstellt.Das Buch entstand 1918 im Gefängnis von Brixton, wo Russell eine sechsmonatige Haftstrafe für seine pazifistische Tätigkeit während des 1. Weltkrieges absaß. Es ist sehr anregend zu lesen, wie beinahe alles, was Bertrand Russell geschrieben hat, und es ist ein Buch von der Art, wie es nur jemand wie Russell schreiben kann, wenn er im Gefängnis sitzt und keine Hilfsmittel hat und sich daher entschließt, allen technischen Ballast abzustreifen. Anders als die heute üblichen Texte im Bereich der Philosophie der Mathematik läßt Russell seine Leser immer an seinem Denken teilhaben, an seinen Vermutungen und Irrtümern und an der Begeisterung, die er bei der Beschäftigung mit seinem Gegenstand empfindet. Da er einer der herausragenden Protagonisten des modernen wissenschaftlichen Empirismus und einer der Begründer der heute dominierenden Philosophie der Mathematik ist, gewinnt man auf diese Weise aus seinen Schriften einen einzigartigen Einblick in die Wechselfälle und Ideen der erkenntnistheoretischen und logischen Diskussionen dieses Jahrhunderts.Die Ausgabe bietet eine revidierte Fassung der deutschen Übersetzung des in den 20er Jahren prominenten Mathematikers E. J. Gumbel sowie W. Gordon. Michael Otte stellt in seiner Einleitung die Russellsche Genialität in den Kontext der Gesamtproblematik, wie sie Wissenschaftstheorie, Erkenntnistheorie und Philosophie der Mathematik seit Beginn des 20. Jahrhunderts

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1828-5
(D) 18,30 €   In den Warenkorb

Wildenauer, Miriam

Epistemologie freien Denkens

Verlag: Meiner, F

Kant hat die Freiheit zum Schlußstein seines Systems theoretischer und praktischer Vernunft erklärt. Deshalb kann Freiheit bei ihm nicht nur ein Thema der praktischen, sondern muß auch eines der theoretischen Philosophie sein. In diesem Kontext ist Freiheit die Spontaneität der synthetischen Einheit der Apperzeption, gegebenes Mannigfaltiges nach eigenen Regeln zu Vorstellungen von Objekten zu synthetisieren.In kritischer Auseinandersetzung mit Kants Philosophie entwickelt Hegel in seiner Begriffslogik eine Lehre vom Denken, dessen wesentliches Merkmal es ebenfalls ist, frei zu sein. Insofern entwickelt die Begriffslogik eine Epistemologie freien Denkens. Damit entscheidet sich Hegel in den nachkantischen Debatten für Kant und gegen den von Schelling in die Diskussion zurückgebrachten Spinozismus. In der Lehre vom subjektiven Geist zeigt Hegel, wie wir als endliche Geister, die über ihren Leib allemal auch Naturwesen sind, stufenweise die Freiheit erreichen, die den logischen Begriff kennzeichnet.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1675-5
(D) 78,40 €   In den Warenkorb

Neschen, Albena

Ethik und Ökonomie in Hegels Philosophie und in modernen wirtschaftsethischen Entwürfen

Verlag: Meiner, F

Die Verfasserin untersucht mit dem Verhältnis von Ethik und Ökonomie ein höchst aktuelles Thema und zeigt, wie Hegels Bestimmungen dieses Verhältnisses für heutige Bemühungen wegweisend sein können.In lebhafter, eingängiger, zugleich klarer und sehr kundiger Darstellung werden Hegels differenzierte ökonomische Studien sowie seine ethische Kritik an einer verselbständigten Ökonomie in der bürgerlichen Gesellschaft erörtert. Hegels zielsichere ethische Kritik an solcher Ökonomie, aber auch seine spätere Einordnung der Ökonomie und der bürgerlichen Gesellschaft in den Staat als sittliches Ganzes werden überzeugend aufgewiesen.Die Autorin erörtert weiterhin anhand dreier exemplarischen Positionen der modernen Wirtschaftsethik (Koslowski, Homann und Ulrich), wie deren Bezüge zu Hegel und deren eigene Auffassungen hinsichtlich des Verhältnisses von Ethik und Ökonomie kritisch zu beurteilen sind und wie demgegenüber im Ausgang von Hegel die Bedeutung der Ethik für die Ökonomie neu zu bestimmen ist.Die kundige und perspektivenreiche Schrift spricht sowohl Hegel-Forscher als auch einen weiteren Kreis von systematisch Interessierten an, denen das Verhältnis von Ethik und Ökonomie ein philosophisches Problem ist.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1866-7
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Herausgeber : Jaeschke, Walter; Sandkaulen, Birgit  

Friedrich Heinrich Jacobi

Verlag: Meiner, F

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1679-3
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Götz, Carmen

Friedrich Heinrich Jacobi im Kontext der Aufklärung

Verlag: Meiner, F

Friedrich Heinrich Jacobi (1743-1819) ist eine zwitterhafte Gestalt der deutschen Aufklärung: Auf der einen Seite führten seine polemischen Attacken auf die Vernunft dazu, daß er der Gegenaufklärung zugerechnet wurde, auf der anderen Seite offenbart u.a. die freiheitliche Orientierung seiner Äußerungen einen unverkennbar aufklärerischen Impetus.Carmen Götz geht der Frage nach der Positionierung Jacobis im Aufklärungsprozeß unter Rückgriff auf den umfangreichen Düsseldorfer Briefwechsel Jacobis nach. Am Leitfaden von fünf Begriffen, die der Vernunft üblicherweise gegenüberstehen - "Gefühl", "Begehren", "Leib", "Natur" und "Phantasie" -, werden im Rahmen einer philosophisch inspirierten Kulturgeschichte die zeitgenössischen Diskurse samt ihrer Widersprüche, Brüche, aber auch themenübergreifenden Kontinuitäten herausgearbeitet.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1878-0
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Leibniz, Gottfried W
Herausgeber : Einleitung von Busche, Hubertus; Anmerkungen von Busche, Hubertus; Busche, Hubertus; Übersetzt von Busche, Hubertus

Frühe Schriften zum Naturrecht

Verlag: Meiner, F

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1622-9
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Hartmann, Eduard von
Herausgeber : Wolf, Jean C

Die Gefühlsmoral

Verlag: Meiner, F

Die Gefühlsmoral ist ein Auszug aus der "Phänomenologie des sittlichen Bewußtseins", dem Hauptwerk zur Ethik des preußischen Philosophen Eduard von Hartmann (1842–1906). Sie verweist nicht nur zurück auf die Herkunft der Ethik aus dem Unbewußten, sondern auch voraus auf die allmähliche Evolution der moralischen Autonomie im Bereich der Gefühle.Nach Hartmann gibt es keinen einheitlichen moral sense, sondern eine irreduzible Vielfalt moralischer Gefühle. Reine Vernunftmoral bleibt abstrakt und unzulänglich auf der Ebene der Motivation. Reine Gefühlsmoral, welche einzelne Gefühle wie Stolz, Ehre, Vergeltung oder Dankbarkeit, Geselligkeit, Mitleid, Pietät oder Treue verabsolutiert, führt dagegen zu einer Unterbestimmung oder Verirrung der ethischen Urteilsfindung. Gegen den methodischen Isolationismus, der ein einziges Gefühlsprinzip zum Fundament der Ethik erhebt, legt Hartmann dar, wie sich diverse Gefühle gegenseitig stützen und modifizieren. Kündigt sich in den einzelnen moralischen Gefühlen bereits eine unbewußte Struktur und Zweckorientierung an, so muß diese in späteren Teilen der Ethik explizit gemacht und begründet werden. Der Abschnitt über die Gefühlsmoral bietet einen leicht verständlichen Zugang zu Hartmanns Ethik und ist besonders geeignet, seine Bedeutung als Anreger und Wegbereiter einer phänomenologisch und kulturphilosophisch orientierten Ethik, die im 20. Jahrhundert von Max Scheler, Albert Schweitzer und Otto Friedrich Bollnow fortgeführt wurde, zu verdeutlichen.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1817-9
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Cassirer, Ernst
Herausgeber : Anmerkungen von Clemens, Julia; Bearbeitet von Clemens, Julia; Recki, Birgit

Gesammelte Werke. Hamburger Ausgabe / Aufsätze und kleine Schriften 1922-1926

Verlag: Meiner, F

Die Begriffsform im mythischen Denken (1922) · Der Begriff der symbolischen Form im Aufbau der Geisteswissenschaften (1923) · Die Kantischen Elemente in Wilhelm von Humboldts Sprachphilosophie (1923) · Eidos und Eidolon. Das Problem des Schönen und der Kunst in Platons Dialogen (1924) · Zur Philosophie der Mythologie" (1924) · Paul Natorp. 24. Januar 1854 – 17. August 1924 (1925) · Sprache und Mythos. Ein Beitrag zum Problem der Götternamen (1925) · Die Philosophie der Griechen von den Anfängen bis Platon (1925) · Kleine Schriften: Kant und Goethe (1924) · Vorwort zur Festschrift für Paul Natorp (1924) · Von Hermann Cohens geistigem Erbe (1926).

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1416-4
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Cassirer, Ernst
Herausgeber : Recki, Birgit; Bearbeitet von Berben, Tobias

Gesammelte Werke. Hamburger Ausgabe / Aufsätze und kleine Schriften 1927-1931

Verlag: Meiner, F

Die Bedeutung des Sprachproblems für die Entstehung der neueren Philosophie (1927) · Erkenntnistheorie nebst den Grenzfragen der Logik und Denkpsychologie (1927) · Zur Theorie des Begriffs. Bemerkungen zu dem Aufsatz von Georg Heymans (1928) · Die Idee der Religion bei Lessing und Mendelssohn (1929) · Die Philosophie Moses Mendelssohns (1929) · Form und Technik (1930) · »Geist« und »Leben« in der Philosophie der Gegenwart (1930) · Deutschland und Westeuropa im Spiegel der Geistesgeschichte (1931) · Kant und das Problem der Metaphysik. Bemerkungen zu Martin Heideggers Kant-Interpretation (1931) · Vorträge und kleine Schriften: Das Symbolproblem und seine Stellung im System der Philosophie (1927) · Beiträge zu: Hermann Cohen, Schriften zur Philosophie und Zeitgeschichte (1928) · Die Idee der republikanischen Verfassung (1929) · Beiträge für die Encyclopedia Britannica (1929) · Formen und Formwandlungen des philosophischen Wahrheitsbegriffs (1929) · Leibniz und Jungius (1929) · Nachruf auf Aby Warburg (1929) · Bericht über das Geschäftsjahr 1929/30, erstattet von dem Prorektor Prof. Dr. Ernst Cassirer (1930) · Keplers Stellung in der europäischen Geistesgeschichte (1928/29) · Kants Stellung in der deutschen Geistesgeschichte (1929) · Enlightenment (1930) · Mythischer, ästhetischer und theoretischer Raum (1931).

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1417-1
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Cassirer, Ernst
Herausgeber : Recki, Birgit; Bearbeitet von Becker, Ralf

Gesammelte Werke. Hamburger Ausgabe / Aufsätze und kleine Schriften (1932-1935)

Verlag: Meiner, F

Aufsätze und Abhandlungen
Das Problem Jean-Jacques Rousseau · Die Antike und die Entstehung der exakten Wissenschaft · Die Sprache und der Aufbau der Gegenstandswelt · Goethes Idee der Bildung und Erziehung · Psychologie und Philosophie · Shaftesbury und die Renaissance des Platonismus in England · Spinozas Stellung in der allgemeinen Geistesgeschichte · Vom Wesen und Werden des Naturrechts · Henri Bergsons Ethik und Religionsphilosophie · Hermann Cohens Philosophie der Religion und ihr Verhältnis zum Judentum · Le langage et la construction du monde des objets · L'unité dans l'œuvre de J.-J. Rousseau · Schiller und Shaftesbury

Goethe und die geschichtliche Welt. drei Aufsätze
Goethe und die geschichtliche Welt · Goethe und das 18. Jahrhundert · Goethe und Platon

Rezensionen und kleine Schriften
Der Naturforscher Goethe · Kant · Lieber Bruno · Leibniz · Bernhard Groethuysen, Philosophische Anthropologie · John Henry Muirhead, The Platonic Tradition in Anglo-Saxon Philosophy

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1418-8
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Cassirer, Ernst
Herausgeber : Recki, Birgit

Gesammelte Werke. Hamburger Ausgabe / Aufsätze und kleine Schriften 1936-1940

Verlag: Meiner, F

Aufsätze und Abhandlungen:Inhalt und Umfang des Begriffs. Bemerkungen zu Konrad Marc-Wogau: Inhalt und Umfang des Begriffs | Wahrheitsbegriff und Wahrheitsproblem bei Galilei | Über Bedeutung und Abfassungszeit von Descartes' "Recherche de la verité par la lumière naturelle". Eine kritische Betrachtung | Zur Logik des Symbolbegriffs | Naturalistische und humanistische Begründung der Kulturphilosophie | Was ist "Subjektivismus"? | Die Philosophie im XVII. und XVIII. Jahrhundert | Mathematische Mystik und mathematische Naturwissenschaft. Betrachtungen zur Entstehungsgeschichte der exakten WissenschaftRezensionen und kleine Schriften:Cornelius Benjamin, An Introduction to the Philosophy of Science | Friedrich Dannenberg, Das Erbe Platons in England bis zur Bildung Lylys. Stufen einer Spiegelung | Œuvres complètes de Male­branche | Tal till studenterna | Neuere Kantliteratur

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1422-5
(D) 78,40 €   In den Warenkorb

Cassirer, Ernst
Herausgeber : Recki, Birgit

Gesammelte Werke. Hamburger Ausgabe / Axel Hägerström. Thorilds Stellung in der Geistesgeschichte des 18. Jahrhunderts

Verlag: Meiner, F

Die Arbeit zu dem schwedischen Dichter-Philosophen Thomas Thorild (1759-1808) ist ein Zeugnis der Cassirerschen Methode, einzelne Denker als individuelle Persönlichkeiten, aber auch in dem geistesgeschichtlichen Prozeß, in dem sie stehen, zu begreifen: Das Ganze von Thorilds Lehre, so schreibt er, "muß genetisch genommen werden. Wir müssen versuchen, es vor uns aufzubauen, um den inneren Denkprozeß zu verstehen, dem es entstammt: einen Prozeß, der niemals dem Denken allein entstammt, sondern den Thorild mit seiner ganzen Persönlichkeit und seinem spezifischen Lebensgefühl durchdrungen hat."

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1421-8
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Cassirer, Ernst
Herausgeber : Recki, Birgit

Gesammelte Werke. Hamburger Ausgabe / Descartes

Verlag: Meiner, F

Ernst Cassirers Aufsätze über die Verbindung von Leben und Lehre im Wirken Descartes' entstanden 1936-1938 im schwedischen Exil und zählen zu den wichtigsten Texten seiner Göteborger Jahre.

Sein ganzes akademisches Leben lang beschäftigte Cassirer sich mit Descartes. Jahrzehnte philosophischer Arbeit führten zu einer steten Weiterentwicklung seiner Descartes-Interpretation: Mehr als 30 Jahre nach seiner Promotion über Descartes, mit Kenntnis der gesamten, auch neueren, zeitgenössischen Literatur, interpretiert Cassirer den großen Philosophen in einem eigentlichen geschichtlichen Verständnis aus seinem System und seiner Zeit heraus und wählt die Perspektive der ideengeschichtlichen Sicht, eingebettet in einen größeren und vor allem historisch 'zugänglichen' Rahmen.

In den fünf Aufsätzen des Bandes verdeutlicht Cassirer den systematischen Rang und die historische Stellung der Cartesischen Philosophie, ihre prospektive Leistung sowie ihre zeitbedingten Grenzen. Darüber hinaus verortet er Descartes unter besonderer Betonung seiner praktischen Vernunft, der Ethik, in seinem Jahrhundert.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1420-1
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Cassirer, Ernst
Herausgeber : Recki, Birgit; Bearbeitet von Rosenkranz, Claus

Gesammelte Werke. Hamburger Ausgabe / Determinismus und Indeterminismus in der modernen Physik

Verlag: Meiner, F

Text und Anmerkungen bearbeitet von Claus Rosenkranz

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1419-5
(D) 62,40 €   In den Warenkorb

Cassirer, Ernst
Herausgeber : Recki, Birgit

Gesammelte Werke. Hamburger Ausgabe / Essay on Man

Verlag: Meiner, F

Angeregt von Freunden und Kollegen, legte Ernst Cassirer 1944 im amerikanischen Exil mit dem Essay on Man eine komprimierte und zugleich überarbeitete Fassung seiner Kulturphilosophie vor, in der er die dreibändige Philosophie der symbolischen Formen in ihren Hauptgedanken fortführt. Dabei wird der wohl wichtigste Bestandteil der Cassirerschen Kulturphilosophie, die Idee der Humanität, thematisiert und zusammenfassend begründet. Mit Bezugnahme auf das komplexe und vielschichtige Gefüge von Sprache, Mythos, Religion, Kunst, Geschichte und Wissenschaft bestimmt Cassirer den Menschen als "animal symbolicum", als ein Wesen, das Symbole schafft und sich durch Symbole verständigt. Dank seiner klaren, verständlichen Sprache und Argumentationsstruktur ermöglicht der "Essay on Man" nicht nur dem philosophischen Fachpublikum, sondern auch einem weiteren Kreis interessierter Leser den Zugang zu Cassirers Denken. Er darf somit als allgemeine Einführung in die Philosophie Cassirers verstanden werden. Inhalt:Part I. What is man?I. The Crisis in Man's Knowledge of HimselfII. A Clue to the Nature of Man: the SymbolIII. From Animal Reactions to Human ResponsesIV. The Human World of Space and TimeV. Facts and IdealsPart II. Man and CultureVI. The Definition of Man in Terms of Human CultureVII. Myth and ReligionVIII. LanguageIX. ArtX. HistoryXI. ScienceXII. Summary and Conclusion

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1423-2
(D) 68,80 €   In den Warenkorb

Cassirer, Ernst
Herausgeber : Anmerkungen von Rosenkranz, Claus; Bearbeitet von Rosenkranz, Claus; Recki, Birgit

Gesammelte Werke. Hamburger Ausgabe / Die Philosophie der Aufklärung

Verlag: Meiner, F

Ernst Cassirers "Philosophie der Aufklärung" steht in dem Ruf eines Klassikers. Wer auch nur zehn Seiten aus der Arbeit gelesen hat, wird diese Einschätzung nachvollziehen können. Das Buch ist konsequent als Problemgeschichte geschrieben, worin es Windelbands "Lehrbuch der Geschichte der Philosophie" ähnelt. Den Leser erwarten also nicht chronologisch angeordnete Biographien und Werkbeschreibungen, sondern eine systematische Darstellung der wichtigsten Themenfelder aufklärerischen Denkens.

Im Wesentlichen konzentriert sich Cassirer auf das Naturbild der Aufklärung, ihre Psychologie und Erkenntnistheorie, ihr Religionsverständnis, ihre Geschichtsauffassung, ihre Sicht von Recht, Staat und Gesellschaft (hier auch ein interessanter Abschnitt über die Entwicklung des Menschenrechtsgedankens) und ihre Ästhetik.

Jedes Kapitel stellt die zentralen Ideen der Aufklärer zum jeweiligen Thema vor, arbeitet deren innere Probleme heraus und versäumt es nicht, neben den Gemeinsamkeiten der Standpunkte auch auf individuelle Akzentsetzungen zu verweisen. Obwohl Cassirer ausdrückliche Wertungen meist vermeidet, tritt durchgehend seine Parteinahme für die Aufklärung zum Vorschein.

Der Vorzug dieser Herangehensweise besteht darin, die Eigenlogik des behandelten Weltbildes und seine heutige Aktualität stärker zum Vorschein treten zu lassen, als es eine traditionelle, personenorientierte Philosophiegeschichte könnte.
Allerdings muß Cassirer dafür einen Preis zahlen. Sein geistiges Portrait des 18. Jahrhunderts ist historisch geglättet und philosophisch verflacht. Von den skeptizistischen, nihilistischen und relativistischen Unterströmungen, die von Anfang an den Gegenpol zur Wissenschaftsgläubigkeit und dem Fortschrittsoptimismus der Aufklärung bildeten, ist in dieser Darstellung fast nichts zu finden. Auch fehlt jeder Hinweis auf eventuelle Grenzen des aufklärerischen Weltverständnisses. Soweit die Aufklärer überhaupt gewisser Fragen nicht Herr geworden seien, habe dies, so suggeriert Cassirer, ihr großer Nachfolger Kant wettgemacht.

Doch muß man Cassirers Urteil nicht akzeptieren, um ihn mit Gewinn zu lesen. Seine meisterhafte Gliederung des Materials und sein glänzender Stil verhelfen zu einem so angenehmen Einstieg in die geistige Welt des 18. Jahrhunderts, daß man der Verlockung, das Buch mit seinen fast 500 Seiten in einem Zug durchzulesen, nur schwer widerstehen kann.

Wer es abgeschlossen hat, wird schmerzlich bedauern, daß sein Autor nicht dazu kam, dem Denken anderer Epochen ähnlich souveräne Darstellungen zu widmen.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1415-7
(D) 68,80 €   In den Warenkorb

Lazarus, Moritz
Herausgeber : Einleitung von Köhnke, Klaus C; Köhnke, Klaus C

Grundzüge der Völkerpsychologie und Kulturwissenschaft

Verlag: Meiner, F

Der Band versammelt den ersten Programmaufsatz zu einer "Völkerpsychologie" (1851) und die drei grundlegenden Texte (1862, 1862, 1865) von Moritz Lazarus, die in ausführlich kommentierter Form erstmals wieder abgedruckt werden.

Auf Lazarus gehen alle Theorien des 'objektiven' Geistes zurück. Denn bei ihm wurde erstmals unter 'objektivem Geist' resp. 'objektiver Kultur' die Gesamtheit aller kulturellen Güter, Leistungen und Sachverhalte zum Thema der Philosophie. 'Kultur' meinte nun nicht mehr nur die 'höhere Bildung', sondern ebenso den ungeheuren Schatz der Kulturgüter, der gesellschaftlichen Verkehrsformen und Institutionen. Der Begriff 'Völkerpsychologie' ist zu verstehen als 'Psychologie der geistigen Verhältnisse' innerhalb und zwischen Völkern, was bereits von den Zeitgenossen mit 'Sozialpsychologie' oder 'Kulturphilosophie' gleichgesetzt bzw. übersetzt wurde.

Wie und unter welchen Bedingungen gelingt resp. mißlingt die Aneignung von Kultur - eigener und fremder? In welcher Stellung steht das Individuum zur Gesamtheit resp. zu den vielfältigen Artefakten der umgebenden kulturellen Verhältnisse, d.h. zu Sprache und Wissenschaft, materieller Kultur und Institutionen, zu Formen der Geselligkeit und des Umganges?

Mit diesen Fragen umriß und projektierte Lazarus eine heute wieder höchst aktuelle 'Kulturwissenschaft', die nicht mehr einseitig nur nach der Genese oder Geschichte der kulturellen Gegebenheiten und Probleme fragt, sondern vor allem den Funktionsweisen von Kultur und sozialen Formen nachspürt. Deshalb war und wurde er zum Lehrer oder Anreger von Georg Simmels Soziologie der Formen der Vergesellschaftung und seiner Theorie der Tragödie der Kultur, an die wiederum Ernst Cassirer und viele andere anknüpften, aber auch von Wilhelm Diltheys Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften und nachfolgenden Theorien des 'objektiven Geistes' bis hin zu Hans Freyer.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1632-8
(D) 21,50 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Hoffmann, Thomas S  

Hegel als Schlüsseldenker der modernen Welt

Verlag: Meiner, F

In diesem Band geht es darum, auf der Grundlage einer präzisen, stets aktuelle Dimensionen aufgreifenden neuen Lektüre der "Phänomenologie "die Legitimität des Hegelschen Anspruchs zu prüfen, den oder doch einen der "Grundtexte der Moderne" verfasst zu haben. Die heuristische Ausgangsthese dabei lautet: Hegel, der letzte große Systematiker der europäischen philosophischen Tradition, könnte in der Tat zu den Autoren zu zählen sein, in deren Werk sich in konzentrierter Form ausdrückt, was zu den inneren Bau- und Strukturprinzipien der modernen Welt zählt.Mit Beiträgen von R. Beuthan, M. Gottschlich, M. Höfler, T. S. Hoffmann, S. Houlgate, L. Illeterati, W. Jaeschke, G. Marmasse, T. Pierini, T. Penolidis, F. Schick, A. Sell, K. Vieweg und M. Wladika.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1889-6
(D) 76,80 €   In den Warenkorb

Fischer, Norbert
Herausgeber : Herrmann, Friedrich W von

Heidegger und die christliche Tradition

Verlag: Meiner, F

Heideggers abfällige Bemerkungen zur christlichen Theologie, auch zur ›pseudotheologischen Luft‹ an der Nachkriegsuniversität, die ihm sehr zu schaffen mache, lassen die pointierte Deutung von Heideggers unausgesprochenen Absichten bedenkenswert erscheinen: »Indem er [Heidegger] sich gegen das kirchliche System der Heilssicherung wandte, glaubte er vielleicht selber noch ›christlicher‹ zu sein als die offizielle Theologie« (Jean Grondin).

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1816-2
(D) 18,30 €   In den Warenkorb

Bayle, Pierre
Herausgeber : Vorwort von Gawlick, Günter; Gawlick, Günter; Übersetzt von Gawlick, Günter; Vorwort von Kreimendahl, Lothar; Kreimendahl, Lothar; Übersetzt von Kreimendahl, Lothar; Gawlick, Günther

Historisches und kritisches Wörterbuch

Verlag: Meiner, F

Pierre Bayles "Dictionnaire historique et critique" (1. Aufl. 1697) ist als die "Bibel" oder, in den Worten Wilhelm Diltheys, als die "Rüstkammer der Aufklärung" bezeichnet worden. Die Attraktion, die es nicht nur auf die zeitgenössischen Leser ausübte, beruht in erster Linie auf dem Geist nüchterner, vorurteilsfreier Prüfung, der das ganze Werk durchzieht. Diese Grundhaltung traf den Nerv und das Lebensgefühl des 18. Jahrhunderts, das sich nach Kants Worten nur dem verpflichtet fühlte, was vor dem "Richterstuhl der Vernunft" legitimiert worden war. Bayle steht am Anfang dieser Entwicklung und pocht unbeirrbar auf die Rechte der Vernunft, die sich für ihn in einer schonungslosen Prüfung des überlieferten Wissenstandes manifestieren.
Im Jahr 2003 haben die Herausgeber aus den mehr als 2000 Artikeln des Wörterbuchs einen ersten Band mit einer Auswahl von gut 30 Artikeln sowie mit den vier "Klarstellungen" Bayles in neuer Übersetzung innerhalb der Philosophischen Bibliothek (PhB 542) vorgelegt. Infolge der positiven Resonanz erscheint anläßlich des 300. Todestages Bayles jetzt der zweite und abschließende Teil der Auswahlausgabe. Der Schwerpunkt liegt wiederum auf den philosophischen Artikeln des 'Dictionnaire'. Zusammen mit den bereits vorliegenden Texten vermitteln die hier präsentierten gut 30 weiteren Artikel einen Eindruck von Bayles philosophischem Denken.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1619-9
(D) 54,40 €   In den Warenkorb

Bayle, Pierre; Bayle, Pierre
Herausgeber : Gawlick, Günther; Kreimendahl, Lothar

Historisches und kritisches Wörterbuch

Verlag: Meiner, F

Pierre Bayles "Dictionnaire historique et critique" (1. Aufl. 1697) ist als die "Bibel" oder, in den Worten Wilhelm Diltheys, als die "Rüstkammer der Aufklärung" bezeichnet worden. Die Attraktion, die es nicht nur auf die zeitgenössischen Leser ausübte, beruht in erster Linie auf dem Geist nüchterner, vorurteilsfreier Prüfung, der das ganze Werk durchzieht. Diese Grundhaltung traf den Nerv und das Lebensgefühl des 18. Jahrhunderts, das sich nach Kants Worten nur dem verpflichtet fühlte, was vor dem "Richterstuhl der Vernunft" legitimiert worden war. Bayle steht am Anfang dieser Entwicklung und pocht unbeirrbar auf die Rechte der Vernunft, die sich für ihn in einer schonungslosen Prüfung des überlieferten Wissenstandes manifestieren.Im Jahr 2003 haben die Herausgeber aus den mehr als 2000 Artikeln des Wörterbuchs einen ersten Band mit einer Auswahl von gut 30 Artikeln sowie mit den vier "Klarstellungen" Bayles in neuer Übersetzung innerhalb der Philosophischen Bibliothek (PhB 542) vorgelegt. Infolge der positiven Resonanz erscheint anläßlich des 300. Todestages Bayles jetzt der zweite und abschließende Teil der Auswahlausgabe. Der Schwerpunkt liegt wiederum auf den philosophischen Artikeln des 'Dictionnaire'. Zusammen mit den bereits vorliegenden Texten vermitteln die hier präsentierten gut 30 weiteren Artikel einen Eindruck von Bayles philosophischem Denken.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1786-8
(D) 78,40 €   In den Warenkorb

Mendelssohn, Moses
Herausgeber : Albrecht, Michael

Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum

Verlag: Meiner, F

"Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum" von Moses Mendelssohn (1728-1786) ist eines der einflußreichsten und grundlegendsten Werke der jüdischen Aufklärung. Behandelt wird das Verhältnis zwischen Religion und Staat. Mendelssohn verwirft die Idee einer Glaubenseinheit, da sie Vernunft und Gewissensfreiheit gefährden würde, und vertritt einen radikalen Pluralismus. Der Band enthält ebenfalls den Entwurf Mendelssohns zu "Jerusalem" sowie die "Vorrede zu Manasseh Ben Israels 'Rettung der Juden'".

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1692-2
(D) 27,90 €   In den Warenkorb

Stolzenberg, Jürgen

Kant und der Frühidealismus

Verlag: Meiner, F

Es steht außer Frage, daß das Werk Immanuel Kants Dreh- und Angelpunkt war für die Ausbildung der Philosophie des deutschen Idealismus: In kritischer Anknüpfung an seine Neubestimmung der Aufgabe einer systematisch ausgerichteten Philosophie entwarf zunächst Fichte sein Konzept einer transzendentalphilosophisch begründeten Wissenschaftslehre, und gelangten dann Hölderlin, Schelling und Hegel zu den Einsichten, mit denen sie die kritischen Forderungen des großen Königsberger Philosophen einlösen wollten.

Nach dem ersten Band der Reihe 'System der Vernunft - Kant und der deutsche Idealismus' (Hamburg 2001), der die Architektonik und das System in der Philosophie Kant zum Gegenstand hatte, folgt jetzt der zweite Band, in dem die führenden Experten auf dem Gebiet der Erforschung der historischen Genese der deutschen Philosophie im 19. Jahrhundert den vielschichtigen Aspekten nachgehen, unter denen Kant der Denker war, der in der frühen Phase der Ausbildung des später zur Blüte gelangten deutschen Idealismus durch die von ihm vorgegebenen Fragen und Thesen seinen kritischen Nachfolgern die Richtung vorgab.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1794-3
(D) 78,40 €   In den Warenkorb

Gesang, Bernward

Kants vergessener Rezensent

Verlag: Meiner, F

Der Name Hermann Andreas Pistorius ist heute nahezu unbekannt. Allerdings zu Unrecht, denn Pistorius war unter den Kritikern Kants, die zu Lebzeiten des Königsberger Philosophen publizierten, einer der scharfsinnigsten. Pistorius war Pfarrer auf Rügen, lebte von 1730–1798 und war unter anderem Übersetzer einiger Werke David Humes. Zudem war er Rezensent für die »Allgemeine deutsche Bibliothek« und für das Nachfolgewerk, die »Neue allgemeine deutsche Bibliothek«, zwei Zeitschriften, in denen die Literatur der Zeit systematisch besprochen wurde. In dieser Funktion hat Pistorius die großen Werke Kants rezensiert (Kritik der reinen Vernunft, Kritik der praktischen Vernunft etc.). Kant selbst lobt ihn in hohen Tönen und nennt ihn einen wahrheitsliebenden, scharfsinnigen und stets achtungswürdigen Rezensenten (KdpV A 15f.). Der berühmte Kant-Kommentator Hans Vaihinger hebt Pistorius als einen Kritiker Kants hervor, der »meisterhafte Besprechungen« lieferte.In diesem Band werden fünf der wichtigsten Texte dieses lang vergessenen Autors erstmals gemeinsam veröffentlicht und damit der Forschung und einem breiteren Publikum neu zugänglich gemacht.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1823-0
(D) 54,40 €   In den Warenkorb

Bruno, Giordano
Herausgeber : Kodera, Sergius

Der Kerzenzieher

Verlag: Meiner, F

Giordano Bruno (1548–1600), einer der bedeutendsten Philosophen der Renaissance, veröffentlichte 1582 in Paris sein erstes Werk in italienischer Sprache, eine turbulente Komödie, angesiedelt im zeitgenössischen Neapel.Die drei Hauptfiguren in diesem linguistisch und soziologisch erstaunlich detailgetreuen Notturno sind ein geldgieriger Alchemist, ein ehebrecherischer Päderast (nach diesem "Kerzenzieher" ist das Stück benannt) und ein hochmütiger Schulmeister. Bestraft werden diese negativen Protagonisten durch Intrigen, die der Maler und Meisterillusionär Gioan Bernardo zusammen mit der Kupplerin Lucia ausheckt.Der "Candelaio" ist mehr als ein literarisches Bravourstück mit mehreren ineinander verwobenen Handlungssträngen sowie einer Liebeserklärung des Autors an seine Heimat Neapel. Daß hier zentrale Positionen angelegt sind, die Bruno in seinen philosophischen Schriften ausführt, ist bislang zuwenig beachtet worden: Themen wie die Dialektik von Sein und Schein (sie verlangt nach einer Methode für den sachgerechten Umgang mit den täuschenden Bewußtseinsbildern), das Wirken der Fortuna in einem zyklischen Weltbild und Kommentare zur gleichzeitig in den lateinischen Schriften des Autors entwickelten Gedächtniskunst sind in die Handlung eingebettet. So betrachtet erschließt sich das Stück als literarisches Experiment, in welchem Bruno versucht, das neue Denken in neuem Gewand auf der Bühne zu präsentieren. Zahlreiche intertextuelle Verweise auf Klassiker der italienischen und der antiken Literatur machen den "Candelaio" nicht nur für Literatur- und Theaterwissenschaftler, sondern (wegen der authentischen Darstellung der Gauner, Scharlatane und Prostituierten) auch für Kulturhistoriker zu einem beachtenswerten Quellentext. Er ist zudem für alle Italienreisenden eine faszinierende Lektüre, die Neapel näher kennenlernen möchten, denn Bruno vergegenwärtigt mit seinem Cicerone der etwas anderen Art einen zu Unrecht vernachlässigten Brennpunkt frühmoderner europäischer Kultur.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1795-0
(D) 19,90 €   In den Warenkorb

Pascal, Blaise
Herausgeber : Raffelt, Albert; Übersetzt von Kunzmann, Ulrich

Kleine Schriften zur Religion und Philosophie

Verlag: Meiner, F

Das literarische Werk Blaise Pascals (1623-1662) zählt zu den großen Klassikern der französischen Literatur. Es umfaßt neben den Lettres provinciales und den Pensées bedeutende kleinere Schriften zur Religion und Philosophie, die in dieser Ausgabe vollständig und zum Teil erstmalig in deutscher Übersetzung vorgelegt werden. Dazu gehören so wichtige Texte wie die Methodenschrift "Betrachtungen über die Geometrie im allgemeinen - Vom geometrischen Geist und Von der Kunst zu überzeugen", die wissenschaftstheoretischen Überlegungen der "Vorrede zu einer Abhandlung über die Leere" oder das packende, die Dialektik der Pensées vorwegnehmende "Gespräch mit Herrn de Sacy über Epiktet und Montaigne", das hier in der Übersetzung der neu entdeckten Originalversion vorliegt. Zu wenig beachtet worden sind bislang die religiösen Schriften, so z.B. das "Gebet zu Gott um den rechten Gebrauch der Krankheiten" oder die umfangreichen, nicht abgeschlossenen "Schriften über die Gnade", die Pascals Ringen um die Problematik von Freiheit und Gnade dokumentieren. Beigegeben ist die Lebensbeschreibung durch seine Schwester Gilberte Périer, eine erstrangige historische Quelle, und im Anhang die "Abhandlung über die Leidenschaften der Liebe" - nicht von Pascal, aber ein Dokument früher Rezeption und gleichzeitig erstaunlicher Fehlurteile mancher Pascal-Forscher bis heute. In den Anmerkungen des Übersetzers und des Herausgebers werden Literatur- und Bibelzitate nachgewiesen. Sie lassen die beträchtliche Quellenverwertung Pascals deutlich werden.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1769-1
(D) 62,40 €   In den Warenkorb

Goldstein, Jürgen

Kontingenz und Rationalität bei Descartes

Verlag: Meiner, F

Wie ist in einer Welt der radikalen Kontingenz, in der alles, was ist, auch nicht oder anders sein könnte, Rationalität möglich? Jürgen Goldstein gibt Antwort auf diese Fragen, indem er zunächst den von Descartes vorausgesetzten Kontingenzbegriff in seiner Genese rekonstruiert – eine Begriffsgeschichte des Terminus "contingentia" stellt noch immer ein Desiderat dar – und im Anschluß zeigt, daß Descartes von der spätmittelalterlichen Reflexion der Nichtnotwendigkeit des Seienden ausgeht und auf sie produktiv reagiert. Der cartesische Rationalismus wird so erstmalig und umfassend in allen Feldern seines Denkens (Metaphysik, Naturphilosophie, Ethik, Theologie) als ein Konzept zur Kontingenzbewältigung erfaßt.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1836-0
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Kreativität. Tagungsband

Verlag: Meiner, F

Kreativität ist zu einem Schlüsselbegriff innerhalb der Wissenschaften, der Forschung, der Wirtschaft und der Medien aufgestiegen. Sie ist ein zentrales Thema der öffentlichen Diskussion und schwingt stets mit, wenn von Innovation, Fortschritt, Zukunft der Wissensgesellschaft, Genforschung, Bioethik, virtuellen Welten und künstlicher Intelligenz die Rede ist.Zugleich spielt Kreativität eine grundlegende Rolle sowohl in den sozialen, wissenschaftlichen und technischen Fähigkeiten und Kompetenzen des Menschen, wie auch in unserem alltäglichen Wahrnehmen, Sprechen, Denken und Handeln. Die Autoren dieses Bandes nehmen sich des Themas gezielt an, reflektieren die Formen, Praktiken und Dynamiken von Kreativität sowie deren Bedingungen und Voraussetzungen und heben die Logik von Kreativitätsprozessen ins Blickfeld.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1766-0
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Herausgeber : Franke, Ursula; Gethmann-Seifert, Annemarie  

Kulturpolitik und Kunstgeschichte

Verlag: Meiner, F

Einleitung: Über Kunst nach dem "Ende der Kunst". Zur Aktualität von Hegels Berliner Vorlesungen über Philosophie der Kunst oder ÄsthetikI. Kunst in der modernen WeltJeong-Im Kwon: Das moderne Ideal und die kulturelle Rolle der Kunst. Hegels Bestimmung der Kunst für die GegenwartElisabeth Weisser-Lohmann: Der Staat und die Kunst. Zur öffentlichen Funktion der Kunst bei HegelAnnemarie Gethmann-Siefert: Hegel über Kunst und Alltäglichkeit. Zur Rehabilitierung des ästhetischen GenussesBernadette Collenberg-Plotnikov: Wissenschaftstheoretische Implikationen des Kunstverständnisses bei Hegel und im HegelianismusII. das Gestaltungsspektrum der KünsteUrsula Franke: Der neue Heilige. Hegel über die Darstellung GottesKarsten Berr: Landschaft – Die Rehabilitierung des verschmähten Naturschönen in der KunstGiovanna Pinna: Hegel über das Portrait und die spezifisch moderne Version des "Ideals"Alain Patrick Olivier: La musique à la fin de l’histoireEvelin Kohl: Becketts "Warten auf Godot" und Hegels "Dramatische Poesie". Auf Entdeckungsreise mit Beckett in die Welten der ÄsthetikFrancesca Iannelli: Hegel und die Hegelianer über das Häßliche: Eine kontroverse Rezeption

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1721-9
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Franke, Ursula; Früchtl, Josef

Kunst und Demokratie

Verlag: Meiner, F

Die demokratisch organisierte Politik macht es nötig, Kompromisse einzugehen. Kunst dagegen verachtet den Kompromiß, das Mittlere wie das Mittelmaß und dringt geradezu feindselig und diktatorisch auf Alleinherrschaft. Die Beiträge des Bandes beziehen hierzu – gerade vor dem Hintergrund des 11. September 2001 – auf differenzierte Weise Position.
Ästhetisch-politische Diskussionen
Christel Fricke: Kunst und Öffentlichkeit. Möglichkeiten und Grenzen einer ästhetischen Reflexion über die Terrorattacken auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001
Pamela C. Scorzin: Die US-Flaggenhissung als Engramm und Bildzeichen. Betrachtungen über eine patriotische Ikone in der Medienlandschaft
Martin Jay: Soma-Ästhetik und Demokratie. Die politische Dimension der Körperkunst
Rüdiger Zill: Reflexe und Reflexionen. Drei Stellungen des Gedankens zur Realität der Magie
Hermann Pfütze: Die Künste als Spielraum der Demokratie
Jochen Gerz: Im Licht der Kultur. Ein Statement

Ästhetisch-ethische Perspektiven
Reinhold Schmücker: Kunstkritik als demokratischer Prozeß
Bernd Kleimann: Elitismus und Betroffenheitskultur. Zur ethischen Valenz der Kunst

Spezielle Aspekte
Klaus von Beyme: Die Künstler der Avantgarde und die Demokratie
Marie-Luise Raters: Böse Menschen haben keine Lieder. Kann Musik zur Demokratie erziehen?
Wolfhart Henckmann: Grenzen der "Kunstverhältnisse"

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1667-0
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Bührmann, Mario

Das Labor des Anthropologen

Verlag: Meiner, F

Die Rezeption der Schriften des schottischen Philosophen und Historikers David Hume (1711-1776) hat sich lange Zeit fast ausschließlich auf eine Auseinandersetzung mit seinen erkenntnistheoretischen Überlegungen beschränkt. Diese Schwerpunktsetzung führte dazu, daß Humes Beobachtungen und Reflexionen zur Ethik, Ästhetik, Geschichte, Politik, Religion und Ökonomie weniger Aufmerksamkeit geschenkt wurde.Mit Blick auf das Gesamtwerk, einschließlich seiner Korrespondenz, rekonstruiert Mario Bührmann in dieser Studie sowohl das Anthropologieverständnis Humes als auch seine Auffassung von Kultur, denn gerade diese in seinem Werk implizit bleibenden Konzeptionen sind für seine auf Erfahrung und Beobachtung basierenden Analysen erkenntnisleitend. Er arbeitet Humes Blick auf den Menschen als Natur- und Kulturwesen heraus und verdeutlicht dabei die Spannungen zwischen seinem Gesetzmäßigkeiten fokussierenden Anthropologiekonzept und seinem Heterogenität wie Partikularität betonenden Kulturverständnis. Da Hume in seinen Schriften stets auf das von antiken Philosophen, Dichtern oder Historikern bereitgestellte Reflexionspotential Bezug nimmt, legt diese Studie besonderes Augenmerk auf die Beschäftigung Humes mit der griechisch-römischen Antike.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1885-8
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Herausgeber : Fetz, Reto L; Ullrich, Sebastian  

Leben- Geist- Form

Verlag: Meiner, F

Cassirer legt in seinen Nachgelassenen Manuskripten und Texten besonderes Augenmerk auf die Begriffe "Geist", "Leben" und "Form". Der Schatz, der in diesem Nachlaß steckt, kann im Hinblick auf den historischen und systematischen Ertrag sowie auf die aktuelle Anschlußfähigkeit seiner Überlegungen noch lange nicht als gehoben gelten. Der neue Band der Cassirer-Forschungen zeigt, daß mit Cassirers 'Philosophie der symbolischen Formen' und der ihr zugehörigen Metaphysik bedeutsame, noch unbegangene Wege für die Philosophie eröffnet sind.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1872-8
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Anonymus
Herausgeber : Einleitung von Schönberger, Rolf; Übersetzt von Schönfeld, Andreas; Anmerkungen von Schönfeld, Andreas

Liber de causis. Das Buch von den Ursachen

Verlag: Meiner, F

Das "Buch von den Ursachen" (Liber de causis), im 9. Jahrhundert in Bagdad entstanden, zählt zu den bedeutendsten Texten, die in dem komplexen Vorgang der "Übersetzung" der arabischen Philosophie in die des lateinischen Westens eine Rolle spielten.

Nach seiner Wiederentdeckung und Übersetzung im Toledo des 12. Jahrhunderts wurde er zunächst (fälschlich) Aristoteles zugeschrieben und blieb - als Grundtext der Theologie und Ontologie von der Pariser Universität zur Pflichtlektüre erhoben - bis in die Renaissance ein Referenztext aller philosophischen Debatten.

An die 30 mittelalterliche Kommentare sind überliefert, darunter die ausführlichen Kommentare von Albertus Magnus und Thomas von Aquin, der den Text schließlich als eine Kompilation aus der Elementatio theologica des Proklos identifizierte. Wer immer sich mit den Texten der mittelalterlichen Philosophie - nicht zuletzt der deutschen Dominikanerschule - beschäftigt, trifft auf Schritt und Tritt Zitate aus diesem Text an.

Die vorliegende Studienausgabe auf der Basis des lateinischen Textes macht daher erstmals eine Quelle allgemein zugänglich, die für das Studium der Philosophie des Mittelalters von zentraler Bedeutung ist. Ein ausführliches Glossar, eine Zeittafel zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des Liber de causis, ein Zitationsverzeichnis von Eckhart-Stellen sowie Hinweise auf besonders bedeutsame Interpretationen wichtiger Lehrsätze des Buches bei Albertus Magnus, Thomas von Aquin und Meister Eckhart machen die Ausgabe zu einem wichtigen Arbeitstext für das akademische Studium und zu einer lange vermißten Hilfe für den Einstieg in das Verständnis der grundlegenden Fragestellungen der Philosophie des Mittelalters.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1639-7
(D) 38,40 €   In den Warenkorb

Descartes, René
Herausgeber : Wohlers, Christian; Einleitung von Wohlers, Christian; Übersetzt von Wohlers, Christian

Meditationes de prima philosophia /Meditationen über die Grundlagen der Philosophie

Verlag: Meiner, F

In den "Meditationes de prima philosophia" (1642) geht es Descartes um eine neue Grundlegung der Metaphysik. Dieser Neuanfang in der Philosophie, den Descartes wie wohl kaum ein anderer propagiert und durchführt, hat jedoch einen konservativen Zug: Gerade Descartes besteht darauf, daß seine Philosophie die älteste ist, die es überhaupt geben kann, und diese Aussage hat nur Sinn, wenn Metaphysik als Rekonstruktion der ursprünglichen Fragen verstanden wird, die anfänglich das philosophische und insbesondere metaphysische Geschäft ins Rollen gebracht hatten.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1887-2
(D) 13,50 €   In den Warenkorb

Mendelssohn, Moses
Herausgeber : Einleitung von Vogt, Wolfgang

Metaphysische Schriften

Verlag: Meiner, F

Moses Mendelssohn ist einer der wichtigsten Denker der deutschen Aufklärungsphilosophie. Seine Abhandlung über die Evidenz in Metaphysischen Wissenschaften gewann 1763 den Preis der Königlichen Akademie der Wissenschaften in Berlin, noch vor Kants Beitrag. Die Morgenstunden oder Vorlesungen über das Dasein Gottes, das Vermächtnis des "Sokrates von Berlin", waren der Ausgangspunkt des Pantheismusstreits, der zu den großen Debatten des 18. Jahrhunderts zählt.In beiden Werken geht es Mendelssohn darum zu zeigen, daß die metaphysischen Beweise zu Unrecht in Verruf geraten sind, denn die Prüfung ihrer Gültigkeit ergibt, daß der Mensch trotz der Endlichkeit seiner Erkenntniskräfte das Dasein Gottes notwendig erkennen kann. Da der Streit um Gott weniger durch die logische Struktur seines Beweises als vielmehr psychologisch durch die hohe Komplexität des Gegenstandes entsteht, muß der Philosoph seine Begründung so faßlich wie möglich machen und die Erkenntnismöglichkeiten des gesunden Menschenverstandes berücksichtigen. Metaphysik kann nur dann allgemeine Anerkennung finden, wenn sie logische Strenge mit verständlicher Darstellung verbindet; keiner dieser beiden Aspekte darf den anderen verdrängen.Diese neue Ausgabe der metaphysischen Schriften Mendelssohns, die neben der Evidenz-Abhandlung und den Morgenstunden die frühe Schrift Gedanken von der Wahrscheinlichkeit enthält, zeigt das Denken des jüdischen Philosophen in seiner Eigenständigkeit. Der Herausgeber begründet in seiner Einleitung, daß die gängigen Etiketten wie Eklektizismus oder Rationalismus Mendelssohns Denken nicht hinreichend bezeichnen.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1871-1
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Klemme, Heiner F; Kühn, Manfred; Schönecker, Dieter

Moralische Motivation

Verlag: Meiner, F

Vertritt Kant eine puristische Ansicht über das Verhältnis von moralischen Verpfl ichtungen und moralischer Motivation, wonach jemand nicht anders handeln kann (oder darf) als so, wie es das Gebot des kategorischen Imperativs von ihm fordert? Oder besteht zwischen der möglichen Einsicht in unsere moralische Pflicht und unserem Wunsch, entsprechend zu handeln, nur eine kontingente Beziehung? Einfacher gesagt: Folgt nach Kant aus der Einsicht, die wir davon haben können, wie wir handeln sollen, auch die Motivation, das Richtige zu tun? Die Beiträge dieses Bandes geben Aufschluß über die aktuelle Beurteilung dieser Frage, indem sie in historischer, interpretatorischer und systematischer Absicht auf Kants Theorie der moralischen Motivation Bezug nehmen.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1792-9
(D) 78,40 €   In den Warenkorb

Bergengruen, Maximilian

Nachfolge Christi - Nachahmung der Natur

Verlag: Meiner, F

Maximilian Bergengruen analysiert den Zusammenhang von Naturwissenschaft und Theologie bei Paracelsus sowie die Übernahme zentraler Theoreme im Paracelsismus und in der Literatur des Barock. Im Zentrum der Untersuchung stehen zwei Denkfiguren der Magie: Beschleunigung und souveräne Teilhabe.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1779-0
(D) 38,40 €   In den Warenkorb

Grotz, Stephan

Negationen des Absoluten: Meister Eckhart, Cusanus, Hegel

Verlag: Meiner, F

Meister Eckhart, Cusanus und Hegel verbindet - bei aller Unterschiedenheit - eine Fragestellung, die sie mit aller Intensität entfalten: Welche Negationen sind dem Absoluten überhaupt zu eigen und angemessen? Diese Frage hat durchaus ihre Berechtigung, insofern diejenigen Negationen, die das Absolute selbst kennzeichnen sollen, nicht von derselben Art sein können, wie sie für das aus ihm Gewordene kennzeichnend ist.Stephan Grotz' vergleichende Untersuchung zeigt auf, daß die drei Denker dieser einheitlichen Fragestellung ganz eigentümliche Facetten abgewinnen.- In Eckharts Fall ist dies das von ihm intensiv durchdachte Problem der Ununterschiedenheit, durch die sich Gott von allem Endlichen, Distinkten unterscheidet.- Cusanus rückt den Gedanken der Koinzidenz in den Mittelpunkt, die als der Ineinsfall von Gegensätzen eben diese Gegensätze negiert.- Hegel konzentriert sich auf das Problem des absoluten Anfangs der Wissenschaft, der jeder Bestimmung und Vermittlung durch das ihm Folgende enthoben ist.Für diese drei spezifischen Problemlagen (Ununterschiedenheit - Koinzidenz - Anfang) wird die Frage nach dem hier obwaltenden Negationscharakter insofern maßgebend, als diese Probleme nicht ohne die Bewußthaltung jener Frage angemessen bewältigt werden können.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1894-0
(D) 62,40 €   In den Warenkorb

Schmidt, Hartwig

Nichts und Zeit

Verlag: Meiner, F

Diese Untersuchung setzt bei einer vermeintlichen Selbstverständlichkeit ein, bei der Allgegenwart von Unterschiedenheit. Genauer besehen zeigt sich hier jedoch eine Differenz von Differenz und Unterschied. Innerhalb dieser Differenz findet sich das Seiende und Nichtseiende plaziert, aber nicht allein das, sondern auch etwas, das zu beiden neutral, ja jenseitig steht und das nach einer auf die Stoa zurückgehenden Anregung als das Etwas bezeichnet werden soll. All das, was 'ist' bzw. nicht 'ist' einerseits, und das Etwas, das 'es gibt', andererseits. Diese Klarstellung führt an den Punkt heran, an dem sich die Frage nach dem Nichts stellt. Bei der Figur "Es-gibt-Etwas" drängt sie sich auf. Ein durch seine Selbstverständlichkeit fast unmerkliches Es, jenes Es, das gibt, wenn es Etwas gibt, steht für das Nichts. Davon handelt dann der 'zweite Teil' des Buches. Nachdem die Untersuchung vom Seienden zum Etwas und von diesem wiederum zu der Frage nach dem Nichts vorgedrungen ist, steht im 'dritten Teil' eine Art Reise rückwärts an. Sie führt zurück zu etwas, das es im Unterschiede zu dem Nichts tatsächlich gibt, zu dem genuinen Individuum namens "Zeit".

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1840-7
(D) 18,30 €   In den Warenkorb

Marx, Karl
Herausgeber : Zehnpfennig, Barbara

Ökonomisch-philosophische Manuskripte

Verlag: Meiner, F

Die "Ökonomisch-philosophischen Manuskripte" von Karl Marx aus dem Jahr 1844 stehen seit ihrer parallelen Erstveröffentlichung 1932 in der ersten MEGA, Band I/3, und in der Frühschriften-Ausgabe von Siegfried Landshut und Jacob Meyer immer wieder im Mittelpunkt von Debatten über den Herausbildungsprozess der marxschen Theorie. Seit 1982 liegen sie im MEGA²-Band I/2 vor, wobei die editorische Innovation darin bestand, den Text zweifach wiederzugeben, einmal in einer Darbietung nach der chronologischen Entstehung, zum anderen in der Wiedergabe einer logischen Struktur der einzelnen Hefte. Die Neue Folge 2009 wird Diskussionen zur Edition und Interpretation wieder aufgreifen und neue Sichtweisen auf dieses wichtige Manuskript vermitteln. Darüber hinaus bietet der Jahresband wie gewohnt Beiträge zu weiteren Themen der Marx-Engels-Forschung, Mitteilungen über die Verleihung des Rjazanov-Preises 2008, Rezensionen und Informationen über Tagungen und Konferenzen.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1682-3
(D) 27,80 €   In den Warenkorb

Catherine, Newmark

Passion - Affekt - Gefühl

Verlag: Meiner, F

Die Lehre von den Affekten oder Passionen - den "affectus" oder "passiones animae" - gehört von der Antike bis weit ins 18. Jahrhundert hinein zum Grundbestand der Philosophie; erst im 19. Jahrhundert wird mit der zunehmenden Auslagerung von Anthropologie und Psychologie auch das Nachdenken über Emotionen in andere Fachgebiete abgedrängt.

Diese Untersuchung widmet sich den wichtigsten Autoren und Traditionen philosophischer Emotionslehre von Aristoteles über die antike Stoa, Thomas von Aquin, Descartes und Hobbes bis hin zu Spinoza, Leibniz, Wolff und Kant. Sie arbeitet das psychologische Modell der "passio animae", der "Leidenschaft der Seele", heraus und zeichnet dessen konzeptuelle Entwicklungen und Transformationen durch die Jahrhunderte nach. Sie untersucht die Probleme, vor welche die Passionen die Moralphilosophie stellen, und verfolgt den nachhaltigen Einfluss aristotelischer Psychologie und stoischer Ethik in der Neuzeit.

Erstmals liegt damit eine epochenübergreifende deutschsprachige Monographie zur Geschichte und zum Traditionszusammenhang der abendländischen Emotionstheorien vor.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1867-4
(D) 46,40 €   In den Warenkorb

Cassirer, Ernst
Herausgeber : Bearbeitet von Rosenkranz, Claus; Einleitung von Hartung, Gerald; Bearbeiter (sonst.): Schubbach, A

Die Philosophie der Aufklärung

Verlag: Meiner, F

Ernst Cassirers 1932 erschienene Darstellung der »Philosophie der Aufklärung« zählt zu den herausragenden Standardwerken zur Bestimmung der Leitgedanken der Epoche. »Die eigentliche ›Philosophie‹ der Aufklärung ist und bleibt«, so Cassirer, »etwas anderes als der Inbegriff dessen, was ihre führenden Denker […] gedacht und gelehrt haben«. Entsprechend sah er das auszeichnende Merkmal seiner historischen Rekonstruktion der Epoche darin, »daß sie nicht die Geschichte der einzelnen Denker und ihrer Lehren, sondern eine reine Geschichte der Ideen der Aufklärungszeit zu geben suchte, und daß sie diese Ideen selbst nicht nur in ihrer abstrakt-theoretischen Fassung darlegen, sondern in ihrer unmittelbaren Wirksamkeit aufzeigen und sichtbar machen wollte«.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1796-7
(D) 21,50 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Gamm, Gerhard; Nordmann, Alfred; Schürmann, Eva  

Philosophie im Spiegel der Literatur

Verlag: Meiner, F

Was kann die Philosophie von der Literatur über sich und über die Grenzen ihres eigenen Sprechens und Denkens lernen? Wie läßt sich philosophieren vor dem Hintergrund einer durch die Refl exion auf die Literatur erhöhten Sensibilität für die eigene Sprache und kulturelle Praxis? Zehn AutorInnen nehmen zehn Werke zum Anlaß, ihre Überlegungen in die Perspektive einer Selbstkritik der Philosophie einzurücken. Sie erweitern das große Unternehmen der Vernunftkritik bis an die Grenzen des Sinns und des Sagbaren, des diskursiven Denkens und der Moral. Sie behandeln die literarische Form als eine Art Schutzmantel, unter dem mehr und anderes gesagt werden kann als im philosophischen Diskurs. Mit Beiträgen von Georg Bertram, Gernot Böhme, Josef Früchtl, Klaus Günther, Andreas Hetzel, Christoph Menke, Martin Seel und den Herausgebern.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1849-0
(D) 54,40 €   In den Warenkorb

Dante Alighieri
Herausgeber : Einleitung von Cheneval, Francis; Kommentiert von Cheneval, Francis; Einleitung von Imbach, Ruedi; Kommentiert von Imbach, Ruedi; Einleitung von Suarez-Nani, Tiziana; Kommentiert von Suarez-Nani, Tiziana; Übersetzt aus dem Italienischen von Ricklin, Thomas

Philosophische Werke / Das Gastmahl I-IV. Ital. /Dt.

Verlag: Meiner, F

Im vierten und letzten Buch, mit dem die Edition des "Convivio" abgeschlossen ist, interpretiert Dante sein Gedicht "Le dolci rime d'amor ch' i' solia" und erörtert die komplexe Frage der wahren Edelkeit. In diesem Rahmen diskutiert er den Umfang der kaiserlicher Macht und die Bedeutung des Römischen Reiches sowie das Verhältnis von Philosophie und Politik bzw. von philosophischer und politischer Kompetenz.

Die Bewertung des Römischen Reiches und die Erörterung der Autorität des Aristoteles für die Philosophie und das menschliche Denken schlechthin implizieren eine Stellungnahme zur Beziehung zwischen christlicher und antik-heidnischer Weltauffassung.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1302-0
(D) 78,40 €   In den Warenkorb

Dante Alighieri
Herausgeber : Einleitung von Imbach, Ruedi; Kommentiert von Suarez-Nani, Tiziana; Kommentiert von Imbach, Ruedi; Übersetzt aus dem Latein von Cheneval, Francis

Philosophische Werke / Über die Beredsamkeit in der Volkssprache I

Verlag: Meiner, F

In dieser Schrift begründet Dante die Priorität der Volks- und Muttersprache vor der lateinischen Gelehrtensprache und fordert eine italienische Hochsprache. Er untermauert seine Ausführungen durch eine anthropologische Erörterung der menschlichen Sprachfähigkeit. Dank einer originellen Interpretation des biblischen Mythos vom Turmbau von Babel legt er eine vernünftig begründete Neubewertung der Vielfalt und der historischen Entwicklung der Sprachen vor.Das Problem der Sprache stellt sich im Denken Dantes in zweifacher Weise: als Problem der Sprache der Philosophie und unter dem Gesichtspunkt der Philosophie der Sprache. In "De vulgari eloquentia" bietet Dante ein ganzes Arsenal metaphysischer Paradigmen auf, um der sprachlichen Verständigung der Menschen eine unvordenkliche Dignität zu geben. Er stellt die gesamte Philosophie in den Dienst des Menschen als sprechendes Wesen. Auch wenn Dante die Doppelbestimmung der Sprache als sinnliches Zeichen, das den Gedanken des einen Menschen einem andern zu vermitteln fähig ist, von der Tradition übernimmt, setzt er andere Akzente. Die Sprache der Menschen ist nicht nur eine im Vergleich zur Transparenz der reinen Geister unvollkommenere Form der Kommunikation, sondern sie wird positiv als die dem Menschen gänzlich angemessene und entsprechende Form der Kommunikation interpretiert: Das Sprechen ist der "herausragende Akt des menschlichen Geschlechts".Mit dem Erscheinen von "De vulgari eloquentia" liegt die vierbändige Ausgabe der Philosophischen Werke Dante Alighieris vollständig vor. Bislang erschienenBd. 1: Das Schreiben an Cangrande (PhB 463)Bd. 2: Disputation über das Wasser und die Erde (PhB 464)Bd. 4: Das Gastmahl I-IV (PhB 466a-d)

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1126-2
(D) 62,40 €   In den Warenkorb

Descartes, Rene
Herausgeber : Wohlers, Christian

Die Prinzipien der Philosophie

Verlag: Meiner, F

Daß Descartes – im Anschluß an den "Discours de la méthode" (1637) und die "Meditationes de prima philosophia" (1641) – mit der Veröffentlichung der "Principia" die Zäsur setzte, die seinen Rang als erster Denker der "Philosophie der Neuzeit" begründete, ist ein Topos der Philosophiegeschichte. Uneinigkeit besteht aber bis heute unter den Biographen und Interpreten über die Frage, ob Descartes selbst sich dessen bewußt war, daß alle Aussagen bzw. Erkenntnisse über das Geschehen in der Natur notwendig hypothetisch bleiben (unter metaphysischem Aspekt) und dennoch (sofern methodisch gewonnen) die Wirklichkeit treffen und berechenbar machen. Oder ob er in den "Principia" nur deshalb darauf verfiel, alle seine Aussagen über die Prinzipien der körperlichen Dinge, die sichtbare Welt und die Erde in bloß hypothetischer Form vorzutragen, um der Verfolgung durch die Inquisition zu entgehen.Diese neue, zweisprachige Ausgabe der philosophiegeschichtlich Epoche machenden Schrift bietet neben dem lateinischen Originaltext und der völlig neu erstellten, terminologischen Unterscheidungen genau Rechnung tragenden Übersetzung erstmals auch eine umfassende Erschließung der von Descartes herangezogen Quellen, d. i. der zeitgenössischen Publikationen zur Untersuchung von Naturphänomenen, die wir heute – seit Descartes – als physikalische oder naturwissenschaftliche Untersuchungen einordnen können.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1697-7
(D) 62,40 €   In den Warenkorb

Fichte, Johann G
Herausgeber : Aichele, Alexander

Reden an die deutsche Nation

Verlag: Meiner, F

In den berühmten "Reden an die deutsche Nation" (1808) entwickelt Fichte das Ideal eines auf philosophische Prinzipien gegründeten Staates, dessen höchstes Ziel die allgemeine Erziehung seiner Mitglieder zur Sittlichkeit im gemeinschaftlichen Handeln darstellt. Fichte begründet die Notwendigkeit der Erhebung der Deutschen gegen Napoleon nicht aus der Einheit der nationalen Herkunft, sondern unter Hinweis auf einen fortschrittlicheren Begriff des Staates.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1856-8
(D) 18,30 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Braungart, Georg; Greiner, Bernhard  

Schillers Natur

Verlag: Meiner, F

Der Band ist in folgende Abteilungen gegliedert:

1. Der Naturgrund der ästhetischen, der 'Schönheitsgrund' der naturwissenschaftlichen Reflexion

2. Natur als Perspektivpunkt der Medizin und Anthropologie

3. Felder 'geistiger' Beherrschung der Natur: das Erhabene, magisches Naturdenken

4. Natur als Gegenstand und Wirkungsfeld im Menschen: Affekte und deren Strukturierung in der Lyrik und im Drama

Mit Beiträgen von Josef Früchtl, John A. McCarthy, Steffen Schneider, Dietrich von Engelhardt, Ludwig Stockinger, Lutz-Henning Pietsch, Barbara Mahlmann, Jörg Robert, Georg Braungart, Helmut Koopmann, Bernhard Greiner, Günter Oesterle, Dorothea von Mücke, Klaus-Detlef Müller, Philippe Wellnitz, Peter André Bloch.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1770-7
(D) 76,80 €   In den Warenkorb

Schlegel, Freidrich
Herausgeber : Arndt, Andreas; Einleitung von Zovko, Jure

Schriften zur Kritischen Philosophie 1795-1805

Verlag: Meiner, F

Die "Historisierung des Transzendentalen" erfolgt durch eine "Totalisation von unten herauf" in einem hermeneutisch-kritischen Prozess, der in eine durch das Konzept der Ironie charakterisierte transzendentalphilosophische Dialektik mündet. Schlegel ist nicht nur der Begründer der frühromantischen Hermeneutik und Kritik, sondern auch Urheber der ersten Konzeption von Dialektik in der nachkantischen Philosophie. Die von Schlegel veröffentlichten Texte werden im Wortlaut des Originals abgedruckt und erstmals eingehend kommentiert. Eine ausführliche Einleitung der Herausgeber erschließt die Entwicklung und die Grundbegriffe der frühromantischen Philosophie Schlegels und gibt Hinweise zum Verständnis der einzelnen Texte.

Friedrich Schlegel steht als Philosoph noch immer im Schatten seiner Zeitgenossen. Dies liegt nicht nur an tradierten Vorurteilen, sondern auch an der scheinbar unsystematischen, essayistisch-aphoristischen Form der einschlägigen Texte, in denen zudem vielfach die Grenzen zwischen Poesie und Philosophie nivelliert werden.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1848-3
(D) 38,40 €   In den Warenkorb

Abaelard, Peter
Herausgeber : Steger, Philipp

Scito te ipsum / Erkenne dich selbst

Verlag: Meiner, F

In dieser zwischen 1135 und 1139 verfaßten Schrift, der er zwei Titel gab: Ethica oder Scito te ipsum (Erkenne dich selbst), erörtert Abaelard die Frage nach dem Guten und dem Bösen, vor allem aber erstmals die Bedeutung des Gewissens für die Selbstbestimmung des Menschen. Er unterscheidet zwischen der Schwäche des Menschen, die durch Selbstbeherrschung überwunden werden kann, und der Sünde, die darin besteht, sich den eigenen Schwächen zu unterwerfen. Seine These, das Gewissen sei die oberste Instanz der Moral und die Moralität oder Verwerflichkeit einer Handlung bestimme sich daher aus der Gesinnung des Handelnden, führte ihn zu der Folgerung, daß derjenige, der böse handelt, ohne es doch selbst zu wissen, dadurch noch nicht schuldig wird - sondern erst dann, wenn er entgegen besserer Einsicht, die ihm aufgegeben und möglich ist, das Böse wählt. Diese Behauptung stieß bei den Zeitgenossen und der Kirche auf Kritik und führte (neben anderen Punkten seiner theologischen Lehre) zur Verurteilung Abaelards auf dem Konzil von Sens (1141); wirkungsgeschichtlich gewann sie gleichwohl große Kraft und Bedeutung, da durch diesen Gedanken die überkommene Doxa, allein der Verstoß gegen moralisch geltende Regeln gebe den Maßstab dafür ab, ein Individuum der Sünde zu bezichtigen, dahingehend zu relativieren, daß nur der sich schuldig macht, der auch wußte, daß er eine Verfehlung begeht.Aus diesem Grund zählt die Schrift zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur. Die Ausgabe präsentiert sie erstmalig in einer vollständigen deutschen Übersetzung. Beigegeben sind der lateinische Text und eine kompetente Einleitung, die die besondere Stellung dieser Schrift im Gesamtwerk Abaelards prägnant vor Augen führt.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1776-9
(D) 30,40 €   In den Warenkorb

Kuhne, Frank

Selbstbewußtsein und Erfahrung bei Kant und Fichte

Verlag: Meiner, F

Frank Kuhne zeigt auf, warum der spekulative Idealismus als Antwort auf die Fichteschen Schwierigkeiten mit Kant erscheinen konnte und warum er im Hinblick auf die Erkenntnis des Besonderen ebenso defizient ist wie Fichtes Wissenschaftslehre.Diese Defizienz ist nicht zufällig, denn sie ist die des Systems selbst und sie läßt Fichtes Fortbildung der kritischen Philosophie Kants zum »vollständigen Idealismus« und die von allen idealistischen Nachfolgern Kants für unabdingbar gehaltene Systemgestalt der Philosophie als problematisch erscheinen. Gezeigt wird auch, daß die Art, in der die spekulativen Idealisten über Kant hinausgegangen sind, nicht alternativlos ist. In einem erneuten Rekurs auf Kant wird die transzendentale Einheit der Apperzeption als Einheit der Wissenschaften bestimmt. Sie wird damit als abhängig von der historischen und gesellschaftlichen Praxis der Wissenschaften interpretiert, ohne aber dadurch ihre Geltung in Genesis aufzulösen. Die Kantische Bestimmung der Einheit der Apperzeption als objektive Erkenntnisurteile ermöglichende Instanz wird durch die Reflexion auf die gesellschaftliche Praxis der Einzelwissenschaften pragmatisch begründet, taugt aber darum nicht zum ersten Prinzip eines philosophischen Systems.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1831-5
(D) 68,80 €   In den Warenkorb

Bonnemann, Jens

Der Spielraum des Imaginären

Verlag: Meiner, F

Jens Bonnemann widmet sich Sartres Theorie der Imagination. Angesichts der nach wie vor regen Beschäftigung mit diesem paradoxerweise seit Jahrzehnten 'totgesagten' Philosophen, wundert es, daß seine Imaginationslehre bisher wenig Beachtung fand. Dies ist um so erstaunlicher, da Sartre dieses Thema ebenso ausgiebig behandelt wie die Probleme Freiheit, Subjektivität, (literarisches und politisches) Engagement oder Intersubjektivität.Sartres Imaginationstheorie, die auf phänomenologische Weise das Verhältnis von Imagination und Wahrnehmung, Irrealität und Realität zu bestimmen versucht, ist durchaus im Kontext aktueller philosophischer Debatten von großem Interesse, in denen die vermeintliche Fiktionalität des Realen verhandelt wird.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1841-4
(D) 102,40 €   In den Warenkorb

Kant, Immanuel
Herausgeber : Brandt, Horst D; Giordanetti, Piero

Der Streit der Fakultäten

Verlag: Meiner, F

In den drei kurzen Abhandlungen der 1798 erschienenen Schrift "Der Streit der Fakultäten" erörtert Kant (1724–1804) das Verhältnis der traditionell als 'untere' Fakultät angesehenen Philosophie zu den drei 'oberen' Fakultäten Theologie, Jura und Medizin. Das revolutionäre Moment der Erörterung liegt darin, daß Kant allein der philosophischen Fakultät die uneingeschränkte Freiheit in Forschung und Lehre zuschreibt sowie die Fähigkeit zur Kritik der eigenen theoretischen Voraussetzungen sowie jener der oberen Fakultäten.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1450-8
(D) 11,90 €   In den Warenkorb

Augustinus, Aurelius
Herausgeber : Fischer, Norbert

Suche nach dem wahren Leben

Verlag: Meiner, F

Im zehnten Buch seiner Confessiones befaßt sich Augustinus mit der Frage der Selbsterkenntnis oder mit der "Suche nach dem wahren Leben". Obwohl er davon ausgeht, daß jeder Mensch sich selbst besser kennt, als andere ihn kennen, hält er dafür, daß diese Selbstsicherheit kein Garant sein kann für das Gelingen eines guten Lebens, das für ihn - wir schreiben das Mittelalter - nur dann seine Erfüllung erlangt, wenn der Handelnde die moralischen Vorgaben einhält, die Gott dem Menschen gesetzt hat. Denn Augustinus ist sich dessen bewußt, daß die Selbsteinschätzung des einzelnen unsicher und fehlerhaft sein kann und er eigentlich nicht in der Lage ist, sein eigenes Sein ganz erfassen zu können.Thema ist in 'Confessiones 10' daher die Suche nach der Antwort auf die Frage, wie der einzelne, dessen Würde gerade darin besteht, aus Freiheit und in eigener Verantwortung zu handeln, dazu gelangt, in seinem Handeln nicht rein egoistischen Interessen zu folgen, sondern das hohe Ziel zu erreichen, aus eigener Einsicht und eigenem Antrieb ein gottgefälliges Leben zu führen, will sagen: den von Gott gesetzten Geboten zu genügen.Nach Augustinus können lediglich die Menschen die göttliche Vollendung, auf die hin alle geschaffen sind, erlangen, die trotz ihrer Endlichkeit den Weg wohlwollender, nichtegoistischer Liebe suchen. Christus gilt ihm als Brücke, die von Gott zu den Menschen führt, sobald sie diesen - trotz ihrer Bedürftigkeit, Schwäche und Endlichkeit - den Weg zu einem Leben der "Heiligkeit" bahnt.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1808-7
(D) 38,40 €   In den Warenkorb

Grosse, Jürgen

Der Tod im Leben

Verlag: Meiner, F

Als 'Philosophie des Lebens' galt in den letzten Jahrhunderten Verschiedenes. Neben eine Auffassung als 'Lebenskunst' seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert trat der Anspruch eines antispekulativen Philosophierens 'aus dem Leben' (F. Schlegel, Novalis). Mit Dilthey, Simmel, Bergson wurde die 'Lebensphilosophie' Ende des 19. Jahrhunderts zur akademischen Strömung, deren Denkmotive bis in die Gegenwart vielfältig fortwirken.

Auffällig ist die Vermittlungslosigkeit zwischen diesen Richtungen und dem heutigen Nachdenken über Leben und Tod unter dem Aspekt der sog. life sciences bzw. der 'Bioethik'.
Das Buch bietet eine Strukturgeschichte der 'Philosophien des Lebens', die erstmals auch deren naturwissenschaftliche und naturphilosophische Ausläufer mit einbezieht. Zudem werden Probleme aktueller 'Biopolitik' berücksichtigt. Den Leitfaden bildet eine Typologie von vier Problemstellungen, anhand derer sich über Leben und Tod philosophieren läßt. Sie soll Laien wie Fachwissenschaftlern zur ersten Orientierung dienen.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1883-4
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Mill, John S
Herausgeber : Übersetzt von Wentscher, Else; Brandt, Horst D

Über die Freiheit

Verlag: Meiner, F

In diesem Essay von 1859, seinem Hauptwerk, streitet John Stuart Mill für das Recht jedes einzelnen, seine Überzeugungen frei zu bilden und das eigene Leben nach diesen Überzeugungen frei zu gestalten. Für ihn gibt es daher nur einen Grund, der es Staat und Gesellschaft erlaubt, dieses Recht auf individuelle Selbstbestimmung zu beschneiden, und den sieht er in dem Grundsatz, "daß der einzige Zweck, um dessentwillen man Zwang gegen den Willen eines Mitglieds einer zivilisierten Gemeinschaft rechtmäßig ausüben darf, der ist: die Schädigung anderer zu verhüten".Dieser Essay Mills bleibt – ganz unabhängig davon, ob man seine Verteidigung des Utilitarismus teilen kann oder nicht – ein Meilenstein in der Geschichte der philosophischen Begründungen des Rechtes auf Selbstbestimmung, das jedem einzelnen zugestanden werden muß.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1810-0
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Hegel, Georg W F
Herausgeber : Maier, Hans

Über die Reichsverfassung

Verlag: Meiner, F

Hegels Verfassungsschrift war lange Zeit ein Stiefkind der Forschung. Dabei ist dieser zu Hegels Lebzeiten nie veröffentlichte Text ein wahres Ideen-Laboratorium: eine Fülle von Elementen des Hegelschen Staats-, Rechts- und Geschichtsdenkens findet sich hier in verhältnismäßig lockerem Aggregatzustand - spielerisch entfaltet im Rahmen einer Flugschrift (oder Denkschrift). Die mustergültige Textgestalt der Schrift beruht auf der Edition von Kurt R. Meist im Rahmen der historisch-kritischen Ausgabe der Gesammelten Werke Hegels durch die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften. Hans Maier ordnet in seinem Nachwort die Verfassungsschrift in den historischen Kontext ihrer Entstehung und in das philosophische Werk Hegels ein.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1677-9
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Pico della Mirandola, Giovanni
Herausgeber : Blum, Paul Richard

Über das Seiende und das Eine

Verlag: Meiner, F

Diese Ausgabe bietet erstmals einen Schlüsseltext für die Reformation der Metaphysik in der Philosophie der Renaissance in deutscher Übersetzung. Der lateinische Text ist beigegeben. Die ausführliche Einleitung und ein sorgfältiger Kommentar erschließen die richtunggebenden Pointen, die Pico mit dieser Schrift gesetzt hat.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1760-8
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Al-Farabi
Herausgeber : Schupp, Franz

Über die Wissenschaften /De scientiis

Verlag: Meiner, F

Die Ausgabe bietet erstmals eine deutsche Übersetzung dieses Schlüsseltextes für die Einteilung und Bewertung der Wissenschaften nach der lateinischen Übersetzung von Gerhard von Cremona (1114–1187). Beigefügt ist eine kritische Edition des lateinischen Textes, der mit den überlieferten Handschriften des arabischen Originals abgeglichen wurde. Die Ausgabe erfüllt damit sowohl ein Desiderat für die Erforschung der Philosophie des Mittelalters als auch für die Erforschung der frühen Entwicklungsstufen der islamischen Philosophie. Eine ausführliche Einleitung und umfassende Sacherläuterungen geben Hilfen zur Erschließung des Textes.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1718-9
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Buchheim, Thomas

Unser Verlangen nach Feiheit

Verlag: Meiner, F

Unser Verlangen nach Freiheit - und zwar nach unverkürzter Freiheit - kann es denn überhaupt erfüllt werden auch vor dem Hintergrund moderner und heute aktueller naturwissenschaftlich gegründeter Auffassungen über die Welt? Unter verkürzter Freiheit, die wohlfeil zu haben ist, verstünde der Autor das, was Kant in frechen Worten die "Freiheit eines Bratenwenders" genannt hat. Denn ein Bratenwender, so kompliziert (für Kants Verhältnisse) die maschinelle Erzeugung seiner Drehbewegung auch sein mag, kann nicht anders, als sich genau so zu drehen, wie die kausalen Zusammenhänge der Bratapparatur es vorsehen und herbeiführen.Ein freies Wesen - was wir verlangen zu sein - muß jedoch in jedem Gebrauch seiner Freiheit wirklich anders können, als es sich aus freien Stücken tatsächlich verhält. Doch was bedeutet diese Anforderung an die Freiheit genau? Wie verhält sie sich zur kausalen Bestimmtheit des natürlichen Universums? Auf welche Qualifikationen unseres Verhaltens berufen wir uns, wenn wir nach unverkürzter Freiheit verlangen? Und wie sind solche Qualifikationen möglich, wenn und obwohl wir zugleich natürlich entstandene Wesen sind, zuhause in einem materiellen Universum?Das sind die Fragen, die in diesem Buch erörtert werden, um so unser mehrtausendjährig immer wieder neu brennendes Verlangen nach Freiheit auf eine rationale Weise auch heute noch stillen zu können.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1778-3
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Russell, Bertrand
Herausgeber : Otte, Michael; Mitwirkung (sonst.): Lukay, Maureen; Mitwirkung (sonst.): Radu, Mircea

Unser Wissen von der Außenwelt

Verlag: Meiner, F

"Unser Wissen von der Außenwelt", zuerst erschienen 1914, enthält zusammen mit der Einführung in die mathematische Philosophie von 1919 (PhB 536) die Gesamtheit aller wichtigen erkenntnistheoretischen und logischen Ansichten Russells. Hervorgegangen aus den "Lowell Lectures" - einer Vorlesungsreihe, die Russell 1914 an der Harvard Universität in Boston gehalten hat -beschäftigt sich das Werk mit Wesen und Erwerb sicheren Wissens von der objektiven Außenwelt und sucht Antworten auf die Fragen, was die Welt sei und wie der Mensch sie sieht. Im Zentrum der Erörterung steht dabei das Verhältnis der Sinnesdaten zu Raum, Zeit und dem Gegenstand der mathematischen Physik.

Russells Anwendung der logisch-analytischen Methode auf die Philosophie fußt auf dem Verständnis von Logik und Wahrnehmung als absolute Fundamente, auf die alles Wissen zu reduzieren ist. Sie offenbart Eigenart, Wirksamkeit und Unvermögen der modernen Logik in der Philosophie und erhebt diese in den Stand einer wissenschaftlichen Disziplin. Die Leichtigkeit des Fortgangs der Argumentation und die lebendige Sprache gewähren einen schnellen Zugang zu Werk und Grundthesen des Autors.

"Unser Wissen von der Außenwelt" war von umfassendem Einfluß und hat beispielsweise Rudolf Carnap zu seinem Hauptwerk "Der logische Aufbau der Welt" angeregt. Mit der Neuausgabe des Textes in der "PhB" wird eine grundlegende Überarbeitung der deutschen Erstausgabe des Jahres 1926 im Meiner Verlag vorgelegt. Der Band basiert auf der von Russell im gleichen Jahr überarbeiteten Version und wird durch eine ausführliche Einleitung des Herausgebers abgerundet.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1685-4
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Hume, David

Untersuchung über die Prinzipien der Moral

Verlag: Meiner, F

Hume selbst hält diese Schrift (1751), die inhaltlich eine Neufassung des 3. Buches des Traktats (Über Moral) darstellt, in seinen autobiographischen Aufzeichnungen für "unvergleichlich viel besser" als alle seine anderen Schriften. Wohl deshalb, weil er hier vollbringt, was dort nur gefordert wurde: die strikte Loslösung der Ethik von der Anthropologie. Nicht ein zum Wesen des Menschen gehörender "moral sense", sondern die "utility" (Nützlichkeit) einer Tugend oder Eigenschaft - für das Wohl der anderen sowohl als auch des eigenen - wird jetzt von Hume als das eigentliche Kriterium für die Beurteilung moralischer Prinzipien entdeckt und herangezogen.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1355-6
(D) 7,90 €   In den Warenkorb

Möckel, Christian

Das Urphänomen des Lebens

Verlag: Meiner, F

Der Kant und Cohen verpflichtete Philosoph der symbolischen Formen widmet sich Ende der 20er Jahre scheinbar affirmativ der zeitgenössischen Philosophie des Lebens. Diese Konstellation dient Möckel als Anregung für den erstmals geführten Nachweis, daß der Vernunft und Rationalität verpflichtete Ernst Cassirer sein Philosophieren bereits im Frühwerk konsequent auf das »irrationale« Leben bezieht. Für ihn schließt geistige Tätigkeit den Lebensbezug ebenso ein wie Erleben die Momente geistiger Formung.

Während die »moderne Philosophie« die Gesamtheit ihrer Probleme im Leben als Gegenbegriff des Geistes zentriert und dabei zu Antinomien gelangt, findet Cassirer die Lösung dieses Gegensatzes im Medium der lebendig-geistigen symbolischen Form. Der Lebensbegriff selbst erfährt durch die Verknüpfung mit dem Ausdrucks­phänomen eine entscheidende Vertiefung und bildet so den Schlußstein in der Theorie der kulturellen Ausdrucksformen des Geistes. Der Autor zeichnet die Auseinandersetzung Cassirers mit den Lebensphilosophen um die praktischen Folgerungen nach, die aus der jeweiligen Auffassung vom Menschen resultieren: historischer Fatalismus oder Freiheit und Selbstbestimmung.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1708-0
(D) 68,80 €   In den Warenkorb

Mill, John S
Herausgeber : Kühn, Manfred

Utilitarismus

Verlag: Meiner, F

In seiner 1861 zunächst in Frazer's Magazine publizierten und zu seinen Lebzeiten in weiteren vier Auflagen vorgelegten Schrift "Utlitarism" verteidigt John Stuart Mill das Nützlichkeitsprinzip als das grundlegende Kriterium für die Beurteilung der Moralität aller Handlungen, sei es der freien Handlungen der Individuen, sei es der Einschränkungen dieser Freiheit durch von Gesellschaft und Staat vorgegebene Regeln.Dabei geht es ihm vor allem darum, den Utilitarismus vor dem Einwand zu retten, er gebe dem hedonistischen Eigennutz Vorrang vor der ethischen Maxime einer gerechten Verteilung der Güter. So glaubt er, aus dem Prinzip des "größten Glücks der größten Zahl" ein Modell der Verteilungsgerechtigkeit ableiten zu können, das das Nützlichkeitsprinzip als das erste Prinzip der Moral erweist.Die hier in neuer deutscher Übersetzung vorgelegte Schrift gilt als das Hauptwerk der klassischen utilitaristischen Ethik.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1790-5
(D) 17,60 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Merker, Barbara  

Verstehen nach Brandom und Heidegger

Verlag: Meiner, F

Was ist Verstehen? Welche Theorie des Verstehens ist plausibel? Was können wir verstehen? Was sind Bedeutungen? Welche Rolle spielen Rationalität, Normativität, Sozialität, Perzeptibilität, Historizität, Lingualität und Inferentialität beim Verstehen? Ist Verstehen stets begrifflich, sprachlich, propositional, oder gibt es auch unbegriffliches, vorsprachliches, nicht-propositionales Verstehen? Ist Verstehen eine Form von Wissen, und wie verhält es sich zu anderen Formen des Wissens?Das sind die Themen, mit denen sich die Beiträge dieses Bandes befassen, und zwar fokussiert auf zwei Positionen aus dem Spektrum der Hermeneutiken, Semantiken und Epistemologien, die auf die angeführten Fragen Antworten offerieren: Die Positionen von Martin Heidegger und Robert Brandom, der sich aus (post-)analytischer Perspektive ausdrücklich mit dem Begriff des Verstehens in "Sein und Zeit" auseinandersetzt.Mit Beiträgen von: G. Ambrus, W.-J. Cramm, T. Demeter, C. Demmerling, G. Forrai, É. Gedö / T. Schwendtner, S. Knell, J. Liptow, B. Merker, K. Mertens, C. Olay, B. Prien und G. Reuter.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1896-4
(D) 89,60 €   In den Warenkorb

Maimon, Salomon
Herausgeber : Ehrensperger, Florian; Einleitung von Ehrensperger, Florian; Anmerkungen von Ehrensperger, Florian

Versuch über die Transzendentalphilosophie

Verlag: Meiner, F

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1633-5
(D) 28,80 €   In den Warenkorb

Spieker, Michael

Wahres Leben denken

Verlag: Meiner, F

Aufgabe der Philosophie ist die Versöhnung. Um diese leisten zu können, muss das Denken religiös werden. Doch was ist religiöses Denken, wenn es in seinem durchgängigen Begründen nicht - ursprungsmythisch - von einem ersten Fundament ausgehen kann?Dies zeigt die "Wissenschaft der Logik". Sie muss die erste Wissenschaft sein, da nur von ihr her von solchem die Rede sein kann, das irgendwie ist. Sie aktualisiert "das Erste der Erkenntnis", wie es Hegel in "Glauben und Wissen "nennt. So ist die Hegelsche Logik keine Technik oder bloße Kollektion von Kategorien, sie verzeichnet überhaupt nicht irgendwelche aufgefundenen Bestimmungen, sondern sie erkundet die einige Quelle von Denken und Sein.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1895-7
(D) 100,80 €   In den Warenkorb

Bermes, Christian

>Welt< als Thema der Philosophie

Verlag: Meiner, F

Noch bis in das 19. Jahrhundert hinein wurde die Philosophie als Weltweisheit bezeichnet, und noch vor wenigen Jahrzehnten war häufig unklar, ob Philosophie mit Weltanschauung oder Weltanschauungslehre zusammenfällt.

Die Untersuchung 'Welt' als Thema der Philosophie zeichnet eine Entwicklung von der Fixierung des Ausdrucks 'Welt' in der Philosophie Christian Wolffs bis zu den Entwürfen der ersten beiden Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts nach. Es wird gezeigt, wie es nach der Kantischen Umformulierung des Weltproblems schließlich im 19. Jahrhundert zu einer 'Explosion' der Fragestellung kommt, die mit den klassischen Kategorien der Philosophie nur noch schwer zu fassen ist. Husserls Philosophie wird in diesem Kontext als vorläufiger Endpunkt einer ausufernden Entwicklung wie deren Sanierung gedeutet.

Inhalt: Einleitung · Vom Metaphysischen zum Natürlichen Weltbegriff · Der Anspruch von 'Welt' in der Phänomenologie Husserls · Husserls Phänomenologie der Welt als utopische Topographie des Weltlichen · Rückblick.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1665-6
(D) 54,40 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Bayertz, Kurt; Gerhard, Myriam; Jaeschke, Walter  

Weltanschauung, Philosophie und Naturwissenschaft im 19. Jahrhundert

Verlag: Meiner, F

Darwins Schrift Über die Entstehung der Arten (1859) löste eine neue Debatte aus, die sich zeitlich und inhaltlich unmittelbar an den Materialismus- Streit anschloß. Umstritten war einerseits die wissenschaftliche Akzeptanz der Evolutionstheorie, andererseits die vor allem von Ernst Haeckel vertretene Verabsolutierung der Darwinschen Theorie zum Schlüssel für die Lösung aller ungelösten wissenschaftlichen und philosophischen Rätsel. Während so die Evolutionstheorie gleichsam zur neuen Religion erhoben wurde, zog sich die Theologie - und teilweise auch die Philosophie - aus der Deutung der empirischen Welt zurück.Auch dieser Streit wurde nicht entschieden und hält bis heute an.Die heute vorherrschende Meinung, nur die Naturwissenschaften seien in der Lage, uns das richtige Weltbild zu geben, bedarf der Korrektur. Die Beiträge dieser Bände zeigen, daß der Diskurs, in dessen Verlauf den Naturwissenschaften im 19. Jahrhundert diese Rolle zugesprochen wurde, sich nicht auf Erkenntnisse stützen kann - sondern auf Fehleinschätzungen darüber beruht, was Naturwissenschaft leistet.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1825-4
(D) 38,40 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Bayertz, Kurt; Gerhard, Myriam; Jaeschke, Walter  

Weltanschauung, Philosophie und Naturwissenschaft im 19. Jahrhundert

Verlag: Meiner, F

In diesem Streit - ausgelöst durch Emil Du Bois-Reymonds Schrift Über die Grenzen des Naturerkennens (1872) - ging es nicht mehr um die Frage des Vorrangs der Naturwissenschaften vor Philosophie und Religion, sondern um die Grenzen, die auch dem materialistisch-darwinistischen Weltanschauungsreformprogramm gesetzt sind. Naturwissenschaft kann beschreiben und erklären, was der Fall ist - und hier kann sie unbeschränkt fortschreiten; aber kann sie auch Normen setzen, eine Ethik - und damit: ein vollständiges Weltbild - begründen? An diesem Punkt stößt sie nach Du Bois-Reymond auf eine unüberwindliche Schranke.Die Frage ist auch heute nicht geklärt.Die heute vorherrschende Meinung, nur die Naturwissenschaften seien in der Lage, uns das richtige Weltbild zu geben, bedarf der Korrektur. Die Beiträge dieser Bände zeigen, daß der Diskurs, in dessen Verlauf den Naturwissenschaften im 19. Jahrhundert diese Rolle zugesprochen wurde, sich nicht auf Erkenntnisse stützen kann - sondern auf Fehleinschätzungen darüber beruht, was Naturwissenschaft leistet.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1826-1
(D) 38,40 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Bayertz, Kurt; Gerhard, Myriam; Jaeschke, Walter  

Weltanschauung, Philosophie und Naturwissenschaft im 19. Jahrhundert

Verlag: Meiner, F

Die heute vorherrschende Meinung, nur die Naturwissenschaften seien in der Lage, uns das richtige Weltbild zu geben, bedarf der Korrektur. Die Beiträge dieses Bandes zeigen, daß der Diskurs, in dessen Verlauf den Naturwissenschaften im 19. Jahrhundert diese Rolle zugesprochen wurde, sich nicht auf Erkenntnisse stützen kann – sondern auf Fehleinschätzungen darüber beruht, was Naturwissenschaft leistet.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1777-6
(D) 38,40 €   In den Warenkorb

Pieper, Josef
Herausgeber : Wald, Berthold

Werke / Autobiographische Schriften

Verlag: Meiner, F

Inhalt: Philosophie in Selbstdarstellungen (1975) · Autobiographische Aufzeichnungen in drei Teilen (1976, 1979, 1988) · Noch wußte es niemand (1904-1945) · Noch nicht aller Tage Abend (1945-1964) · Eine Geschichte wie ein Strahl (1964-1986) · F wie Fortuna. Eine Erzählung (1945) · Editorische Hinweise · Veröffentlichungsnachweise · Personenregister.Ein "kosmopolitischer Eremit" wurde Josef Pieper von seinem Kollegen Fernando Inciarte an seinem 90. Geburtstag genannt. Kein Wort könnte besser die Signatur eines Lebens benennen, das in seiner Zeit- und Weltverbundenheit die eigene Mitte erkundet und vertieft hat. Von hoher erzählerischer Qualität eröffnen die autobiographischen Aufzeichnungen Piepers eine Fülle von Perspektiven für unterschiedliche Leseinteressen. Pieper berichtet von seinen Begegnungen mit zeitgeschichtlich bedeutenden Persönlichkeiten, von seinen zahlreichen Gastprofessuren in Nordamerika und Kanada und den Forschungsreisen in die asiatische Welt zum Studium der östlichen Festkultur. Vor allem philosophisch interessierte Leser werden in den autobiographischen Schriften weiteren Aufschluß finden zur Genese und Deutung des philosophischen Werks. Dies ist jedoch nur ein Ausschnitt eines vielfarbigen Ganzen, das im Spiegel des eigenen Lebens beinahe über ein ganzes Jahrhundert hinweg die Veränderung sozialer, kultureller und kirchlicher Milieus dokumentiert.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1649-6
(D) 78,40 €   In den Warenkorb

Pieper, Josef
Herausgeber : Wald, Berthold

Werke / Frühe Schriften: Soziologie und Sozialphilosophie

Verlag: Meiner, F

Inhalt: Einleitung zu Rerum novarum (1929) · Die Grundbegriffe L. v.Wieses (1930) · "Wirklichkeitswissenschaftliche" Soziologie. Kritische Randbemerkungen zu Hans Freyer Soziologie als Wirklichkeitswissenschaft (1931) · Begriffsbildung in der Sozio­logie. Diskussionsbeitrag (1931) · Thomas von Aquin und das Eigentumsrecht (1931) · Neuordnung der menschlichen Gesellschaft. Befreiung des Proletariats/Berufsständische Gliederung · Systematische Einführung in die Enzyklika Quadragesimo anno (1932) · Kapitalismus und deutscher Katholizismus (1932) · Verbildung der Berufsständischen Ordnung? (1932) · Entwurf zu einem Quadragesimo-anno-Film (1932) · Die geistigen Wurzeln unserer Weltanschauungskrise (1932) · Thesen zur Gesellschaftspolitik. Die Grundgedanken der Enzyklika Quadragesimo anno (1933) · Grundformen sozialer Spielregeln. Eine soziologisch-ethische Grundlegung der Sozialpädagogik (1933) · Totale Bildung (1933/35) · Die Grundsätze für die Gestaltung der Sammlung christlichen Traditionsgutes (1933) · Echte Bildung und deutsche Gegenwart (1934) · Das Arbeitsrecht des Neuen Reiches und die Enzyklika Quadragesimo anno (1934) · Die sozialpolitische Notwendigkeit eines starken Staates (1934) · Das Gesellungsideal in der industriellen Arbeitswelt. Aufriß einer sozialpädagogischen Grundfrage (1934) · Über die Spannung zwischen Organisation und Gemeinschaft in der kirchlichen Arbeit (1934) · Über soziale Ideale und Fehlideale. Eine sozialpädagogische Studie (1936) · Strukturseiten der Sozial-Wirklichkeit. Einleitung zur Vorlesung "Spielregeln" (1947) · Philosophische Gedanken zum sozialen Problem (1948)

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1637-3
(D) 78,40 €   In den Warenkorb

Jacobi, Friedrich H
Herausgeber : Bearbeitet von Dehrmann, Marek G; Bearbeitet von Goretzki, Catia; Bearbeitet von Jaeschke, Walter

Werke / Kleine Schriften I (1770-1783) Texte

Verlag: Meiner, F

Die zwischen 1770 und 1783 entstandenen 19 »Kleinen Schriften« bieten ein weitgefächertes Bild des geistigen Lebens in Deutschland Ende des 18. Jahrhunderts. Sie zeigen einen unbekannten Jacobi: nicht den späteren Gegner Spinozas und des transzendentalen Idealismus, sondern den Literaten, der sich durch Berichte aus der Académie Française, Vorworte, Rezensionen oder kommentierte Übersetzungen um die Verbreitung französischer Schriften in Deutschland verdient macht, aber auch den praxiserfahrenen Kritiker der merkantilistischen Wirtschaftspolitik des Absolutismus und schließlich – besonders in Jacobis erster Monographie »Etwas das Leßing gesagt hat« – den scharfen Kritiker vor allem solcher politischen Gewalt, die das Recht im Namen der Aufklärung und der Aufrichtung der ›Herrschaft der Vernunft‹ zum Besten des Volkes verletzt. Zumeist sind sie im »Teutschen Merkur« und im »Deutschen Museum« erschienen, großenteils anonym; nur wenige von ihnen hat Jacobi später – oft in einer um ihren aktuellen Bezug verkürzten und in ihrer politischen Schärfe gemilderten Form – in seine »Werke« aufgenommen. Kleine Schriften aus den Jahren 1786–1819 enthält der nachfolgende Band 5 der Ausgabe.Die dieser Edition zugrundeliegenden Originalfassungen sind heute nahezu unbekannt; spätere Fassungen sind gegebenenfalls im Variantenapparat dokumentiert. Der Editorische Bericht und der Kommentar, die die vielfältigen verdeckten Bezüge und Hintergründe dieser Schriften erschließen, folgen in Band 4,2.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1372-3
(D) 158,40 €   In den Warenkorb

Jacobi, Friedrich H
Herausgeber : Götz, Carmen; Jaeschke, Walter

Werke / Romane I: Eduard Allwill. Texte

Verlag: Meiner, F

Den Anstoß zu Jacobis zunächst in Teilen veröffentlichten Briefroman »Allwill« hat Goethe gegeben. Nachdem dieser Jacobis zweiten Roman »Woldemar« (1779) – als Band 7 dieser Ausgabe vorgesehen – jedoch verspottete, war es Lessing, der Jacobis Selbstzweifel zu zerstreuen suchte und ihn zur Aufgabe seiner kameralistischen Tätigkeit und zur Vollendung des 1792 in endgültiger Fassung erschienenen »Allwill« ermunterte.Die fünf Druckfassungen des Romans lassen sich zwei Schaffensperioden zuordnen. Die erste Gruppe, »Eduard Allwills Papiere« (1775, 1776, 1781), ist noch von der Stilistik der »Empfindsamkeit« geprägt. In die zweite Gruppe, »Eduard Allwills Briefsammlung« (1792, 1812), bezieht Jacobi philosophische Erörterungen, aber auch psychologisch überzeugende Charakterportraits ein, die – in Abgrenzung von der Geniemoral – der Darstellung und Entwicklung einer angemessenen ethischen Position dienen. Er eliminiert gezielt frühere »empfindsame« Wendungen, setzt sich mit theoretischen und praktischen Aspekten von Kants transzendentalem Idealismus auseinander und fügt die »Zugabe. An Erhard O**« an. Hierdurch wird der Roman erheblich erweitert und im Charakter verändert. Deshalb werden die Textgruppen gesondert wiedergegeben: von der ersten die Fassung des »Teutschen Merkurs« 1776, von der zweiten die Fassung 1792; die anderen Fassungen sind aus dem Variantenapparat rekonstruierbar. Der Editorische Bericht und der Kommentar folgen in Band 6,2.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1374-7
(D) 134,40 €   In den Warenkorb

Jacobi, Friedrich H
Herausgeber : Jaeschke, Walter

Werke / Schriften zum transzendentalen Idealismus

Verlag: Meiner, F

Nur zwei Jahre nach dem Beginn des Spinoza-Streits trat Jacobi mit einem neuen Werk hervor: "David Hume über den Glauben, oder Idealismus und Realismus. Ein Gespräch" (1787). Durch eine Präzisierung des Glaubensbegriffs sucht es zur Entscheidung dieses Streites beizutragen, ebenso wie Jacobis "Berichtigung" einer Rezension A. W. Rehbergs (1788), aber es eröffnet zugleich eine neue, überaus wirkungsmächtige Kontroverse: die Auseinandersetzung um die Transzendentalphilosophie, um Idealismus und Realismus. Sie bestimmt Jacobis Schriften der folgenden Jahrzehnte: den bislang unveröffentlichten Text "Meine Vorstellungen" aus der Zeit seiner unmittelbaren Rezeption der "Kritik der reinen Vernunft" (1781), die an Matthias Claudius gerichtete, ebenfalls unveröffentlichte "Epistel über die Kantische Philosophie" (1791) und nochmals 1802 die "Abhandlung Über das Unternehmen des Kritizismus, die Vernunft zu Verstande zu bringen". Doch bereits 1799, in seiner Vorrede zum "Überflüssigen Taschenbuch für das Jahr 1800", zielt Jacobis Kritik der Transzendentalphilosophie auf Fichte, und im gleichen Jahr integriert er in seinem Sendschreiben "Jacobi an Fichte" die Kritik an der Transzendentalphilosophie in den gleichzeitigen "Atheismusstreit". 1802 weist Jacobi in seinen "Drei Briefe an Köppen" Hegels Angriff in "Glauben und Wissen" sowie Schellings Angriffe gegen ihn und Reinhold zurück, und auch seine späte "Vorrede, zugleich Einleitung in des Verfassers sämtliche philosophische Schriften" (1815) erneuert die Kritik der Transzendentalphilosophie.

Der Band vereinigt die genannten Schriften, in denen Jacobi in vielfältiger Weise den Gang der nachkantischen Philosophie angeregt und antizipiert und immer wieder richtungweisend verändert hat. Einige Schriften sind in mehreren, zum Teil erheblich veränderten Auflagen erschienen, die im Variantenapparat rekonstruiert werden. Der ausführliche Kommentar erschließt Jacobis für die Auseinandersetzung um die Transzendentalphilosophie zentrale Stellung.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1370-9
(D) 211,20 €   In den Warenkorb

Otto, Stephan

Die Wiederholung und die Bilder

Verlag: Meiner, F

Seit der Antike haben sich Philosophen sehr aufmerksam und eindringlich mit 'memoria' und 'reminiscentia', mit Gedächtnis und Erinnerung beschäftigt. Erst in der Neuzeit und insbesondere in der Moderne ist das Thema "Erinnerung" zu einem Problemtitel geraten, und zwar wegen der Bilder, in denen unser Erinnern sich veranschaulicht. War es doch Immanuel Kant, der die fatale Behauptung aufgestellt hat: „wenn man den Begriff nicht von Bildern ablösen kann, wird man niemals rein und fehlerfrei denken können“. Seitdem fällt es den Philosophen schwer, in und mit Bildern zu denken, und manche, zum Beispiel Edmund Husserl, wollten darum die Bilder aus der Erinnerung vertreiben. Das aber hat bedenkliche Folgen für unser Verständnis von Bewußtsein, Subjektivität und Personalität. Die Rede von der Erinnerungsvergessenheit der Philosophie ist jedenfalls nicht unbegründet - deshalb habe ich dieses Buch geschrieben. Und ich habe mich bemüht, es so zu schreiben, daß es auch für denjenigen noch lesbar bleibt, der im "Fach Philosophie" nicht zuhause ist; denn wer ein bewußtes Leben führen will, muß das im flüchtigen Strom seiner Erinnerungsbilder tun. Stephan Otto

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1846-9
(D) 23,90 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Stöltzner, Michael; Uebel, Thomas  

Wiener Kreis

Verlag: Meiner, F

Am Wiener Kreis scheiden sich die Geister, trat er doch mit dem dezidierten Anspruch auf, mit den Mitteln der modernen Logik den metaphysischen Schutt von Jahrtausenden aus dem Weg zu räumen. Statt einer homogenen Bewegung, die sich empiristischen Dogmen verschrieb, erscheint der Wiener Kreis in der philosophischen Forschung jedoch heute als eine heterogene Gruppe von eigenständigen Denkern, die gemeinsam die Grundlagen der modernen Wissenschaftstheorie legten. In jeweils spezifischer Weise setzten sie sich von der philosophischen Tradition ab oder versuchten, einzelne Teile davon in die wissenschaftliche Weltauffassung zu integrieren.Der Band enthält eine repräsentative Auswahl von Aufsätzen der Mitglieder des Wiener Kreises. Sie beschränkt sich mit Ausnahme dreier Frühschriften der Gründer bewußt auf die Jahre des historischen Kreises vom Beginn der Treffen 1924 bis zur Ermordung Schlicks 1936, obwohl einige der Hauptideen erst in den USA ihre volle Wirkung entfalteten und von dort Ende der sechziger Jahre wieder in die deutschsprachige Philosophie zurückwirkten.In ihrer Einleitung skizzieren die Herausgeber die historische Entwicklung des Kreises und erläutern die zentralen thematischen Fragestellungen. Die Anmerkungen identifizieren die internen wie externen Opponenten und erklären den Kontext der zeitgenössischen Wissenschaft.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1811-7
(D) 62,40 €   In den Warenkorb

Merleau-Ponty, Maurice
Herausgeber : Bermes, Christian

Zeichen

Verlag: Meiner, F

Zwischen der Veröffentlichung der "Phänomenologie der Wahrnehmung" im Jahr 1945 und dem Tod Merleau-Pontys im Jahr 1961 liegen gerade einmal 16 Jahre. In dieser Zeitspanne nimmt Merleau-Ponty das Projekt einer Ausweitung und Grundlegung seiner Überlegungen auf, indem er zum einen das Phänomen der Expressivität in den unterschiedlichsten kulturellen Dimensionen erkundet, um vom Ausdrucksverhalten her eine Kulturphilosophie eigenen Typs zu entwickeln, und um zum anderen ein ontologisches Fundament der ästhetischen Stellung des Menschen in der Welt freizulegen. Diese Projekte konnte Merleau-Ponty aufgrund seines frühen Todes nicht vollständig verwirklichen und zusammenführen. Seine letzte große Veröffentlichung, die unter dem Titel "Zeichen (Signes)" die wichtigsten Beiträge aus jener Zeit versammelt und die nun erstmals vollständig in deutscher Übersetzung vorliegt, läßt den Rahmen dieses Unterfangens erkennen und skizziert die Konturen der Überlegungen Merleau-Pontys in den 50er Jahren. Aufgenommen wurden von ihm Aufsätze und Essays, die der Sprachphilosophie, der Ästhetik, der Wissenschaftstheorie der Sozialwissenschaften sowie der Phänomenologie und Philosophiegeschichte gewidmet sind. Zusätzlich fügt er politische Artikel und Stellungnahmen zur kulturellen Situation Frankreichs sowie Interviews hinzu, die belegen, in welche Zeit hinein und aus welcher Situation heraus sich sein Denken realisiert.

Ebook Print ISBN: 978-3-7873-1832-2
(D) 62,40 €   In den Warenkorb

Flasch, Kurt

Kampfplätze der Philosophie

Verlag: Klostermann, Vittorio

"Viele Menschen", schreibt Kurt Flasch, "darunter auch einige Philosophen, stellen sich Philosophie als ruhige Weisheit oberhalb aller Parteiungen vor. Die Philosophie, meinen sie, das seien die großen, gleichbleibenden Themen: Die Wahrheit und das gute Leben, Gott und Mensch, das Einzelne und das Allgemeine." Dieses Buch lädt zu einer anderen Betrachtung ein: Es geht nicht von Begriffen oder Systemen aus, sondern zeigt die Philosophie als eine Serie von Konflikten. Kurt Flasch analysiert die gut dokumentierten, großen Kontroversen im christlichen Mittelalter, die Auseinandersetzung Erasmus-Luther und die Streitfragen, die der friedliebende Leibniz mit John Locke und Pierre Bayle auszutragen hatte. Der Band schließt mit der Kritik Voltaires an Pascal.Das Buch verzichtet auf die Illusionen von Vollständigkeit oder zielgerichtetem Verlauf. Es beleuchtet durch diese neue Betrachtungsweise den Geschichtsraum zwischen Augustin und Voltaire. Es illustriert den alteuropäischen Begriff von Philosophie. Es berichtet von Wendepunkten, die über die weitere Entwicklung entschieden haben. Es handelt von Wahrheitskämpfen, die die kulturellen Konflikte ihrer Zeit auf den Begriff gebracht haben. Es beweist den agonalen Charakter der Philosophie.In einundzwanzig Kapiteln kommen zu Wort: Augustinus, Julian von Aeclanum, Karl der Große, Berengar von Tours, Gaunilo, Anselm von Canterbury, Abälard, Averroes, Al-Gazali, Albert der Große, Wilhelm von Ockham, Meister Eckhart, Nikolaus von Kues, Johannes Wenck, Erasmus, Luther, Francesco Patrizi, Leibniz, John Locke, Pierre Bayle, Pascal, Voltaire.

Ebook Print ISBN: 978-3-465-04055-2
E-Book ISBN: 978-3-465-14055-2
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Steinthal, Hermann

Was ist Wahrheit?

Verlag: Attempto Verlag

Was ist Wahrheit? Eine schwere Frage, der sich Hermann Steinthal mit der gebotenen Leichtigkeit nähert. In 49 Spaziergängen, in denen er sich so angeregt mit den Lesern unterhält wie einst die großen Philosophen mit ihren Schülern, durchwandert er das Feld der Wahrheit auf immer neuen Wegen, stets kurzweilig und bei aller Gelehrsamkeit für jeden gut verständlich. Da ein geglücktes Leben nicht anders vorstellbar ist als ein an der Wahrheit orientiertes Leben, kann man die Leser nur dazu einladen, den Autor auf seinem Weg zu begleiten und ihm aufmerksam zuzuhören. "Die 49 Kapitel belohnen die ... Lektüre mit manchem Erkenntnisgewinn ... Gefundene Wahrheit ist prägnant, d.h. treffend, und sie hat einen ganz eigenen Geschmack, der erfrischend sein kann. Der Verfasser muss jedenfalls viel erfahren und lange nachgedacht haben, um ein solches Buch zu schreiben." Neue Zürcher Zeitung

Ebook Print ISBN: 978-3-8930-8409-8
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Balmer, Hans Peter

Philosophische Ästhetik

Verlag: A. Francke Verlag

»Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.« (Friedrich Schiller) Der freiheitliche Anspruch der neueren Ästhetik geht auf Denker wie Kant und Schiller, Nietzsche und Dewey zurück, deren entsprechendes Gedankengut in diesem Buch kurz vorgestellt, nachgezeichnet und im Diskurs verortet wird. Im Laufe der Geschichte tritt der ästhetische Weltbezug dabei als ausgeprägter Sinn für Erfahrung hervor – als Befähigung also, Erspürtes auszudrücken, Wahrgenommenes anschaulich zu machen, mitzuteilen und so Beteiligung, hier und da Identifikation zu ermöglichen. Auf dem Boden solcherart kultivierter Sinnlichkeit erwächst die ästhetische >Kunst<, den Austausch unter Menschen und indirekt Solidarität und Gerechtigkeit zu befördern. Ästhetik ist daher kein bloßes und abstraktes Fach der Philosophie, kein Synonym für (schönen) Schein und Unverbindlichkeit. Ganz im Gegenteil: Als Zentraldimension des Alltagslebens ist das Ästhetische grundlegend für die Erfahrung und Gestaltung von Wirklichkeit überhaupt.

Ebook Print ISBN: 978-3-7720-8315-0
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Herausgeber : Höffe, Otfried  

Aristoteles: Die Hauptwerke

Verlag: A. Francke Verlag

Aristoteles beginnt seine Metaphysik mit dem Satz, daß alle Menschen von Natur aus nach Wissen streben. Diese Wißbegier führt bei ihm zu einem geradezu enzyklopädischen Werk, das im Laufe der Jahrhunderte nicht nur Philosophen maßgeblich beeinflußt hat, sondern ebenso Naturforscher und Theologen, Literatur- und Politikwissenschaftler, Juristen, Psychologen und Ökonomen. Das Aristoteles-Lesebuch schließt eine Lücke auf dem deutschen Markt: Es bietet eine sorgfältige Auswahl der zentralen Texte des Aristoteles, die aus den fundiertesten deutschen Übersetzungen der entsprechenden Schriften zusammengestellt wurden. Dadurch erschließt sich dem Leser das umfassende Werk eines des wichtigsten Philosophen der Weltgeschichte. Durch Berücksichtigung auch der kleineren Schriften werden die von Aristoteles behandelten Themen, die von der Logik, von Biologie über Physik, Metaphysik bis hin zur Ethik und Politik reichen, sowohl in ihrem Zusammenhang als auch in ihrer jeweiligen Eigenständigkeit deutlich.

Ebook Print ISBN: 978-3-7720-8314-3
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Zenon Tsikrikas

Jenseits von Phänomenologie und Dialektik

Verlag: V&R unipress

M. Heidegger fragt nach der Wahrheit des Seins. Das Sein ist schon und nur in dieser Frage und gefragten Wahrheit, aus der als das Abwesende, Entzogene und Gefragte ankommt und ist. Es handelt sich um eine echte Frage ohne wesensontologische Antwort, das heißt um eine epekeina tes ousias außerontologische nicht mehr Parmenideische Frage an das Sein. Die Wahrheit des Seins ist nicht seine Bewährung, sie kommt nicht aus dem Sein, sondern, wie die Quelle inmitten des Flusses und des Meers entspringt, aus der da-seienden Frage, aus dem vorontologischen Unter-Schied des Seins, aus dem Nichts, dem Tod, der Verborgenheit, dem Ge-birg, der Unwahrheit, dem Fehl, dem Traum und der Nacht. So ist nicht der Gott das Heilige, sondern das Heilige ist Gott; die Richtung des Satzes kehrt sich um, ihr Weg läuft vom Prädikat her zum Subjekt.

Ebook Print ISBN: 978-3-89971-139-4
E-Book ISBN: 978-3-86234-006-4
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Herausgeber : Reitemeyer, Ursula; Shibata, Takayuki; Tomasoni, Francesco

Feuerbach und der Judaismus

Verlag: Waxmann

Unter dem Titel Feuerbach und der Judaismus wird mit dieser Publikation ein neues Kapitel in der Feuerbachforschung aufgeschlagen, da erstmalig Feuerbachs Stellung zum Judaismus, aber auch sein Einfluß auf die deutsch-jüdische Philosophie im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts untersucht wird. Zwar gibt es zahlreiche Schriften, die sich mit Feuerbachs berühmter These auseinandersetzen, daß der Mensch Gott erschaffen habe, doch wird die darin enthaltene Kritik des Kreationismus und Monotheismus in der Regel nur auf das Christentum bezogen.In diesem vierten Band der Reihe "Internationale Feuerbachforschung" untersuchen namhafte Wissenschaftler aus Europa, Japan und den USA die in Feuerbachs Kritik des Christentums eingelagerte Kritik des Judaismus und schließen damit eine große Forschungslücke. Die Beiträge stehen unter folgenden Schwerpunkten: I. Feuerbach und der Judaismus, II. Junghegelianismus und Judentum, III. Feuerbach im Spiegel der jüdischen Lektüre, IV. Feuerbach und der Vorwurf des Antisemitismus und V. Feuerbach und das Problem des Atheismus.

Ebook Print ISBN: 978-3-8309-2204-9
E-Book ISBN: 978-3-8309-7204-4
(D) 26,90 €   In den Warenkorb

Thomas Jacob

Das Individuum im Spannungsverhältnis von staatlicher Souveränität und Internationalisierung

Verlag: V&R unipress

Auch mehr als 200 Jahre nach Kant besteht im Staats- und Völkerrecht das Bedürfnis nach Orientierung an Rechtsprinzipien, die vom politischen Tageswillen unabhängig sind. Der Krieg als überstaatliches Zwangsmittel zur Interessensdurchsetzung ist nicht überwunden, Weltverfassung und Staatenbünde sind Schwerpunkte nicht nur der europäischen Diskussion, und die militärische Intervention aus humanitären Gründen ist aktueller denn je. Nur zu oft nimmt überstaatlicher Zwang dabei das Prädikat der Rechtmäßigkeit für sich in Anspruch, das Individuum droht zum bloßen Objekt der Internationalisierung zu werden. Diese Problematik supranationaler Zwangsgewalt findet in der Rechtsphilosophie Immanuel Kants und der Perspektive des nach freiheitlichen Prinzipien anzustrebenden Friedens eine Würdigung, die in Schlüssigkeit und Gedankentiefe außergewöhnlich ist. Die vorliegende Arbeit liefert eine durchgängige Interpretation der Rechtsphilosophie Kants im Blick auf das Rechtsverhältnis der Staaten zueinander.

Ebook Print ISBN: 978-3-89971-752-5
E-Book ISBN: 978-3-86234-089-7
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Dietrich, Frank

Sezession und Demokratie

Verlag: De Gruyter

Das Phänomen des Separatismus hat sich, wie der Zerfall der Sowjetunion und Jugoslawiens zeigt, zu einem wichtigen Faktor der internationalen Politik entwickelt. Das Buch geht der Frage nach, ob sich Sezessionen von Staaten, die demokratisch verfasst sind, rechtfertigen lassen. Ausgehend von einer kritischen Analyse der aktuellen philosophischen und völkerrechtlichen Diskussion wird eine eigene Legitimationstheorie entwickelt. Unter Berufung auf die grundlegenden Werte moderner Demokratien argumentiert der Autor für die Anerkennung eines Sezessionsrechts.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022256-2
E-Book ISBN: 978-3-11-022257-9
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Gerda Lier

Das Unsterblichkeitsproblem

Verlag: V&R unipress

Fünf zentrale Annahmen werden immer wieder angeführt, um die Unsterblichkeit zu negieren: Es gebe nur die physische Welt; keine Hinweise für andere Wirklichkeitsbereiche oder Dimensionen seien vorhanden. Die Lebewesen seien ohne Absicht ausschließlich durch rein mechanistisch-materialistische Prozesse entstanden. Es gebe keine rationalen Argumente für die Existenz einer transzendenten Wirklichkeit. Das Bewusstsein sei ein Produkt der Komplexität des Nervensystems; es gebe keine Belege für die Transmissionshypothese, nach der das Hirn wie ein Transmitter für ein eigenständiges Bewusstsein wirkt. Schließlich sei in der Aufklärung gezeigt worden, dass die Vorstellung einer unsterblichen Seele irrational sei. Die Autorin prüft, inwieweit diese Annahmen gesichert sind. Sie zeigt im Detail, dass es gute Belege – wenn auch keine zwingenden Beweise – für die Unabhängigkeit und die Trennbarkeit des Bewusstseins vom physischen Körper, die postmortale Kontinuität des Bewusstseins und die Unsterblichkeitshypothese gibt. Die Arbeit kombiniert existenz- und naturphilosophische Fragestellungen mit mathematischen, physikalischen, biologischen und neurowissenschaftlichen Perspektiven und bietet so einen umfassenden Blick auf das Problem der Unsterblichkeit.

Ebook Print ISBN: 978-3-89971-764-8
E-Book ISBN: 978-3-86234-105-4
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Dorschel, Andreas

Ideengeschichte

Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht

Wie kommt es zu neuen Ideen und weshalb wandeln sich alte Ideen? Wie und warum ändern sich Ideen? Wie werden sie verbreitet? Und was geschieht mit verfolgten Ideen? Ideengeschichte rückt den Anspruch des Denkens auf zeitlose Wahrheit in eine historische Perspektive. Dieses Werk behandelt Entstehung, Veränderung und Verbreitungsweise von Ideen in einem knappen Überblick von der Antike bis in die Moderne. Ein philosophischer Spaziergang von Sokrates bis Kant und Fichte.

Ebook Print ISBN: 978-3-825-23314-3
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Diels, Hermann
Herausgeber : Saltzwedel, Joahnnes

Griechische Philosophie

Verlag: Steiner, Franz

Mit seinen Forschungen zur frühgriechischen Philosophie hat Hermann Diels (1848–1922) Epoche gemacht; seine "Fragmente der Vorsokratiker" (1903, 6. Auflage 1951) sind weiterhin das Standardwerk zum Thema. Nie jedoch hat der Gelehrte ein Panorama seines unerreichten Wissens veröffentlicht. Erstmals wird nun eine Mitschrift jener Vorlesung zugänglich, in der Diels seine Sicht des hellenischen Denkens darstellte. Das Skript aus dem Wintersemester 1897/98 dokumentiert vorzüglich Sprachkraft und Pädagogik des großen Gräzisten; es stammt von einem Ausnahme-Studenten, dem späteren Münchner Ägyptologen Friedrich Wilhelm von Bissing (1873–1956). Im historischen Gang von früher Spruchweisheit bis zur Natur- und Staatslehre Platons und der begrifflichen Präzisionsarbeit des Aristoteles hebt Diels besonders das Fortwirken großer Denkmuster hervor. Zentrale Gestalten wie Anaximander, Heraklit, Parmenides oder Demokrit sind prägnant und farbig gezeichnet. So bietet der Text über seinen fachhistorischen Wert hinaus ein fesselndes Bild der Ursprünge theoretischen Bewußtseins in Europa.

Ebook Print ISBN: 978-3-515-09609-6
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Herausgeber : Rateau, Paul  

L’idée de théodicée de Leibniz à Kant: héritage, transformations, critiques

Verlag: Steiner, Franz

L’objet de ces contributions est d’étudier le devenir de la théodicée après Leibniz, dans la tradition allemande jusqu’à Kant. La théodicée dont Kant hérite et qu’il critique pourrait n’avoir de leibnizien que le nom et renvoyer, avant tout, à un genre philosophique, comprenant des doctrines très différentes. La référence, courante au XVIIIe siècle, sous le terme général d’«optimisme» ou de «système de l’optimisme», aux thèses de Leibniz et d’Alexander Pope, traduirait une extension et une transformation de la notion de théodicée, dont il s’agit de montrer les étapes et de mesurer les conséquences. Les textes sont rassemblés sous trois grands chapitres. Il s’agit tout d’abord de rendre compte de la nature et de la portée du projet de théodicée, tel qu’il fut conçu par Leibniz, ensuite de montrer la manière dont la question de la théodicée a été reprise et traitée dans le contexte de la controverse sur l’«optimisme», enfin d’apprécier l’évolution de la pensée kantienne de la période précritique au constat de l’échec de tout essai de théodicée «dogmatique». Figure en appendice une étude sur l’usage de la notion de théodicée par Hegel.

Ebook Print ISBN: 978-3-515-09351-4
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Irrgang, Bernhard

Der Leib des Menschen

Verlag: Steiner, Franz

Das Thema Leib ist längst nicht mehr nur auf die traditionelle phänomenologische Forschung beschränkt. Das leibliche Sein betrifft vielmehr die Situation des Menschen an sich. Die Anthropologie des 20. Jh. bedarf angesichts der Ergebnisse der Ethologie, der Genomforschung und der Neurowissenschaften einer Revision. Die hier formulierte Version einer empirisch orientierten transklassischen Phänomenologie thematisiert den menschlichen Leib philosophisch neu und begründet so eine leiborientierte Anthropologie für das 21. Jahrhundert. Kern dieser Anthropologie ist nicht eine biologische Definition, sondern das leibliche In-der-Welt-Sein des Menschen. Dieses leibliche Sein definiert sich durch die Fähigkeit, mit sich selbst, mit anderen und mit der Natur angemessen umgehen zu können.

Ebook Print ISBN: 978-3-515-09349-1
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Morgenstern, Martin

Metaphysik in der Moderne

Verlag: Steiner, Franz

Das Anliegen der Metaphysik, die Welt aus wenigen Grundprinzipien zu begreifen, ist seit Hume und Kant häufig als illusionär kritisiert worden. Dennoch hat die "totgesagte" Metaphysik immer wieder "Auferstehungen" erlebt. Auch in der Moderne werden die alten Fragen nach Welt, Mensch und Gott gestellt, doch geschieht dies vor einem veränderten wissenschaftlichen Hintergrund und auch häufig mit anderen Methoden. Insgesamt zeigt sich in der Moderne ein allmählicher Übergang von einer apriorischen zu einer hypothetischen, wissenschaftsorientierten Metaphysik. Die vorliegende Abhandlung thematisiert acht zentrale Strömungen der Metaphysik seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen dabei die philosophischen Weltbilder ihrer Hauptvertreter sowie ihre Standpunkte zum Leib-Seele-Problem und zum Problem der Willensfreiheit, aber auch ihre Stellungnahmen zu den Fragen nach Gott, Unsterblichkeit und dem Sinn des Lebens.

Ebook Print ISBN: 978-3-515-09228-9
(D) 27,20 €   In den Warenkorb

Schütrumpf, Eckart

Praxis und Lexis

Verlag: Steiner, Franz

Dieses Buch präsentiert eine Auswahl von 25 auf Deutsch bzw. Englisch verfassten Studien des Autors, der sich durch seinen vierbändigen Kommentar zu Aristoteles Politik (1992–2005) einen Namen gemacht hat. Die Bandbreite der abgedruckten Aufsätze reicht von einem Beitrag über ein Gedicht des frühen griechischen Lyrikers Simonides bis zur Erklärung der neuplatonischen Klassifizierung der Werke des Aristoteles. Der Themenschwerpunkt liegt bei den Gebieten antiker politischer Theorie und Rhetorik. Ausgewählt wurden Arbeiten, die zentral für die hier behandelten antiken Autoren sind, wie Gerechtigkeit in Platons Staat, Sklaverei in Aristoteles’ Politik und „tragische Schuld“ (hamartia) in seiner Poetik. This book presents a collection of 25 scholarly papers (14 in English, 11 in German) by the author who is best known for his commentary on Aristotle’s Politics. While the works included here range from an article on the Greek lyric poet Simonides to the neo-Platonic classification of Aristotle’s works, the focus is on the areas of ancient political theory and rhetoric. Selected for this volume are studies that are central to the authors represented in these fields, such as justice in Plato’s Republic, slavery in Aristotle’s Politics, or “tragic guilt” (hamartia) in his Poetics.

Ebook Print ISBN: 978-3-515-09147-3
(D) 54,40 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Schulz, Reinhard; Bonanni, Giandomenico; Bormuth, Matthias  

"Wahrheit ist, was uns verbindet"

Verlag: Wallstein

Karl Jaspers als Arzt, Psychiater, Philosoph und politischer Schriftsteller. Erstmals wird hier die Bedeutung der Kunst für Jaspers` philosophisches Werk hervorgehoben.Ursprünglich begleitete Karl Jaspers (1883-1969) als Arzt und Psychiater das Leiden und Hoffen seiner Patienten. Aus diesen frühen therapeutischen Erfahrungen entwickelte er seine späteren Motive als Philosoph und politischer Schriftsteller. Der im Zuge des Jaspers-Jahrs 2008 entstandene Band enthält 30 Beiträge, die das Lebenswerk des Philosophen würdigen.

Ebook Print ISBN: 978-3-8353-0423-9
E-Book ISBN: 978-3-8353-0824-4
(D) 31,90 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Lütterfelds, Wilhelm; Majetschak, Stefan; Raatzsch, Richard; Vossenkuhl, Wilhelm  

Wittgenstein-Studien (2010)

Verlag: De Gruyter

Das Wittgenstein-Jahrbuch publiziert die Internationale Ludwig Wittgenstein Gesellschaft (ILWG) nunmehr unter dem Titel Wittgenstein-Studien. Es stellt ein jährlich erscheinendes Forum der internationalen Wittgenstein-Forschung dar. Es werden Artikel und Materialien zu Leben, Werk und Philosophie Ludwig Wittgensteins sowie seines philosophischen und kulturellen Umfeldes veröffentlicht. Das Referenzjahrbuch für die internationale Wittgenstein-Forschung Herausgeber ist die Internationale Ludwig Wittgenstein Gesellschaft

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022298-2
E-Book ISBN: 978-3-11-022299-9
(D) 89,95 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Gentili, Carlo; Nielsen, Cathrin  

Der Tod Gottes und die Wissenschaft

Verlag: De Gruyter

Mit seinem Wort vom „Tode Gottes" hat der Philosoph Friedrich Nietzsche eine ebenso problematische wie hochaktuelle Zukunftsdiagnose vorgelegt. Während sie im Zusammenhang der daraus entspringenden praktischen Problematik des Werteverlustes ausführlich diskutiert wurde, ist sie in Bezug auf den Status und das Selbstverständnis der theoretischen Wissenschaften unthematisiert geblieben. 17 Beiträge namhafter Forscher nähern sich dem Thema, indem sie den spezifischen Wissenstyp neuzeitlicher Wissenschaft und die theologische Leerstelle ausdrücklich aufeinander beziehen.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022074-2
E-Book ISBN: 978-3-11-022075-9
(D) 99,95 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Heidemann, Dietmar H.  

Kant Yearbook 2010: Metaphysics

Verlag: De Gruyter

The Kant Yearbook is an international journal that publishes articles, historical or systematic, on the philosophy of Immanuel Kant. It is the Kant Yearbook's goal to intensify innovative research on Kant on the international scale. Articles are double-blind peer reviewed by an internationally renowned editorial board. Each issue is dedicated to a specific topic announced through a call for papers. The second issue's topic is "Metaphysics."

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022292-0
E-Book ISBN: 978-3-11-022293-7
(D) 59,95 €   In den Warenkorb

Ebbersmeyer, Sabrina

Homo agens

Verlag: De Gruyter

Die Autorin rekonstruiert die Entstehung und spezifische Struktur der frühhumanistischen Moralphilosophie. Die Humanisten haben durch einen neuen Denkstil die scholastische Philosophie überwunden. Sie haben nicht nur eine Antwort auf eine spezifische philosophische Problemlage entwickelt, sondern auch ethische Fragen und Probleme, die bis in die Neuzeit hinein relevant geblieben sind.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022576-1
E-Book ISBN: 978-3-11-022577-8
(D) 109,95 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Gerhardt, Volker; Nida-Rümelin, Julian  

Evolution in Natur und Kultur

Verlag: de Gruyter

Kultur ist eine spezifisch menschliche Eigenschaft. Zwar finden sich Vorformen kultureller Praktiken und Techniken schon bei (nicht-menschlichen) Primaten und anderen Tieren. Doch erst durch evolutionäre Prozesse wurden diese Vorformen zu den Bedingungen menschlicher Kultur transformiert. Um die wechselseitige Abhängigkeit von biologisch-genetischer und kultureller Evolution zu erhellen, untersuchen die Autoren Techniken und Werkzeuggebrauch, aber auch die Mechanismen der Vermittlung und Weitergabe von Fähigkeiten mit dem Ziel, im Vergleich zu den anderen Tieren spezifische Eigenschaften und Leistungen der menschlichen Tiere zu bestimmen.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-021350-8
E-Book ISBN: 978-3-11-021351-5
(D) 69,95 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Krueger, James; Bruxvoort Lipscomb, Benjamin J.  

Kant’s Moral Metaphysics

Verlag: de Gruyter

Recent interpreters of Kant´s moral philosophy and contemporary advocates of neo-Kantian moral theories generally minimize the importance of Kant´s metaphysical beliefs. This volume re-evaluates these minimizing approaches, exploring Kantian positions on such topics as sin, the relation between God and ethics, the metaphysics of human freedom and the possibility of knowledge of God. This volume is the first to examine all of these topics within the context of Kant´s ethical writings. New approach to Kant's moral philosophy International renowned authorship.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022003-2
E-Book ISBN: 978-3-11-022004-9
(D) 89,95 €   In den Warenkorb

Bornedal, Peter

The Surface and the Abyss

Verlag: de Gruyter

Peter Bornedal provides an interpretation of Nietzsche´s philosophy as a whole in the context of 19th century philosophy of mind and cognition. The study explains Nietzsche´s notion of truth; his epistemology; his notions of the split and fragmented subject, of master, slave, and priest; furthermore, it offers a new interpretation of the enigmatic "eternal recurrence". It also suggests how important aspects of Nietzsche´s thinking can be read as a sophisticated critique of ideology.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022341-5
E-Book ISBN: 978-3-11-022342-2
(D) 109,95 €   In den Warenkorb

Pfordten, Dietmar von der

Normative Ethik

Verlag: de Gruyter

Die normative Ethik dient der Kritik und Rechtfertigung der Moral, des Rechts und anderer primärer Normordnungen. In diesem Buch wird eine auf den Individuen basierende normative Ethik entfaltet, die einen neuen, dritten Weg jenseits der bisher vorherrschenden Strömungen des Kantianismus und des Utilitarismus einschlägt. Diese Ethik ermöglicht Antworten auf verschiedene konkrete ethische Fragen, etwa nach dem Bestehen von Pflichten gegen sich selbst, nach der Zulässigkeit paternalistischen Entscheidens für andere, nach überpflichtgemäßem Handeln sowie nach Lösungen für ausgewählte Probleme der Medizinethik. Pluspunkte: Entwicklung einer eigenen normativen ethischen Theorie Aktueller überblick zum Thema Gut nachvollziehbar geschrieben Auch zur Orientierung bei konkreten moralischen Problemen geeignet Auch für Ärzte, Juristen, Ökonomen.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022690-4
E-Book ISBN: 978-3-11-022691-1
(D) 34,95 €   In den Warenkorb

Lenz, Martin

Lockes Sprachkonzeption

Verlag: de Gruyter

Was legt die Bedeutung sprachlicher Ausdrücke fest: die mentalen Zustände der Sprachbenutzer oder Faktoren außerhalb der Sprecher? Locke scheint von der simplen These auszugehen, dass Wörter primär die Ideen im Geiste des Sprechers bezeichnen, und sich damit auf einen unhaltbaren Mentalismus zu verpflichten. Der Autor tritt diesem verbreiteten Bild mit einer historisch und systematisch umfassenden Auseinandersetzung entgegen, die Lockes Konzeption als sozialen Externalismus ausweist, gemäß dem die Sprachgemeinschaft entscheidender Faktor für die Fixierung von Bedeutung ist.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022827-4
E-Book ISBN: 978-3-11-022828-1
(D) 129,95 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Stolzenberg, Jürgen; Ulrichs, Lars-Thade  

Bildung als Kunst

Verlag: de Gruyter

Der Band Bildung als Kunst beleuchtet die Bildungskonzepte Fichtes, Schillers, Humboldts und Nietzsches. Zum einen arbeiten die Autoren an ihnen das theoretische Profil der ästhetischen Bildung im 18. und 19. Jahrhundert heraus. Zum anderen widmen sich die Beiträge dem Ziel der Selbstaufklärung der Vernunft in der interdisziplinär aufgesetzten Bildungstheorie am Schnittpunkt von Pädagogik, Philosophie und Kunst. Zudem eröffnet die Beschäftigung mit dem Konzept der ästhetischen Bildung neue Perspektiven auf die Bildungsdebatte der Gegenwart.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022838-0
E-Book ISBN: 978-3-11-022839-7
(D) 79,95 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Tolksdorf, Stefan; Tetens, Holm  

In Sprachspiele verstrickt - oder: Wie man der Fliege den Ausweg zeigt

Verlag: de Gruyter

Der durch die Spätphilosophie Wittgensteins geprägte Begriff des Sprachspiels macht auf die Verwobenheit von Wissen und Können aufmerksam. Menschliche Handlungsvollzüge sind durch ihre Verstrickung in Sprachspiele gekennzeichnet, sie erhalten durch das Zusammenspiel von sprachlichen und nicht-sprachlichen Tätigkeiten ihren genuinen Sinnhorizont. Der vorliegende Band widmet sich den Arbeiten Hans Julius Schneiders, in denen sich das Zusammenwirken von Wissen und Können in unterschiedlichen Bereichen als ein zentraler Fluchtpunkt wiederfindet. Untersucht werden neben den sprachphilosophischen Wurzeln des Sprachspielbegriffs insbesondere mentale und religiöse Sprachspiele.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022465-8
E-Book ISBN: 978-3-11-022466-5
(D) 99,95 €   In den Warenkorb

Düsing, Klaus

Fundamente der Ethik

Verlag: frommann-holzboog

In die Pluralität und Unübersichtlichkeit der zahlreichen Ethik-Ansätze bringt Düsing Ordnung durch seine Klassifizierung grundlegender Ethik-Typen in Geschichte und Gegenwart. Ausgehend von seiner Theorie der Selbstbewusstseinsmodelle, entwickelt der Autor ein ethisches Prinzipiengefüge, in dem eine ideale ethische Gemeinschaft rein sich selbst bestimmender Personen entworfen wird. Er zeigt in Auseinandersetzung mit neueren und neuesten Ethik-Ansätzen, wie die grundlegenden Realisierungsgebiete der Ethik von dieser Konzeption geprägt werden und gibt Anregungen zu Anwendungsproblemen.

Ebook Print ISBN: 978-3-7728-2369-5
E-Book ISBN: 978-3-7728-3004-4
(D) 52,00 €   In den Warenkorb

Sousedík, Stanislav

Philosophie der frühen Neuzeit in den böhmischen Ländern

Verlag: frommann-holzboog

Innerhalb des Heiligen Römischen Reiches bildeten die böhmischen Länder eine Einheit, die sich nicht zuletzt auf kulturellem Gebiet ausprägte. Die vorliegende Studie untersucht den Beitrag, den die Philosophie für die Schaffung dieser Einheit beanspruchen kann. Sie führt die Darstellung der Böhmischen Barockphilosophie bis an das Ende der Regierungszeit Kaiser
Josefs II. im Jahr 1790 – als sich die Rezeption der europäischen Aufklärung manifestierte – weiter und zeigt, dass besonders im Prag des 17. Jahrhunderts ein bedeutendes Zentrum philosophischen Denkens entstanden war. – Die historisch-systematische Konzeption des Bandes richtet sich sowohl an Fachphilosophen als auch an kulturhistorisch interessierte Leser.

Ebook Print ISBN: 978-3-7728-2478-4
E-Book ISBN: 978-3-7728-3009-9
(D) 134,00 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Speer, Andreas; Wirmer, David  

1308

Verlag: de Gruyter

Dieser Band ist einem Jahr gewidmet: 1308. Die Fragestellung des Bandes will neue Perspektiven eröffnen, indem sie einlädt, Sehgewohnheiten in Frage zu stellen, zu schärfen, zu verlängern - anhand eines Jahres und auch über dieses Jahr und seine historische Peripherie hinaus. Die Aufmerksamkeit richtet sich, beginnend bei einer lokalen Detailaufnahme, auf verschiedene thematische und methodische Facetten: Ereigniswahrnehmung, auch mit Blick auf die Erschließung neuer Welten, Johannes Duns Scotus im Kontext, Theologie in Paris, Philosophie in Italien, Medizin und Poetik, die Grenzen Europas, Orthodoxie und Häresie, 1308 im Spiegel der Künste, aus jüdischer und islamischer Sicht.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-021874-9
E-Book ISBN: 978-3-11-021875-6
(D) 179,95 €   In den Warenkorb

Bleisch, Barbara

Pflichten auf Distanz

Verlag: de Gruyter

Fast eine Milliarde Menschen leiden heute weltweit an Hunger. Dieses Buch geht der Frage auf den Grund, was die Bewohner der vermögenden Staaten diesen Menschen schulden. Der Fokus liegt dabei weniger auf der Frage, wie eine gerechte Welt beschaffen wäre, als auf der Frage, was einzelne Individuen angesichts der offenkundigen Ungerechtigkeit und des immensen Leidens zu tun verpflichtet sind. Das Buch plädiert für eine gemeinsame Verantwortung, extreme Armut zu beseitigen, und nimmt das Individuum in seiner Rolle als Bürger, als Konsument wie auch als moralisches Subjekt in die Pflicht.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022825-0
E-Book ISBN: 978-3-11-022826-7
(D) 64,95 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Waibel, Violetta L.; Breazeale, Daniel; Rockmore, Tom  

Fichte and the Phenomenological Tradition

Verlag: de Gruyter

This volume is a collection of previously unpublished papers dealing with the neglected "phenomenological" dimension of the philosophy of Johann Gottlieb Fichte, which it compares and contrasts to the phenomenology of his contemporary Georg Wilhelm Friedrich Hegel and to that of Edmund Husserl and his 20th century followers. Issues discussed include: phenomenological method, self-consciousness, intersubjectivity, temporality, intentionality, mind and body, and the drives. In addition to Fichte, authors discussed include: Hegel, Brentano, Husserl, Heidegger, Sartre, Levinas, and Ricœur.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-024529-5
E-Book ISBN: 978-3-11-024528-8
(D) 99,95 €   In den Warenkorb

Grote, Hans

Petrarca lesen

Verlag: frommann-holzboog

Francesco Petrarca (1304–1374) ist der meistzitierte und -imitierte Autor der europäischen Liebeslyrik. Doch sein Werk hat mehr zu bieten: Zeitgenossen und Nachgeborene schätzen ihn als Philologen und Historiker, vor allem aber als Moralphilosophen. Die kunstvolle Verschränkung von philosophischem Gehalt und literarischem Ausdruck begründet diesen Ruhm und steht daher im Mittelpunkt des Bandes. ›Petrarca lesen‹ eröffnet mit biographischen, literarischen und philosophischen Wegmarken einen Zugang zu Denken und Schreiben des großen italienischen Vordenkers der »studia humanitatis« und somit zu den Ursprüngen des Humanismus.

Ebook Print ISBN: 978-3-7728-2424-1
E-Book ISBN: 978-3-7728-3006-8
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Bannert, Herbert

Homer lesen

Verlag: frommann-holzboog

Mit den zeitlosen Geschichten um den Zorn Achills und der ungewissen Heimkehr des Odysseus in ›Ilias‹ und ›Odyssee‹ haben sich schon viele Einführungen befasst. Das vorliegende Buch bietet aber etwas Neues: Bannert ermöglicht einen direkten Einblick in die Werkstatt des Dichters, der die Epen ohne Kenntnis der Schrift als mündlich vorgetragene Literaturwerke konzipierte. Er analysiert die gesamte Bandbreite der Homer’schen Erzähltechnik: Momentaufnahmen und Beschreibungen in Zeitlupe, Großeinstellungen und Fixierungen auf Details, eingeblendete Selbstgespräche und Erzählungen in der Erzählung. Homer hat in seiner Dichtung bereits vor 2.800 Jahren demonstriert, was bis heute noch in Literatur, Theater oder Film genutzt wird: die Fähigkeit zu fesseln und neugierig zu machen auf die Fortsetzung einer erzählten Geschichte.

Ebook Print ISBN: 978-3-7728-2370-1
E-Book ISBN: 978-3-7728-3003-7
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Heilinger, Jan-Christoph

Anthropologie und Ethik des Enhancements

Verlag: de Gruyter

Biotechnologische Eingriffe in den menschlichen Organismus (genetisch, psychopharmazeutisch oder technisch) können die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit von Menschen steigern und das menschliche Erleben gezielt verändern, auch über ein "normales" oder "natürliches" Maß hinaus. Der Autor untersucht die ethische Debatte zu diesem Thema, insbesondere Argumente, die ausgehend von einem normativen Begriff vom Menschen bestimmte Eingriffe verbieten oder erlauben wollen.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022369-9
E-Book ISBN: 978-3-11-022370-5
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Meggle, Georg

Handlungstheoretische Semantik

Verlag: de Gruyter

Der Begriff der „Bedeutung" wird der ältesten Tradition zufolge durch Referenz auf die Dinge erklärt, auf die sich unsere Zeichen beziehen. Spätestens seit Wittgenstein wird „Bedeutung" mit Hilfe der Formel „Bedeutung = Gebrauch" erklärt, wobei man zwischen dem Gebrauch-wie und dem Gebrauch-wozu unterscheiden muss. Der Autor zeigt, dass sich all diese Erklärungen vereinen lassen, indem er zuerst den Gebrauch-wozu darstellt und dann den Gebrauch-wie mittels Konventionen rekonstruiert. Er weist schließlich nach, wie sich auf dieser Basis auch die traditionelle Referenz-Semantik rechtfertigen lässt.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022682-9
E-Book ISBN: 978-3-11-022683-6
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Wittwer, Héctor

Ist es vernünftig, moralisch zu handeln?

Verlag: de Gruyter

Verbreitet ist die Auffassung, dass es vernünftig ist, moralisch zu handeln, weil es unvernünftig ist, gegen moralische Normen zu verstoßen. Gegen diese Ansicht vertritt der Autor die These, dass es immer vernünftigerweise erlaubt ist, moralisch zu handeln, dass aber im Falle eines Konflikts zwischen Klugheitsgründen und moralischen Normen sowohl die moralische als auch die unmoralische Handlungsweise vernünftigerweise erlaubt sind.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022790-1
E-Book ISBN: 978-3-11-022791-8
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Hansen, Stig Børsen

The Existence of God

Verlag: de Gruyter

This study breaks new ground on the question of the existence of God. It innovatively combines biblical scholarship with an analysis of existence drawn from the writings of the philosopher Gottlob Frege. It shows that the strength of Frege´s approach is its emphasis on the notions of proper name and predicate; this in turn sheds new light on important elements of theological language. Finally, the Fregean approach in this book is defended against objections drawn from readings of Ludwig Wittgenstein´s Tractatus Logico-Philosophicus.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-024535-6
E-Book ISBN: 978-3-11-024536-3
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Simon, Josef
Herausgeber : Hoffmann, Thomas Sören

Philosophie als Verdeutlichung

Verlag: de Gruyter

Josef Simon hat in mehr als vier Jahrzehnten philosophischer Arbeit auf oft unkonventionelle Weise wichtige, auch international viel beachtete Impulse gegeben. Seine Arbeiten zu Kant, Hegel und Nietzsche, zur Sprach- und Zeichenphilosophie, aber auch zur praktischen Philosophie haben philosophische Grundfragen immer wieder in überraschend neues Licht gestellt. Der Band, der auch ein Gesamtverzeichnis der Schriften Simons enthält, vereinigt 18 exemplarische Arbeiten Simons aus allen Schaffensphasen sowie zu den zentralen historischen und systematischen Themenbereichen seines Werks.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-024646-9
E-Book ISBN: 978-3-11-024647-6
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Herausgeber : Günther, Friederike; Holzer, Angela; Müller, Enrico  

Zur Genealogie des Zivilisationsprozesses

Verlag: de Gruyter

Der Philosoph Friedrich Nietzsche und der Soziologe Norbert Elias haben in ihren Werken jeweils folgenreiche Deutungen der modernen europäischen Kultur im Ganzen vorgelegt: Nietzsches Zur Genealogie der Moral und Elias´ über den Prozeß der Zivilisation si

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022070-4
E-Book ISBN: 978-3-11-022071-1
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Beier, Kathi

Selbsttäuschung

Verlag: de Gruyter

Selbsttäuschung ist ein problematisches, weil zutiefst irrationales Phänomen. Bisherige philosophische Auseinandersetzungen damit scheitern allerdings daran, dieses Phänomen als ein „Versagen der Vernunft" verständlich zu machen. Daher argumentiert die Au

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022931-8
E-Book ISBN: 978-3-11-022932-5
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Herzberg, Stephan

Wahrnehmung und Wissen bei Aristoteles

Verlag: de Gruyter

Aristoteles betont an vielen Stellen in seinem Werk die zentrale Bedeutung der Wahrnehmung für den Wissenserwerb. Wie sind diese programmatischen Aussagen interpretatorisch einzulösen? Bildet die Wahrnehmung für Aristoteles das Fundament, auf das unser ganzes Wissen begründend zurückgeführt werden kann? Oder hat sie bloß die Funktion, den Intellekt mit elementaren Informationen zu versorgen? Die Studie arbeitet präzise heraus, welche Rolle die Wahrnehmung in Aristoteles´ Theorie des Wissenserwerbs spielt. Es zeigt sich, dass Aristoteles eine Position vertritt, die als eine systematisch interessante Alternative in die gegenwärtige Debatte um die Begründung empirischen Wissens eingebracht werden kann.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-021236-5
E-Book ISBN: 978-3-11-021237-2
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Rentsch, Thomas

Transzendenz und Negativität

Verlag: de Gruyter

Im Blick auf die philosophische Grundfrage nach der Struktur und den Formen von Transzendenz und ihrer Verbindung mit Formen der Negativität untersuchen die Studien des Bandes die religionsphilosophische, die philosophisch-theologische und die ästhetische Tragweite dieser Verbindung.Die Analysen führen zu einer vertieften Sicht der systematischen Verklammerung von Transzendenz und Negativität in ihrer Bedeutung für ein vernünftig reflektiertes menschliches Selbst- und Weltverständnis und für die kulturellen Formen einer humanen Welt.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-021496-3
E-Book ISBN: 978-3-11-021497-0
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Nietzsche-Studien 2010

Verlag: de Gruyter

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022568-6
E-Book ISBN: 978-3-11-022569-3
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Herausgeber : Palmquist, Stephen R.  

Cultivating Personhood: Kant and Asian Philosophy

Verlag: de Gruyter

Authors from all over the world unite in an effort to cultivate dialogue between Asian and Western philosophy. The papers forge a new, East-West comparative path on the whole range of issues in Kant studies. The concept of personhood, crucial for both traditions, serves as a springboard to address issues such as knowledge acquisition and education, ethics and self-identity, religious/political community building, and cross-cultural understanding. Edited by Stephen Palmquist, founder of the Hong Kong Philosophy Cafè and well known for both his Kant expertise and his devotion to fostering philosophical dialogue, the book presents selected and reworked papers from the first ever Kant Congress in Hong Kong, held in May 2009. Among others the contributors are Patricia Kitcher (New York City, USA), Günther Wohlfahrt (Wuppertal, Germany), Cheng Chung-ying (Hawaii, USA), Sammy Xie Xia-ling (Shanghai, China), Lau Chong-fuk (Hong Kong), Anita Ho (Vancouver/Kelowna, Canada), Ellen Zhang (Hong Kong), Pong Wen-berng (Taipei, Taiwan), Simon Xie Shengjian (Melbourne, Australia), Makoto Suzuki (Aichi, Japan), Kiyoshi Himi (Mie, Japan), Park Chan-Goo (Seoul, South Korea), Chong Chaeh-yun (Seoul, South Korea), Mohammad Raayat Jahromi (Tehran, Iran), Mohsen Abhari Javadi (Qom, Iran), Soraj Hongladarom (Bangkok, Thailand), Ruchira Majumdar (Kolkata, India), A.T. Nuyen (Singapore), Stephen Palmquist (Hong Kong), Christian Wenzel (Taipei, Taiwan), Mario Wenning (Macau).

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022623-2
E-Book ISBN: 978-3-11-022624-9
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Herausgeber : Runggaldier, Edmund  

Letztbegründungen und Gott

Verlag: de Gruyter

Der Band versammelt Beiträge zeitgenössischer Philosophen und Theologen, in denen es um Begründungen für die Existenz Gottes geht. Klassische und neuere Begründungsversuche werden vorgestellt und kritisch diskutiert. Es wird aber auch die Frage behandelt, welchen Sinn solche Begründungen überhaupt haben und welche Bedeutung ihnen zukommt, wenn man für die Vernünftigkeit des Glaubens argumentiert.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022680-5
E-Book ISBN: 978-3-11-022681-2
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Brüllmann, Philipp

Die Theorie des Guten in Aristoteles' "Nikomachischer Ethik"

Verlag: de Gruyter

Das Buch bietet eine neue Interpretation der Theorie des Guten aus Aristoteles' Nikomachischer Ethik. In einer genauen Lektüre vor allem der ersten Kapitel zeigt der Autor, dass Aristoteles einer teleologischen Konzeption des Guten (Güter sind Ziele) viel differenzierter gegenübersteht, als üblicherweise angenommen wird. Diese Beobachtung führt zu einer Antwort auf einige hartnäckige Deutungsprobleme. Außerdem eröffnet sie eine völlig andere Sicht auf das Projekt, das Aristoteles in seiner Ethik verfolgt.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-022786-4
E-Book ISBN: 978-3-11-022787-1
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Schmid, Stephan

Finalursachen in der frühen Neuzeit

Verlag: de Gruyter

Anhand einer Rekonstruktion der Teleologiekonzeptionen von Thomas von Aquin, Suárez, Descartes, Spinoza und Leibniz wird die verbreitete These, mechanistische Autoren der frühen Neuzeit hätten teleologische Naturerklärungen aufgrund ihrer Ablehnung des aristotelischen Weltbildes zurückgewiesen, geprüft und verworfen: Erstens lehnten viele frühneuzeitliche Autoren naturteleologische Erklärungen gar nicht ab; und zweitens meinten bereits scholastische Autoren, dass es nur dort echte Teleologie gibt, wo Ziele erkannt werden, was auch für sie die Annahme reiner Naturteleologie problematisch machte.

Ebook Print ISBN: 978-3-11-024665-0
E-Book ISBN: 978-3-11-024666-7
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Herausgeber : Fiorillo, Vanda / Frank Grunert (Hrsg.)  

Das Naturrecht der Geselligkeit.

Verlag: Duncker & Humblot

Das moderne Naturrecht ist nicht einfach eine normative Theorie, sondern es ist ein Medium, in dem sich der Gestaltungsanspruch und die Sinnverständigung einer Epoche artikuliert. Als ein umfassendes Konzept, das jenseits theologischer Begründungsmuster moderne anthropologische mit juristischen und moralphilosophischen Elementen verbindet, spielt das Naturrecht in der sozialen Semantik frühneuzeitlicher Gesellschaften eine grundlegende Rolle. Der vorliegende Band ist dem Naturrecht des 18. Jahrhunderts gewidmet. Indem er auf Fragen der praktischen Anwendung und der Ausdifferenzierung des Ius naturae sowie auf Neubegründungen und die beginnende Krise des Naturrechts fokussiert ist, versucht er, der Vielgestaltigkeit des Phänomens gerecht zu werden und zugleich eine Grenze zwischen der Entstehungsphase des modernen Naturrechts im 17. und der Krise bzw. der Umbildung des Begriffs im 19. Jahrhundert zu ziehen.

Ebook E-Book ISBN: 978-3-428-51928-6 (D) 80,00 €   In den Warenkorb

Wernecke, Jörg

Handeln und Bedeutung.

Verlag: Duncker & Humblot

Jörg Wernecke entwirft in seiner Untersuchung "Handeln und Bedeutung" eine Propädeutik zur Praktischen Philosophie. Darin greift er auf die beiden Begriffe "Handeln" und "Bedeutung" zurück, um in ihrer Bezugnahme folgendem Problem nachzugehen Handeln beinhaltet nicht nur einen funktionalen bzw. Zweck-Mittel-Bezug, sondern im Kontext etwa der Ethik und Politik auch die Notwendigkeit eines eine Bedeutung, einen Sinn erschließenden, hermeneutischen Vermögens. Innerhalb einer gelingenden lebensweltlichen Praxis sind wir stets auf ein Verstehen, auf Orientierung, auf die Integration von Bedeutungs- und Sinnbezügen angewiesen, ein Problemzusammenhang, der durch den Ausdruck "hermeneutische Pragmatik" gekennzeichnet wird. Letztere Kennzeichnung beinhaltet noch eine weitergehende Fragestellung In welcher Form und in welchem Umfang kann eine Pragmatik eine Fundierungs- bzw. Begründungsleistung für die praktische Philosophie erbringen? In diesem problemzentrierten Kontext unterzieht Wernecke Wittgenstein, Peirce und Heidegger vor dem Hintergrund eines Sprachhandelns, einer Zeichenhandlung und einer hermeneutisch-fundamentalontologischen Praxis einer Untersuchung mit dem Ziel, die Vielschichtigkeit, die Differenziertheit des Phänomens Praxis bzw. Pragmatik erkennbar werden zu lassen. Die systematischen Erträge der autorenzentrierten Analysen werden sodann dahingehend fokussiert, als das Verhältnis von Erkennen, Handeln und Hermeneutik für eine Grundlegung einer praktischen Philosophie erörtert wird.

Ebook E-Book ISBN: 978-3-428-52239-2 (D) 88,00 €   In den Warenkorb

Roth, Veronika Maria

Das ewige Nun.

Verlag: Duncker & Humblot

Anstoß der Untersuchung ist der in der Mystik des Abendlandes wiederkehrende Topos der Präsenz des Ewigen im Nun. Dieser findet sich beispielsweise in den Schriften Meister Eckharts und gründet als mystische Denkfigur auf intersubjektiv nicht nachvollziehbarer Erfahrung, was ihn zusammen mit seiner paradoxalen Struktur zum philosophischen Skandalon macht.

Veronika Roth geht am philosophischen System des Proklos der Frage nach, ob das Paradox des Ewigen Nun dem heutigen Denken vermittelbar ist. Hierzu untersucht sie sein Denken vor der Folie des logischen Positivismus. Die Autorin präpariert heraus, welche Fragestellungen und Hypothesen es sind, die das philosophische System des Proklos in Paradoxien münden lassen. Sie zeigt, daß das Paradox des Ewigen Nun neben dem Paradox des Raumes und dem der Selbstprädikation eines von drei Paradoxien ist, welche seinem philosophischen System inhärent sind. Roth weist nach, wie sichergestellt ist, daß es an diesen Paradoxien nicht zerbricht. Der systematische Ertrag der Untersuchung liegt insbesondere im Aufweis der paradigmatischen Besonderheit der Philosophie des Proklos, welcher durch den Brückenschlag zur Philosophie des 20. Jahrhunderts gelingt. Die Publikation erweist sich zudem als Fundgrube für alle, die sich der proklischen Philosophie nähern wollen.

Ebook E-Book ISBN: 978-3-428-52273-6 (D) 70,00 €   In den Warenkorb

Kadlec, Erich

Praktische Philosophie - heute.

Verlag: Duncker & Humblot

In seiner Arbeit "Praktische Philosophie - heute" befasst sich Professor Erich Kadlec - ausgehend von Poppers Thesen des Dualismus von Tatsachen und Maßstäben, der negativen Formulierung ethischer Forderungen und seines "Alles Leben ist Problemlösen" - mit konkreten Ereignissen der Gegenwart. Der Autor stellt sich die Aufgabe, eine universell gültige und anwendbare Moral als durch nichts zu durchbrechenden Mindeststandard menschlichen Verhaltens darzustellen. Dabei stellt er neben einer Tatsachenbeschreibung und Bewertung die Suche nach Regeln in gesonderten Theorien voran

- Freiheitstheorie Freiheit der Menschen als von Fähigkeiten ihres Trägers plus Mitwirkung minus Gegenwirkung aus der Umwelt abhängige Möglichkeit zu selbstbestimmtem Verhalten, abgeleitet aus dem Fall der Berliner Mauer.

- Verhaltenstheorie Beschreibung und Typisierung des Handelns oder Unterlassens der Menschen zur Erhaltung des vorgegebenen Lebenszieles und zur Erreichung selbst gesetzter Zwecke samt ihren Folgen für andere (Menschen, Tiere, Pflanzen, Ökosysteme), beschränkt auf das anderen schädliche Problemverhalten.

- Ethik Bewertung und Suche nach Prinzipien und Regeln zum Schutz des betroffenen Objekts aus Verantwortlichkeit des Mensch-Seins.

- Moral Regelungen für das Verhaltenssubjekt in Verbotsform zur Ergänzung des menschlichen Gewissens als Humanmoral für die zwischenmenschlichen Beziehungen der Individuen und als Ordnung in den Gemeinschaften (Rechts- und Staatswesen) als Streitschlichtungsinstanz in Richtung Gerechtigkeit oder Naturmoral für das Verhalten gegenüber Tieren und Pflanzen als Objekt mit direkter und gegenüber Ökosystemen mit indirekter Auswirkung auf Lebewesen.

Ebook E-Book ISBN: 978-3-428-52378-8 (D) 52,00 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Gerhardt, Volker  

Existentieller Liberalismus.

Verlag: Duncker & Humblot

Der Liberalismus ist zum Inbegriff eines abstrakten, auf das individuelle Kalkül reduzierten Politikverständnisses geworden. Historisch verweist der Begriff jedoch auf den Ausgangspunkt eines jeden politischen Handelns in der Freiheit des Einzelnen. Um diesen Ausgangspunkt zu akzentuieren, spricht der an der Humboldt-Universität lehrende Philosoph Volker Gerhardt vom existentiellen Liberalismus. Damit soll deutlich werden, dass die Freiheit nicht von der Verantwortung zu trennen ist, in der jeder Einzelne sein Leben zu führen hat. Da aber niemand sein Dasein ohne tätige Mitwirkung an gemeinsamen Aufgaben bewältigen kann, ist die selbstbestimmte Lebensführung auf politische "Mitbestimmung", auf Partizipation angewiesen. Darin liegt das Ziel des existenziellen Liberalismus.

Die Aufsätze umfassen systematische Studien zur Politischen Philosophie, bieten Interpretationen zu Klassikern des politischen Denkens und setzen sich mit aktuellen Fragen des politischen Zeitgeschehens auseinander. Sie können als Vorstudien zu der 2007 erschienenen "Partizipation. Das Prinzip der Politik" gelesen, aber auch unabhängig davon verstanden werden.

Ebook E-Book ISBN: 978-3-428-52918-6 (D) 70,00 €   In den Warenkorb

Strehler, Hans Magnus

Profile einer Rehabilitierung des kulturell Fremden.

Verlag: Duncker & Humblot

Hans Magnus Strehler stellt sich die Aufgabe, Konnexionen zwischen den different erscheinenden Bereichen und Aspekten Lévi-Strauss'schen Denkens transparent zu machen. Damit hebt er sich von der bisherigen Lévi-Strauss-Forschung ab, welche im wesentlichen segmentorientiert betrieben wurde.

Die gewählte Vorgehensweise wird verbunden mit dem Versuch, die intellektuelle Hinterlassenschaft Lévi-Strauss' als ein auf die Rehabilitierung des kulturell Fremden gerichtetes Unternehmen vorzustellen. Dabei handelt es sich um eine Lesart, die es gestattet aufzuzeigen, wie strukturale Anthropologie, wildes Denken und Ansätze zu einer Kulturtheorie, wie Szientismus und Konfessionalismus im Denken Lévi-Strauss' zusammenhängen. Der skizzierte Versuch erschöpft sich nicht in einer gegenwärtigen Maßstäben genügenden wissenschaftshistorischen Aufarbeitung. Beabsichtigt wird mit ihm auch, Lévi-Strauss vor dem Hintergrund der heute bestehenden menschheitlichen Herausforderungen zu aktualisieren und weiterzudenken.

Ebook E-Book ISBN: 978-3-428-52932-2 (D) 88,00 €   In den Warenkorb

Yfantis, Dimitrios

Die Auseinandersetzung des frühen Heidegger mit Aristoteles.

Verlag: Duncker & Humblot

Die Auseinandersetzung Heideggers mit Aristoteles war für sein Hauptwerk "Sein und Zeit" sowie für die gesamte Entwicklung seines philosophischen Denkens von außerordentlicher Bedeutung. Dies hat erst die Publikation der einschlägigen Primärquellen in den letzten Jahrzehnten erkennen lassen. Eine Gesamtuntersuchung des schwer überschaubaren Materials (Vorlesungen, Abhandlungen, Aufsätze, Vorträge usw.) war bisher ein Desiderat in der Forschung.

Dimitrios Yfantis unterzieht in der vorliegenden Abhandlung die philosophischen Motive, die vielfältigen Aspekte, die Entwicklungsgeschichte sowie die philosophischen Gehalte und Resultate der intensiven Aristoteles-Interpretation des frühen Heidegger einer umfassenden und eingehenden Untersuchung.

Aufgrund der innigen Verflechtung der Aristoteles-Interpretation mit der allgemeinen philosophischen Konzeption beim frühen Heidegger rekonstruiert der Autor überdies den gesamten Denkweg von Heideggers Anfängen bis zu "Sein und Zeit". Mit dieser Untersuchung beleuchtet er eine philosophische Auseinandersetzung, welche die Gesamtentwicklung der europäischen Philosophie im 20. Jh. entscheidend und nachhaltig prägte.

Ebook E-Book ISBN: 978-3-428-52934-6 (D) 70,00 €   In den Warenkorb

Herausgeber : Springmann, Simon / Asmus Trautsch (Hrsg.)  

Was ist Leben?

Verlag: Duncker & Humblot

Der Begriff des Lebens hat in weiten Teilen der akademischen Philosophie des 20. Jahrhunderts keine zentrale Rolle gespielt. Nachdem ihn die Lebensphilosophie vor allem als Gegensatz zur Vernunft exponiert hatte, wurde er von der europäischen und amerikanischen Philosophie weitgehend den Naturwissenschaften, insbesondere der Biologie, überlassen. Der Berliner Philosoph Volker Gerhardt hat in den letzten drei Jahrzehnten demgegenüber an die begründende Rolle des Lebens in der Philosophie seit Platon erinnert und gezeigt, dass alle menschlichen Leistungen, so auch das philosophische Denken, nur unter der Bedingung des Lebens zu begreifen sind. Auch wenn sie als Symbolsysteme, soziale Praktiken, ästhetische Formen, rechtliche Institutionen oder politische Ordnungen eine Realität sui generis gewinnen, bleiben sie durch die lebendige Dynamik von Bedürfnissen und Interessen bestimmt. So kann, wie Gerhardt in seinen historischen und systematischen Studien vorgeführt hat, auch die Vernunft selbst als Funktion des Lebens verstanden werden.

Volker Gerhardt, der u. a. in Münster, Köln und Halle lehrte, bevor er 1992 auf die Professur für Praktische Philosophie, Rechts- und Sozialphilosophie an die Humboldt-Universität berufen wurde, untersuchte zunächst die Philosophie des Lebens insbesondere bei Kant und Nietzsche. Mit seiner 1999 erschienenen "Selbstbestimmung. Das Prinzip der Individualität" entwarf er daran anschließend eine Ethik der Individualität, die sich auf die Erfahrung des eigenen Lebens gründet. Ihr folgte mit der "Individualität. Das Element der Welt" (2000) eine Theorie der individuellen Erscheinungsform alles Lebendigen in Natur und Kultur. Die "Partizipation. Das Prinzip der Politik" (2007) setzte das systematische Werk Gerhardts in Bezug auf die Politik fort, indem sie den historischen Übergang von der Natur zur gesellschaftlichen Lebensform und zur politischen Organisation in seiner Kontinuität nachzeichnet und die fundamentale Einbettung der gesamten menschlichen Organisationsleistungen in die Prozesse des Lebens aufzeigt.

Die zum 65. Geburtstag Volker Gerhardts herausgegebene Festgabe seiner Schüler, Mitarbeiter und Kollegen versammelt mehr als 50 kürzere Essays, die unterschiedliche Dimensionen des Lebensbegriffs historisch und systematisch untersuchen und sich der Frage nach dem Leben in philosophischer Perspektivenvielfalt annähern. Neben Studien zu Platon, Aristoteles, Hobbes, Whitehead, Wittgenstein, Cassirer, Ritter oder Arendt werden vor allem Kants, Nietzsches und Gerhardts Denken unter dem Gesichtspunkt des Lebens reflektiert. Darüber hinaus präsentiert der Band Untersuchungen über biopolitische Probleme sowie über den Zusammenhang von Leben und Philosophie, Politik, Öffentlichkeit, Ethik und Liebe, über die organische und gesellschaftliche Organisation des Lebens, seine Erfahrungsdimensionen und die interne Verbindung des Lebendigen zur Kunst.

Ebook E-Book ISBN: 978-3-428-53155-4 (D) 70,00 €   In den Warenkorb

Grünewald, Bernward

Geist - Kultur - Gesellschaft.

Verlag: Duncker & Humblot

Nach Diltheys hilflosen Versuchen, mit einer "Kritik der historischen Vernunft" den Geisteswissenschaften den Status von Wissenschaften zu verleihen, und der von Gadamer verkündeten "Überwindung der erkenntnistheoretischen Fragestellung" wagt Bernward Grünewald mit dieser Abhandlung einen prinzipiellen Neubeginn in der Theorie der empirischen Geisteswissenschaften. Er entwicklt einen Begriff der geisteswissenschaftlichen Erfahrung, der es erlaubt, die zumeist pauschal unter dem Titel "Verstehen" gefassten Akte der Sinn-Rezeption und des geisteswissenschaftlichen Begreifens zu unterscheiden und nach den Bedingungen der Objektivität dieser Erfahrung in den hermeneutischen Werk- und Sozialwissenschaften zu fragen. Eine kritische Analyse der von Heidegger inspirierten Hermeneutik Gadamers und der Ansätze zu einer Theorie der verstehenden Soziologie Max Webers führen jeweils zu einer ersten Skizze der Prinzipien geisteswissenschaftlicher Erfahrung. Diese Prinzipien müssen, entgegen der Meinung Diltheys und der neukantianischen Tradition, auf die Bedingungen der Möglichkeit der Erfahrung überhaupt zurückführbar sein. Nach der Kritik der Interpretations-Tradition und einer Analyse der Kantischen Vorbehalte gegen eine "Wissenschaft von der denkenden Natur" zeigt der Autor, dass die Probleme dieser Vorbehalte unter Rückgriff auf eigene Einsichten Kants und die Ergebnisse der Husserlschen Phänomenologie überwindbar sind. Eine entscheidende Rolle spielen dabei der phänomenologische Begriff des Noema und der daraus zu entwickelnde Begriff des noematischen Systems, der eine konstruktive mathematische Behandlung von Sinn-Phänomenen erlaubt. Schließlich erbringt die Formulierung der theoretischen Prinzipien der Geisteswissenschaften in Analogie zu den "Metaphysischen Anfangsgründen der Naturwissenschaft" den Nachweis der Möglichkeit jener Wissenschaften, die seit Dilthey "Geisteswissenschaften" genannt werden.

Ebook E-Book ISBN: 978-3-428-53160-8 (D) 76,00 €   In den Warenkorb

Nehring, Robert

Kritik des Common Sense.

Verlag: Duncker & Humblot

Die Beziehung zwischen Common Sense und Wissenschaft ist von gegenseitigen Vorurteilen geprägt, dabei sind beide in hohem Maße aufeinander angewiesen. Robert Nehring untersucht Nutzen und Nachteil des Common Sense für die Wissenschaft und insbesondere für die Philosophie. Bedeutung und Funktion des vielschichtigen Bedeutungskomplexes 'Common Sense' erschließt er hauptsächlich anhand des Gesamtwerkes von Immanuel Kant. Von diesem lasse sich diesbezüglich paradoxerweise am meisten lernen. Paradox, weil in Kant bislang ein entschiedener Gegner dieses Vermögens gesehen werde.

Nach einer genauen Bestimmung des Begriffs und dessen Erscheinungsformen bei Kant verfolgt der Autor die drei Hauptgestalten des Common Sense bei dem Königsberger Philosophen - 'gesunder Menschenverstand', 'reflektierende Urteilskraft' und 'Gemeinsinn' - durch dessen vorkritische (populäre) Periode, die drei Hauptwerke der Kritik und die nachkritische (pragmatische) Schaffensphase. Dabei werden Funktionen des Common Sense herausgearbeitet, die für die Philosophie, die Einzelwissenschaften und darüber hinaus unentbehrlich sind. Im Ergebnis zeigt sich, dass Kant dieses Vermögen in einer beispiellosen Tiefe und Breite erforscht hat. Er selbst lässt sich als Common-Sense-Philosoph betrachten, seine Hauptwerke erscheinen als 'Kritiken des Common Sense'. So erweist sich Robert Nehrings "Kritik des Common Sense" nicht nur als Schlüssel zu Wesen und Nutzen des Common Sense, sondern auch als Schlüssel zu der Philosophie Kants.

Ebook E-Book ISBN: 978-3-428-53161-5 (D) 66,00 €   In den Warenkorb

Neugebauer, Klaus

Wahrsein als Identifizierung.

Verlag: Duncker & Humblot

Was ist Wahrheit? An jeweils zentraler Stelle gehen beide Denker auf diese Frage ein Edmund Husserl in der letzten seiner sechs "Logischen Untersuchungen", Martin Heidegger am Ende des 1. Abschnitts von "Sein und Zeit". Doch jener versucht "Wahrheit" in den Fundamenten einer reinen Logik des Bewusstseins neu zu verankern, während dieser verschiedene traditionelle Wahrheitsbegriffe abweist und ihnen eine ontologische, ganz neuartige Analyse von "Wahrsein" entgegenstellt. Die Art und Weise, wie Heidegger, auch vom Marburger Katheder aus, die "Logischen Untersuchungen" seines früheren Lehrers liest und deren Kerngedanken der Intentionalität des Bewusstseins herausarbeitet, wie er dadurch mit dem gleichzeitig in Freiburg i.Br. lehrenden Husserl in einem indirekten Gespräch bleibt, das ist auch heute noch spannend zu lesen - handelt es sich doch um die beiden großen philosophischen Grundpositionen des 20. Jahrhunderts. Dieser Diskurs läuft hinaus auf die Frage nach den ontologischen Fundamenten des Bewusstseins und seiner Akte bis zu seiner Überwindung. Schritt für Schritt verfolgt der Autor die Anverwandlung der Wahrheitsauffassung Husserls in der kritischen Rezeption Heideggers.

Ebook E-Book ISBN: 978-3-428-53250-6 (D) 64,00 €   In den Warenkorb

Springmann, Simon

Macht und Organisation.

Verlag: Duncker & Humblot

"Und wißt ihr auch, was mir 'die Welt' ist? (...) Diese Welt ist der Wille zur Macht - und nichts außerdem! Und auch ihr selber seid dieser Wille zur Macht - und nichts außerdem!" (N 1885, 38[12], 11, S. 610 f.)

"Jede ernstzunehmende Analyse kollektiven Handelns muß also Macht in das Zentrum ihrer Überlegungen stellen, denn kollektives Handeln ist im Grunde nichts anderes als tagtägliche Politik. Macht ist ihr 'Rohstoff'." (Crozier / Friedberg 1993, S. 14)

Macht ist ein zentraler, vielleicht der zentrale gesellschaftliche Integrations- und Ordnungsmechanismus. Zu jeglicher Organisation ist Macht nötig, Macht drückt sich in Organisation aus und bedarf ihrerseits der Organisation. Macht und Organisation verweisen also wechselseitig aufeinander.

Die vorliegende interdisziplinäre Studie analysiert das komplexe Phänomen der Macht Erstmals werden systematisch strukturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Machtkonzepte von Nietzsche und der modernen Organisationstheorie herausgearbeitet.

Im Ergebnis werden zehn, für ein vertieftes Verständnis von Macht zentrale Strukturmerkmale generiert, darunter die Relationalität, Instrumentalität und Intransitivität der Macht sowie der Zusammenhang von Macht und Widerstand, Macht und Ästhetik und der grundlegende Zusammenhang von Macht und Organisation.

Ebook E-Book ISBN: 978-3-428-53272-8 (D) 80,00 €   In den Warenkorb

Santozki, Ulrike

"Weichenstellungen und Abstellgleise".

Verlag: Duncker & Humblot

Die Hirnforschung führt Mentales auf gesetzlich beschreibbare neuronale Prozesse zurück und erzeugt dadurch das Körper-Geist-Problem mit Folgen für unsere Vorstellung von Bewusstsein, freiem Willen und Verantwortlichkeit. In diesem Buch wird dieser Komplex historisch und wissenschaftstheoretisch innovativ untersucht. Historisch wird der Ursprung anhand einer Betrachtung des Materiebegriffs in der Antike nicht - wie es oft geschieht - bei Platon, sondern bei Demokrit und im Hellenismus verortet. Wissenschaftstheoretisch werden außer dieser ersten "Weichenstellung" auch die Verabsolutierung des naturwissenschaftlichen Weltbildes und die Ausbildung des Gesetzesbegriffes in der frühen Neuzeit einerseits sowie die Grundlagenforschung in der Moderne andererseits als "Weichen" bezeichnet. Damit lassen sich Kontinuität, Linearität und Exklusivität wissenschaftlich und philosophisch grundlegender Veränderungen gut erklären. Eine Beurteilung gegenwärtiger Positionen und ein Vorschlag zum Umgang mit der Problematik bilden den Abschluss des Buches.

Ebook E-Book ISBN: 978-3-428-53417-3 (D) 64,00 €   In den Warenkorb

Jacobs, Wilhelm G

Schelling lesen

Verlag: frommann-holzboog

Diese Einführung präsentiert einen ernstzunehmenden Gesprächspartner in aktuellen Fragestellungen: Ob es um die Interpretation der Umweltkrise nicht als Krise der Natur, sondern als Krise unserer selbst, ob es um die heutige Diskussion um Mono- oder Polytheismus oder um eine moderne Erklärung der Genialität geht – bei Schelling wird der Leser fündig. An Schlüsselbegriffen zeigt Jacobs Schelling als konsequenten Denker der Freiheit und gibt somit einen Ariadnefaden durch die Schellingsche Philosophie an die Hand. – Als Mitherausgeber der Historisch-kritischen Schelling-Ausgabe und Mitbegründer der Internationalen Schelling-Gesellschaft regt Jacobs auf kompetente und originelle Weise zur Lektüre an.»›Rama dama‹ – in der Schelling-Forschung, dies will W.G. Jacobs in seinem neusten Buch Schelling lesen: ›Es ist viel, sehr viel Schutt wegzuräumen.‹ Da nimmt sich einer der besten Kenner, Mitherausgeber der historisch-kritischen Schelling-Ausgabe und 1986 Mitbegründer der rührigen Internationalen Schelling-Gesellschaft, viel vor und errreicht auf knapp 162 Seiten viel, räumt auf mit den Fehlurteilen und lädt auf leichte Weise ein, ein schwieriges Werk zu lesen. Dieses gute Buch passt aus zwei Gründen in die Zeit: Es streitet gegen die Verachtung der Philosophiehistorie, und es portraitiert einen Philosophen der Freiheit: Schelling, den Philosophen der ›Wirklichkeit von Freiheit‹. Dieser Akzent ist gut gesetzt.« Hans Jörg Sandkühler, Süddeutsche Zeitung (10.09.04)»Die klare Sprache und Linienführung machen diese Einleitung zu einem Genuss. [...] Mit Jacobs können wir Schelling als einen frühen Kritiker der Moderne lesen, der uns den Gegenentwurf zu einer verwalteten Welt, einer ökonomisch denkenden und damit verkürzten Lebensweise an die Hand gibt.« Felix Heidenreich, Deutsche Allgemeine Zeitung«»Wilhelm G. Jacobs [...] hat eine knappe, gut lesbare Einführung in das Gesamtwerk Schellings geschrieben, die jedem am deutschen Idealismus Interessierten, besonders natürlich Studenten der Philosophie und Germanistik, zu empfehlen ist.« Johannes U. Lechner, Marburger Forum

Ebook Print ISBN: 978-3-7728-2240-7
E-Book ISBN: 978-3-7728-3021-1
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Zimmermann, Albert

Thomas lesen

Verlag: frommann-holzboog

Für Thomas von Aquin ist die Philosophie Teil der christlich fundierten Auffassung von der Wirklichkeit, notwendig für die Auslegung der Heiligen Schrift wie auch für das Nachdenken über Sinn und Ziel der menschlichen Existenz. Das Buch gibt eine Einführung in sein Denken und beleuchtet es im Kontext maßgeblicher Traditionen seiner Zeit. Am Leitfaden zentraler Fragestellungen von Thomas’ Lehre und ihrer Beantwortung wird der spezifische Gang seiner Argumentationen aufgezeigt und damit der Einstieg in die Lektüre seiner Werke erleichtert. Wer über die Grundfragen des Daseins nachdenkt, wird Thomas’ Überlegungen auch heute noch als anregend erfahren.»Das auf hohem Niveau, aber stets in gut verständlicher Sprache gehaltene Werk [ist] doch unbedingt allen, die sich für die Philosophie des ›engelgleichen Lehrers‹ interessieren, zu empfehlen.« David Berger, Die Tagespost»Um mit den Gedanken des Aquinaten bekannt zu werden, ist das Buch von Albert Zimmermann eine große Hilfe. [...] In den Kapiteln gelingt es dem Autor, die thomasische Intention dem Leser nahe zu bringen, ohne diese durch philosophische ›Binnensprache‹ zu verdecken.« Felmberg, Evangelische Verantwortung»Die vorliegende Studie [...] stellt eine exzellente Einführung in das Denken des Doctor Angelicus dar.« Sixto J. Castro, Estudios Filosóficos»Das Werk von Albert Zimmermann [ist] wärmstens zu empfehlen.« Manfred Krüger, Mitteilungen aus der anthroposophischen Arbeit in Deutschland

Ebook Print ISBN: 978-3-7728-2005-2
E-Book ISBN: 978-3-7728-3013-6
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Manuel Schmidt

Legitime Gewalt in den Naturzuständen bei Kant

Verlag: V&R unipress

Kants Ruf als Friedensphilosoph ist hinreichend gefestigt, sein Plan, den Frieden durch eine umfassende Rechtsetzung zu erreichen, hinlänglich bekannt. Kaum bekannt ist dagegen, dass Kant auch konkrete Vorstellungen zur Reglementierung des Krieges hat, die den Friedenszustand tatsächlich herstellen sollen.
Die vorliegende Studie ist keine Auseinandersetzung mit allen Facetten der Kantischen Gedanken zum Krieg; letztlich bleiben zum Krieg bei Kant nicht mehr viele Fragen offen. Worum es gehen soll, ist umfassender: Mit der Frage nach legitimer Gewalt in den Naturzuständen dehnt sich der zu bearbeitende Themenbereich über die Sphäre des Zwischenstaatlichen hinaus, denn Thema ist auch die erlaubte zwischenmenschliche Gewalt im I. Naturzustand wie sie z. B. heute noch immer in Bürgerkriegen stattfinden kann. Die Lösung der Aufgabe verlangt eine Reise quer durch Kants Werk: von der Rechtsphilosophie zur Ethik, über die Ästhetik bis hin zur Geschichtsphilosophie.

Ebook Print ISBN: 978-3-89971-857-7
E-Book ISBN: 978-3-86234-857-2
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Platon
Herausgeber : Heitsch, Ernst

VII 1 Größerer Hippias

Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht

Der Kommentar erschließt den Text für den heutigen Leser durch philologische, historische und thematische Erläuterungen und macht die Argumentationsweise und Gedankenführung verständlich.In diesem Text fingiert ein Mitglied der von Platon gegründeten Akademie ein Gespräch zwischen Sokrates und dem renommierten Sophisten Hippias aus Elis. Es geht um die Frage, was eigentlich das Schöne ist. Der Autor, der Sokrates und Hippias nicht mehr gekannt hat, war für seinen Text auf Informationen vor allem von Platon angewiesen und gewährt uns Einblick sowohl in die Wirkungsgeschichte Platons als auch in das intellektuelle Leben der Akademie.Das Adjektiv »größer« im Titel des Dialogs bezieht sich auf den Umfang, verglichen mit einem kleineren Dialog desselben Namens.

Ebook Print ISBN: 978-3-525-30417-4
E-Book ISBN: 978-3-647-30417-5
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Loh, Werner; Kaiser–el-Saf–tielSafti, Margret

Die Psychologismus–Kontroverse

Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht

Wie kam es zur Trennung von Philosophie und Psychologie? Wo stehen wir heute? Wie ist es um die Zukunft dieser Diskussion bestellt? Werner Loh und Margret Kaiser-el-Safti geben Antworten.Der strittige Vorwurf, empirische Psychologie erhebe unangemessene Geltungsansprüche, erreichte um 1900 unter dem Stichwort »Psychologismus« einen Höhepunkt, der bis heute folgenreich nachwirkt. Die vorherrschende »Psychologie ohne Seele« leidet ebenso wie der Antipsychologismus an Defiziten, zu deren Aufarbeitung die Psychologin Margret Kaiser-el-Safti und der Philosoph Werner Loh beitragen. Der Band fordert zu neuen Diskussionen heraus.

Ebook Print ISBN: 978-3-525-45203-5
E-Book ISBN: 978-3-647-45203-6
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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 25.1/2000

Verlag: frommann-holzboog

Unter dem Stichwort »die Zeit in Gedanken erfassen ...« entfaltet sich hier ein reiches Spektrum philosophischer Einsichten, Übersichten, Aussichten zu zentralen Themen einer philosophischen Gegenwartsdiagnose und zu ständigen wie künftigen Aufgaben der Philosophie.

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 25.2/2000

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 25.3/2000

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 26.1/2001

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 26.2/2001

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 26.3/2001

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 27.1/2002

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 27.2/2002

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 27.3/2002

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 28.1/2003

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 28.2/2003

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 28.3/2003

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 29.1/2004

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 29.2/2004

Verlag: frommann-holzboog

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Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 29.3/2004

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 30.1/2005

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 30.2/2005

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 30.3/2005

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 31.1/2006

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 31.2/2006

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 31.3/2006

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 32.1/2007

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 32.2/2007

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 32.3/2007

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 33.1/2008

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 33.2/2008

Verlag: frommann-holzboog

Ebook Print ISBN: 003-4-0796-9008-2
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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 33.3/2008

Verlag: frommann-holzboog

Ebook Print ISBN: 003-4-0796-9008-3
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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 34.1/2009

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 34.2/2009

Verlag: frommann-holzboog

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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 34.3/2009

Verlag: frommann-holzboog

Alfred North Whitehead erklärte die Moderne in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum ›Zeitalter John Deweys‹. Mit seiner naturalistischen Metaphysik, Ästhetik, Wissenschaftstheorie, Theorie der Öffentlichkeit, Ethik, Religionsphilosophie und Pädagogik übte der in breiten Schichten wahrgenommene Intellektuelle einen enormen Einfluss nicht nur auf das amerikanische Denken aus. In einer Zeit der spezialisierten akademischen Philosophie, die nur schwer den Weg in die Öffentlichkeit findet und sich kaum noch umfassende Entwürfe zutraut, ist zu seinem 150. Geburtstag an Dewey als einen Philosophen zu erinnern, der ausgehend von einem weiten Begriff der Erfahrung das ganze Feld der Philosophie abgeschritten hat und als ein politischer und moralischer Kopf viele Debatten in der Öffentlichkeit anstieß.

Ebook Print ISBN: 003-4-0796-9009-3
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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 35.1/2010

Verlag: frommann-holzboog

Ebook Print ISBN: 003-4-0796-9010-1
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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 35.2/2010

Verlag: frommann-holzboog

Ebook Print ISBN: 003-4-0796-9010-2
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Herausgeber : Tilman Borsche  

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Heft 35.3/2010

Verlag: frommann-holzboog

Was ist Philosophie? – Eine unter Philosophen eher gefürchtete Frage, vor allem, wenn Laien eine Antwort wünschen. Die Frage zwingt dazu, vermeintlich professionelle Argumentationen zu ersetzen durch einen kritischen Blick auf ein Gesamtprojekt, das den Fachdiskussionen erst ihren Sinn gibt. Angeregt durch einen Vortrag von Holm Tetens hat die Allgemeine Zeitschrift für Philosophie namhafte Vertreter des Fachs nach ihrem Verständnis des Projekts der Philosophie gefragt. Dabei kann es nicht darum gehen, die notorisch uneinige, vom Streit geradezu lebende Zunft auf einen Minimalkonsens verpflichten zu wollen. Antworten dürfen (und werden) also umstritten sein. Das gilt sogar dort, wo sie eigentlich Selbstverständliches sagen, etwa dass das Hauptgeschäft der Philosophie nicht in irgendwelchen ›Beweisen‹ oder ›Widerlegungen‹ philosophischer Thesen, Positionen und Weltanschauungen liegt, sondern darin, selbst-verständliche Voraussetzungen menschlichen Wissens, Handelns und Lebens in gewissen Stufen der Relevanz so explizit zu ordnen, dass es auch der gebildete Laie die Bedeutsamkeit dieser Ordnungsversuche versteht.

Ebook Print ISBN: 003-4-0796-9010-3
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Descartes, René
Herausgeber : Einleitung von Schmidt, Andreas; Übersetzt von Schmidt, Andreas

Meditationen

Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht

Ebook Print ISBN: 978-3-525-30604-8
E-Book ISBN: 9783647306049
(D) 20,95 €   In den Warenkorb

Pannenberg, Wolfhart

Was ist der Mensch?

Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht

Ebook Print ISBN: 978-3-525-33187-3
E-Book ISBN: 9783647331874
(D) 8,95 €   In den Warenkorb

Wolfhart Pannenberg

Die Bestimmung des Menschen

Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht

Ebook Print ISBN: 978-3-525-33423-2
E-Book ISBN: 9783647334233
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Jindrich Karásek

Sprache und Anerkennung

Verlag: V&R unipress

Das Problem der Intersubjektivität wurde im 20. Jahrhundert in der Philosophie stark diskutiert. Es wurden verschiedene Theoriekonzepte entwickelt, angesiedelt in der Phänomenologie, der kritischen Theorie und der sprachanalytischen Philosophie. So gut wie ganz vergessen wurde dabei diejenige theoretische Konstellation, innerhalb derer das Problem der Intersubjektivität überhaupt formuliert wurde: die Philosophie des deutschen Idealismus. Sie geht davon aus, dass das Phänomen der Intersubjektivität kein Epiphänomen des Selbstbewusstseins, sondern sein interner Bestandteil ist. Die Philosophie des deutschen Idealismus behandelt das Problem der Intersubjektivität in einer Weise, die für das Nachdenken über dieses Problem inspirierend ist. Dieser Band macht es sich zur Aufgabe, dies an den Texten der Philosophen des deutschen Idealismus und in der Diskussion mit den sprachanalytischen Philosophen zu zeigen.

Ebook Print ISBN: 978-3-89971-846-1
E-Book ISBN: 978-3-86234-846-6
(D) 34,90 €   In den Warenkorb

Tabery, Thomas

Selbstkultivierung und Weltgestaltung

Verlag: Harrassowitz, O

Deutsch

Ebook Print ISBN: 978-3-447-05906-0
E-Book ISBN: 978-3-447-19008-4
(D) 54,40 €   In den Warenkorb

Straube, Martin

Studien zur Bodhisattvavadanakalpalata

Verlag: Harrassowitz, O

Deutsch

Ebook Print ISBN: 978-3-447-06092-9
E-Book ISBN: 978-3-447-19009-1
(D) 46,40 €   In den Warenkorb

Erasmus von Rotterdam
Herausgeber : Einleitung von Bergdolt, Klaus; Übersetzt aus dem Latein von Bergdolt, Klaus; Bergdolt, Klaus

Encomium Artis Medicae /Lob der Heilkunst

Verlag: Manutius

»Was für Umwälzungen der Situation bewirkt nur das verdorbene Gehirn eines einzigen kleinen Menschen! Vergeblich werden die Mitglieder seiner Beraterstäbe rufen: Du rasest, Herrscher, komm wieder zu dir. Es sei denn ein Arzt gibt ihm, ohne daß er es will oder merkt, dank seiner Kunst den Verstand zurück. Wäre Caligula ein treuer Arzt zur Seite gestanden, hätte er nicht die Wahnsinnstat begangen, zur Vernichtung des Menschengeschlechtes Behälter mit Dolchen und Giften anzulegen. Und zweifellos ist es deshalb bei allen Völkern der Erde allgemein Brauch geworden, daß ein Herrscher nirgends ohne Leibärzte auftritt.«
Das Lob der Heilkunst des Erasmus von Rotterdam( 1465/69?-1536) stellte unter den Schriften der zeitgenössischen Humanisten, aber auch in seinem Oeuvre thematisch gesehen eine Ausnahme dar. Der vorliegende Band bietet neben einer neuen Übersetzung eine sachkundige und einfühlsame Einführung in den Text und die Zeit von Klaus Bergdolt.

Ebook Print ISBN: 978-3-934877-64-1
(D) 16,00 €   In den Warenkorb
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